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September 5th, 2005

Coversyl bei älteren Herzinfarktpatienten wirksam

Eine Studie zeigt, dass der ACE-Hemmer Coversyl (Perindopril) das Risiko von Tod, Krankenhausaufenthalt aufgrund Herzinsuffizienz und kardialem Remodelling für ältere Herzinfarktpatienten mit erhaltener linksventrikulärer Funktion signifikant reduziert. Coversyl bei älteren Herzinfarktpatienten wirksam <% image name="ECG" %><p> Bei der "PREAMI"-Studie wurde ein ACE-Hemmer zum ersten Mal in dieser älteren Patientenpopulation mit erhaltener linksventrikulärer Funktion, die in der klinischen Praxis weit verbreitet ist, untersucht. An der Studie nahmen 1.252 Patienten in 5 europäischen Ländern mit einem Durchschnittsalter von 73 Jahren teil. Perindopril wurde trotz fortgeschrittenen Alters bei einer Dosis von 8 mg/Tag gut toleriert. Zusätzlich wurde keine Interaktion mit begleitenden Behandlungen beobachtet. Akuter Herzinfarkt führt zu fortschreitenden Veränderungen der Herzkammergröße, -form und -funktion. Dieser Prozess wird als Remodelling bezeichnet und ist ein asymptomatischer Hinweis auf zur Herzinsuffizienz führende Herzschwäche. Vorhergehende Studien demonstrierten die vorteilhafte Wirkung von ACE-Hemmern, jedoch bei jüngeren Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion. Coversyl wurde von <a href=http://www.servier.com>Servier</a> entwickelt und ist weltweit bei einer Dosis zwischen 4 und 8 mg zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz zugelassen. In der EU hat die EMEA die Genehmigung zur Verwendung von Coversyl für eine neue Indikation bei stabiler Koronararterienerkrankung erteilt, um das Risiko von kardialen Ereignissen bei Patienten mit Herzinfarkt und/oder Revaskularisation in der Vorgeschichte zu reduzieren.

Vom Standortfaktor Müll

Der Verfahrenstechniker Franz Neubacher zeigt die letzten Hausaufgaben für Österreichs Abfallverwertung auf. In der industriellen Nutzung thermischer Abfallverwertung schlummert noch ein Potenzial von mindestens 110 Mio € jährlich. Und klärt auf über Kyoto-Wahn, Müllkriege und die Ent-Industrialisierung in Österreich. <% image name="Muell" %><p> Franz Neubacher ist mit seiner UV+P der heimische Vorkämpfer in Sachen Abfallverwertung. Als Pionier hat er die ersten Schritte Österreichs weg von der Deponierung jeglichen Mülls hin zu einem energetisch sinnvollen - und ökologischen - Stoff-Kreislauf begleitet. 20 Jahre Abfallbewirtschaftung in Österreich oder die Sturheit der Thermodynamik. <i>Österreich hat 1983 mit dem Sonderabfallgesetz und dem Umweltfonds die ersten Schritte gesetzt, um dem steigenden Müll-Problem Herr zu werden. Heute sind die Leitlinien der Abfallwirtschaft aus 1988 weitgehend wirksam geworden – Restmüll wird großteils verbrannt. Ihr Resümee aus 20 Jahren Abfallwirtschaft? </i> Hätte man stets die beiden Hauptsätze der Thermodynamik beachtet - man hätte sich viele Probleme im vorhinein ersparen können. Naturgesetze sind stur: Masse und Energie bleiben nun einmal erhalten in einem System, sodass kurzfristige und sehr sektorale Problemlösungen etwa für Abgase später in Grundwasserprobleme mündeten. Man hat also erst lernen müssen, vollständige Stoffströme in die Energie-Bilanzen einfließen zu lassen. Chlor-Probleme in der Papierindustrie sind heute gelöst, Quecksilber ist teilweise noch ein Problem in anderen Bereichen. Hauptsatz 2 schließlich – die Zunahme der Entropie, also das Maß für thermo-dynamische „Unordnung“ in Systemen – hat sich lehrbuchhaft am Wiener Rinterzelt und später auch in Graz gezeigt, wo man versucht hat, automatisiert den gesamten Hausmüll einer Verwertung zuzuführen. Das Resultat war Chaos und finanzielles Debakel. Heute wissen wir, dass die getrennte Erfassung von Stoffströme die Voraussetzung für eine sinnvolle Abfallwirtschaft ist. <i>Mit dem Umweltfonds gab es die ersten finanziellen Anreize, an industriellen Stoffkreisläufen Veränderungen vorzunehmen. Wie sieht die volkswirtschaftliche Bilanz dieser Bemühungen heute aus?</i> In Österreich können wir heute auf den Mix aus Förderungen, Abgaben (auf Deponien) und Vorschriften durchaus stolz sein. Der Umweltfonds mutiert allerdings immer mehr von einer Umwelt- zu einer Agrarwirtschaftsförderung. Heute wird die Verwertung von Biomasse in Verbrennungsanlagen forciert, ohne deren thermodynamische Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. Hinzu kommt noch, dass die EU als übergeordnete Verwaltung ein hohes Maß an unübersichtlicher Bürokratie hervor bringt. Problematisch an der Gesetzgebung ist allgemein deren Sprunghaftigkeit. Obwohl in der Abfallwirtschaft ein langer Planungshorizont ein Muss ist, hat Österreich im Abfallwirtschaftsbereich bis dato mit mindestens 2 Novellen jährlich geglänzt. Eine seriöse Planung wurde damit unmöglich, das Vertrauen potenzieller Investoren nachhaltig zerstört. <i>Es ist Ihnen aber doch gelungen, Vorzeigeprojekte wie jene bei Lenzing oder Asamer zu realisieren? </i> Diese Projekte sind in der Tat richtungsweisend. Bei Lenzing konnte 1998 die Reststoffverwertung derart realisiert werden, dass ein Wirbelschichtkessel sowohl geruchsbelästigende Abluft aus der Produktion als auch 300.000 t Müll zwecks Dampferzeugung verbrennt. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Lenzing ersparte sich fortan jährlich rund 10 Mio € für Erdgas, AVE in etwa dieselbe Summe an Deponiekosten (inklusive Deponieabgaben). Bei Asamer konnten wir die Altreifen-Aufbereitung verwirklichen. Anstatt die Reifen zu verbrennen, werden diese zu Gummigranulat und Gummimehl verarbeitet und können so weiterverarbeitet werden: Zu Matten oder Formteilen etwa. Gummigranulat im Bitumen kann zudem die Lebensdauer einer Fahrbahndecke verdoppeln, indem im Winter Frostschäden und im Sommer Verwalkungen vermindert werden. Dieses Projekt zeigt auf, dass mitunter ein höherer Wertschöpfungsanteil erhalten werden kann, wenn Altstoffe einer Wiederverwertung zugeführt werden. <i>Die thermische Verwertung á la Lenzing hätte also noch Potenzial in österreichischen Industrie-Betrieben? Welche Mengen ließen sich thermisch nutzen?</i> Die fehlenden Verbrennungskapazitäten, bei denen auch eine effiziente Abgasreinigung stattfindet, belaufen sich auf zumindest 1,5 Mio t/Jahr – bei einem mittleren Heizwert von 10 MJ/kg entspricht das rund 500 MW Brennstoff-Wärmeleistung. Die Nutzung dieser Abfälle ist eine Herausforderung und Chance. Die aktuell favorisierten Biomassefeuerungen – ohne effiziente Rauchgasanlagen – verursachen dagegen höhere Emissionen und sind alles andere als grün. <i>Wie viele Anlagen müssten errichtet werden, um diese 1,5 Mio t jährlich verwerten zu können? </i> Vier bis fünf zusätzlichen Anlagen in der Größenordnung der 2003 errichteten Verbrennungsanlage der AVN in Zwentendorf oder der Wirbelschichtanlage in Lenzing. Das Müllaufkommen dafür ist angesichts der noch immer deponierten Mengen, emissionstechnisch fragwürdiger Verwertungen in ungeeigneten Anlagen und großer Abfallexporte nach Deutschland reichlich gegeben. <i>Wo könnten diese Anlagen errichtet werden? Welche Voraussetzungen sind dafür notwendig?</i> In Frage kämen etliche industrielle Standorte wie die Papierfabrik Nettingsdorf, die Glanzstoff Austria in St. Pölten, Sandoz in Kundl sowie einige Zellstoff- und Chemiewerke. Voraussetzung ist in jedem Fall die ganzjährige Wärmenutzung in Form von Kraft-Wärme-Kopplungen und ein leistungsfähiger Gleisanschluss. Neue Anlagen sollten keinesfalls an Standorten ohne Wärmenutzung situiert werden, so wie das vor Jahren in Wels erfolgte. <i>Lassen Sie uns Ihre Prognose in Zahlen gießen. Welche Investitionen wären dafür vonnöten? Und wie würde die volkswirtschaftliche Gesamtbilanz aussehen?</i> Ein Investitionsschub von etwa 500 Mio € wäre realistisch – Aufträge, die überwiegend von der österreichischen Anlagenbau- und Bauindustrie abgewickelt werden könnten, inklusive Ingenieurleistungen im Ausmaß von rund 30 Mio €. Eine Sicherung von Arbeitsplätzen – nicht zuletzt durch die Stärkung der Industriestandorte mit thermischer Abfallverwertung ergäbe sich zwangsläufig. Die Einsparung an industriell eingesetzten fossilen Energieträgern wie Erdgas oder Öl würde sich auf jährlich rund 50 Mio € belaufen. Die 1,5 Mio t Abfallbrennstoffe entsprechen einem Heizwertäquivalent von rund 500.000 t Steinkohle oder rund 2,5 Mio Fass Erdöl – bei aktuellen Spitzenpreisen von 50 € und mehr je Fass würde das bereits mehr als 125 Mio € jährlich ausmachen. <i>Plus Einsparungen für CO<small>2</small>-Zertifikate?</i> Ja, hier würden bis zu 3 Mio t CO<small>2</small>-Äquivalente jährlich zu Buche stehen - durch die Einsparung fossiler Energieträger sowie die Vermeidung von Deponiegasemissionen. Bei 20 €/t CO<small>2</small>–Äquivalent würde das pro Jahr einen Wert von zusätzlich 60 Mio € ausmachen. Thermische Abfallverwertung ist somit ein wesentlicher Beitrag zur – zumindest teilweisen - Erreichung der bindenden Vorgaben für Österreich zur Verringerung der Treibhausgasemissionen. <i>Sie glauben nicht an die Erreichung des österreichischen Kyoto-Zieles?</i> Das Kyoto-Protokoll hat Österreich aus politischer Eitelkeit heraus unterzeichnet. Letztlich war es aber eine unverantwortliche Zusage. Anstelle minus 13 % wären plus 13 % weitaus realistischer gewesen. <i>Ein Plus von 13 % - wäre das für die Umwelt überhaupt so ein Desaster? Wie wird die amerikanische Enthaltung in Sachen Kyoto-Protokoll nachvollziehbar? </i> Man muss in der Geschichte einige Jahre zurückgehen, um das zu verstehen. Nach dem Jom-Kippur-Krieg 1973 reagierte die arabische Welt mit dem Zurückschrauben der Ölexporte; die bekannten Ölschocks waren die Folge. Die Antwort der westlichen Welt darauf bestand in der massiven Forcierung der Nuklearenergie. Die Gegenstrategie daraufhin war wiederum die – insbesondere vom Revolutionsführer Gaddafi punktuell finanzierte – grüne Anti-Atom-Bewegung zur Unterminierung dieser Ambitionen. Mit Erfolg. Ein Comeback der Atomenergie sollte schließlich erreicht werden, indem den fossilen Energieträgern eine sehr hohe CO<small>2</small>-Belastung zugeschrieben wurde – aufgrund von Forschungsergebnissen, finanziert insbesondere von General Electric und dem US-Nuklear-Department. Was überaus problematisch ist: Zum einen sind die durch den Menschen verursachten CO<small>2</small>-Belastungen relativ gering zu anderen Naturereignissen. Hinzu kommt, dass Wetterberichte schon für die nächsten 10 Tage unmöglich sind – wieso sollen sie dann auf 200 Jahre punktgenau machbar sein? Wenn jedoch Heerscharen von hochbezahlten Wissenschaftlern es permanent versichern, dann wird es irgendwann glaubhaft. Jedenfalls hat die Agrar-dominierte Europa-Politik auf die CO<small>2</small>-Debatte mit einem enormen Subventions-Programm für Biotreibstoffe und Biomasse-Verwertungen reagiert und gleichzeitig der Kernkraft politisch den Rücken gekehrt. Und genau hier haben die Amerikaner die Europa-Pläne durchkreuzt: Das Ziel – mehr Kernkraft – werden sie auch ohne den "Club der Zahler" in Form von Kyoto erreichen. <i>Das Kyoto-Protokoll ist also eine für Europa völlig widersinnige Angelegenheit?</i> Zum einen rüsten jetzt auch zahlreiche EU-Staaten wieder nukleartechnisch auf: Finnland, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Italien, aber auch Deutschland wird folgen, und Nicht-EU Staaten wie Ukraine und Schweiz; sie alle planen oder bauen bereits wieder AKWs. Zum anderen führt die reduzierte Zuteilung an CO<small>2</small>-Zertifikaten zu Ansiedlungsverzichten von neuer Industrie im "alten" Europa. In Österreich merken wir bereits eine regelrechte Ent-Industrialisierung - wir müssen aufpassen, dass wir nicht ganze Industriezweige verlieren. <i>So spannend kann also die thermische Verwertung sein. Im Einsatz um die Verbrennung – welche Gegenargumente wiegen eigentlich am schwersten?</i> Gestreute Falsch-Informationen, die eine Angst vor möglichen Überkapazitäten schüren: Diese Angst ist aber angesichts der Tatsache, dass die Abfallmengen deutlich weiter steigen und Österreich laufend große Mengen fossiler Energieträger importieren muss, völlig unbegründet. Außerdem sollte es wohl durchaus möglich sein, dass wir eben eine begrenzte Menge von Abfall aus angrenzenden EU-Ländern – gemäß EU-Recht gesetzeskonform und ohne rechtliche Möglichkeit einer Untersagung – als Energieträger nutzen. Ich denke, wenn wir keine moralischen Bedenken haben, Öl sogar aus Nigeria einzuführen, dann sollten wir auch keine falschen Skrupel haben, wenn wir umweltfreundlich verwertbare Abfallbrennstoffe aus nur wenigen 100 km Entfernung mittels Bahn importieren – samt erfreulicher Zuzahlung für Österreich. Vom Standortfaktor Müll

Neuer Mechanismus der Stammzellteilung

Wissenschaftler am Wiener <a href=http://www.imba.oeaw.ac.at/knoblich/index.html>IMBA</a> konnten einen bisher unbekannten Mechanismus beschreiben, der asymmetrische Zellteilungen und Stammzelldifferenzierung kontrolliert. Ein zentrales Ereignis im Lebenszyklus von Stammzellen ist die asymmetrische Zellteilung. Sie führt dazu, dass aus der Stammzelle zwei unterschiedliche Tochterzellen hervorgehen: eine spezialisierte (differenzierte) und eine weitere (proliferierende) Stammzelle, die sich unbegrenzt teilen kann. Die differenzierte Zelle erfüllt in der Folge bestimmte Aufgaben, etwa innerhalb eines Organs. Die Stammzelle liefert weiterhin Nachschub für neue Zellen und verändert sich dabei praktisch nicht. Diesen Ablauf zu verstehen, ist das Anliegen von Jürgen Knoblich, der seit 2004 am IMBA forscht. Bisher hatte er sich auf einen bereits bekannten Mechanismus konzentriert. Dabei werden bestimmte Proteine innerhalb der Zelle verlagert, bevor diese sich zu teilen beginnt. Die einseitige Verteilung von Zellinhaltsstoffen hat zur Folge, dass die beiden Tochterzellen unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. In den letzten Jahren häuften sich Hinweise, dass es noch einen anderen Weg geben muss, der ungleiche Tochterzellen aus Stammzellen entstehen lässt. Eine neue Methode erlaubt es seit kurzem, den Zellen bei der Teilung direkt zuzusehen. Die <b><u>Live Imaging-Technologie</u></b> nutzt fluoreszierende Proteine, mit denen Zellen im intakten Organismus markiert und an einem konfokalen Mikroskop in Echtzeit betrachtet werden können. Damit ließ sich nun ein bisher unvermuteter Mechanismus beobachten, der Zellen zur asymmetrischen Teilung befähigt. Dabei kommt es zu einer grundlegenden Umstellung des Zellstoffwechsels mit weitreichenden Folgen: Normalerweise reagieren Zellen auf Signale aus ihrer Umgebung mit Rezeptoren, die an der Zelloberfläche verankert sind. Diese Rezeptormoleküle werden, nach Empfang eines Signals, im Inneren der Zelle umgebaut und nach einem Recyclingprozess wieder an die Zelloberfläche zurückgeschleust. Der neu entdeckte Mechanismus ist dadurch charakterisiert, dass eine der beiden Tochterzellen diesen Recyclingapparat vorübergehend abstellt und die beteiligten Moleküle abbaut - also "Müllverbrennung statt Recycling". Vorerst sind die beschriebenen Vorgänge im Nervensystem der Fliege beobachtet worden. Asymmetrische Zellteilungen sind auch beim Menschen nachgewiesen. Man hat sie in der Haut, im Muskel- und Nervengewebe und im Auge beobachtet. Ob der neu entdeckte Mechanismus ebenfalls im menschlichen Körper abläuft, wollen die Forscher als nächstes herausfinden. Asymmetrische Zellteilungen spielen unter anderem bei der Tumorentstehung eine Rolle. Neuer Mechanismus der Stammzellteilung

Olivenöl als Schmerzhemmer

Forscher der University of the Sciences in Philadelphia haben im Bestandteil Oleocanthal einen Wirkstoff gegen Schmerzen gefunden, der ähnlich wirkt wie Ibuprofen. Bereits 50 Gramm pro Tag reichen aus, um gegen Schmerzen zu wirken, berichten sie in "Nature". Olivenöl als Schmerzhemmer Oleocanthal ist zwar mit Ibuprofen in keiner Weise strukturverwandt, allerdings wirken beide Stoffe auf die Schmerzwege, dem so genannten <b>Prostaglandin-System</b>. Darüber hinaus haben Forscher auch festgestellt, dass Olivenöl sogar als Krebsvorsorge herhalten kann. <% image name="oliven" %><p> Nicht jedes Olivenöl enthält allerdings gleich viel Oleocanthal: Die meisten Supermarkt-Olivenöle haben relativ wenig davon. Ausnahmen bilden die "Extra-Vergine-Typen" - jene Öle, die in der EU "Nativ-Extra" bezeichnet. Die nativen Öle werden seit langem auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet. Sie sieht in den Ölen einen Stimmungsbeleber, der auf Herz, Lunge, Wirbelsäule und Blase wirkt.

September 2nd

Dow: Euphorische Wachstumsaussichten für China

Für <a href=http://www.dow.com>Dow Chemical</a> hat die Stärkung der Position am chinesischen Markt absolute Priorität. In Shanghai entsteht bis 2007 ein weiterer Forschungs- und IT-Standort. Dow Chemical ist der erste ausländische Investor in einer chinesischen Freihandelszone, der die offizielle Erlaubnis für die Ausweitung seiner Handelsrechte in China erhielt. Damit kann Dow nun Produkte importieren und sie direkt an einheimische Kunden verkaufen. <% image name="shanghai_bilderbox" %><p> Dow wird einen neuen Forschungs- und IT-Standort im Zhangjiang Hi-Tech Park in Shanghai aufbauen. 2007 sollen dort auf 65,000 m2 600 neue Jobs entstehen. "Damit sind wir auf längere Sicht gut in China gerüstet und können vom Wachstum profitieren. Dow wird weiterhin Investment-Möglichkeiten in China untersuchen", so Dow-CEO Andrew Liveris. China ist entscheidend für die globale Strategie von Dow. Mit zehn Werken und fünf Business Centers erwirtschaftete Dow in der Region Greater China im letzten Jahr 2,2 Mrd $ Umsatz - ein Wachstum von fast 40 % gegenüber 2003. Die Wachstumschancen in China sind für Liveris durch eine überaus schnelle Industrialisierung, große Beträge an direkten Investments aus dem Ausland, ein attraktives Lohnniveau, ein enormes Aufrüsten der Infrastruktur sowie ein wachsendes Pro-Kopf-Einkommen begründet. "Wesentlich ist nicht nur, dass China zur globalen Produktion beiträgt, sondern auch zur globalen Nachfrage. Von Chinas Wachstum profitiert nicht nur China, sondern die gesamte globale Wirtschaft." Dow: Euphorische Wachstumsaussichten für China

September 1st

PVC am Bau: Membrane erobern das Stadtbild

Neue Akzente im Stadtbild erlaubt die Membranarchitektur: schwerelos wirkende Gebilde, lichtdurchlässig und enorme Spannweiten umfassend. PVC am Bau: Membrane erobern das Stadtbild Das Grundmaterial der Membrane sind zumeist Polyester-Gewebe. Durch die Beschichtung mit Weich-PVC oder anderen Kunststoffen wird das Gewebe reißfest, schwer entflammbar und beständig gegen Umwelteinflüsse. <% image name="AOL_Arena_AOL" %><p> Eingesetzt wird die textile Architektur für Sport- und Freizeitstätten, Industriebauten, den Veranstaltungs- und Messebau und in der Werbearchitektur. In Deutschland, das mit dem Münchner Olympiastadion einen der bekanntesten Membranbauten besitzt, rückte die Membrantechnik durch die Überdachung der Fußballstadien in Stuttgart, Hamburg oder Wolfsburg in den Blickpunkt. Ein Beispiel in Wien ist etwa die Neugestaltung des Urban-Loritz-Platzes, wo eine auffallende Dachlandschaft den Stadtbereich aufwertete. Die ursprüngliche Hauptfunktion von Membranen, das temporäre Abtrennen und Schützen, weicht heute neuen Dimensionen, wie der neue Tower am Flughafen Schwechat zeigt: Ein Membran verhüllt dort den Betonkern und verleiht so dem Gebäude eine eigenständige Note – und eine zusätzliche Funktion: Zukünftig werden auf diese „Haut“ Werbung ebenso wie Kunstprojekte projiziert.

Solutia baut PVB-Anlage in China

Um der wachsenden Anfrage der asiatischen Autoindustrie nachzukommen, wird <a href=http://www.solutiaautomotive.com>Solutia</a> ein neues Saflex PVB-Folien-Werk in China errichten. Mitte 2007 soll die Produktion dort starten. In dem neuen Werk in Suzhou sollen vor allem PVB-Folien für Windschutzscheiben hergestellt werden. Zudem eignet sich der Standort zur Belieferung anderer Märkte in Asien. <b><u>Polyvinylbutyral-Folien</u></b> als Zwischenlage für Verbundglas verbessern die Leistungsmerkmale von Glas beträchtlich. Sie sorgen für Sicherheit, Sonnenschutz und Schalldämpfung. Sie kommen in der Autoindustrie sowie in der Architektur zur Anwendung. Solutia baut PVB-Anlage in China

Der steirische Humancluster formiert sich

Das Ziel: binnen zehn Jahren 70 neue Unternehmen schaffen und mindestens einen Weltkonzern aus der Medizinbranche anlocken. Die Vision: Ein Gesundheitstechnologie-Cluster für die Steiermark. Vorbilder: Die Holzbranche, der Automotive-Sektor. Das Mittel zum Zweck: Die im April 2004 gegründete Human.technology.styria GmbH. Robert Gfrerer, seit Oktober Chef des <a href=http://www.human.technology.at>Clusters</a>, hat mittlerweile die Strategie-Entwicklung für den Branchen-Cluster abgeschlossen. Jetzt geht es daran, möglichst viele der potenziell 120 Unternehmen und Institutionen als Members einzubinden. <% image name="gfrerer" %><p> "So wie jeder Cluster wird auch der Humancluster Steiermark derzeit als so genanntes Netzwerk-Modell ausgerollt. Er ist dabei einerseits über einen Codex, die Gesellschafterstruktur und Kooperationsverträge verankert. Zum anderen funktioniert er nach der in den letzten Monaten genau dokumentierten Branchen-Logik", erklärt Gfrerer. <b>Lückenschluss.</b> Soll heißen: Die Wertschöpfungskette im steirischen Gesundheitswesen wurde einer exakten Analyse unterzogen - Antworten auf einen umfangreichen Fragenkatalog wurden gesucht: Wer bezieht von wem welche Produkte? Wer liefert wohin? Welche Materialien oder Verfahren könnten auch in Drittmärkten Einzug halten? Werden sodann innerhalb der vorgefundenen Branchen-Logik Lücken entdeckt, kommen die Stärken des Clusters zum Tragen: Dank seiner Vernetzung kann er weitaus effizienter dazu beitragen, neue Absatzmärkte zu eröffnen, für eine bessere Verwertung von Technologien sorgen, naheliegende Lieferanten aus der Community identifizieren und nicht zuletzt Know-how zu verteilen. "Jetzt wird die Community gebildet", sagt Gfrerer, "und wir erleben einen überaus positiven Zulauf." 80 bis 100 Unternehmen und Institutionen - also rund 90 Prozent aller vorhandenen - will Gfrerer in den nächsten 36 Monaten in den Cluster einbinden. Die Mitgliedschaft kostet - je nach Firmengröße - zwischen 1.450 und 8.500 Euro jährlich. <b>Headquarters gesucht.</b> Und der Cluster hat sich hehre Ziele gesetzt. In ihrer Declaration of Graz 2005 haben sich von der Landeshauptfrau Klasnic abwärts alle Landesgrößen dazu bekannt, bis 2015 durch den Cluster "70 neue Unternehmen, die Ansiedlung internationaler Headquarters und damit 6.000 neue Arbeitsplätze" schaffen zu können. Die Steiermark soll also künftig als Total Solution Provider für die Humantechnologie auftreten können und zum Maßstab in Sachen ganzheitlicher Medizintechnik werden. Gern spricht man von "Weltklassekompetenzen aus Technik, Medizin und Klinik", die hier geboten werden könne. Eine Ambition, hinter der natürlich auch Robert Gfrerer steht: "Wir haben ja bereits heute mit Roche Diagnostics einen Leitbetrieb in der Region - der Bereich Medizintechnik ist also top in der Steiermark. Während andere Cluster in Österreich hohe Expertise im Pharma-Bereich oder bei Health Management Systemen aufweisen, sind es wir bei den Medical Devices." <b>Kreisläufe.</b> Gfrerer sieht vor allem im Wissenstransfer den eigentlichen Vorzug des Humanclusters: "Beispielsweise kann verfahrenstechnisches Know-how der Technischen Universität Graz auch in der Medizintechnik verwendet werden. Die Medizinische Universität hat heute bereits Weltruf in Sachen Diabetes-Forschung und kann als High-Tech-Gelände eine ideale Testumgebung bieten." Überhaupt sieht Gfrerer weniger Konkurrenz zwischen den mittlerweile zahlreich formierten Biotech-Clustern in Österreich, im Gegenteil: Die innerösterreichischen Synergien zwischen den Clustern sollten sogar durch eine separate Vernetzungs-Struktur noch stärker gefördert werden - etwa durch das austria wirtschafts service/AWS. Immerhin habe "in dieser Branche niemand Bedenken, sich international zu vernetzen". <b>Ideen-Verwertung.</b> Binnen zwei Jahren will Gfrerer den Cluster durch entsprechendes Marketing international situiert haben. Lokal erhofft er sich zahlreiche "Ausflüge in Fremdbranchen": "Denken Sie an einen Hersteller von Bügeleisen. Als solcher ist dieser ein Experte in Sachen Spritzgusstechnologie und weiß exakt über das Zusammenspiel zwischen Kunststoffen und Metallen bescheid. So etwas lässt sich womöglich auch in der Medizintechnik nützen." <hr> <small> <b>Die Gesellschafter des Clusters Steiermark:</b> IV Steiermark, Innofinanz, Joanneum Research, Medizinische Universität Graz, Roche Diagnostics, Neuroth, VTU-Engineering, ZMG Holding. </small> <hr> <small> <b>Die Region:</b> 5 Universitäten und jeweils 2 Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit insgesamt 35.000 Studenten. Im Forschungsbereich kann die TU Graz mit dem österreichweit größten Institut für Elektro- und Biomedzintechnik aufwarten, die Medizinische Universität, die Karl-Franzens-Universität Graz sowie die Montanuni Leoben sind ebenso Teil des Clusters. Hinzu kommen 120 Firmen und Institutionen der Branche. </small> <hr> <small> <b>Die Schlüsseltechnologien:</b> Biokatalyse und Signalverarbeitung, Pharmazeutische Verfahrens- und Prozesstechnik, Logistik. </small> <hr> <small> <b>Die Forschungsschwerpunkte:</b> Tissue Engineering, Bioinformatik, Biosensorik, Biometrie und Telemedizin, Materialwissenschaften und Nanotechnologie. </small> <hr> Der steirische Humancluster formiert sich

<small>Joint Meeting on Medicinal Chemistry:</small><br>"Viel versprechendes Netzwerk"

Ende Juni fand das vierte Joint Meeting on Medicinal Chemistry in Wien statt. Organisator Peter Ettmayer spricht im Chemie Report von einer pulsierenden Forschergemeinde und nennt die Trends der Wirkstoff-Forschung. <% image name="Joint_Meeting" %><p> Peter Ettmayer, Arbeitsgruppenleiter für medizinische Chemie bei der GÖCH und Laborleiter bei Novartis, durfte sich über ein volles Haus freuen. 450 Wissenschaftler aus 31 Ländern fanden sich zum mittlerweile vierten Joint Meeting der medizinischen Chemiker in die Wiener Universität ein. "Wir mussten die Registrierung frühzeitig schließen", ist der Kongress-Organisator begeistert und spricht von einer sehr lebendigen Forscher-Szene, die sich rund um den Eckpfeiler Wien formiere. 1999 im sizilianischen Taormina ins Leben gerufen, 2001 in Budapest und 2003 in Krakau wiederholt, durften heuer die Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCH) mit der Österreichischen Pharmazeutischen Gesellschaft (PhG) die internationale Forschergemeinde begrüßen: vier Tage lang wurden die neuesten Trends der Wirkstoff-Forschung diskutiert. Die Rede ist dabei von "Schlössern und Schlüsseln" - der Chemo-Genomik, neuen Ansätzen in der Onkologie, bei Alzheimer und Störungen im zentralen Nervensystem sowie Computer-unterstütztes Molekular-Design und virtuelles Screening. <i>Welche Trends lassen sich nach dem Wiener Joint Meeting erkennen?</i> Es wird stetig an neuen Methoden in der Wirkstoff-Forschung gearbeitet. Der ursprünglichen Ära des Probierens, wo man sich viel mit Heilkräutern und Naturstoffen beschäftigte, folgte Ende des 20. Jahrhunderts die Genomik mit vermehrter Ursachenforschung. Wenn man so will: Bevor man den Schlüssel suchte, wollte man zuallererst einmal das dazu passende Schloss ausmachen. Aktuell treten wir gerade in die nächste Ära ein - und zwar in Form der Chemo-Genomik. Einfach ausgedrückt untersuchen wir dabei nicht länger unikausal ein Schloss und seinen Schlüssel, sondern versuchen mit ganzheitlichen Ansatzweisen mehrere Schlösser gleichzeitig zu knacken. Und das hat den enormen Vorteil in der Wirkstoff-Forschung, nicht jahrelang in einer einzigen Einbahn gefangen zu sein, sondern vielmehr mehrere Wege gleichzeitig gehen zu können. <i>Es wird also versucht, an mehreren Fronten gleichzeitig die Zelle zu manipulieren?</i> Ja, in Form eines überaus komplexen Prozesses: Wenn man lebende Systeme wie Zellen mit einem potenziellen Wirkstoff (dem Schlüssel) selektiv beeinflussen kann, hat man schon viel gelernt: Der Schlüssel geht in die Zelle hinein, an den richtigen Ort und interagiert gezielt mit Proteinen (den Schlössern), die für den multidimensionalen Kommunikations-Haushalt des Zellen-Ganzen wichtig sind. Nun geht aber die Arbeit erst richtig los. Das detektivische Aufspüren und Identifizieren aller involvierten Schlösser ist ein sehr mühsamer und langwieriger Prozess. Erst die jüngsten Fortschritte in Sachen Proteomics, Silencing RNA und der Miniaturisierung haben diese Studien in breiterem Rahmen möglich gemacht. Technischen Fortschritten bei den neuesten Gadgets wie etwa Massenspektrometern kommt hier besondere Bedeutung zu. <i>Wo waren solche Ansätze bereits erfolgreich?</i> Denken Sie etwa an chronische myelotische Leukämie - bei dieser Krebserkrankung der Blutzellen kommt es - genetisch bedingt - zur Produktion eines bestimmten Eiweißes, das für die völlig sinnlose und ungebremste Vermehrung der weißen Blutkörperchen verantwortlich ist. Es ist also gewissermaßen ein Motor ohne Regulativ am Laufen. Langjährige Forschung innerhalb von Novartis hat zur Identifizierung eines Schlüssels (Glivec) geführt, der diesen Motor gezielt abschaltet. Glivec ist seit 2001 zum neuen Standard in der Behandlung dieser Blutkrebs-Erkrankung geworden. <i>Wie viele Schlösser gibt es insgesamt zu entdecken, wie viele davon sind schon ausgemacht?</i> Bei allen derzeit am Markt befindlichen Medikamenten sind gerade einmal 120 Schlösser-Familien im Spiel. Insgesamt sind im menschlichen Genom rund 6.000 Schlösser (Targets) realistisch – es gilt diese allerdings erst zu charakterisieren und ihre mögliche Rolle in Krankheiten zu erforschen. Die Verteilung dieser Schlösser in gesunden und kranken Zellen ist für eine selektive Behandlung besonders wichtig. Vor allem Krebszellen machen wegen ihrer Ähnlichkeit mit gesunden Zellen hier große Schwierigkeiten. Es sind aber auch enorme Fortschritte innerhalb einer Schloss-Familie zu erzielen: Penicillin etwa existiert in Form von Infusionen schon lange. Aber erst durch langes Forschen gelang es der Biochemie mit ihrem säurestabilen Phenoxyacetyl-Penicillin diesen Schlüssel auch in der heute selbstverständlichen Tablettenform möglich zu machen. <i>Wirkstoff-Forschung hat aber nach wie vor viel mit Kombinatorik zu tun? </i> Natürlich ist das Wirkstoff-Design immer eine Art Lego-Spielen mit den ewigen Grundbausteinen wie Kohlenstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Die schier unendliche Anzahl an möglichen Kombinationen macht aber einen intelligenten – wissensgetriebenen Ansatz notwendig. Es ist ein mit sehr viel Innovation gekoppeltes Handwerk. <i>Welche Rolle spielt hier die Software-Unterstützung? </i> Zweierlei: Einerseits müssen unzählige Informationen zu Wissen aggregiert werden, zum anderen bedarf es der effizienten Simulation des Schlosses, um gezielt den Schlüssel zu konzipieren. Dabei kommt vor allem die Intelligenz der verwendeten Ansätze und die Leistungsfähigkeit des Rechners, schnell aus der Statistik lernen zu können, zum Tragen - Moleküle, die von vornherein keine Chance haben, wirksam zu werden, werden so schnell herausgefiltert. In der Computer Aided Wirkstoff-Forschung sind vor allem die neuen EU-Länder stark. <i>Österreich engagiert sich intensiv in Sachen Nanotechnologie. Was kann die Miniaturisierung in der Pharmazie leisten? </i> Sie hat sicherlich einen Platz im Rahmen von Effizienz-Steigerungen und in der Erschließung neuer Wirkstoff-Forschungsstrategien. So ist die Chemo-Genomik erst durch die Miniaturisierung von Techniken wie der Massenspektroskopie möglich geworden. Auch die Miniaturisierung der Screening-Plattformen mit hohem Durchsatz ist nicht zu unterschätzen. Reaktionen in Nanodropplets benötigen viel weniger Reagenzien wie etwa Enzyme. So können mehr Schlüssel in mehr Schlössern günstiger getestet werden. Wie bei allen neuen Techniken handelt es sich dabei aber nicht um den allumfassenden Königsweg zur Lösung aller Probleme, sondern nur um einen wichtigen Baustein in der Drug Discovery. <i>Welche Methoden sind besonders zukunftsträchtig? </i> Erfolg versprechend sind die Ambitionen in Richtung Liposome - künstliche Zellen ohne Inhalt, gewissermaßen das Verpackungsmaterial der Genetik herzustellen, um Wirkstoffe an ihren Wirkungsort zu bringen. Ebenso zu nennen ist die Silencing RNA: Ähnlich - aber erfolgversprechender - als bei der Antisense DNA versucht man hier, die für pathogene Proteine codierte mRNA gezielt ruhig zu stellen. Diese Methode feiert derzeit große Erfolge bei der Charakterisierung neuer Targets (= Schlösser). In Form der Silencing RNA lassen sich so Komplexe auslösen, die bestimmte Vorgänge im Körper wieder rückgängig machen. <i>Wo liegen bei alldem die Chancen Österreichs? </i> Eindeutig im Forschungsbereich - nicht zuletzt als Drehscheibe zu den neuen EU-Ländern. Man darf halt nur nicht den Fehler machen, das Langfrist-Potenzial der Universitäten vorschnell zu Beamten verkommen zu lassen. Gefragt ist ein Innovations-freudiges Klima mit einer guten finanziellen Basis für die universitäre Forschung. Die akademische Forschung sollte zudem gut in Netzwerke eingebunden sein. Ein erhöhter internationaler Austausch von Lehrenden würde eventuell auch Platz für nachstrebende junge Talent ermöglichen, die ansonsten mangels Perspektiven ins Ausland abwandern. Natürlich ist auch die industrielle Pharmaforschung wichtig für Innovationen. Ein dritter Forschungskomplex in Wien - neben Novartis/Sandoz und Boehringer Ingelheim - würde für nahezu ideale Rahmenbedingungen sorgen. <small>Joint Meeting on Medicinal Chemistry:</small><br>"Viel versprechendes Netzwerk"

EU genehmigt Einfuhr von Gen-Raps für Futtermittel

Die EU-Kommission hat das Inverkehrbringen des gentechnisch veränderten Ölrapses namens "GT73" genehmigt. Mit der auf zehn Jahre befristeten Entscheidung wurde einem Antrag von <a href=http://www.monsanto.com>Monsanto</a> stattgegeben. EU genehmigt Einfuhr von Gen-Raps für Futtermittel Der gegen Glyphosat-Herbizide resistente GT73-Ölraps wird bereits in Nordamerika in großem Stil eingesetzt, ohne dass schädliche Auswirkungen berichtet würden. Die erteilte Genehmigung bezieht sich auf die Einfuhr und Verarbeitung zu Tierfutter sowie auf die industrielle Verwendung, nicht jedoch auf den Anbau oder die Verwendung in oder als Lebensmittel. <% image name="raps_monsanto" %><p> Der GT73-Ölraps wurde einer strengen Risikoabschätzung unterzogen. In ihrer wissenschaftlichen Bewertung kam die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zum Ergebnis, dass er so sicher wie herkömmlicher Ölraps sei. Darüber hinaus stellen strenge Vorschriften sicher, dass das Produkt, sobald es auf dem Markt ist, rückverfolgt und überwacht werden kann. Die Überwachung nach dem Inverkehrbringen wird durch einen spezifischen Erkennungsmarker, der dem Ölraps zu seiner Rückverfolgbarkeit zugewiesen wurde, sichergestellt.

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