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April 2nd, 2007

Roche übernimmt Antikörper-Schmiede THP

<a href=http://www.roche.com>Roche</a> hat Therapeutic Human Polyclonals (<a href=http://www.polyclonals.com>THP</a>) übernommen. Das in Privatbesitz befindliche Biotech ist in Kalifornien sowie in Deutschland ansässig und konzentriert sich auf die Entwicklung therapeutischer Antikörper. <% image name="Roche_Logo" %><p><p> THP hat eine einzigartige Plattform zur Herstellung humaner Antikörper entwickelt. Mit dieser Technologie können sowohl monoklonale als auch polyklonale Antikörpertherapien mit hoher Wirksamkeit entwickelt werden. Roche ließ sich die Übernahme 56,5 Mio $ kosten. THP soll nun in das Roche Pharma Center of Excellence für die Proteinforschung im deutschen Penzberg integriert werden. <b>Roche übernimmt BioVeris.</b> Zudem wird Roche für rund 600 Mio $ BioVeris übernehmen. Roche Diagnostics kann damit ihr Immunochemiegeschäft über die Humandiagnostik hinaus erweitern und in neue Marktsegmente vorzustoßen - in die Biotech-Forschung, Patientenselbstkontrolle, Veterinärtests, Arzneimittelforschung und klinische Studien. Denn mit der Übernahme gelang Roche in den Besitz sämtlicher Patente an der Elektrochemilumineszenz-Technologie (ECL), auf der die Elecsys-Geräte basieren. Gegenüber anderen Nachweistechnologien bietet ECL eine höhere Sensitivität, kurze Inkubationszeiten und breite Messbereiche. Roche übernimmt Antikörper-Schmiede THP

Symrise, BRAIN und AnalytiCon Discovery kooperieren

<a href=http://www.symrise.com>Symrise</a>, viertgrößter Anbieter von Duft- und Aromakompositionen sowie kosmetischen Inhaltstoffen, ist eine strategische Biotech-Partnerschaft eingegangen: Mit <a href=http://www.brain-biotech.de>BRAIN</a> und <a href=http://www.ac-discovery.com>AnalytiCon Discovery</a> sollen Kosmetikwirkstoffe und Riechstoffe auf Naturstoffbasis entwickelt werden. Symrise, BRAIN und AnalytiCon Discovery kooperieren <% image name="Symrise_Kosmetikproduktion" %><p> <small> Entwicklung und Produktion intelligenter Kosmetika mit bioaktiven Substanzen aus natürlichen Quellen. © Symrise </small> Die Potsdamer AnalytiCon Discovery bringt neben umfangreichen Substanzbanken seine naturstoffspezifische Expertise zur Strukturoptimierung in diese Partnerschaft ein. BRAIN stellt maßgeschneiderte zelluläre Screening-Plattformen zur Identifizierung neuer, bioaktiver Substanzen für innovative Kosmetika zur Verfügung. Mit dieser Allianz wird sich Symrise neue Wege in der Entwicklung hochwirksamer kosmetischer Inhaltstoffe erschließen und seine Kompetenz auf dem Gebiet der Naturstoffe für die Haut- und Haarpflege weiter ausbauen. <% image name="Analyticon_Mikrotiterplatte" %><p> <small> Automatisierte Aufreinigung und Charakterisierung von Naturstoff-Extrakten liefert Bibliotheken reiner, in ihrer Struktur aufgeklärter Substanzen im ready-to-screen-Format. © AnalytiCon Discovery </small> "Durch eine Produktstrategie unter Verwendung bioaktiver Naturstoffmoleküle sehen wir im wachsenden Cosmeceutical-Markt für unser Unternehmen ein großes Potenzial. Die Kooperation mit BRAIN und Analyticon Discovery stärkt unsere eigenen F&E-Strategien perfekt", sagt Achim Daub, als Vorstand in der Symrise AG für das Segment Scent & Care verantwortlich. <% image name="BRAIN_Zellkultur" %> <small> Auf der Suche nach bioaktiven Naturstoffen werden Rezeptor-positive Zellen kultiviert. Die Anwesenheit des Rezeptors an der Zelloberfläche wurde mit einem fluoreszenzmarkierten Antikörper nachgewiesen. © BRAIN </small>

Pipelife übernimmt Quality Plastics in Irland

<a href=http://www.pipelife.com>Pipelife</a> - das Joint-venture aus Solvay und Wienerberger - kauft die irische <a href=http://www.qpl.ie>Quality Plastics</a>, die nahe Cork 2 Produktionsstandorte betreibt und 2006 mit 174 Mitarbeitern rund 42 Mio € Umsatz erwirtschaftet. Pipelife übernimmt Quality Plastics in Irland <% image name="Pipelife" %><p><p> Kunststoff-Produkte ersetzen zunehmend Kupfer- oder Stahlrohre und stellen daher ein schnell wachsendes Segment im europäischen Rohr- und Rohrsystem-Markt dar. Quality Plastics produziert und verkauft PEX-, PEX-Mehrschichtrohre, PE- und PB-Rohre sowie ein großes Angebot an Verbindungsstücken und Zubehör. Pipelife-Chef Miguel Kohlmann kommentiert: "Mit der Integration von Quality Plastics forcieren wir einerseits den Bereich der Kalt- und Warmwasserinstallationen, einem schnell wachsenden Produktsegmente von Pipelife. Andererseits erhalten wir Zugang zu neuen Märkten in Irland und Großbritannien."

April 1st

Invega hilft Schizophrenie-Symptome zu kontrollieren

Eine langfristigere Behandlung mit <a href=http://www.invega.com>Invega</a> (Paliperidon) von Janssen half Schizophrenie-Patienten, ihre Symptome zu kontrollieren und ihre Verbesserungen des persönlichen und sozialen Funktionierens beizubehalten. <% image name="Arztkittel" %><p> Ausgewertet wurden die Daten von 1.083 Patienten an 168 Zentren in der Open-Label Extension (OLE) von 3 ähnlichen 6-wöchigen Doppelblindstudien. In dieser 52-wöchigen OLE-Phase konnte die wirksame Symptomkontrolle und die Verbesserung in der persönlichen und sozialen Leistungsfähigkeit, die während der 6-wöchigen Doppelblindphase erzielt wurde, erhalten werden. Bei den Nachuntersuchungen wurde mit flexiblen Dosen von Invega - es wurde im Dezember von der FDA zugelassen - behandelt. Da es in den kurzfristigen Wirksamkeitsstudien mehr Invega-aktive Behandlungsgruppen gab, hatten die meisten Patienten bereits eine kurzfristige Behandlung mit Invega hinter sich. Diese wiesen im Vergleich zur Plazebo-Gruppe deutliche Verbesserungen - sowohl hinsichtlich der Symptome als auch hinsichtlich des Funktionierens - am Ende der kurzfristigen Behandlung auf, als sie ausgewählt wurden, an der OLE-Studie teilzunehmen. Die Wirksamkeitsanalysen beinhalteten die Änderung bei PANSS (Positive And Negative Syndrome Scale) und PSP (Personal and Social Performance). Verbesserungen im PANSS-Wert aller Patienten wurden über die ersten 12 Wochen der OLE-Studie beobachtet und für den Rest der 52-wöchigen Studie aufrecht erhalten. Häufigste Nebenwirkungen waren Bewegungsstörung, Insomnie, Kopfschmerz und Akathisie, die bei 76 % der Teilnehmer vorkamen. <small> Weltweit wird geschätzt, dass 1 von 100 <b>Schizophrenie</b> entwickelt, Schizophrenie ist einer der schlimmsten Arten von Geisteskrankheit. In den USA gibt es derzeit rund 2 Mio Menschen mit Schizophrenie. Die Krankheit zeichnet sich durch positive Symptome (Halluzinationen und Delusionen) und negative Symptome (Depression, Gefühlsverarmung und sozialer Rückzug) sowie durch ungeordnetes Denken aus. </small> Invega hilft Schizophrenie-Symptome zu kontrollieren

Grazer Forscher erhellen intrazelluläre Kommunikation

Mitochondrien sind an der komplexen intrazellulären Kommunikation beteiligt. Eine wichtige Rolle dabei spielt Kalzium (Ca2+), das für das Gleichgewicht in den Zellen verantwortlich ist. Bisher waren die Proteine, die für die Kalzium-Zufuhr verantwortlich sind, unbekannt. <a href=http://user.meduni-graz.at/wolfgang.graier/graier.htm>Wolfgang Graier</a> und sein Team an der Med Uni Graz haben mit UCP 2 und UCP 3 (UnCoupling Proteins 2 and 3) zwei aufgedeckt. Grazer Forscher erhellen intrazelluläre Kommunikation <% image name="Mitochondrien_unterm_Mikroskop" %><p> <small> Konfokale Mikroskopie-Aufnahme: Mitochondrien einer humanen Zelle. </small> Weiters konnte belegt werden, dass eine Überexpression dieser Proteine die mitochondriale Kalzium-Aufnahme erhöht und eine Verminderung den mitochondrialen Kalzium-Transport stark vermindert. „Damit haben wir nun zum ersten Mal die Möglichkeit, diesen Prozess gezielt zu untersuchen und die physiologische Bedeutung des mitochondrialen Kalzium-Gleichgewichts sowie seine Beteiligung an der Entstehung von Krankheiten zu untersuchen“, betont Graier. <table> <td> <% image name="Graier" %></td> <td align="right"> „Bisher wusste man zwar von der funktionellen Bedeutung der Mitochondrien, aber die molekulare Ebene war noch völlig unklar.“ Zudem konnte in isolierten einzelnen Mitochondrien, die aus der Leber von Mäusen gewonnen wurden, gezeigt werden, dass es bei Abwesenheit dieser Proteine zu keinem klassischen Ca2+ Einstrom in das Mitochondrium kommt. Durch gezielte Mutationen dieser Proteine wurde bewiesen, dass UCP2/UCP3 als Mono- und Heteromultimere funktionieren und für den Ca2+ Einstrom eine ganz besondere Proteindomäne benötigt wird, durch die sich UCP2 und UCP3 von den anderen Vertretern dieser Proteinfamilie unterscheiden. </td> </table> <small> Forscher um Wolfgang Graier konnten erstmals 2 Proteine für die mitochondriale Kalziumzufuhr identifizieren. </small> <small> <b>Mitochondrien:</b> Vor Millionen Jahren sind Mitochondrien in erste Zellen eingedrungen. Dort sind sie verblieben und entreißen seit jeher dynamisch und unermüdlich den verschiedensten Nahrungsbausteinen Elektronen, die sie dann über mehrere Zwischenstufen auf Sauerstoff übertragen. Dieser Vorgang - die zelluläre Atmung - liefert Energie in Form von ATP (Adenosintriphosphat). Ein Erwachsener verbraucht 1,5 kg/h dieses zellulären Treibstoffes. Mitochondrien müssen daher permanent die zellulären Treibstofftanks nachfüllen. Lange glaubte man, das sei die einzige Funktion dieser Organellen. </small>

March 31st

Studie: MP1021 hoch effektiv bei der TB-Therapie

Erste Auswertungen einer Pilotstudie mit MP1021 von <a href=http://www.metriopharm.ch>MetrioPharm</a> haben bei der Kombitherapie der Lungentuberkulose positive Ergebnisse gezeigt. MP1021 ist ein Small Molecule, das die Immunantwort beeinflusst, indem es die übermäßige Aktivierung von Makrophagen gezielt hemmt. <% image name="TB_Kultur" %><p> <small> Eine TB-Kultur. © Wikipedia </small> Im Rahmen einer klinischen Pilotstudie am Zentralen Forschungsinstitut für Tuberkulose der Russischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften in Moskau - dem WHO-Kooperationszentrum für Tuberkulose - wurden 80 Patienten mit infiltrativer Lungentuberkulose behandelt. Im Zuge dieser randomisierten Open-label Studie wurden 40 Patienten mit einer 4-fach Antibiotika-Kombination entsprechend WHO-Standard + MP1021 behandelt. Eine Kontrollgruppe von 40 Patienten erhielt nur die Standard-4-fach-Antibiotikatherapie. Bereits nach 7 Tagen zeigten sich bei der MP1021-Gruppe im Gegensatz zur Kontrollgruppe positive klinische Veränderungen, unter anderem eine Abnahme des Fiebers. 2 Monate nach Therapiebeginn waren nur noch bei 20 % der Patienten aus der MP1021-Gruppe Tuberkulose-Erreger nachweisbar, in der Kontrollgruppe waren die Proben dagegen noch zu 100 % positiv. MetrioPharm-Forschungsleiter Wolfgang Brysch kommentiert: "Besonders die mehrfach-resistenten Stämme des Eerregers Mycobacterium Tuberculosis sind ein zunehmendes Problem bei der TB-Therapie. Die Studienergebnisse ermutigen uns, die Entwicklung von MP1021 energisch voranzutreiben, da sich das Wirkprinzip von MP1021 fundamental von dem der heute eingesetzten antibiotischen Therapie unterscheidet." <small> <b>Tuberkulose</b> (TB) ist eine der am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten. Ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit TB-Erregern infiziert. Jährlich sterben 1,6 Mio Menschen an der Krankheit. TB ist prinzipiell durch eine 9-monatige Therapie bestehend aus einer Mehrfachkombination von 3-4 Antibiotika heilbar. Zunehmende Probleme macht das Auftreten von mehrfach-resistenten TB-Erregern. Viele Experten sehen daher einen dringenden Bedarf an neuen Therapien. </small> Studie: MP1021 hoch effektiv bei der TB-Therapie

March 30th

Für raue Umgebung: Der BOLA-Thermofühler PT 100

Temperaturmessungen werden schwierig, wenn aggressive Medien im Spiel sind. Dazu sind die Thermofühler von <a href=http://www.bola.de</a>Bohlender</a> - im Unterschied zu herkömmlichen Ausführungen - komplett mit dem Fluorkunststoff PTFE überzogen. <table> <td><% image name="BOLA_Thermofuehler" %></td> <td align="right"> Dies gilt sowohl für das Edelstahlrohr mit integriertem Thermoelement als auch für das 4-polige Anschlusskabel. Dadurch ist eine nahezu universelle chemische Resistenz gegeben. Im Bereich des Messpunktes wurde die PTFE-Stärke so gewählt, dass eine möglichst verzögerungsfreie Messung gewährleistet ist. Der Arbeitstemperaturbereich reicht von -50 °C bis + 250 °C. Lieferbar sind derzeit 3 Ausführungen - mit oder ohne Lemo-Kupplung, sowie die neueste Variante, bei der die Lemo-Kupplung direkt auf dem Thermofühlerkörper sitzt. Dabei wird das Kabel direkt auf dem Fühler angeschlossen und muss nicht beim Fühlertausch mühsam aus dem Kabelschacht hervorgeholt werden. </td> </table> Für raue Umgebung: Der BOLA-Thermofühler PT 100

Neue Therapie als Hoffnung für Schmetterlingskinder

Die medizinische Versorgung von Patienten, die an Epidermolysis bullosa (EB) leiden, war bisher auf die Therapie der Begleitumstände der folgenschweren angeborenen Hautkrankheit beschränkt. Nun gibt es erste Erfolge im Sinne einer ursächlichen Behandlung via Gentherapie. Neue Therapie als Hoffnung für Schmetterlingskinder <% image name="Petrischale" %><p> Michele De Luca von der Università degli studi di Modena e Reggio Emilia beschäftigt sich seit 20 Jahren mit der Transplantation von Haut und hat die von ihm entwickelte Stammzellen-Transplantationstechnik bereits bei Patienten mit Hautverbrennungen erfolgreich eingesetzt. Unter seiner Leitung wurde im November 2006 eine wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht, in der die Stammzellentransplantation erstmals auch bei einem Patienten mit Epidermolysis bullosa junctionalis durchgeführt wurde. Die Stammzellentherapie nach De Luca ist vorläufig nur bei wenigen EB-Patienten anwendbar und sehr aufwendig. Dabei werden dem Patienten an bestimmten Stellen (etwa an den Händen) eigene Hautzellen entnommen. Im Labor wird ein künstliches Gen, das zur Bildung eines korrekten Strukturproteins führt, in körpereigene Stammzellen eingebracht. Anschließend werden die derart korrigierten Hautzellen im Labor vermehrt. Erst wenn ein ausreichend großer Zellverband an Hautzellen vorhanden ist, wird dieser als Transplantat auf besonders wunde Areale aufgebracht. Dabei sollte es zur Schließung der Wunde kommen. <b>Aufwendiges Verfahren.</b> „Die Kosten, die für dieses aufwendige Verfahren anfallen, sind nur schwer einzuschätzen. Sie werden jedoch kaum unter 10.000 € liegen“, vermutet Helmut Hintner, Vorstand der Uniklinik für Dermatologie der Salzburger Landeskliniken. „Durch die Initiative der <a href=http://www.schmetterlingskinder.at>debra-austria</a> und die großzügige Unterstützung von Sponsoren konnten im Labor des eb-haus Austria optimale Bedingungen für diese Art von Behandlungen geschaffen werden - jetzt wollen Forscher aus Italien, Frankreich, Norwegen, Deutschland und Österreich zusammen mit De Luca EB-Patienten zu therapieren“, so Hintner. „Auch in Österreich gibt es Patienten, die für diese Art der Therapie in Frage kommen“, so Johann Bauer, Leiter des molekularbiologischen Labors an der Uniklinik für Dermatologie. „Geplant ist, dass Hautzellen von Patienten in Österreich entnommen, in Modena kultiviert und therapiert und dann in Salzburg wieder transplantiert werden“, erklärt Bauer. Der Start der Therapie ist 2008 geplant - nach Vorliegen der Protokolle von De Luca wird die Genehmigung beim Gesundheitsministerium eingeholt. <small> Bei <b>Epidermolysis bullosa</b> führen fehlende oder mangelhaft ausgebildete Eiweißstoffe in der Haut dazu, dass Ober- und Lederhaut nicht ausreichend aneinander haften. An der Haut und an den Schleimhäuten bilden sich permanent Blasen. Tägliche Schmerzen durch offene Wunden, Narbenbildung, quälender Juckreiz, schwere Karies mit häufigem Zahnverlust, Ernährungs- und Verdauungsprobleme und fallweise aggressive Hauttumore sind die charakteristischen Merkmale. </small>

Vorentscheidung für Österreichs K-Zentren

17 von 26 Bewerberkonsortien bleiben im Rennen um die 11 einzurichtenden Kompetenzzentren im neuen Förderungsprogramm <a href=http://www.ffg.at/content.php?cid=340>COMET</a> (Competence Centers for Excellent Technologies) der beiden österreichischen Ministerien BMVIT und BMWA. Vorentscheidung für Österreichs K-Zentren <% image name="Forscher" %><p> 6 Bewerber haben jetzt noch die Chance, den Zuschlag für 1 von 3 geplanten Zentren in der Programmlinie K2 - gewissermaßen die künftige Chemapions League der österreichischen Forschung - zu bekommen. 11 Konsortien bleiben im Wettbewerb um die 8 geplanten K1-Zentren, die in der Dimension den bisherigen Kompetenzzentren der auslaufenden Programmlinien Kplus, K_ind und K_net vergleichbar sind. Welche Zentren es im Programm COMET schließlich geben wird, wird Ende September entschieden werden. Für bestehende Kompetenzzentren, die im neuen Programm nun nicht mehr zur Auswahl stehen, gibt es nach Ablauf der vereinbarten Zentrumslaufzeit die Möglichkeit einer "Phasing-out Finanzierung". Deren Modalität wird im Rahmen der Endevaluierung des jeweiligen Zentrums festgelegt. 130 Mio € an Bundesmitteln stehen für diese erste COMET-Ausschreibung zur Verfügung. Die Förderanträge an den Bund der im Wettbewerb verbliebenen Bewerber summieren sich auf ein Volumen von rund 190 Mio €. Eine zusätzliche Finanzierung erfolgt durch die Bundesländer und die Konsortialpartner selbst. Die projektierten Gesamtkosten aller verbliebenen Bewerber machen rund 500 Mio € aus. <small> Zur Vollantragsstellung eingeladen wurden Konsortien aus 6 Bundesländern, die regionale Verteilung zeigt dabei eine Konzentration auf die Steiermark und Oberösterreich. Thematisch liegt das Schwergewicht auf Werkstofftechnologien, IT und Life Sciences. Die Entscheidung der Jury basierte auf einer Begutachtung durch internationale Experten sowie einer internen Prüfung durch die FFG. </small>

Mega-Magnet für Berliner Neutronenexperimente

25-30 Tesla wird der neue Hochfeldmagnet erzeugen, der bis 2011 am Hahn-Meitner-Institut in Berlin (<a href=http://www.hmi.de>HMI</a>) entsteht. Das ist etwa 1 Mio x so stark wie das Erdmagnetfeld. Mega-Magnet für Berliner Neutronenexperimente <% image name="HMI_Neutronenhalle" %><p> <small> Blick in die Neutronenleiterhalle 2, den künftigen Standort des HFM. </small> Das Tallahassee-Institut in Florida wird ihn für etwa 8,7 Mio $ bauen, weitere 10 Mio € kostet die notwendige Infrastruktur, zu der Anlagen für Kühlung und Stromzufuhr gehören. Das insgesamt 17,8 Mio € umfassende Projekt wird zu 90 % vom deutschen Forschungsministerium mitfinanziert, den Rest trägt das Land Berlin. Es sichert dem HMI seine Spitzenposition, die es auf dem Gebiet der Neutronenforschung kombiniert mit starken Magnetfeldern und tiefen Temperaturen einnimmt. „Schon jetzt kommen Wissenschaftler aus aller Welt zu uns, weil sie hier mit Hilfe von Neutronen Materie bei extremen äußeren Bedingungen untersuchen können. Mit dem neuen Magneten können sie Experimente durchführen, die nirgendwo sonst auf der Welt möglich sind“, sagt Michael Steiner, der wissenschaftliche Geschäftsführer des HMI. <% image name="HMI_Hochfeldmagnet" %><p> <small> Modell des Hochfeldmagneten im Maßstab 1:5. </small> Von den Experimenten an dem Magneten erwarten Forscher neue Erkenntnisse zu Fragen aus der Physik, Chemie, Biologie und den Materialwissenschaften, unter anderem Beiträge zum Verständnis der Hochtemperatursupraleitung – der Fähigkeit einzelner Substanzen, Strom schon bei höheren Temperaturen ohne Widerstand zu leiten. Um den Magneten zu bauen, müssen die Ingenieure an die Grenze des Machbaren gehen. Sie verwenden im Inneren, wo die Kräfte am stärksten sind, eine Kupferspule. Die äußere, in Reihe geschaltete Spule, besteht aus supraleitendem Material, das mit flüssigem Helium gekühlt wird. Mit dieser Hybridbauweise können die extremen Felder unter möglichst sparsamem Energieeinsatz erzeugt werden. Zudem musste eine speziell an den Hochfeldmagneten angepasste Neutroneninstrumentierung entwickelt werden. <% image name="HMI_Kupferspule" %><p> <small> Kupferspule, wie sie im Innern des Hochfeldmagneten zum Einsatz kommt. </small>

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