Die südkoreanische <a href=http://www.panagene.com>Panagene</a> hat von der Copenhagen Inventor Group (CIG) das exklusive Recht an der maßgeschneiderten Peptid-Nukleinsäure-Synthese (PNA) lizenziert. Dieses Recht war zuvor an Applied Bioystems gegeben worden, wurde jedoch Ende März im gegenseitigen Einverständnis an CIG zurückgegeben.<% image name="PNA" %><p>
"Panagene hat sich der Lieferung hochqualitativer PNA-Oligomere an Wissenschaftler überall auf der Welt verschrieben", so der Panagene-Chef Sung Kee Kim, "die CIG-Lizenz gibt uns die Möglichkeit, mit unseren eigenen Monomeren und Verfahren zur Oligomersynthese maßgeschneiderte PNA-Oligomere zu vermarkten."
<b>PNAs</b> sind der DNA ähnlich und haben einzigartige Eigenschaften, die ihnen bei zahlreichen Anwendungen Vorteile verschaffen. Panagene ist davon überzeugt, dank dieser Lizenz den PNA-Markt, der heute etwa 5 % des DNA/RNA-Synthesemarktes ausmacht, stark ausdehnen zu können.Panagene sichert sich Lizenzrechte für PNA-Synthese
<a href=http://www.boehringer-ingelheim.com>Boehringer Ingelheim</a> konnte insbesondere dank der in den vergangenen Jahren neu eingeführten Medikamente im ersten Halbjahr 2006 den Umsatz gleich um 17 % auf 5,3 Mrd € steigern. <% image name="Boehringer_Fermentation" %><p>
Auch das Betriebsergebnis stieg um 34 % auf gut 1 Mrd €. Die Umsatzrendite betrug 19 %. Für das Gesamtjahr wird allerdings mit einer niedrigeren Wachstumsrate gerechnet - bedingt durch die Einführung von Nachahmerpräparaten in den USA für das wichtige Produkt Mobic (in Österreich als Movalis vertrieben).
Wichtigster Umsatzträger war das Atemwegsprodukt <b>Spiriva</b> mit einem Umsatz von 640 Mio € (+55 %). Beim Blutdrucksenker <b>Micardis</b> stiegen die Umsätze um 32 % auf 480 Mio €. <b>Mobic</b> gegen Arthritis und <b>Flomax</b> zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung sind weitere umsatzstarke Medikamente von Boehringer Ingelheim. Ein Medikament mit gutem Wachstumspotenzial ist <b>Sifrol</b>, ein Präparat gegen die Parkinson-Krankheit, das seit Frühjahr in Europa auch für die Indikation der "unruhigen Beine" (Restless Legs Syndrom) zugelassen ist. Es wuchs um 33 % auf 260 Mio €.
Im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, das rund 80 % der Erlöse von Boehringer Ingelheim ausmacht, stiegen die Umsätze um 21 % auf 4,2 Mrd €. Dabei waren einmal mehr die USA die Umsatz-Lokomotive mit einem Anteil von 48 % an den Erlösen und einem Wachstum von 36 %.H1 2006: Kräftiges Wachstum bei Boehringer
Physiker der Uni Graz erforschen derzeit die Grundlagen des Nanomagnetismus, der als Basis für das "High Density Magnetic Recording" gilt.<% image name="Datensicherung" %><p>
<a href=http://www.uni-graz.at/exp3www/index.html>Heinz Krenn</a> ist mit seinem Team im Boot der internationalen Spitzenforschung - dank einer einzigartigen Ausstattung. "Wir haben besonders starke Magnete und äußerst empfindliche Messgeräte, die nur bei extrem tiefen Temperaturen, etwa -269° C, funktionieren. Damit gehören wir zu den wenigen Standorten in der Steiermark, die solche Kälte produzieren und derartige exotische Messverfahren anwenden können."
Für die Herstellung von ultrakleinen Magnetstrukturen - wie sie in den neuartigen Datenträgern verwendet werden - ist diese Tieftemperatur-Ausrüstung deswegen nötig, weil sonst die thermische Eigenbewegung die gespeicherte Information löschen würde. Man versucht derzeit, den Einsatz dieser Nano-Magnete bis Raumtemperatur voranzutreiben.
Momentan werden in Computern übrigens rotierende Datenträger eingesetzt, die einen elektrischen Antrieb und damit viel Energie benötigen. "Mit den neuen spintronischen Bauelementen, die neben der Ladung auch den Spin der Elektronen als Informationsträger benutzen, könnte diese Problem in naher Zukunft behoben werden", so Krenn. Grazer untersuchen Magnet-Effekte bei -269° C
Cisbio international, der Entwickler der <a href=http://www.htrf.com>HTRF</a>-Technologie, hat von der französischen Forschungsagentur ANR eine Förderung über 1,5 Mio € für das IMI-Projekt (Intracellular Molecular Imaging) bekommen. <% image name="Cisbio" %><p>
Ziel dieses Projekts ist die Etablierung von HTS-kompatibler Technologie (hochvolumiges Screening), welche die Möglichkeit der Quantifizierung von Wechselwirkungen auf biomolekularer Ebene in lebenden Zellen unter spezieller Ausrichtung auf G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs), eines der wichtigsten Targets in der Pharmaforschung, bietet.
Cisbios IMI-Projekt sieht die Kooperation mit ausgewählten Biotechs sowie dem Institut de Génomique Fonctionnelle (IGF) in Montpellier vor. Auf Basis dieses Kooperationsnetzes entwickelt Cisbio neue Techniken für das Tagging spezieller intrazellulärer Proteine und neue langlebige Fluoreszenz-Marker zur Untersuchung biologischer Wechselwirkungen in Zellen. Ziel ist es dabei, dem Anwender Zugang zu einfach interpretierbaren, quantitativen Daten zu Targets in lebenden Zellen an die Hand zu geben.Frankreich unterstützt Cisbios IMI-Projekt
<a href=http://www.novartis.com>Novartis</a> hat eine zweijährige Massenimpfkampagne in Neuseeland auf Basis des Impfstoffes MeNZB erfolgreich abgeschlossen. MeNZB wurde speziell für diese Maßnahme entwickelt - eine seit 10 Jahren grassierende Epidemie konnte dadurch eingedämmt werden.<% image name="Novartis_Logo" %><p>
MeNZB zeichnete sich bei der Vorbeugung gegen die Meningokokken-B-Krankheit durch eine Wirksamkeit von 80 % aus. Vor Beginn der Epidemie 1991 hatten in Neuseeland alle Meningokokkenstämme zusammen jährlich Ø 50 Fälle einer Meningokokkenkrankheit verursacht. Während der Epidemie stieg diese Zahl auf etwa 400 Fälle/Jahr an, wobei 80 % auf eine Infektion mit dem Epidemiestamm zurückzuführen waren. Im Verlauf der Epidemie wurden mehr als 5.900 Krankheitsfälle verzeichnet, darunter 239 Todesfälle. Mehr als 1.000 Menschen tragen dauerhafte Behinderungen davon.
Während des Impfprogramms wurden zunächst Hochrisikogruppen geimpft, wodurch die Anzahl der auf den Epidemiestamm zurückzuführenden Fälle in diesen Bevölkerungsgruppen um 90 bzw. 70 % reduziert werden konnte. Das Impfprogramm dauerte von Juli 2004 bis Juni 2006. Davor hatten 3 Jahre lang klinische Studien stattgefunden, zudem wurden die Produktionskapazitäten ausgebaut. Die drei Dosisverabreichungen umfassende Impfkampagne erreichte rund 1 Mio Menschen vom Säuglingsalter bis zu einem Alter von 20 Jahren.
Bisher war die Entwicklung von Impfstoffen mit Breitbandschutz gegen Meningitis B, die einen Großteil der Fälle von Meningokokkenkrankheit in Industrieländern hervorrufen, von Schwierigkeiten begleitet. Standardstrategien führten zu einem Polysaccharid aus der Viruskapsel, das allerdings mit einem Polysaccharid im menschlichen Gehirn identisch ist und damit den gewünschten vorbeugenden Effekt des Impfstoffes aufhebt. Novartis setzte daher ihre reverse Impfstofftechnologie ein, um mögliche Antigene zur Entwicklung eines Impfstoffes aufzuspüren. Phase 1 wurde kürzlich mit einem Kandidatenimpfstoff gegen Meningitis B abgeschlossen.
Zur Bekämpfung der anderen 4 Hauptserogruppen, die die meisten anderen Fälle der Meningokokkenkrankheit verursachen, entwickelt Novartis zudem einen multivalenten ACWY-Impfstoffkandidaten, der sich derzeit in Phase III befindet.
<small> Die <b>Meningokokkenkrankheit</b> ist die Folge einer Infektion, die von dem Bakterium Neisseria meningitidis oder Meningokokkus verursacht wird. Sie befällt die Hirn- oder Rückenmarkshäute oder das Blut und verursacht Meningitis bzw. im zweiten Fall eine Septikämie. Die Krankheit ist mit einer jährlichen weltweiten Inzidenz von etwa 1,2 Mio Fällen eher selten. Die Infektion schreitet schnell fort und kann selbst dann tödlich verlaufen, wenn sie korrekt diagnostiziert wird. Sie kann auch zu Hirnschäden, Erblindung, Taubheit oder Amputationen von Gliedmaßen führen. </small>MeNZB zu 80 % bei Meningokokken-B erfolgreich
Ein <a href=http://www.uniklinik-freiburg.de/kinderklinik/live/forschung/angiogenese.html>Projekt</a> an der <a href=http://www.pharmazie.uni-freiburg.de/technologie>Uni Freiburg</a> will via siRNA die gezielte Hemmung der Ausbildung von Tumorblut- und lymphgefäßen in Neuroblastomen - dem häufigsten soliden Tumor im Kindesalter - erreichen. siRNA: Gezielte Behandlung von Neuroblastomen <% image name="Neuroblastsom" %><p>
Das Wachstum eines Tumors ist abhängig von der Ausbildung eigener Blutgefäße. Diese Angiogenese wiederum ist von Wachstumsfaktoren abhängig, etwa dem vasculären endothelialen Zellwachstumsfaktor-A (VEGF-A), der vom Tumor selbst sezerniert werden kann. Kann der Tumor keine neuen Blutgefäße ausbilden, wird die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff gestoppt. Zusätzlich wird eine mögliche Metastasierung über den Blutweg verhindert.
Neben der Angiogenese spielt auch die Lymph-Angiogenese eine entscheidende Rolle. Darunter versteht man die Neubildung von tumoreigenen Lymphgefäßen, über die Tumore Metastasen in Lymphknoten ausbilden können. Verantwortlich dafür ist vor allem das Molekül VEGF-C, das ebenfalls vom Tumor gebildet und ausgeschüttet werden kann.
<% image name="Neuroblastsom2" %><p>
Im Kampf gegen das Neuroblastom erscheint die Entwicklung antiangiogener und antilymphangiogener Strategien erfolgversprechend. Die Freiburger Forscher wollen daher die Expression von VEGF-A und VEGF-C in Neuroblastomen mittels siRNA hemmen. Bei siRNA (small interfering RNA) handelt es sich um kleine RNA-Moleküle, die sich spezifisch an Gensequenzen anlagern und verhindern, dass diese produziert werden. Fehlen dem Tumor diese Faktoren, können neue Blut- bzw. Lymphgefäße nicht mehr gebildet werden. Den Neuroblastomen wird so regelrecht der "Saft" zum Überleben abgedreht.
Ein großes Problem stellt jedoch der Transport der siRNA-Moleküle in die Tumorzelle dar, da siRNA schnell von Enzymen, die auch im Blut vorkommen, abgebaut werden. Daher werden spezielle Transportsysteme benötigt, die einerseits dem Schutz der Moleküle während des Transports dienen, zum anderen auch ein spezifisches Ansteuern der Tumorzellen ermöglichen. Dafür werden eigens entwickelte und entsprechend modifizierte Liposomen verwendet.
Liposomen sind Fettkügelchen, die nach innen einen wässrigen Hohlraum und nach außen eine doppelschichtige Membran aufweisen. siRNA-Moleküle können darin verkapselt und so vor enzymatischem Abbau geschützt werden. Damit die Liposomen spezifisch nur von Tumorzellen und nicht in gesundem Gewebe aufgenommen werden, sollen zusätzlich Antikörper an die Doppelmembran der Liposomen angebaut werden. Diese Antikörper sind gegen das Protein GD2 gerichtet, das spezifisch auf der Zelloberfläche von Neuroblastomen vorhanden ist.
So gelingt es mit einem Schlüssel-Schloss-Prinzip, zu garantieren, dass die Liposomen ausschließlich von den GD2-positiven Tumorzellen aufgenommen und nur dort die siRNA-Moleküle freigesetzt werden. Durch dieses selektive Targeting von Neuroblastomen können unerwünschte Nebenwirkungen minimiert werden.
In Österreich forciert eine neue Plattform die rasche Einführung eines neuen Kraftstoffgemischs aus Erdgas (80 %) und Biogas (20 %). Landwirtschaftskammer, erdgas oö, Wien Energie, OMV, klima:aktiv und der Biomasseverband wollen bis 2013 mehr als 100.000 zugelassene Fahrzeuge auf Basis dieses Treibstoffs fahren sehen. Rollout-Pläne für Bio-CNG in Österreich<% image name="Erdgastankstelle" %><p>
Martin Preineder, der Vorsitzende des Energieausschusses der Landwirtschaftskammer Österreich, nennt es "den Durchbruch für Erdgas und Biogas als Kraftstoff". Die Enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Gaswirtschaft schildert er vor einer Journalistengemeinde so groß wie bei internationalen Staatsakten die neue Dreifaltigkeit für "den Klimaschutz, gegen die Importabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und für das Geldbörsel".
<b>Bio-CNG.</b> Die neue Treibstoffmarke besteht aus verdichtetem Erdgas (CNG, Compressed Natural Gas) und aufbereitetem Biogas (CBG, Compressed Biogas), wobei der Anteil von Biogas mindestens 20 % betragen wird. Und dieses Bio-CNG soll - so die Vision der österreichischen Biotreibstoffpioniere - á la longue etwa 8 % des Kraftstoffverbrauchs in Österreich ersetzen können.
Dafür vonnöten sind eine Reihe einander ergänzender Maßnahmen:
• Investitionen von 50-60 Mio € in die Erdgas-/Biogastankstellen-Infrastruktur - bis 2010 sind in österreichweit rund 200 Tankstellen geplant, an denen jährlich bis zu 1,5 Mio Normkubikmeter (1 Mio kg) Gas verkauft werden soll.
• Weitere 50 bis 60 Mio € erfordern etwa 20 neue Biogasanlagen. Die Rechnung ist: Wenn der Gasverbrauch pro Pkw und Jahr rund 1.000 kg beträgt und die Biomethan-Beimischung 20 % ausmacht, würden angestrebte 100.000 Fahrzeuge bis 2013 rund 100 Mio kg Methangas, davon 20 Mio kg Biomethan, vonnöten. Insgesamt wäre eine landwirtschaftliche Produktionskapazität von rund 5.000 ha für diese 20 Biogasanlagen vonnöten.
• Als das "Um und Auf einer erfolgreichen Markteinführung" nennt erdgas oö-Chef Klaus Dorninger entsprechende Steuerbegünstigungen für den neuen Kraftstoff. Gefordert wird, dass die derzeitige Mineralölsteuerbefreiung bis 2020 garantiert bleibt, die Befreiung von der Erdgasabgabe auch für Bio-CNG und reines CBG gelte sowie eine Senkung der Umsatzsteuer auf 10 % für den neuen Kraftstoff.
Daneben könnten "weiche Faktoren" wie die Nutzungserlaubnis von Busspuren in der Stadt oder eine Befreiung von Parkgebühren ein Anreiz für den Umstieg auf Erdgasautos sein. Langfristig wünscht man sich freilich eine entsprechende Anrechnung der erzielten CO<small>2</small>-Einsparungen im Verkehr. Am überzeugendsten sei allerdings der Preis: "Erdgas-Fahrer" sparen sich zwischen 30-40 % an der Zapfsäule.
<a href=http://www.rolandberger.com>Roland Berger</a> hat europaweit mehr als 200 Pharmamanager befragt. Resultat: Unternehmen setzen künftig mehr auf bessere Qualität anstelle zusätzlichen Personals im Vertrieb. Individuelle Vertriebs- und Marketingstrategien für verschiedene Zielgruppen entstehen, neue Vertriebsmodelle werden pilotiert.<% image name="Pillen1" %><p>
Das Vertriebsmodell der europäischen Pharmaindustrie steht unter Druck. Regulatorische Änderungen, verändertes Käuferverhalten, sinkende Preise und schwache Produkt-Pipelines verlangen nach neuen Ansätzen. Das traditionelle Modell, durch mehr Außendienstmitarbeiter die Absätze zu steigern, funktioniert nicht mehr wie bisher. Um die Vertriebseffektivität zu erhöhen, setzen Pharmaunternehmen daher zunehmend auf gezielte Kundenauswahl und individuelle Ansprache, Mitarbeiterschulungen sowie bessere Besuchsqualität.
Roland Berger-Consultant Stephan Danner formuliert das Ziel für den Pharamvertrieb: Die richtigen Kunden in optimalen Abständen mit der passenden Botschaft und einem ausgewählten Werbe-Mix zu erreichen.
Während seit 2001 die Zahl der Pharmareferenten in Europa von 60.000 auf rund 100.000 wuchs, wollen die Unternehmen ihren Vertrieb nun wieder verkleinern: 31 % der Befragten gehen davon aus, dass das Vertriebspersonal in den kommenden zwei Jahren erheblich reduziert wird. 60 % glauben, dass die Zahl der Einstellungen stagnieren wird; nur 9 % setzen auf die Einstellung neuer Vertriebsmitarbeiter.
4 von 10 Pharmamanager planen, die Investitionen in Sales Excellence in den kommenden zwei Jahren zu steigern. Ein Drittel der Großunternehmen beabsichtigt, mehr als 5 Mio € dafür auszugeben, 26 % zwischen 1 und 5 Mio € bzw. weniger als 1 Mio €. Mittelständischen Pharmafirmen steht insgesamt ein kleineres Budget zur Verfügung, 28 % unter ihnen investieren weniger als 1 Mio € in Sales Excellence; 22 % setzen dafür zwischen 1 und 5 Mio € und nur 6 % über 5 Mio € an.
<b>Einfluss der Kostenträger nimmt zu.</b> "Pharmaunternehmen können sich Wettbewerbsvorteile verschaffen, indem sie ihre Vertriebs- und Marketingstrategien an die verschiedenen Interessengruppen, darunter Allgemeinärzte und Spezialisten und zunehmend auch Kostenträger, individuell anpassen", erklärt Danner. Auch Meinungsführer, etwa international renommierte Professoren an Unikliniken, werden wichtiger.
Schwachstellen gibt es laut Umfrage im Zusammenspiel zwischen Vertrieb und Marketing. 20 % der Befragten klagen hier über erhebliche Probleme in den vergangenen zwei Jahren. Zudem brachte die gezielte Kundenansprache nicht immer die erwarteten Ergebnisse. Große IT-Projekte sowie die Einführung von Kennzahlen konnten oft nicht erfolgreich abgeschlossen werden.
<b>Neue Vertriebsmodelle.</b> Zudem ist mit neuen Vertriebsmodellen zu rechnen. Danner prognostiziert: "Neue Käuferstrukturen und verändertes Verhalten, regulatorische Änderungen und zunehmender Margendruck zwingen die Pharmaindustrie ihr bisheriges Vertriebsmodell zu überdenken." Dabei ist es für die europäischen Pharmaunternehmen wesentlich, das sich ändernde Umfeld fürs Gesundheitswesen im jeweiligen Land im Blick zu behalten und darauf zu reagieren. 60 % der Befragten erwarten die Pilotierung innovativer Modelle; 24 % wollen die Entwicklung erst einmal abwarten. Nur 8 % glauben, dass es keine größeren Veränderungen gibt.
Bei den neuen Vertriebsmodellen zeichnen sich 2 Richtungen ab:
1. Eine klare Kompetenzunterteilung in Elitereferenten, deren Zielgruppe vor allem Spezialisten sind, und einfache Referenten etwa für Allgemeinärzte. In den Kompetenzaufbau der Elitereferenten soll vorab erheblich investiert werden; während die Ansprache anderer Zielgruppen in den kommenden fünf Jahren zunehmend durch günstigere Medien wie das Internet erfolgen wird.
2. Der Einsatz eines Businessreferenten, der als einziger Ansprechpartner für alle Zielgruppen gewissermaßen als Gebietsmanager agiert. Sein Erfolg misst sich anhand von Gebietsergebnissen einschließlich Rentabilität.
Um in den einzelnen europäischen Ländern ausgezeichnete Vertriebsleistung zu erreichen, verbinden erfolgreiche Pharmafirmen zudem zentral länderübergreifend vorgegebene Strategien mit operativen Ansätzen vor Ort.Roland Berger rät zu neuem Pharma-Vertrieb
Andritz rüstet Zellstoffanlage von Sappi Saiccor auf
<a href=http://www.andritz.com>Andritz</a> hat von <a href=http://www.sappi.com>Sappi Saiccor</a>, dem weltgrößten Hersteller von Viskosezellstoff, einen Auftrag zur Lieferung der Bleich-, Eindampf- und Zellstofftrocknungsanlagen für das Werk Saiccor bei Durban, Südafrika, erhalten.Andritz rüstet Zellstoffanlage von Sappi Saiccor auf<% image name="Andritz" %><p>
Durch diese Investition erhöht sich die Produktionskapazität des Werks von derzeit 600.000 auf 800.000 Jahrestonnen gebleichten Viskose-Zellstoff. Dieser dient als Grundmaterial für eine Reihe von Produkten, wie Textilien, Nahrungsmittel, Chemikalien und Plastik.
Der Lieferumfang umfasst das Basis- und Detailengineering, die Lieferung der Ausrüstungen, die komplette mechanische Montage, Montageüberwachung, Inbetriebnahme und Einschulung. Die Inbetriebnahme ist für Februar 2008 geplant. Der Auftragswert für Andritz beträgt rund 100 Mio €.
Die Andritz-Bleichanlage sichert höchste Wascheffizienz bei niedrigstem Chemikalieneinsatz. Die Zellstofftrocknungsanlage mit einer Arbeitsbreite von 4 m beruht auf dem von Andritz entwickelten Hochleistungsdoppelsiebformer, der höchste Produktivitätsansprüche erfüllt und weltweit bereits in vielen Zellstofffabriken in Betrieb ist.
Kernkomponente der sechsstufigen Andritz-Eindampfanlage mit einer Leistung von 370 t/h ist ein moderner Sulfitlaugeneindampfer zur Erzeugung von reinen, wieder verwertbaren Kondensaten. Die Anlage ist mit einem Abscheider sowie mit einer Methanol-Rückgewinnung zur Reinigung der Kondensate und mit anderen speziellen Komponenten für den Sulfitprozess ausgerüstet.
China genehmigt Siloxan-Produktion von Zhangjiagang
Zhangjiagang, das Joint-venture von <a href=http://www.dowcorning.com>Dow Corning</a> und <a href=http://www.wacker.com>Wacker</a>, hat die Genehmigung der chinesischen Regierung erhalten. Damit kann der Produktionsstandort mit einer Kapazität auf Weltklasseniveau zur Herstellung von Siloxan errichtet werden.China genehmigt Siloxan-Produktion von Zhangjiagang<% image name="Wacker_Logo" %><p>
Der neue Produktionskomplex wird im Jiangsu Yangtze River Chemical Industrial Park, Zhangjiagang City, in der Provinz Jiangsu errichtet. Mit vorbereitenden Bodenarbeiten und ersten baulichen Maßnahmen wurde bereits begonnen.
Darüber hinaus haben Dow Corning und Wacker ein weiteres Joint-venture gegründet, das die Errichtung und den Betrieb einer Produktionsanlage für pyrogene Kieselsäuren am gemeinsamen Standort zum Inhalt hat.
Im Rahmen der Joint-Venture-Vereinbarung zeichnet Dow Corning für die Errichtung und den Ausbau der gemeinsamen Siloxan-Produktion verantwortlich. Wacker übernimmt dieselben Aufgaben für die bereits im Bau befindliche gemeinsame Produktionsanlage für pyrogene Kieselsäuren.
<b>Siloxan</b> ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Herstellung von Silikonen, die in den Branchen Bau, Chemie, Kosmetik, Textilien, Autobau, Papier und Elektronik zur Anwendung kommen. <b>Pyrogene Kieselsäuren</b> kommen als aktiver Füllstoff in Silikon-Elastomeren, als Mittel zur Einstellung der Viskosität in Beschichtungen, Druckfarben, Klebstoffen, UP-Harzen und Plastisolen oder als Rieselhilfe zum Einsatz, etwa in der Kosmetik-, Pharma- oder Lebensmittelindustrie.
Sowohl Dow Corning als auch Wacker sehen Asien als eine strategische Schlüsselregion mit hohen Wachstumspotenzialen in den kommenden Jahren. Die Investition in einen integrierten Produktionskomplex für Siloxan und pyrogene Kieselsäuren nach dem aktuellen Stand der Technik wird beiden Unternehmen dabei helfen, diese wichtige Region noch besser zu bedienen.
Wacker und Dow Corning werden auch weiterhin ihre entsprechenden Kunden unabhängig voneinander beliefern. Demgemäß werden beide Unternehmen ihre jeweiligen Produktionsanlagen für Endprodukte selbständig aufbauen und betreiben.