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Solutia baut PVB-Anlage in China

Um der wachsenden Anfrage der asiatischen Autoindustrie nachzukommen, wird <a href=http://www.solutiaautomotive.com>Solutia</a> ein neues Saflex PVB-Folien-Werk in China errichten. Mitte 2007 soll die Produktion dort starten. In dem neuen Werk in Suzhou sollen vor allem PVB-Folien für Windschutzscheiben hergestellt werden. Zudem eignet sich der Standort zur Belieferung anderer Märkte in Asien. <b><u>Polyvinylbutyral-Folien</u></b> als Zwischenlage für Verbundglas verbessern die Leistungsmerkmale von Glas beträchtlich. Sie sorgen für Sicherheit, Sonnenschutz und Schalldämpfung. Sie kommen in der Autoindustrie sowie in der Architektur zur Anwendung. Solutia baut PVB-Anlage in China

Der steirische Humancluster formiert sich

Das Ziel: binnen zehn Jahren 70 neue Unternehmen schaffen und mindestens einen Weltkonzern aus der Medizinbranche anlocken. Die Vision: Ein Gesundheitstechnologie-Cluster für die Steiermark. Vorbilder: Die Holzbranche, der Automotive-Sektor. Das Mittel zum Zweck: Die im April 2004 gegründete Human.technology.styria GmbH. Robert Gfrerer, seit Oktober Chef des <a href=http://www.human.technology.at>Clusters</a>, hat mittlerweile die Strategie-Entwicklung für den Branchen-Cluster abgeschlossen. Jetzt geht es daran, möglichst viele der potenziell 120 Unternehmen und Institutionen als Members einzubinden. <% image name="gfrerer" %><p> "So wie jeder Cluster wird auch der Humancluster Steiermark derzeit als so genanntes Netzwerk-Modell ausgerollt. Er ist dabei einerseits über einen Codex, die Gesellschafterstruktur und Kooperationsverträge verankert. Zum anderen funktioniert er nach der in den letzten Monaten genau dokumentierten Branchen-Logik", erklärt Gfrerer. <b>Lückenschluss.</b> Soll heißen: Die Wertschöpfungskette im steirischen Gesundheitswesen wurde einer exakten Analyse unterzogen - Antworten auf einen umfangreichen Fragenkatalog wurden gesucht: Wer bezieht von wem welche Produkte? Wer liefert wohin? Welche Materialien oder Verfahren könnten auch in Drittmärkten Einzug halten? Werden sodann innerhalb der vorgefundenen Branchen-Logik Lücken entdeckt, kommen die Stärken des Clusters zum Tragen: Dank seiner Vernetzung kann er weitaus effizienter dazu beitragen, neue Absatzmärkte zu eröffnen, für eine bessere Verwertung von Technologien sorgen, naheliegende Lieferanten aus der Community identifizieren und nicht zuletzt Know-how zu verteilen. "Jetzt wird die Community gebildet", sagt Gfrerer, "und wir erleben einen überaus positiven Zulauf." 80 bis 100 Unternehmen und Institutionen - also rund 90 Prozent aller vorhandenen - will Gfrerer in den nächsten 36 Monaten in den Cluster einbinden. Die Mitgliedschaft kostet - je nach Firmengröße - zwischen 1.450 und 8.500 Euro jährlich. <b>Headquarters gesucht.</b> Und der Cluster hat sich hehre Ziele gesetzt. In ihrer Declaration of Graz 2005 haben sich von der Landeshauptfrau Klasnic abwärts alle Landesgrößen dazu bekannt, bis 2015 durch den Cluster "70 neue Unternehmen, die Ansiedlung internationaler Headquarters und damit 6.000 neue Arbeitsplätze" schaffen zu können. Die Steiermark soll also künftig als Total Solution Provider für die Humantechnologie auftreten können und zum Maßstab in Sachen ganzheitlicher Medizintechnik werden. Gern spricht man von "Weltklassekompetenzen aus Technik, Medizin und Klinik", die hier geboten werden könne. Eine Ambition, hinter der natürlich auch Robert Gfrerer steht: "Wir haben ja bereits heute mit Roche Diagnostics einen Leitbetrieb in der Region - der Bereich Medizintechnik ist also top in der Steiermark. Während andere Cluster in Österreich hohe Expertise im Pharma-Bereich oder bei Health Management Systemen aufweisen, sind es wir bei den Medical Devices." <b>Kreisläufe.</b> Gfrerer sieht vor allem im Wissenstransfer den eigentlichen Vorzug des Humanclusters: "Beispielsweise kann verfahrenstechnisches Know-how der Technischen Universität Graz auch in der Medizintechnik verwendet werden. Die Medizinische Universität hat heute bereits Weltruf in Sachen Diabetes-Forschung und kann als High-Tech-Gelände eine ideale Testumgebung bieten." Überhaupt sieht Gfrerer weniger Konkurrenz zwischen den mittlerweile zahlreich formierten Biotech-Clustern in Österreich, im Gegenteil: Die innerösterreichischen Synergien zwischen den Clustern sollten sogar durch eine separate Vernetzungs-Struktur noch stärker gefördert werden - etwa durch das austria wirtschafts service/AWS. Immerhin habe "in dieser Branche niemand Bedenken, sich international zu vernetzen". <b>Ideen-Verwertung.</b> Binnen zwei Jahren will Gfrerer den Cluster durch entsprechendes Marketing international situiert haben. Lokal erhofft er sich zahlreiche "Ausflüge in Fremdbranchen": "Denken Sie an einen Hersteller von Bügeleisen. Als solcher ist dieser ein Experte in Sachen Spritzgusstechnologie und weiß exakt über das Zusammenspiel zwischen Kunststoffen und Metallen bescheid. So etwas lässt sich womöglich auch in der Medizintechnik nützen." <hr> <small> <b>Die Gesellschafter des Clusters Steiermark:</b> IV Steiermark, Innofinanz, Joanneum Research, Medizinische Universität Graz, Roche Diagnostics, Neuroth, VTU-Engineering, ZMG Holding. </small> <hr> <small> <b>Die Region:</b> 5 Universitäten und jeweils 2 Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit insgesamt 35.000 Studenten. Im Forschungsbereich kann die TU Graz mit dem österreichweit größten Institut für Elektro- und Biomedzintechnik aufwarten, die Medizinische Universität, die Karl-Franzens-Universität Graz sowie die Montanuni Leoben sind ebenso Teil des Clusters. Hinzu kommen 120 Firmen und Institutionen der Branche. </small> <hr> <small> <b>Die Schlüsseltechnologien:</b> Biokatalyse und Signalverarbeitung, Pharmazeutische Verfahrens- und Prozesstechnik, Logistik. </small> <hr> <small> <b>Die Forschungsschwerpunkte:</b> Tissue Engineering, Bioinformatik, Biosensorik, Biometrie und Telemedizin, Materialwissenschaften und Nanotechnologie. </small> <hr> Der steirische Humancluster formiert sich

<small>Joint Meeting on Medicinal Chemistry:</small><br>"Viel versprechendes Netzwerk"

Ende Juni fand das vierte Joint Meeting on Medicinal Chemistry in Wien statt. Organisator Peter Ettmayer spricht im Chemie Report von einer pulsierenden Forschergemeinde und nennt die Trends der Wirkstoff-Forschung. <% image name="Joint_Meeting" %><p> Peter Ettmayer, Arbeitsgruppenleiter für medizinische Chemie bei der GÖCH und Laborleiter bei Novartis, durfte sich über ein volles Haus freuen. 450 Wissenschaftler aus 31 Ländern fanden sich zum mittlerweile vierten Joint Meeting der medizinischen Chemiker in die Wiener Universität ein. "Wir mussten die Registrierung frühzeitig schließen", ist der Kongress-Organisator begeistert und spricht von einer sehr lebendigen Forscher-Szene, die sich rund um den Eckpfeiler Wien formiere. 1999 im sizilianischen Taormina ins Leben gerufen, 2001 in Budapest und 2003 in Krakau wiederholt, durften heuer die Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCH) mit der Österreichischen Pharmazeutischen Gesellschaft (PhG) die internationale Forschergemeinde begrüßen: vier Tage lang wurden die neuesten Trends der Wirkstoff-Forschung diskutiert. Die Rede ist dabei von "Schlössern und Schlüsseln" - der Chemo-Genomik, neuen Ansätzen in der Onkologie, bei Alzheimer und Störungen im zentralen Nervensystem sowie Computer-unterstütztes Molekular-Design und virtuelles Screening. <i>Welche Trends lassen sich nach dem Wiener Joint Meeting erkennen?</i> Es wird stetig an neuen Methoden in der Wirkstoff-Forschung gearbeitet. Der ursprünglichen Ära des Probierens, wo man sich viel mit Heilkräutern und Naturstoffen beschäftigte, folgte Ende des 20. Jahrhunderts die Genomik mit vermehrter Ursachenforschung. Wenn man so will: Bevor man den Schlüssel suchte, wollte man zuallererst einmal das dazu passende Schloss ausmachen. Aktuell treten wir gerade in die nächste Ära ein - und zwar in Form der Chemo-Genomik. Einfach ausgedrückt untersuchen wir dabei nicht länger unikausal ein Schloss und seinen Schlüssel, sondern versuchen mit ganzheitlichen Ansatzweisen mehrere Schlösser gleichzeitig zu knacken. Und das hat den enormen Vorteil in der Wirkstoff-Forschung, nicht jahrelang in einer einzigen Einbahn gefangen zu sein, sondern vielmehr mehrere Wege gleichzeitig gehen zu können. <i>Es wird also versucht, an mehreren Fronten gleichzeitig die Zelle zu manipulieren?</i> Ja, in Form eines überaus komplexen Prozesses: Wenn man lebende Systeme wie Zellen mit einem potenziellen Wirkstoff (dem Schlüssel) selektiv beeinflussen kann, hat man schon viel gelernt: Der Schlüssel geht in die Zelle hinein, an den richtigen Ort und interagiert gezielt mit Proteinen (den Schlössern), die für den multidimensionalen Kommunikations-Haushalt des Zellen-Ganzen wichtig sind. Nun geht aber die Arbeit erst richtig los. Das detektivische Aufspüren und Identifizieren aller involvierten Schlösser ist ein sehr mühsamer und langwieriger Prozess. Erst die jüngsten Fortschritte in Sachen Proteomics, Silencing RNA und der Miniaturisierung haben diese Studien in breiterem Rahmen möglich gemacht. Technischen Fortschritten bei den neuesten Gadgets wie etwa Massenspektrometern kommt hier besondere Bedeutung zu. <i>Wo waren solche Ansätze bereits erfolgreich?</i> Denken Sie etwa an chronische myelotische Leukämie - bei dieser Krebserkrankung der Blutzellen kommt es - genetisch bedingt - zur Produktion eines bestimmten Eiweißes, das für die völlig sinnlose und ungebremste Vermehrung der weißen Blutkörperchen verantwortlich ist. Es ist also gewissermaßen ein Motor ohne Regulativ am Laufen. Langjährige Forschung innerhalb von Novartis hat zur Identifizierung eines Schlüssels (Glivec) geführt, der diesen Motor gezielt abschaltet. Glivec ist seit 2001 zum neuen Standard in der Behandlung dieser Blutkrebs-Erkrankung geworden. <i>Wie viele Schlösser gibt es insgesamt zu entdecken, wie viele davon sind schon ausgemacht?</i> Bei allen derzeit am Markt befindlichen Medikamenten sind gerade einmal 120 Schlösser-Familien im Spiel. Insgesamt sind im menschlichen Genom rund 6.000 Schlösser (Targets) realistisch – es gilt diese allerdings erst zu charakterisieren und ihre mögliche Rolle in Krankheiten zu erforschen. Die Verteilung dieser Schlösser in gesunden und kranken Zellen ist für eine selektive Behandlung besonders wichtig. Vor allem Krebszellen machen wegen ihrer Ähnlichkeit mit gesunden Zellen hier große Schwierigkeiten. Es sind aber auch enorme Fortschritte innerhalb einer Schloss-Familie zu erzielen: Penicillin etwa existiert in Form von Infusionen schon lange. Aber erst durch langes Forschen gelang es der Biochemie mit ihrem säurestabilen Phenoxyacetyl-Penicillin diesen Schlüssel auch in der heute selbstverständlichen Tablettenform möglich zu machen. <i>Wirkstoff-Forschung hat aber nach wie vor viel mit Kombinatorik zu tun? </i> Natürlich ist das Wirkstoff-Design immer eine Art Lego-Spielen mit den ewigen Grundbausteinen wie Kohlenstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Die schier unendliche Anzahl an möglichen Kombinationen macht aber einen intelligenten – wissensgetriebenen Ansatz notwendig. Es ist ein mit sehr viel Innovation gekoppeltes Handwerk. <i>Welche Rolle spielt hier die Software-Unterstützung? </i> Zweierlei: Einerseits müssen unzählige Informationen zu Wissen aggregiert werden, zum anderen bedarf es der effizienten Simulation des Schlosses, um gezielt den Schlüssel zu konzipieren. Dabei kommt vor allem die Intelligenz der verwendeten Ansätze und die Leistungsfähigkeit des Rechners, schnell aus der Statistik lernen zu können, zum Tragen - Moleküle, die von vornherein keine Chance haben, wirksam zu werden, werden so schnell herausgefiltert. In der Computer Aided Wirkstoff-Forschung sind vor allem die neuen EU-Länder stark. <i>Österreich engagiert sich intensiv in Sachen Nanotechnologie. Was kann die Miniaturisierung in der Pharmazie leisten? </i> Sie hat sicherlich einen Platz im Rahmen von Effizienz-Steigerungen und in der Erschließung neuer Wirkstoff-Forschungsstrategien. So ist die Chemo-Genomik erst durch die Miniaturisierung von Techniken wie der Massenspektroskopie möglich geworden. Auch die Miniaturisierung der Screening-Plattformen mit hohem Durchsatz ist nicht zu unterschätzen. Reaktionen in Nanodropplets benötigen viel weniger Reagenzien wie etwa Enzyme. So können mehr Schlüssel in mehr Schlössern günstiger getestet werden. Wie bei allen neuen Techniken handelt es sich dabei aber nicht um den allumfassenden Königsweg zur Lösung aller Probleme, sondern nur um einen wichtigen Baustein in der Drug Discovery. <i>Welche Methoden sind besonders zukunftsträchtig? </i> Erfolg versprechend sind die Ambitionen in Richtung Liposome - künstliche Zellen ohne Inhalt, gewissermaßen das Verpackungsmaterial der Genetik herzustellen, um Wirkstoffe an ihren Wirkungsort zu bringen. Ebenso zu nennen ist die Silencing RNA: Ähnlich - aber erfolgversprechender - als bei der Antisense DNA versucht man hier, die für pathogene Proteine codierte mRNA gezielt ruhig zu stellen. Diese Methode feiert derzeit große Erfolge bei der Charakterisierung neuer Targets (= Schlösser). In Form der Silencing RNA lassen sich so Komplexe auslösen, die bestimmte Vorgänge im Körper wieder rückgängig machen. <i>Wo liegen bei alldem die Chancen Österreichs? </i> Eindeutig im Forschungsbereich - nicht zuletzt als Drehscheibe zu den neuen EU-Ländern. Man darf halt nur nicht den Fehler machen, das Langfrist-Potenzial der Universitäten vorschnell zu Beamten verkommen zu lassen. Gefragt ist ein Innovations-freudiges Klima mit einer guten finanziellen Basis für die universitäre Forschung. Die akademische Forschung sollte zudem gut in Netzwerke eingebunden sein. Ein erhöhter internationaler Austausch von Lehrenden würde eventuell auch Platz für nachstrebende junge Talent ermöglichen, die ansonsten mangels Perspektiven ins Ausland abwandern. Natürlich ist auch die industrielle Pharmaforschung wichtig für Innovationen. Ein dritter Forschungskomplex in Wien - neben Novartis/Sandoz und Boehringer Ingelheim - würde für nahezu ideale Rahmenbedingungen sorgen. <small>Joint Meeting on Medicinal Chemistry:</small><br>"Viel versprechendes Netzwerk"

EU genehmigt Einfuhr von Gen-Raps für Futtermittel

Die EU-Kommission hat das Inverkehrbringen des gentechnisch veränderten Ölrapses namens "GT73" genehmigt. Mit der auf zehn Jahre befristeten Entscheidung wurde einem Antrag von <a href=http://www.monsanto.com>Monsanto</a> stattgegeben. EU genehmigt Einfuhr von Gen-Raps für Futtermittel Der gegen Glyphosat-Herbizide resistente GT73-Ölraps wird bereits in Nordamerika in großem Stil eingesetzt, ohne dass schädliche Auswirkungen berichtet würden. Die erteilte Genehmigung bezieht sich auf die Einfuhr und Verarbeitung zu Tierfutter sowie auf die industrielle Verwendung, nicht jedoch auf den Anbau oder die Verwendung in oder als Lebensmittel. <% image name="raps_monsanto" %><p> Der GT73-Ölraps wurde einer strengen Risikoabschätzung unterzogen. In ihrer wissenschaftlichen Bewertung kam die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit zum Ergebnis, dass er so sicher wie herkömmlicher Ölraps sei. Darüber hinaus stellen strenge Vorschriften sicher, dass das Produkt, sobald es auf dem Markt ist, rückverfolgt und überwacht werden kann. Die Überwachung nach dem Inverkehrbringen wird durch einen spezifischen Erkennungsmarker, der dem Ölraps zu seiner Rückverfolgbarkeit zugewiesen wurde, sichergestellt.

August 30th

Bedingter CO<small>2</small>-Hunger im Wald

Bäume nehmen bei weitem nicht soviel CO<small>2</small> auf, wie mancher Politiker oder Wissenschaftler es gerne hätte, behaupten Forscher der Uni Basel. Dass die Pflanzen alle wie von Turbohand gesteuert wachsen und gedeihen, weil CO<small>2</small> sie zu mehr Photosynthese anregt, gehöre ins Reich der Erfindung. Bedingter CO<small>2</small>-Hunger im Wald <% image name="Wald" %><p> Im Versuch haben die Wissenschaftler einen Wald vier Jahre lang künstlich mit CO<small>2</small> begast. Während der sechsmonatigen Wachstumsphase besprühten die Forscher die Baumwipfel täglich mit 2 t CO<small>2</small> aus Industrieabfällen. Damit lagen die CO<small>2</small>-Werte etwa 1,5 Mal höher als dies derzeit auf der Erde der Fall ist. Eine Veränderung der Flora konnte nach vier Jahren jedoch nicht festgestellt werden. Eine CO<small>2</small>-reiche Zukunft werde die Erde daher wohl kaum in einen wesentlich intensiver blühenden Planeten verwandeln.

200 Mio € für Crackererweiterung in Antwerpen

<a href=http://www.basf.de>BASF</a> wird ihren Naphtha-Steamcracker in Antwerpen im Herbst 2007 für 200 Mio € hochrüsten. Die Ethylenkapazität soll von 800.000 auf 1,08 Mio Jahrestonnen steigen. <% image name="Steamcracker_Antwerpen" %><p> Die zusätzlichen Mengen an Olefinen und Aromaten sollen primär zur Deckung der internen Nachfrage beitragen. Das Ethylen wird teilweise am freien Markt abgesetzt werden, wobei heterogene Swapgeschäfte mit Tausch von Ethylen gegen andere Grundprodukte die bevorzugte Option darstellen. Da bis 2009 keine wesentlichen neuen Crackerprojekte für Europa bekannt seien und die Ethylen-Nachfrage mit &Oslash; 1-1,5 %/Jahr wachsen soll, würden die zusätzlichen Mengen gut in das Marktgefüge passen. <small> Ausgehend von Naphtha produzieren die BASF-Steamcracker Ethylen, Propylen, Butadien oder Aromaten. Diese dienen als Rohstoffe für Downstreamanlagen, in denen sie zu Zwischenprodukten für zahlreiche Abnehmerindustrien und Konsumgüter weiterverarbeitet werden. BASF betreibt weitere Steamcracker in Ludwigshafen, Port Arthur (USA) sowie in Nanjing. </small> 200 Mio € für Crackererweiterung in Antwerpen

Intercell: Australischer Partner für JE-Impfstoff

Intercell und <a href=http://www.csl.com.au>CSL</a> sind eine Exklusivvereinbarung über die Vermarktung und den Vertrieb von Intercells Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis in Australien eingegangen. <% image name="Intercell" %><p> Dies ist die erste Vereinbarung über den künftigen Vertrieb von Intercells Impfstoff, der im September in klinische Phase III-Studien übergehen soll. Um den Impfstoff in Australien, wo die Krankheit endemisch ist, optimal zu vermarkten, hat Intercell nach einem starken lokalen Partner gesucht und ist bei CSL Ltd. fündig geworden. CSL erhält im Zuge der Vereinbarung die alleinigen Vertriebsrechte für Australien, Neuseeland, Papua Neu Guinea und die pazifischen Inseln. Intercell plant, das Produkt unabhängig davon in den USA und Europa zu vermarkten. Bei dem Produkt handelt es sich um einen gereinigten und inaktivierten Impfstoff zur aktiven Immunisierung Erwachsener gegen das JE-Virus. <small> CSL hat 7000 Angestellte in 25 Ländern. Die größten Produktionsstätten befinden sich in Australien, Deutschland, der Schweiz, den USA und Japan. Der Pharma-Zweig von CSL entwickelt, produziert und vermarktet Impfstoffe für Kinder, Reisende, Patienten mit Atemwegserkrankungen, und Erwachsene sowie auch zahlreiche Gegengifte. Weiters vermarktet diese Abteilung Antibiotika, Produkte für Notfälle, dermatologische, neurologische, schmerzstillende und urologische Produkte, die von anderen Herstellern geliefert werden. </small> Intercell: Australischer Partner für JE-Impfstoff

August 29th

BASF kauft Leuna-Miramid GmbH

<a href=http://www.basf.de>BASF</a> bündelt Kompetenzen mit den 140 Mitarbeitern der <a href=http://www.leuna-miramid.de>Leuna-Miramid</a> - der dritte Zukauf im Bereich technische Kunststoffe binnen drei Jahren. Die Produktionskapazität der 1995 gegründeten Leuna-Miramid liegt bei 30.000 Jahrestonnen. Das Unternehmen ist auf die Konfektionierung technischer Kunststoffe spezialisiert. Dabei werden Kunststoff-Granulate geschmolzen und mit Additiven wie Glasfaser oder Mineralien gemischt. In den kommenden Jahren geht BASF von einem Wachstum des europäischen Marktes für technische Kunststoffe um jährlich mehr als 5 % aus. Im Frühjahr kündigte BASF den Bau einer Konfektionierungsanlage in Shanghai und eine Erweiterung der Konfektionierungsanlage in Pasir Gudang, Malaysia, an. <% image name="TechnischerKunststoff" %><p> Der Erwerb der Leuna-Miramid ist die dritte Akquisition der BASF im Bereich der technischen Kunststoffe innerhalb der letzten drei Jahre: 2003 hatte BASF das weltweite Geschäft mit technischen Kunststoffen von Honeywell und das Polyamid-66-Geschäft von Ticona erworben. Technische Kunststoffe werden etwa im Autobau sowie in der Elektro- und Elektronikindustrie eingesetzt - in Form von Ansaugrohren, Ölwannen, Getriebesteuerungen, Sensoren, Zylinderkopfhauben oder hochintegrierten Elektronikbauteilen. BASF kauft Leuna-Miramid GmbH

August 26th

"Klotho"-Protein verlängert Mäuseleben

Ein die Insulinfreigabe kontrollierendes Eiweiß verhilft Mäusen zu einem längeren Leben. Die Nager lebten bis zu 31 % länger, wenn sie mehr von dem Protein produzierten. Die Wissenschaftler der University of Texas haben den neuen Eiweißstoff <b><u>Klotho</u></b> getauft - nach der griechischen Göttin, die den Lebensfaden spinnt. Die zusätzliche Lebenszeit hat aber auch Schattenseiten: Mäuse, die gentechnisch veranlasst mehr Klotho produzieren, neigen zu Diabetes. Außerdem haben sie nur etwa die Hälfte des Nachwuchses als Nager mit natürlichem Klotho-Spiegel. <% image name="Maus" %><p> Mäuse mit Klotho-Mangel sterben dagegen früh an Arterienverkalkung und anderen Alterskrankheiten. Bereits frühere Studien hatten festgestellt, dass die Insulinsteuerung den ausschlaggebenden Faktor für die Lebensspanne ausmacht. Normalerweise wird eine Labormaus etwa 2 Jahre alt. "Klotho"-Protein verlängert Mäuseleben

Medikamenten-Ausgaben in Apotheken rückläufig

Die Bilanz der österreichischen Apothekerkammer für die ersten sieben Monate des Jahres 2005 zeigt, dass die Krankenkassen-Umsätze der öffentlichen Apotheken infolge der Gesundheitsreform inflationsbereinigt stark zurückgegangen sind. Medikamenten-Ausgaben in Apotheken rückläufig Die Entwicklung bei den Krankenkassenumsätzen komme nicht einmal mehr an die Inflationsrate von 2,5 % heran, stöhnen die Apotheker. Gegenüber 2004 sei dieser Umsatz um lediglich 1,5 % gestiegen. Und das bedeute einen realen Rückgang der Ausgaben für Arzneimittel. Die angepeilte Obergrenze der Kassenausgaben für Medikamente, die eine Steigerung von 3-4 % vorgesehen hätte, wurde damit deutlich unterschritten. Die vollelektronische Verrechnung mit den Krankenkassen ist nunmehr umgesetzt. Die Rezeptdaten können damit von den Krankenkassen einfach und schnell evaluiert werden. <% image name="tabletten" %><p> <small> In Österreich gibt es 1.176 öffentliche Apotheken, 1/2 davon am Land. Insgesamt arbeiten in Österreichs Apotheken 13.000 Personen, 90 % davon sind Frauen. </small> Der <u>Pro-Kopf-Verbrauch der Österreicher</u> liegt bei 21,8 Medikamentenpackungen/Jahr, während der Verbrauch in Frankreich mit 49,2 Packungen mehr als doppelt so hoch ist. Die Griechen nehmen 32,9, die Italiener 27,6, die Spanier 26,7, die Portugiesen 23,7 und die Belgier 22,9. Die österreichischen <u>Arzneimittelpreise</u>, die einer gesetzlichen Regelung unterliegen, sind im europäischen Vergleich billig: Eine Packung kostet Ø 12,24 €. Damit sind Medikamente in Österreich günstiger als in den Niederlanden (18,9), Deutschland (16,33), der Schweiz (16,14), Portugal (14,62), Belgien (14,19), Finnland (13,77) und Irland (13,49). Eine Ø österreichische Apotheke erzielte 2004 einen Umsatz von 1,9 Mio €, wovon 71,5 % auf den Kassenbereich und 28,5 % auf den Privatumsatz von Arzneimitteln entfallen sind. Diesen Umsatz erreichte die Apotheke mit Ø 10 Mitarbeitern.

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