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Dezember 13th, 2005

Leukämie-Mittel MabCampath in Innsbruck bestätigt

Eine Studie der <a href=http://www.i-med.ac.at>Medizinischen Universität Innsbruck</a> bestätigt die höhere Lebenserwartung durch MabCampath bei Patienten mit fortgeschrittener, vorab behandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) vom B-Zelltyp. Leukämie-Mittel MabCampath in Innsbruck bestätigt <% image name="mabcampath" %><p> Die Studie umfasste 108 B-CLL-Patienten aus 25 medizinischen Zentren in Österreich, die sich zuvor &Oslash; 3 anderen Behandlungen unterzogen hatten. Das &Oslash; Alter der Patienten betrug 66 Jahre, die Mehrzahl davon befand sich bereits im fortgeschrittenen Krankheitsstadium. MabCampath wurde den Vorgaben entsprechend verabreicht, wobei jeder Fall individuell behandelt wurde. Nach einem &Oslash; Dosierungszeitraum von 7 Wochen zeigten 5 % der 106 Patienten ein vollständiges Ansprechen, 17 % partielles Ansprechen, und 34 % erfuhren eine Stabilisierung der Krankheit. Die Gesamtansprechrate bei der Studie betrug 22 %. Außerdem lag die mediane Überlebenszeit bei allen Patienten bei rund 20 Monaten; 15 Monate bei Fludarabin-refraktären Patienten und 31 Monate bei Fludarabin-empfänglichen Patienten. Das Überleben hing vom Ansprechen ab, der Anzahl der vorherigen Behandlungen, sowie bestehender Lymphknotenschwellung. Diese Überlebenszeiten stimmen mit anderen Studien überein. Die negativen Auswirkungen bei diesen Patienten lagen im zu erwartenden Bereich: 37 % der Patienten wiesen Infektionen vom Grad 3/4 auf, je 25 % und 23 % Grad 4 Neutropenie und Thrombozytopenie, 13 % der Patienten Zytomegalovirus-Reaktivation und 12 % starben einen frühen Tod. <b><u>MabCampath</u></b> (Alemtuzumab) ist der einzige für CLL zugelassene humanisierte monoklonale Antikörper und das erste Medikament mit bewährter Wirkung bei CLL-Patienten, die weder auf Alkylantien noch die Behandlung mit Fludarabinposphaten ansprechen. Die Wirkungsweise von MabCampath und herkömmlichen Behandlungsmethoden sind vollkommen unterschiedlich, da sich ersteres gezielt gegen das CD52-Antigen der malignen Lymphozyten richtet. Die hierdurch in Gang gesetzten Prozesse führen zum Tod oder der Auflösung der bösartigen Zellen. <small> <b><u>CLL</u></b> ist die häufigste Form der Leukämie bei Erwachsenen und befällt jährlich etwa 120.000 Menschen in Europa und den USA, wobei Patienten im Alter von 50 Jahren und darüber am häufigsten betroffen sind. Charakteristisch für CLL ist die Ansammlung funktionell nicht ausgereifter weißer Blutkörperchen (Lymphozyten) im Knochenmark, dem Blut, Lymphgewebe und anderen Organen. Es befinden sich 2 Arten von Lymphozyten im Blut, die B-Zellen und die T-Zellen. Bei 95 % der CLL-Fälle sind krebsartige B-Zellen im Spiel. Da diese eine längere Lebensdauer als normal haben, beginnen sie, die gesunden Blutkörperchen zu verdrängen. </small>

IWLAN verbessert Produktion in Industrie

<a href=http://www.siemens.de>Siemens</a> hat die Funktechnik WLAN für einen Einsatz in der Industrie zum Industrial Wireless Local Area Network weiter entwickelt. <% image name="IWLAN_Siemens" %><p> Der Vorteil: Das aufwändige Verkabeln entfällt, die Produktion wird dadurch schneller und günstiger, und auch die Arbeitsbedingungen sowie die Qualität werden verbessert. Die neue Technik ist unter anderem bereits im norddeutschen VW-Werk Emden im Einsatz. Siemens gibt einen Technologievorsprung von mehr als einem Jahr an. WLAN funktioniert in industriellen Anwendungen nicht, da die per Funk angesteuerten Geräte bei hohem Datenverkehr warten müssen, bis sie "an der Reihe" sind. Das würde etwa bedeuten, dass ein fahrerloser Gabelstapler statt an einer bestimmten Stelle anzuhalten einfach weiterfahren würde - weil er den Stopp-Befehl nicht rechtzeitig bekommt. Genauso könnte ein Roboter, der Werkstücke bearbeitet, wichtige Steuerbefehle zu spät bekommen. Siemens hat deshalb eine Software entwickelt, die feste Übertragungsbandbreiten reserviert - etwa für Steuerbefehle. Mehrere Antennen machen die Funkverbindung stabil, ein Verschlüsselungssystem schützt die Daten. Weil die Maschinen ihre Daten nicht mehr über Kabel oder Schleifkontakte erhalten, gibt es hier keinen Verschleiß mehr. In Gebäuden beträgt die Reichweite von IWLAN etwa 30, im Freien 100 m. Die Bauteile funktionieren bis -20 &deg;C und selbst bei Nässe, eignen sich also auch für Bahnhöfe oder Containerumschlagplätze. IWLAN verbessert Produktion in Industrie

Melamin als LNG-Insolierung

Eine neue Anwendung für die bisher fast unbekannten Tieftemperatureigenschaften des Melaminharzschaumstoffs <a href=http://www.basf.de/basotect>Basotect</a> haben BASF-Entwickler entdeckt: Tests zeigen, dass Stahlbehälter, die mit etwa 160°C kaltem Flüssiggas (LNG) gefüllt sind, dauerhaft isoliert werden können. Da der Bedarf an LNG-Transportsystemen in den nächsten Jahren stark steigen wird und die heute angewandte Technologie veraltet ist, könnte das Material hier gute Dienste leisten. <% image name="Basotect" %><p> Im Labor widersteht Basotect Temperaturen von knapp -200°C. Für die Anwendung als LNG-Tank-Isolierung bietet der Schaumstoff daher eine günstige Kombination von Eigenschaften: Seine gute Elastizität und sein Wärmedämmvermögen bleiben auch bei sehr niedrigen Temperaturen erhalten. Damit könnte der Nachteil herkömmlicher Schaumisolierungen überwunden werden, die bei tiefen Temperaturen verspröden. Auch ein Verbundsystem aus Basotect und anderen Schaumstoffen ist vorstellbar. <small> <b><u>LNG:</u></b> Sind höhere Distanzen zu überwinden, ist es ökonomisch oft sinnvoller, Gas zu verflüssigen und mit dem Schiff zu transportieren. Das kritische Glied in der komplexen LNG-Versorgungskette sind die LNG-Tanker. Da die Siedetemperatur des LNG bei 162°C liegt, muss das tiefgekühlte Flüssiggas während des gesamten Transports in sehr gut isolierten Behältern aufbewahrt werden. Schätzungen gehen davon aus, dass die Zahl der LNG-Tanker von etwa 120 im Jahr 2000 auf mehr als 300 im Jahr 2010 ansteigt. Die damit transportierte Menge an LNG wird dann mehr als 270 Mio t betragen. Zur Zeit werden in Europa etwa 4 % des Erdgasbedarfs aus LNG gedeckt. </small> Melamin als LNG-Insolierung

Neuer Faktor-Xa-Hemmer: Positive Phase-II

Die einmal tägliche Gabe des oralen Faktor-Xa-Hemmers BAY 59-7939 von <a href=http://www.bayerhealthcare.com>Bayer HealthCare</a> war im Vergleich zum Goldstandard Enoxaparin wirksam. <% image name="Bayer_Logo" %><p> Das Präparat wird zur Vorbeugung von Venenthrombosen bei Patienten, denen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wurde, getestet. Die optimale Dosierung zur Prävention von Venenthrombosen nach orthopädischen Eingriffen liegt den Tests entsprechend bei 10 mg einmal täglich. In einer Phase-III-Studie soll nun ein Behandlungsschema mit dieser Dosierung zur Vorbeugung von Venenthrombosen untersucht werden. Die Marktzulassung soll Ende 2007 beantragt werden. BAY 59-7939 wird für 3 Schlüsselindikationen entwickelt: Prävention von Venenthrombosen nach großer orthopädischer Operation, Behandlung von Venenthrombosen und zur Vorbeugung eines Schlaganfalls bei Vorhofflimmern. Zurzeit läuft ein Dosisfindungsprogramm der Phase II mit zweimal und einmal täglicher Dosierung zur Behandlung von Venenthrombosen und zur Schlaganfall-Prophylaxe bei Vorhofflimmern. Es ist vorgesehen, dazu in der zweiten Jahreshälfte 2006 Daten zu präsentieren. Derzeit ist geplant, die Marktzulassung für diese chronischen Indikationen 2009 zu beantragen. Neuer Faktor-Xa-Hemmer: Positive Phase-II

Überlebenschancen von Lymphom-Patienten verbessert

Eine zweijährige Erhaltungstherapie mit MabThera (Rituximab) führt zu einer enormen Verbesserung der Überlebenschancen von Patienten, die an einer der häufigsten Formen der Lymphknotenerkrankung, dem indolenten Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) leiden. <% image name="MabThera" %><p> Ein klinischer Test zeigte, dass das Sterberisiko von Patienten, an denen eine Erhaltungstherapie mit MabThera durchgeführt wurde, verglichen mit Patienten, die keine Erhaltungstherapie bekamen, unabhängig von ihrer Initialtherapie halbiert werden konnte. Auf der Grundlage dieser Daten wird Roche bei den europäischen Behörden eine Label Extension für die Erhaltungstherapie mit MabThera für Patienten beantragen, die unter einem indolenten Lymphom leiden. <b><u>MabThera</u></b> ist ein Antikörper von <a href=http://www.roche.com>Roche</a>, der sich an ein bestimmtes Protein - das CD20 Antigen - auf der Oberfläche normaler und maligner B-Zellen bindet. Es setzt dann die körpereigenen Abwehrkräfte ein, um die markierten B-Zellen anzugreifen und zu zerstören. Stammzellen (B-Zellen- Vorläufer) im Knochenmark fehlt das CD20 Antigen, wodurch sich gesunde B-Zellen nach der Behandlung regenerieren und sich innerhalb mehrerer Monate auf ein normales Niveau zurückentwickeln. <small> Das <b><u>Non-Hodgkin-Lymphom</u></b> (NHL) befällt 1,5 Mio Menschen weltweit. Indolentes NHL stellt 45 % aller NHL-Erkrankungen dar und ist ein sich langsam entwickelnder, aber schwerer Krebs des lymphatischen Systems. Gegenwärtig wird die Krankheit für unheilbar gehalten. NHL ist eine der am schnellsten wachsenden Krebsarten und ihre Häufigkeit hat seit den frühen 1970ern um 80 % zugenommen. </small> Überlebenschancen von Lymphom-Patienten verbessert

Degussa forscht an druckbarer Elektronik

<a href=http://www.degussa.de>Degussa</a> und das Forschungszentrum Karlsruhe werden gemeinsam in den nächsten 30 Monaten auf dem Gebiet neuer Funktionsmaterialien für druckbare Elektronik auf Basis halbleitender Nanopartikel arbeiten. Die Kooperation hat einen Umfang von 2 Mio €. Die 140 Mitarbeiter des Instituts für Nanotechnologie im Forschungszentrum Karlsruhe verfügen über einzigartige Kenntnisse auf den Gebieten nanostrukturierter Materialien und dem Elektronentransport durch nanoskalige Systeme. Degussa hat umfangreiches Know-how in der F&E von Nanomaterialien und investierte dazu in den vergangenen vier Jahren rund 100 Mio €. Mit dem internen Start-up „Degussa Advanced Nanomaterials“ verfügt der Spezialchemiekonzern außerdem über eine führende Technologieposition auf diesem Gebiet. Jüngstes Aushängeschild ist das Science to Business Center Nanotronics, in dem Degussa auf Nanomaterialien basierende Systemlösungen für die Elektronikindustrie entwickelt. <% image name="Etikette" %><p> Degussa und des Forschungszentrums Karlsruhe wollen zusammen Nanopartikelsysteme entwickeln, die den Druck elektronischer Bauelemente für preiswerte Elektronikanwendungen bis hin zu Elektronikprodukten für den einmaligen Gebrauch ermöglichen. Ein Beispiel sind Funketiketten für Waren im Supermarkt, die Preis und Haltbarkeitsdatum anzeigen. Ziel ist die Entwicklung einer Technologie, um solche RFID-Tags nicht auf Basis der Mikrochiptechnologie herzustellen, sondern deutlich preiswerter in wenigen Arbeitsvorgängen drucken zu können. Elektronische Bauteile, die nicht aus einem wochenlangen Fertigungsprozess hervorgehen, sondern innerhalb von Sekunden auf einer Druckmaschine entstehen, bergen ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Experten schätzen die Größenordnung des Marktvolumens 2015 auf rund 30 Mrd €. Grundlage für die enge Zusammenarbeit zwischen Degussa und dem Forschungszentrum Karlsruhe ist die langjährige Partnerschaft im Netzwerk <a href=http://www.nanomat.de>NanoMat</a>. Darin bündeln 25 Mitglieder aus Forschung und Industrie ihre Kompetenzen im Bereich Nanomaterialien. Degussa forscht an druckbarer Elektronik

Dezember 12th

Kogenate als Hämophilie A-Prophylaxe erfolgreich

Kinder mit der Bluterkrankheit Hämophilie A profitieren von einer prophylaktischen Therapie mit Kogenate, dem gentechnisch hergestellten Blutgerinnungsfaktor-VIII-Produkt von <a href=http://www.bayerhealthcare.com>Bayer HealthCare</a>. Kogenate als Hämophilie A-Prophylaxe erfolgreich <% image name="Bayer_Kogenate" %><p> Sie haben eine bessere Gelenkfunktion und weniger Knochen- und Knorpelschäden als solche, die nur bei akuten Blutungen mit dem Faktor-VIII-Präparat behandelt werden, so die "Joint Outcome Study". Die Studie mit 65 Kindern zwischen 6 und 30 Monaten begann im August 1996 an 15 Hämophilie-Zentren in den USA. Die Kinder wurden bis zu ihrem 6. Lebensjahr nachbeobachtet und dann mit der Magnetresonanztomographie auf Gelenkschäden an den Ellbogen, Knien und Sprunggelenken untersucht. Die Untersuchung im Alter von 6 Jahren ergab, dass 93 % der Kinder in der prophylaktischen Gruppe normale Gelenke im Vergleich zu 58 % in der Bedarfsgruppe hatten. Daraus errechnete sich eine 84-prozentige Verringerung des Risikos für einen Gelenkschaden. <small> Rund 400.000 Menschen leiden an einer Hämophilie. Die vererbbare Bluterkrankheit ist durch verlängerte und spontane Blutungen charakterisiert, besonders in Muskeln, Gelenke oder in innere Organe. Sie wird durch fehlende oder defekte Blutgerinnungsproteine verursacht. </small>

Neue Geldstrafen für Gefahrguttransporte

Mit der Novelle zum Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBG) wurde neben einer Mängelklassifikation erstmals ein dreistufiger Strafrahmen eingeführt. Neben Organstrafverfügungen bis 70 &#8364; sind Mindeststrafen von 100 und 750 &#8364; - je nach Mangel - vorgesehen. Die Exekutive kann bei Bagatelleverstößen auch nur eine Abmahnung aussprechen. <% image name="Gefahrgut" %><p> Basis für die Strafbemessung ist ein Mängelkatalog, der drei Kategorien nach der Gefährlichkeit eines Verstoßes unterscheidet. Das Gesetz definiert in Umsetzung einer EU-Richtlinie weiters, was ein Verstoß (Fehler in der Dokumentation, bei der Beladung, der Fahrzeugkennzeichnung etc) und welches Strafmaß anzuwenden ist. Neue Geldstrafen für Gefahrguttransporte

Protein SPARC bildet Herzmuskel aus Stammzellen

Die Entwicklung des Herzmuskels im Embryo wird entscheidend vom Protein SPARC mitbestimmt. Diese bisher unbekannte Bedeutung wurde im Rahmen eines FWF-Projekts entdeckt. Protein SPARC bildet Herzmuskel aus Stammzellen Das Protein wirkt maßgeblich auf die Aktivität von jenen Genen, die für die Entstehung von Herzzellen aus ­zunächst undifferenzierten ­Zellen eines Embryos verantwortlich sind. Die Ergebnisse des an der Medizinischen Universität Wien durchgeführten Projekts können künftig dazu beitragen, Herzzellen für den Einsatz in der Zelltherapie für Herzinfarktpatienten zu züchten. Einen wichtigen Beitrag für die dazu notwendige Herstellung von Herzmuskelzellen hat jetzt ein Team um Georg Weitzer von den Max Perutz Laboratories am Department für Medizinische Biochemie der Medizinischen Universität Wien geleistet. Dem Team gelang es, zu zeigen, dass SPARC eine Schlüsselfunktion bei der Entwicklung von Herzzellen zukommt. Dazu Weitzer: "Das Herz ist nach der Befruchtung der Eizelle das erste Organ, das sich bildet. Die zur Bildung notwendige Spezialisierung der zunächst wenig entwickelten Zellen erfolgt durch Botenstoffe, die zum richtigen Zeitpunkt ein Entwicklungsprogramm für Herzmuskelzellen aktivieren. Mein Team konnte jetzt zeigen, dass SPARC ganz am Anfang dieser Abfolge von Botenstoffen steht und quasi die Initialzündung für die Entstehung des Herzens schafft." <% image name="Sparc" %><p> <small> Strukturen einer ausdifferenzierten Herzzelle unter dem Fluoreszenz-Mikroskop. Grün: Bestandteile der Muskelfasern. Blau: DNA im Kern. Rot: ein im Zytoplasma und im Zellkern verteiltes Protein. Quelle: Georg Weitzer </small> SPARC wirkt dabei auf die Aktivität der als bmp2 und nkx2.5 bezeichneten Gene, die entscheidend die Herzentwicklung steuern. Ganz am Anfang dieses komplexen Prozesses steht eben SPARC. Die klare Analyse der komplexen Regulationsmechanismen bei der Differenzierung von Stammzellen zu Herzzellen konnte Weitzer aufgrund eines praktischen Labormodells ausführen - den "embryoid bodies". Diese Aggregate aus embryonalen Stammzellen lassen sich aus bestehenden Kulturen herstellen und bieten ein einfach zu handhabendes Modell für die sehr frühe Entwicklung eines Embryos. Tatsächlich entwickeln sich in diesen Aggregaten aus zunächst undifferenzierten Zellen unter anderem Herzzellen, die unter dem Mikroskop klar an ihrem rhythmischen Schlagen erkennbar sind. "Das verhältnismäßig einfache Beobachten der schlagenden Herzmuskelzellen erlaubt es uns, jene Prozesse zu analysieren, die einen Einfluss auf deren Entstehung haben. So stellten wir fest, dass embryoid bodies, die mit SPARC behandelt wurden, sich wesentlich rascher zu schlagenden Herzmuskelzellen entwickelten als jene, die kein zusätzliches SPARC erhielten." Und auch ein wichtiges Kontrollexperiment konnte das Team mit den embryoid bodies durchführen. Dazu wurden diese mit SPARC, aber gleichzeitig auch mit Antikörpern gegen SPARC behandelt. Diese Proteine inaktivierten das Protein SPARC durch ihre sehr spezifische Bindung und blockierten damit großteils die Herzmuskelzellenentwicklung. Das elegante Versuchssystem der embryoid bodies hat es ermöglicht, bereits ein weiteres Protein zu identifizieren, das ebenfalls große Bedeutung bei der Entwicklung der Herzmuskelzellen hat. Diese Ergebnisse werden 2006 veröffentlicht werden.

Schadstoffbelastung des Getreides rückläufig

Laut der deutschen Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BfEL) ist die Belastung von Weizen und Roggen durch Blei und Cadmium in den letzten 30 Jahren erkennbar zurückgegangen. Auch Pflanzenschutzmittel-Rückstände sind trotz hoch entwickelter Analytik nur noch selten zu finden. Schadstoffbelastung des Getreides rückläufig <% image name="Aehre" %><p> Seit mehr als 30 Jahren überprüft das BfEL die Beschaffenheit des frisch geernteten Brotgetreides. Alljährlich werden dafür rund 3.000 Proben aus ganz Deutschland ausgewertet. Vor allem aufgrund des Benzin-Blei-Gesetzes, das ab 1972 zu einer Reduzierung des Bleigehalts in Kraftstoffen geführt hat, ist der Bleigehalt im Roggen von rund 0,1 mg/kg Mitte der 1970er auf heute 0,02 mg/kg gesunken; bei Winterweizen sank er von 0,05 auf 0,02 mg/kg und damit auf ein vernachlässigbares Niveau. Auch die Situation beim Schwermetall Cadmium hat sich positiv entwickelt. Eine interessante Entwicklung zeigt sich bei den Rückstandsuntersuchungen von Pflanzenschutzmitteln. Anfang der 1990er ließen sich in 80 % der Proben noch Insektizid-Rückstände nachweisen. Diese gingen ab Mitte der 1990er deutlich zurück, dafür wurden etwas häufiger Rückstände von Unkraut- und Pilzbekämpfungsmitteln festgestellt. Trotz Verbesserungen in der Analytik ließen sich in den letzten Jahren in 2/3 aller Proben überhaupt keine Rückstände von den mehr als 250 erfassten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen nachweisen.

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