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April 4th, 2007

EU-Kommission richtet Stammzellen-Register ein

Die EU-Kommission hat die Finanzierung eines europäischen Registers für humane embryonale Stammzellen beschlossen. Damit sollen die bestehenden Stammzellenlinien möglichst effizient genutzt und nicht unnötig neue Linien erzeugt werden. EU-Kommission richtet Stammzellen-Register ein <% image name="Stammzellen" %><p> <small> Menschliche embryonale Stammzellen. <br>Oben: undifferenziert. Unten: Neuron-Tochterzelle. © Wikipedia </small> Das Register wird auch aus laufenden und künftigen EU-finanzierten Forschungsprojekten gewonnene Informationen über humane embryonale Stammzellenlinien enthalten - derzeit werden 81 verschiedene Linien in EU-Projekten verwendet. Eine öffentlich zugängliche Internetseite wird hochwertige Daten über Zelllinien enthalten und über Entwicklungen Aufschluss geben. Beteiligt sind daran Belgien, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden, die Niederlande und UK. Sie alle sind im Bereich der embryonalen Stammzellenforschung tätig. Israel, die Schweiz, die Türkei, die USA und Australien werden sich ebenfalls engagieren. Das Projekt erhält 1 Mio € aus dem 6. EU-Rahmenprogramm und wird gemeinsam vom Zentrum für Regenerative Medizin in Barcelona und vom Zentrum für Regenerative Therapien Berlin-Brandenburg geführt.

GVO-Rapssorten für Tierfutter und Industrie zugelassen

Die EU-Kommission hat das Inverkehrbringen der genetisch veränderten, gegenüber dem Herbizid Glufosinat-Ammonium toleranten Rapssorten Ms8, Rf3 und Ms8xRf3 von <a href=http://www.bayercropscience.de>Bayer CropScience</a> genehmigt. In den nächsten 10 Jahren ist damit die Einfuhr der Ölrapssamen, ihre Verarbeitung zu Tierfutter und ihre Verwendung in der Industrie erlaubt. GVO-Rapssorten für Tierfutter und Industrie zugelassen <% image name="raps_monsanto" %><p> Die erste GVO-Genehmigung in der EU seit Jahren gilt weder für den Anbau in der EU noch für die Verwendung als Lebensmittel. Sie enthält Maßnahmen, die das Unternehmen, das die genetisch veränderten Rapssamen entwickelt hat, treffen muss, um bei unbeabsichtigter Freisetzung schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit oder die Umwelt zu verhindern. Verarbeitetes Öl aus diesen GVO-Ölrapssorten wurde in der EU bereits 1999 und 2000 zur Verwendung als Lebensmittel bzw. in Lebensmitteln zugelassen. Die GVO-Rapssorten enthalten kein Antibiotikaresistenz-Markergen und wurden sowohl von den Mitgliedstaaten als auch von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit für ebenso sicher befunden wie jeder herkömmliche Raps.

Polyscope führt XIRAN SMA-Copolymere ein

<a href=http://www.polyscope.eu>Polyscope Polymers</a>, Europas jüngster Hersteller von SMA-Copolymeren, hat seine neue Produktreihe XIRAN SMA eingeführt. Es verspricht gegenüber glasfaserverstärktem Polyamid, PPLGF, PPEPDM oder ABS-Blandes deutliche Gewichtsvorteil sowie eine Reduzierung der Zykluszeit. Polyscope führt XIRAN SMA-Copolymere ein <% image name="Polyscope_Xiran" %><p> SMA-Copolymere werden zunehmend für Fahrzeuginnenteile eingesetzt - etwa für Armaturentafelträger, Lüftungskanäle oder Blenden und Leisten. Ausschlaggebend dafür sind die hohe Temperaturstabilität, die dimensionslose Präzision sowie die Haftungseigenschaften des Copolymers, die insbesondere in Verbindung mit einer weichen geschäumten Verkleidung zum Tragen kommen. XIRAN ist ein schlagzähmodifiziertes Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymer (SMA). Die derzeitige XIRAN-Serie umfasst Standardausführungen sowie extrasteife (glasfaserverstärkte) Typen. Die Polymere werden als technischer Kunststoff mit einer mittleren Molekülmasse und einem Maleinsäureanhydrid-Anteil von 22-34 % angeboten. Die Verarbeitungsparameter von XIRAN sind mit denen anderer technischer Kunststoffe vergleichbar und eignen sich somit für eine Verarbeitung mit konventionellen Spritzgießmaschinen. Dank eines äußerst flexiblen Fertigungsprozesses ist Polyscope in der Lage, alle Standard- oder Spezialausführungen als natürliches oder farbiges Granulat zu liefern.

Neues BASF-Polystyrol für Kühlgeräte

Die <a href=http://www.basf.de/polystyrol>BASF</a> hat eine neue Polystyrol-(PS)Type entwickelt, die sich besonders für die Herstellung von Kühlschrank-Innenverkleidungen eignet. Neues BASF-Polystyrol für Kühlgeräte <% image name="BASF_Kuehlschrankinnenverkleidung" %><p> Das Produkt heißt Polystyrol ESCRimo, ist im Vergleich zu seiner im Markt bekannten Vorgänger-Type PS 2710 widerstandsfähiger gegen Spannungsrissbildung und weist eine um fast 50 % erhöhte Kerbschlagzähigkeit auf. „Auch eine so reife Produktklasse wie Polystyrol entwickeln wir kontinuierlich weiter“, so Hans-Dieter Schwaben, Produktmanager für Polystyrol bei der BASF. Durch seine Beständigkeit gegen Fette und Öle eignet sich ESCRimo auch für Lebensmittelverpackungen. Erhältlich ist es über die BASF sowie Albis, Schulman und Ultrapolymers.

April 3rd

BASF und voestalpine verbessern Stahlpassivierung

Die <a href=http://www.basf.de>BASF</a> hat gemeinsam mit <a href=http://www.voestalpine.com>voestalpine</a> eine neuartige chrom- und fluoridfreie Passivierung für verzinkten Bandstahl zur Marktreife entwickelt. Nach Abschluss der Testphase auf voestalpine-Produktionsanlagen und Pilotversuchen in weiteren europäischen und US-Stahlwerken führt die BASF die Lugalvan-Passivierung jetzt in den Markt ein. <% image name="BASF_Stahlpassivierung" %><p> „Wir waren auf der Suche nach einem schwermetallfreien Konversions-Schichtbildner als Alternative zu den im Markt angebotenen toxischen Chromaten“, erklärt Martin Fleischanderl, Projektleiter beim österreichischen Stahlhersteller. „Deshalb haben wir unsere Stahlkompetenz mit dem Chemie-Knowhow der BASF gebündelt“. Die in zahlreichen Produktionsversuchen getestete neuartige Passivierung Lugalvan basiert auf rein organischen Inhaltsstoffen. Sie erfüllt alle Anforderungen von voestalpine sowie die ihrer Kunden an Korrosionsschutz, Optik, Lackierbarkeit, Umformbarkeit, Schweißbarkeit und Oberflächenwiderstand. Mirjam Herrlich-Loos, BASF-Projektleiterin für die Metalloberflächenbehandlung, ergänzt: „Die toxikologisch unbedenkliche Passivierung schützt bildet darüber hinaus selbstheilende Schichten. Das war bisher nur mit Chromaten möglich". Verletzungen der Passivierungsschicht, wie sie beim Kaltverformen von Metallen entstehen, heilen so von selbst aus. Die Lugalvan-Passivierung wird mit denselben Maschinen aufgetragen wie der herkömmliche Korrosionsschutz. Innerhalb weniger Tage kann so auf das umweltverträgliche Produkt umgestellt werden. Damit genügt man auch der ab 15. 7. 2007 gültigen EU-Altautoverordnung. BASF und voestalpine verbessern Stahlpassivierung

Surfbrett und Skier: 2 neue Baytubes-Anwendungen

Der letzte Schrei unter den Surbrettern ist eine Gemeinschaftsentwicklung von Nanoledge und der kalifornischen Sportartikelfirma Entropy Research Labs. Hier kommen ebenso die Carbon Nanotubes von Bayer zum Einsatz wie in von der französischen Auxunn entwickelten Skiern. Surfbrett und Skier: 2 neue Baytubes-Anwendungen <% image name="Bayer_Nanoledge" %><p> <small> Nanoledge und die kalifornische Sportartikelfirma <a href=http://erlabs.imeem.com>Entropy Research Labs</a> entwickelten gemeinsam ein neues und verbessertes Surfbrett. </small> Die „NANO IN“-Technologie von <a href=http://www.nanoledge.com>Nanoledge</a> ergibt in Kombination mit den Carbon Nanotubes von <a href=http://www.bayerbms.de>Bayer MaterialScience</a> einen Verbundwerkstoff mit bisher unerreichten mechanischen und thermischen Eigenschaften. Die Endprodukte sind nicht nur leichter und widerstandsfähiger, auch ihre Lebensdauer wird verlängert. Die Skier mit dem Baytubes-Werkstoff sind das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen Nanoledge und der im französischen Chamrousse ansässige <a href=http://www.axunn.com>Axunn</a>. Diese entwickelt und vermarktet neue Konzepte für Sportgeräte, die sich durch innovative Technologie, Design und Komfort auszeichnen.

April 2nd

Psychische Erkrankungen kosten 3 % des BIPs

Psychische Erkrankungen verursachen in Österreich Kosten von 7,16 Mrd €, so das Ergebnis der Studie „Cost of Disorders of the Brain in Europe“, in der Daten aus 28 Ländern zusammengefasst wurden. Durchschnittlich macht einer von vier Österreichern einmal im Leben eine solche "Krise" durch. <% image name="Arztkittel" %><p> Dabei ist der Anteil von Depressionen und bipolaren Störungen mit 2,46 Mrd € am höchsten, gefolgt von Suchterkrankungen mit 1,44 Mrd €. Summa summarum kosten die psychischen Krankheiten jeden Österreicher 888 € im Jahr. 31 % der Gesamtkosten entstehen durch Arbeitsausfall in Folge von Krankenständen, 21 % durch Krankenhausbehandlung, nur 3 % verursachen medikamentöse Behandlungen. Von den 2005 erfassten 3 Mio Krankenstandsfällen entfielen 51.101 auf psychische Erkrankungen, was mehr als 1,5 Mio Krankenstandtage bedeutet. Die volkswirtschaftlichen Kosten betragen 134,15 Mio €/Jahr. Etwa 848.000 Österreicher leiden an einer Angsterkrankung, 479.000 an Depressionen. Die höchsten jährlichen Kosten pro Krankheitsfall entstehen mit 13.635 € durch Demenzerkrankungen. Psychische Erkrankungen kosten 3 % des BIPs

Zulassungsanträge für Humira bei Psoriasis

<a href=http://www.abbott.com>Abbott</a> hat den Zulassungsantrag für <a href=http://www.HUMIRA.com>Humira</a> gegen die bereits fünfte Autoimmunkrankheit gestellt. Sowohl in den USA als auch in der EU soll Humira (Adalimumab) künftig als Therapie der mittelschweren bis schweren chronischen Plaque-Psoriasis dienen. Zulassungsanträge für Humira bei Psoriasis <% image name="Humira" %><p> Die Zulassungsanträge stützen sich auf die Ergebnisse der zwei doppelblinden Studien REVEAL und CHAMPION. In beiden wurde die Krankheitsaktivität anhand des PASI-Wertes (Psoriasis Area and Severity Index) bewertet, der die Ausdehnung und den Schweregrad der Psoriasis festgestellt. In der 52-wöchigen REVEAL-Studie wurde die kurzfristige und anhaltende klinische Wirksamkeit und Sicherheit von Humira bei mehr als 1.200 Patienten aus den USA und Kanada bewertet. Die Patienten erlebten bei der Behandlung mit Humira nach 16 Wochen eine signifikante Verringerung der äußeren Anzeichen ihrer Krankheit. Im Einzelnen erreichten fast 3 von 4 Patienten, die Humira erhielten, einen PASI-Wert von 75 oder darüber, verglichen mit nur 6,5 % der Patienten, die Placebo bekamen. Einer von fünf der mit Humira behandelten Patienten erreichte einen PASI-Wert von 100, verglichen mit weniger als 1 % bei den Patienten, die Placebo erhielten. In der 16-wöchigen CHAMPION-Studie mit 271 Psoriasis- Patienten aus 8 europäischen Ländern und Kanada erreichten 80 % der mit Humira behandelten Patienten einen PASI-Wert von 75. Das waren doppelt so viele wie die 36 % der Patienten, die mit Methotrexat, einer systemischen Standardbehandlung von Psoriasis, behandelt wurden und viermal so viele wie die Patienten, die Placebo erhielten. Nahezu 17 % der mit Humira behandelten Patienten erreichten in der 16. Woche einen PASI-Wert von 100, verglichen mit 7 % der Patienten, die Methotrexat erhielten und 2 % der Patienten, die ein Placebo bekamen. <small> <b>Humira</b> ist der einzige vollständig humane monoklonale Antikörper, der in den USA und Europa zur Behandlung rheumatoider Arthritis (RA), psoriatischer Arthritis (PsA) und Spondylitis ankylosans (AS) zugelassen ist. Der Wirkstoff blockiert den Tumor-Nekrosefaktor Alpha (TNF-a), ein Protein, das eine zentrale Rolle für die entzündliche Antwort bei Autoimmunkrankheiten spielt. </small>

Daiichi Sankyo will "Global Pharma Innovator" werden

Mit dem Abschluss des weltweiten Integrationsprozesses stellt <a href=http://www.daiichi-sankyo.eu>Daiichi Sankyo</a> die Weichen für weiteres globales Wachstum. In Europa sollen durch verstärkte Strukturen und 2 Forschungsstandorte die Geschäfte mit innovativen Produkten vorangetrieben werden. <% image name="Daiichi_Sankyo_Logo" %><p> Durch den Zusammenschluss von Daiichi und Sankyo - zwei Pharmaunternehmen mit japanischen Wurzeln - hat Daiichi Sankyo seine Position als eines der Top 3 Pharmaunternehmen in Japan und eines der 20 führenden globalen Pharmaunternehmen ausgebaut. Neben dem strategischen Ausbau der Forschungs-Pipeline soll auch der Ausbau der wichtigsten Produkte wie Olmesartan (Blutdrucksenker) und Levofloxacin (Antibiotikum) für wachsenden Umsatz sorgen. Strategisches Investment soll zudem die weltweite Expansion der Geschäftsaktivitäten vorantreiben. Auch in Europa möchte das Unternehmen seine Präsenz steigern. Die Umsatzziele für Europa liegen für 2009 bei 525 Mio €. Das entspricht bei einem Umsatz von rund 330 Mio € in 2006 einer Steigerung von knapp 63 %. Daiichi Sankyo betreibt in Europa Forschungszentren in München und London mit insgesamt 130 Mitarbeitern. Die klinische Forschung ist in den USA angesiedelt ist, die globale Grundlagenforschung wird von Japan aus gesteuert. Mit der im ersten Quartal 2009 geplanten europäischen Einführung des Thrombozyten-Aggregationshemmers Prasugrel mit Eli Lilly steht Daiichi Sankyo Europe ein weiterer Meilenstein bevor. Neben Prasugrel stehen auch Olmesartan + Amlodipine sowie das hoch dosierte Olmetec Plus (Olmesartan + ein Diuretikum) in der Pipeline für Europa. Daiichi Sankyo will "Global Pharma Innovator" werden

Wie die Regulierung von Mineralien im Blut funktioniert

Forscher aus Jülich und Aachen beobachteten erstmals experimentell, wie Eiweißstoffe im Blutplasma Gefäßverkalkung verhindern: Das Eiweiß umhüllt das Mineral Kalziumphosphat im Blut wie eine Schutzschicht. Dadurch können sich die winzigen Teilchen nicht unerwünscht zu größeren Kalkablagerungen zusammenschließen. Wie die Regulierung von Mineralien im Blut funktioniert <% image name="Fetuin-A1" %><p> <small> Oben ein Röntgenbild einer gesunden Maus, unten das einer Maus, die kein Fetuin-A herstellen kann. Die kleinen hellen Punkte zeigen die Kalkablagerungen. </small> Im Blut sind verschiedenste Mineralien wie der Knochenrohstoff Kalziumphosphat enthalten, deren Konzentration sich ständig ändert. Eine Vielzahl von Steuerungsmechanismen verhindert, dass diese Mineralien unerwünscht auskristallisieren und sich ablagern. Dietmar Schwahn vom Forschungszentrum Jülich hat mit dem Messverfahren der Neutronenstreuung den zweistufigen Prozess verfolgt, in dem Kalziumphosphat und das Blutplasma-Eiweiß Fetuin-A in einer Versuchsflüssigkeit interagieren: Zunächst entstehen spontan kleinste Ansammlungen aus Eiweiß und Mineralien. Nach einigen Stunden verdoppelt sich die Größe der Teilchen, während sich dabei eine geordnete Struktur formt: Die Mineralien bilden einen Kristallkern und das Eiweiß eine Hülle. <b>Eiweiß als Schutzschicht.</b> "Man kann sich das Eiweiß als Schutzhülle vorstellen, die verhindert, dass sich die Kristalle aneinander binden und weiter wachsen", erläutert Schwahn. "So bleiben die Partikel klein genug, um ungehindert durch die Adern zu fließen und lagern sich nicht unerwünscht ab." Die Forscher vermuten, dass es sich um einem weit verbreiteten Mechanismus handelt, mit dem bei Wirbeltieren nicht nur die Konzentration von Mineralien im Blut reguliert wird, sondern auch der gezielte Transport der Mineralien an den gewünschten Ort ermöglicht wird. Zuvor hatten Forscher der RWTH Aachen entdeckt, dass Fetuin-A den Mineralstoffhaushalt im Blut entscheidend steuert: Sie haben Mäuse gezüchtet, die durch einen genetischen Defekt nicht in der Lage sind, Fetuin-A zu bilden. Und diese entwickelten starke Kalkablagerungen im Gewebe. <small> Diese Form von Gefäßverkalkung ist zwar überaus selten und nicht mit Arteriosklerose zu verwechseln, bei der der Fettstoffwechsel eine entscheidende Rolle spielt. Sie kann aber bei Nierenpatienten in Einzelfällen zu schwersten Gewebeschäden führen. Ein besseres Verständnis der Rolle von Fetuin-A könnte in Zukunft zu besseren Therapieentscheidungen führen. </small>

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