Archive

October 4th, 2005

AMI: Globaler Melamin-Leader bis 2010

Joachim Grill, CEO der <a href=http://www.agrolinz.at>Agrolinz Melamin International</a>, beschreibt im Gespräch mit dem Chemie Report, den Weg in Richtung Weltmarktführer bei Melaminen, nennt die Cashcows der Zukunft und gibt sich für die Düngemittelsparte unbeeindruckt von der europäischen Agrarpolitik. AMI: Globaler Melamin-Leader bis 2010 <i>Die AMI hat mit dem Einstieg der IPIC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten neben der OMV einen neuen Hälfteeigentümer bekommen. Was bedeutet das für die nächste Zukunft der AMI?</i> Der Einstieg der IPIC erfolgte für uns zu einem idealen Zeitpunkt, da sowohl bei Melamin als auch bei Düngemittel die globalen Expansionsbestrebungen aller Player voll im Gange ist. Sowohl die OMV als auch die IPIC verfolgen eine eher langfristige Beteiligungspolitik. Und eine solche Orientierung ist gerade in der Chemiebranche wichtig: Mit diesen beiden starken Partnern sind wir in der Lage, unsere ehrgeizigen Expansionspläne trotz sehr zyklischer Geschäftsverläufe zu erreichen. Bei Melamin haben wir uns das Ziel gesteckt, bis 2010 die weltweite Marktführerschaft zu verwirklichen. <% image name="Agrolinz_Grill" %><p> <i>Wie weit sind die Vorbereitungen für das Melamin-Werk in Abu Dhabi gediehen?</i> Wir sind derzeit in der Vorbereitungsphase, jetzt werden alle technischen Details und Rahmenbedingungen mit dem Projektteam abzuklären. Das Ziel, bis 2008 einen vierten Melaminproduktionsstandort errichtet zu haben ist aus heutiger Sicht absolut realistisch. <i>Welche Chancen bzw. Risken entstehen durch die Belieferung der „Dollar-Märkte“ für die AMI?</i> Als europäischer Produzent haben wir heute natürlich ein Wechselkursrisiko, das wir aber mit entsprechenden Kurssicherungsinstrumenten aktiv managen. Mittelfristig wird sich hier die Position der AMI durch das neue Melaminwerk Ab 2008 soll sich das aber fundamental ändern: Dann werden wir den Dollar-Markt vom neuen Werk in Abu Dhabi beliefern. <i>Welche Rolle kann künftig der chinesische Möbelmarkt für die AMI spielen?</i> Er wird eine sehr bedeutende Rolle spielen. China importiert Möbelrohstoffe aus Europa mit Wachstumsraten von 25 bis 30 Prozent jährlich. In den USA ist China am Möbelmarkt bereits Importeur Nr.1. Weltweit gesehen ist China bereits der führende Möbelexporteur. Damit verbunden geht auch ein hoher Melaminverbrauch einher. Dazu kommt, dass in China auch die Kapazitäten für Laminatbodenherstellung steigen, dies trägt ebenfalls zum Wachstum der Melaminnachfrage bei. Insgesamt ist also der chinesische Melaminverbrauchsmarkt für uns äußerst attraktiv. <i>Sind weitere Zukäufe für die Erreichung der weltweiten # 1 in Sachen Melaminerzeugung angedacht?</i> AMI ist heute neben der holländischen DSM bereits einer der globalen Marktführer im Melaminbereich. Und das sind wird deshalb geworden, weil wir uns frühzeitig Richtung Übersee orientiert haben. Vor allem die intensive Bearbeitung der asiatisch-pazifischen Märkte hat dazu einen wichtigen Beitrag geleistet. Vor fünf Jahren lief der asiatische Raum im Melamin-Business unter ,ferner liefen’ – heute ist er das, was Westeuropa früher war. Es ist uns also gelungen, aktiv den Markt zu gestalten. Hinzu kommt, dass wird durch unsere eigene Melaminproduktions-Technologie Kostenführer ist. Und letztlich sind die Verfahren entscheidend: Momentan beobachten wir, dass unrentabel gewordene Technologien in Rumänien und den USA stillgelegt werden. Insbesondere auf Naphta basierende Verfahren sind deutlich teurer als unseres. Insgesamt ist der weltweite Melamin-Markt noch sehr stark fragmentiert, wobei es Konzentrationsbewegungen gibt. Eine Marktdominanz, bei der ein Player 50-70 % des Marktes abdecken würde, ist aber noch nicht absehbar. Ob und wann die AMI weiter zukauft, darf ich Ihnen erst dann berichten, wenn es so weit ist. <i>Eine weitere Expansion ist trotz dem bereits relativ hohen Verschuldungsgrad also kein Problem für die AMI? Was bedeuten die exorbitant hohen Ölpreise für die Expansionsbestrebungen?</i> Unsere Eigenkapitalstruktur ist immer noch sehr gut. Und noch einmal: Wir haben mit OMV und IPIC Langfrist-Investoren, denen nicht gleich die Luft ausgeht. Die Finanzierung wäre also kein Problem. Und zyklische Ölpreise hat ein Unternehmen wie die AMI schon länger gelernt, hinzunehmen. Eine Zeitlang ist der Ölpreis teuer, dann wird es wieder Richtung 40 $/Fass gehen. Unsere Expansion wird durch hohe Ölpreise sogar schneller vorangetrieben: Denn durch die neuen Standorte in Piesteritz und Ruwais haben wir Zugang zu günstigen Rohstoffen und Energien, den der Mitbewerb nicht hat. In Österreich bedrohen uns dagegen die massiven Ökosteuern und hohe Gaspreise – wir sind immerhin der größte Erdgasabnehmer Österreichs. Dies bringt uns im internationalen Wettbewerb große Nachteile und ist mit ein Grund, weshalb wir unsere Expansionsstrategie im Ausland forcieren. <i>Aber die hohen Ölpreise könnten doch vor allem in China für eine entsprechende Bremswirkung sorgen?</i> Die Bremswirkung des Erdöls wird für Asien deutlich überschätzt. In China drängt der Low Income-Bereich in Richtung Mittelstand. Da ist völlig klar, dass ein überhitztes Wachstum eintreten muss, welches früher oder später an die Grenzen der Infrastruktur stößt. Infrastruktur, wie sie eben auch Raffinerien darstellen. Werden diese Raffinerien neben den Straßen, Kraftwerken und vielem mehr aber einmal fertig sein, geht auch der Ölpreis wieder auf Talfahrt. Das kann uns nicht nervös machen. <i>Wie sieht die Vision für den Forschungsstandort Linz aus Sicht der AMI aus?</i> Generell ist Linz unser einziger Standort mit Vollintegration – hier werden also sowohl Melamin als auch Düngemittel erzeugt. Das schafft eine exzellente Kostenstruktur. Linz ist und bleibt auch das Zentrum der Forschung der AMI-Gruppe. Dabei spielt die Grundlagenforschung für Harz- und Compoundentwicklungen sowie die Verfahrensentwicklung zur Herstellung dieser Produkte und deren anwendungstechnischer Optimierung eine wesentliche Rolle. Daneben betreiben wird auch ein umfangreiches F&E-Netzwerk mit europäischen Forschungsinstituten und Universitäten. Bereits heute erfolgt unsere Forschung zu 60 Prozent mit Drittfirmen. Für diese Auftragsforschung geben wir jährlich 6-7 Mio € aus. Das Forschungszentrum wird entsprechend der Produktentwicklung und Markteinführung neuer Produkte kontinuierlich ausgebaut werden. <i>Welche Innovationen darf man sich aus den bestehenden Forschungs-Kooperationen in absehbarer Zeit erhoffen?</i> Zu nennen ist allen voran HIPERCARE – ein antibakterielles Additiv für die klassische Holz- und Laminatverarbeitung, was keimfreie Ausstattungen ermöglicht. Mit unserem Partner Resopal können wir damit ein Markvolumen von 400 Jahrestonnen adressieren – bei derzeit 104.000 €/t ein sehr interessantes Geschäft. Eine ebenso exzellente Nische sind brandsichere Flugzeugsitze, wo unsere Melaminfaser zum Einsatz kommen – hier machen wir gerade BASF den Markt streitig. Hinzu kommen Spritzguss-Composites sowie extrusionsfähige Harze (HIPERWOOD). Eine Mischung aus Harz und Naturfaser sorgt etwa für extrem resistente Gehäuse von Spielautomaten. Andere wiederum bieten eine hohe Hitzebeständigkeit, wie sie bei Brems- und Kupplungsbelägen benötigt werden. Diese Innovationen sind auch bereits in mehreren Pilotprojekten im Einsatz. <% image name="AMI_Anlage" %><p> <i>Werden dabei noch engere Partnerschaften mit den Hauptabnehmern angestrebt?</i> Auf jeden Fall. Schon allein deshalb, weil bei diesen Performance Products eine sehr genaue Anpassung von Produkteigenschaften an die Wünsche und Anforderungen der Kunden stattfinden muss. Derzeit werden für die Extrusion von Holzcompounds und Spritzgussmassen intensive Partnerschaften aufgebaut. Im Bereich des Formpressens sind bereits fruchtbare Partnerschaften etabliert. Insgesamt geht es uns darum, weg vom Commodity-Lieferanten hin zum Werkstoffhersteller zu meistern. Das kann nur gemeinsam mit den Abnehmern gelingen. <i>Was erhoffen Sie sich vom Rollout der AdBlue-Treibstoffe in allen OMV-Märkten?</i> Ad Blue wird hier für die OMV exklusiv am Standort Linz produziert. Der Rollout der Ad Blue-Treibstoffe in allen OMV-Märkten bringt mittelfristig für die AMI natürlich einen zusätzlichen neuen Absatzmarkt für Harnstoff aus Linz. <i>Wie werden künftig die Hauptabsatz-Märkte – für Melamin, für Harze, für Düngemittel – aus Sicht der AMI aussehen?</i> Bei Melamin liegt der Hauptwachstumsmarkt eindeutig in Asien, attraktiv stellt sich auch der amerikanische Kontinent dar. Europa stagniert beim Melaminverbrauch auf hohem Niveau. Bei Harzen hat die AMI eine besondere Voraussetzung durch die Spezialitäten im Pulverharzbereich. Hier ist vor allem in der Autozulieferindustrie ein starkes Wachstum zu erwarten. Wir gehen hier vorrangig in technologisch hochwertige Anwendungen. <i>Wie kann die AMI von der EU-Osterweiterung profitieren? Stellt der Agrarsektor der neuen Länder einen lukrativen Düngemittel-Markt dar? Und wie bedrohlich sind die WTO-Entscheide bezüglich Zucker?</i> Seit dem EU-Beitritt gibt es für diese Länder auch EU-Förderungen, die zu steigenden Einkommen in der Landwirtschaft führen. Wir haben bereits frühzeitig in die Märkte Osteuropas mit der Gründung eigener Vertriebssysteme investiert und sind heute in Südosteuropa einer der führenden Marktteilnehmer. Dazu werden gerade weitere Expansionsschritte in Rumänien und Serbien unternommen. Die Donau als günstiger Transportweg spielt bei der Umsetzung dieser Strategie ein große Rolle – eigene Lager wurden bereits in Ungarn und der Slowakei errichtet. Der Düngemittel-Verbrauch ist in Österreich und Süddeutschland konstant. Nur in Holland, Skandinavien oder den Benelux-Ländern fällt er dramatisch, weil er über längere Zeit hinweg bereits sehr hoch gewesen ist. Österreichs Bauern haben über längere Zeit eher schlechte Getreidequalität produziert, weil manche Böden überdüngt wurden, für andere Böden dagegen zuwenig Dünger verwendet wurde. Heute können wir eine feldgenaue Düngung mit entsprechenden Proben ermöglichen und garantieren so konstant hochwertige Ernten. Die europäische Agrarpolitik beeindruckt uns jedenfalls wenig. <i>Mit welchen Auswirkungen rechnen Sie durch die REACH-Bestimmungen?</i> Insgesamt sind auf Grund unserer breiten Produktpalette im Dünger-, Melamin- und Harzbereich hier in jedem Fall finanzielle Mehrbelastungen für die AMI zu erwarten. Die Handhabung der REACH-Bestimmungen ist im Detail jedoch noch nicht klar absehbar. Wir erwarten uns auf jeden Fall eine laufende Adaptierung entsprechend den realen Gegebenheiten der chemischen Industrie. Die Umsetzung der Phantasien einzelner EU-Bürokraten würde dagegen lediglich Arbeitsplätze gefährden. <small> Agrolinz Melamin International veredelt Erdgas zu hochwertigen Rohstoffen für Landwirtschaft und Industrie. Hauptprodukte sind Melamin und Pflanzennährstoffe. Im Geschäftsbereich Melamin ist AMI Marktführer in Europa und weltweit Nummer zwei und nimmt im Bereich Pflanzennährstoffe im Donauraum eine führende Position ein. In der AMI-Gruppe erwirtschaften rund 1.000 Mitarbeiter einen Umsatz von 394 Mio €. </small>

Kontroverse um Aspartam

Die <a href=http://www.ramazzini.it>Ramazzini Foundation for Cancer Research</a> aus Bologna untersuchte in ihrer jüngsten Studie zum artifiziellen Zuckerersatz 1.800 Ratten. Ergebnis: Aspartam ist ein multipotenzielles Karzinogen. Aspartam-Hersteller weisen das als Scharlatanerie ab. Kontroverse um Aspartam <% image name="Maus" %><p> Erst im Juli hatte das Institut an weiblichen Ratten eine signifikant höhere Rate an Leukämie und Lymphomen attestiert. Und das bei Dosen, die sehr nahe an jene von Menschen, die zuckerfreie Getränke zu sich nehmen, herankommt. Die Aspartam-Hersteller wehren sich heftig gegen diese Ergebnisse. Sie stehe in Konflikt mit Hunderten positiven Studien, die eine Gefahrlosigkeit des Kunstzuckers beweise. Mehr noch: Sie stellen das Forschungsinstitut generell in Frage und werfen ihm kriminielles Handeln vor, da die Daten ohne vorherige Einsicht der Behörden veröffentlicht wurden. Aspartam (auch als E 951 bezeichnet) findet sich in rund 6.000 Lebensmitteln - bevorzugt in Getränken, aber auch in Joghurts, Kaugummis, Zeralien, Snacks, Süßigkeiten und Desserts. Der Stoff ist 200 Mal süßer als Zucker. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 350 Mio Menschen regelmäßig Lebensmittel mit dem Süßstoff zu sich nehmen. Experten rechnen, dass mehr als 60 % aller Süßstoffe auf Aspartam entfallen. Laut European Food Safety Authority gibt es bisher keine gesundheitlichen Bedenken gegen Aspartam. <small> Aspartam besteht aus Aminosäuren und zerfällt in die Aminosäuren Phenylalanin und Asparaginsäure sowie Methanol. Vor Methanol warnen die Forscher. Seine giftige Wirkung beruht auf der in der Leber erfolgenden Oxidation zu Formaldehyd und später zu Ameisensäure. </small>

REACH nimmt Alternativen in die Pflicht

Eine breite Mehrheit im Umweltausschuss des EU-Parlaments hat sich dafür ausgesprochen, dass künftig verpflichtend die jeweils weniger gefährlichere Chemikalien-Variante eingesetzt wird. Die WKÖ läuft Sturm dagegen. <% image name="REACH" %><p> Die neue Chemikalienverordnung ist wieder einen Schritt wirklicher geworden: Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat sich dafür entschieden, dass gefährliche Substanzen künftig verpflichtend durch ungefährliche ersetzt werden müssen, wenn es eine weniger bedenkliche Alternative gibt. Als "durch die Bank enttäuschend" und "bar jeglicher ökonomischer und ökologischer Vernunft" beurteilt die WKÖ dieses Votum. "Der Umweltausschuss will das neue Chemikalienrecht zu einem bürokratischen Monster aufblasen. Das war ein Votum gegen den Wirtschaftsstandort Europa und gegen die Nachhaltigkeit", so Stephan Schwarzer, Leiter der WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik. Vor allem die mittelständische Wirtschaft hätte Schwierigkeiten, REACH in dieser Form umzusetzen. Zum Beispiel hatten sich die mitberatenden Parlamentsausschüsse für Industrie und Binnenmarkt für einen risikoorientierten Ansatz ausgesprochen, demzufolge für Stoffe von 1-10 t eine reduzierte Datenmenge für die Registrierung und Prüfung verlangt wird. Der Umweltausschuss entschied sich dagegen für ein aufwändiges Registrierungs- und Prüfverfahren auch für kleinere Stoffmengen. "Verpflichtende Stoffsicherheitsberichte schon ab 1 t würden unsere KMUs lahm legen. Die Abgeordneten des Umweltausschusses, die die Abänderungen beschlossen haben, verkennen offenbar die Tragweite ihrer Entscheidungen." Außerdem votierte eine Mehrheit dafür, dass Genehmigungen alle fünf Jahre zu erneuern sind, wobei die Chemikalien immer wieder ein- und dasselbe Verfahren durchlaufen müssen. Nicht schlüssig sei ferner, warum der Import von Fertigwaren in die EU erlaubt, deren Produktion in der EU aber verboten sein soll. "Das heißt, dass wir Produktionen verlieren werden. Asiens Schwellenländer werden es uns danken." Im November wird das EU-Parlament über die neue Verordnung abstimmen. REACH nimmt Alternativen in die Pflicht

PharmaMar startet Phase I mit PM02734

Die spanische <a href=http://www.pharmamar.com>PharmaMar</a> ist mit PM02734, einem aus dem Meer gewonnenen Präparat, in die Phase-I für die Behandlung von soliden Tumoren eingetreten. <% image name="Phase_I" %><p> PM02734 ist eine neuartige chemische Verbindung, die aus dem internationalen Forschungsprogramm für Derivate natürlicher Meeresprodukten entstanden ist. PM02734 ist ein neues Depsipeptid der Kahalalid-Familie und wird von PharmaMar synthetisch hergestellt. Vorausgegangene in vitro-Studien haben PM02734 als neues antiproliferatives Medikament bestimmt, das Wirkung auf ein breites Spektrum von verschiedenen Tumoren ausübt, u.a. Brust-, Darm-, Bauchspeicheldrüsen-, Lungen- und Prostatakrebs. PM02734 wurde auf Grund seiner in vivo-Wirkung bei der Xenotransplantation von menschlichen Tumoren wie auch seines akzeptablen nichtklinischen Toxikologieprofils für die klinische Entwicklung ausgesucht. Der neue Phase-I-Versuch mit PM02734 ist eine internationale Studie in den USA und Europa, die die Unbedenklichkeit und Verträglichkeit sowie die maximal zulässige und empfohlene Dosis bestimmen soll, die Patienten mit fortgeschrittenen bösartigen soliden Tumoren verabreicht wird. Das klinische Portfolio von PharmaMar: - Yondelis (gemeinsam mit Johnson & Johnson entwickelt) in Phase-III - dieses Medikament wurde von EU und FDA als Orphan Drug bei Weichgewebesarkomen und Eierstockkrebs anerkannt. - Aplidin in Phase II, ein als Orphan Drug ausgewiesenes Medikament für akute lymphoblastische Leukämie und multiples Myelom. - Kahalalid F in Phase II. - ES-285, Zalypsis und PM02734 in Phase-I. PharmaMar startet Phase I mit PM02734

Hirsch Servo setzt weiter auf Osteuropa

Der EPS-Spezialist <a href=http://www.hirsch-gruppe.com>Hirsch Servo AG</a> konnte im Geschäftsjahr 2004/05 den Umsatz von 56,6 auf 57,2 Mio € erhöhen. Die EPS-Verarbeitung konnte um 26 % gesteigert werden, das Geschäftsfeld Maschinen- und Anlagenbau verringerte sich dagegen um 19 %. Das EBITDA konnte gegenüber dem Vorjahr von 5,4 auf 5,7 Mio € und das EBIT von 2,3 auf 2,4 Mio € verbessert werden. Das EGT betrug 1,4 Mio € (VJ 1,7 Mio €), mehr als verdoppelt wurde der Gewinn auf 1,9 Mio €. Mit 9,5 Mio € wurden die bisher größten Investitionen, insbesondere für die Ostexpansion, getätigt. Durch die Erweiterung der Standorte Wroclaw (Polen) und Nyìregyháza (Ungarn) und durch den Neubau des Werkes in Lódz (Polen) konnten die Kapazitäten der EPS-Verarbeitung von 10.000 auf 15.000 t/Jahr erweitert werden. <% image name="Hirsch_Servo_Vorstand" %><p> Für 2005/06 erwartet Hirsch Servo einen Anstieg des EGT von 1,4 auf 3,3 Mio €. Mittelfristig sollen hohe Energiepreise zu einer verstärkten Nachfrage nach EPS führen - vor allem bei Dämmstoffen und Verpackungen. Auch ist mit einer anhaltend starken Nachfrage nach EPS-Produkten in Osteuropa zu rechnen, für die Hirsch Servo mit fünf Werken in Ungarn und Polen gut positioniert ist. <small> <u>EPS-Produkte</u> (EPS steht für expandierbares Polystyrol und ist besser bekannt unter Markennamen wie Porozell oder Styropor) unterstützen u.a. Energieeinsparungsmaßnahmen. Die vielfältigen Anwendungsgebiete reichen von Verpackungen, technischen Formteilen, Gebäudeisolierungen, Systemplatten für Fußbodenheizungen und Systembausteinen bis hin zu Thermozell-Leichtbeton. </small> Hirsch Servo setzt weiter auf Osteuropa

October 3rd

Atrium und Isotechnika kooperieren

<a href=http://www.atriummed.com>Atrium</a> und Isotechnika haben ein weltweites Lizenzabkommen zum Einsatz von TAFA93 und ISA247 auf Koronarstents unterzeichnet. <% image name="Atrium_Logo" %><p> <b><u>TAFA93</u></b> ist ein neuartiges Pro-Pharmakon aus Rapamycin (einem mTOR Inhibitor) mit stark antiproliferativer Wirkung. Atrium hat eine signifikante biologische Wirkung in den vorklinischen wirkstofffreisetzenden Koronarstent-Modellen feststellen können. Dabei kam Atriums "Flyer-Koronarstent" mit einer TAFA93 enthaltenden, biologisch resorbierbaren Alpha3 Öl-Beschichtung des Unternehmens zum Einsatz. <b><u>ISA247</u></b> ist ein neues Zyklosporin-Derivat und befindet sich derzeit in Phase III. Isotechnika untersucht diesen Wirkstoff für eine Reihe von Indikationen, u.a. zur Behandlung von Psoriasis und zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen bei Nierentransplantationen. Diese spezielle Substanz wirkt über einen anderen Zell-Wirkungspfad als TAFA93 und ist direkt an frühzeitige Entzündungssignale bei Gefäßverletzungen gekoppelt. Atrium sieht in der entzündungshemmenden Wirkung der Substanz faszinierende Einsatzmöglichkeiten bei Produkten für die invasive Kardiologie, Gefäßchirurgie und zahlreiche andere Anwendungen in der Chirurgie. Atrium hat das exklusive Recht, die beiden Wirkstoffe jeweils unabhängig oder kombiniert auf medizintechnischen Geräten und für eine unbegrenzte Zahl medizintechnischer Anwendungen einzusetzen. Atrium und Isotechnika kooperieren

Füllstandsmesser für den Ex-Bereich

Für sein Radar-Füllstandsmessgerät Sitrans LR 200 hat Siemens A&D die CSA-, FM- und Atex-Zulassung erhalten. Damit lässt sich das Gerät nun auch ohne eigensichere Barriere im explosionsgefährdeten Bereich mit brennbaren Gasen einsetzen. Füllstandsmesser für den Ex-Bereich <a href=http://www.siemens.de/sitrans>Sitrans</a> LR 200 ist ein 2-Leiter-Puls-Radarmessgerät für Füllstandmessungen von Flüssigkeiten in Lagertanks oder Prozessbehältern. Es eignet sich vor allem für die Chemie-, Pharma- und Petrochemie-Industrie. Typische Anwendungsgebieten sind Flüssigkeiten mit hohen Temperaturen oder unter hohem Druck sowie Flüssigkeiten in Dampf oder Vakuum. Das Gerät wird einfach installiert, programmiert und bedient - über die viersprachige, alphanumerische Anzeige und das Infrarot-Handprogrammiergerät. Auch im Ex-Bereich muss der Gehäusedeckel nicht geöffnet werden. Für die Grundfunktion genügen 2 Parameter, eine Echoprofilanalyse ist zur Inbetriebnahme nicht erforderlich. Die Elektronik ist auf einem drehbaren Gehäuse montiert. Dieses lässt sich ausrichten, um den Anschluss zu erleichtern und nach der Installation gute Sicht auf die Messwertanzeige zu gewähren. Sitrans LR 200 bietet hohe Beständigkeit gegen Kondensat und andere Ablagerungen, arbeitet mit 5,8 GHz (6,3 in Nordamerika) und liefert Signale bis 20 m. Störechos werden automatisch unterdrückt. <% image name="Siemens_Sitrans" %><p> <small> Sitrans LR 200 lässt sich nun auch ohne eigensichere Barriere im explosionsgefährdeten Bereich mit brennbaren Gasen einsetzen. </small>

Austrianova kooperiert mit Miltenyi Biotec

Die Wiener <a href=http://www.austrianova.com>Austrianova</a> und die deutsche <a href=http://www.miltenyibiotec.com>Miltenyi Biotec</a> haben eine Kooperation zur Etablierung der industriellen Herstellung von NovaCaps gestartet. <% image name="Austrianova" %><p> NovaCaps ist die von Austrianova entwickelte weltweit erste somatische Zelltherapie zur gezielten Bekämpfung von Bauchspeicheldrüsenkrebs, die sich am Beginn der Phase III befindet. 2003 erhielt Austrianova dafür den "Orphan Drug"-Status. Die Kooperation ermöglicht Austrianova, sich von einem F&E-Unternehmen zu einem industriellen Hersteller zu entwickeln. Miltenyi Biotec steuert dazu Know-how auf dem Gebiet der GMP-Herstellung von zellulären Produkten bei. "Die besondere Herausforderung liegt darin, den im Labormaßstab funktionierenden, weltweit einzigartigen Herstellungsprozess an die Erfordernisse der industriellen Fertigung heranzuführen", erläutert der bei Austrianova für F&E verantwortliche Geschäftsführer Brian Salmons. Die industrielle Herstellbarkeit von NovaCaps ist zentrale Voraussetzung für die Ende 2006 startende europäische Zulassungsstudie. Austrianova übernimmt dabei die Produktentwicklung und die Finanzierung, während Miltenyi Biotec spezifisches Industrie-Knowhow sowie die Produktionskapazitäten und Laborräumlichkeiten zur Beschleunigung der industriellen Fertigung nach GMP-Standard zur Verfügung stellt. Vorrangiges Ziel von Austrianova ist, NovaCaps möglichst schnell zur Marktzulassung in Europa zu bringen. Die bisherigen Arbeiten gehen zügig voran: Der Start der multizentrischen, pivotalen Phase-III-Studie an rund 200 Patienten ist Ende 2006 geplant. Bei positivem Verlauf ist mit einer Marktzulassung von NovaCaps voraussichtlich 2009 zu rechnen. Die Vorarbeiten zur Etablierung der industriellen Fertigung sowie die Phase-III-Studie mit NovaCaps führen dazu, dass Austrianova, als eines von wenigen europäischen Biotech-Unternehmen, aktiv Mitarbeiter für den medizinischen Bereich, die Produktentwicklung und die Qualitätssicherung sucht. <small> Laut WHO erkranken in den Industrieländern jährlich 125.000 Patienten an Bauchspeicheldrüsenkrebs, allein auf den EU-Raum entfallen davon rund 50.000. Thomas Fischer, Austrianova-Geschäftsführer für Finanz und Administration, geht von einem jährlichen Marktvolumen von rund 300 Mio € in der EU aus. </small> <small> Mit 750 Mitarbeitern und weltweiten Niederlassungen ist Miltenyi Biotec eines der erfolgreichsten deutschen Biotechs. Als Weltmarktführer am Gebiet der magnetischen Zellseparation verfügt es über Expertise in den Bereichen Zelltrennung, -analyse, -kultur, -therapie und Molekularbiologie. </small> Austrianova kooperiert mit Miltenyi Biotec

October 2nd

Sauermann neuer FOPI-Vizepräsident

Christoph Sauermann, Österreich-Chef von Wyeth, wurde zum Vizepräsidenten des <a href=http://www.fopi.at>FOPI</a> (Forum der Forschenden Pharmazeutischen Industrie) bestellt. Er folgt damit Alexander Mayr (vormals Eli Lilly) nach. Schwerpunkt seiner künftigen Tätigkeit sieht Sauermann in der Pharmaökonomie. "Den Österreichischen Patienten soll der Zugang zu innovativen Medikamenten erleichtert werden." <% image name="Wyeth_Sauermann" %><p> Neue Medikamente seien auf den ersten Blick oft teurer als ihre Vorgängerprodukte, würden jedoch die Krankheitsdauer deutlich abkürzen, was wiederum eine Kostenersparnis für das Gesamtsystem bedeute. Hier gelte es, das Gesundheitswesen darauf hinzuweisen. Sauermann neuer FOPI-Vizepräsident

Zustimmung für Combigan

<a href=http://www.allergan.com>Allergan</a> hat für Combigan - einem Kombinationspräparat zur Glaukombehandlung (Brimonidintartrat/Timolol-Augentropfen) - von allen 21 EU-Staaten, die beim Verfahren zur gegenseitigen Anerkennung beteiligt waren, eine positive Stellungnahme erhalten. Die Marktzulassung und nationale Lizenzen für Combigan werden in den kommenden Monaten erwartet, nachdem jedes Land die lokale Produktauszeichnung geprüft hat. Combigan ist indiziert zur Senkung des intraokulären Drucks bei Patienten mit chronischem Weitwinkelglaukom oder mit einer Augendruckerhöhung, die nicht genügend auf lokale Anwendung von Betablockern anspricht. Zustimmung für Combigan

Seiten