Archive - Dez 12, 2005

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PET-Recycling für Wien

Holländischer Recycler PTP will rund um Wien 2 Mio € investieren und garantiert Bottle-to-Bottle-Recycling für PET-Flaschen in Österreich. 40 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. <% image name="Plastikflasche" %><p> PTP hat in den vergangenen Jahren eine Technologie und ein Recycling-System für PET-Flaschen für das Recycling im Bottle to Bottle-Verfahren entwickelt. Günther Neukamp, Geschäftsführer des Business-Developer KANBO, der die Interessen von PTP in Österreich vertritt: "Mit unserer Technologie gewährleisten wir, dass in einer neuen PET-Flasche 60 % einer alten PET-Flasche drin sind. Damit haben wir ein Alleinstellungs-Merkmal, das ökologisch besonders schwer wiegt." Auch die Energie-Gesamtbilanz sei im Vergleich zu anderen Verfahren günstiger. In Polen und Tschechien existieren bereits zwei PTP-Anlagen, die mit dieser Technologie ausgestattet ist. PTP wurde in Tschechien innerhalb kürzester Zeit bevorzugter Partner des dortigen ARA-Systems. Die lebensmittelrechtliche Zulassung der recycelten PET-Flaschen erfolgte in den Niederlanden. Auf Basis dieser Zulassung werden die Flaschen-Vor-Formlinge in Verkehr gesetzt. In die Errichtung der PET-Flaschen-Recycling-Anlage in Österreich will PTP rund 2 Mio € investieren. Derzeit sucht die PTP noch den idealen Standort dafür. Laut Business-Plan rechnet Neukamp im ersten Jahr mit einem Umsatz von mindestens 4 Mio €. In Österreich sollen zunächst Kapazitäten für die Verarbeitung von rund 5.000 t gebrauchten PET-Flaschen aufgebaut werden. Die Errichtung der Anlage soll zur Gänze aus Eigenmitteln erfolgen. Aus den recycelten PET-Flaschen sollen in Österreich in der ersten Ausbaustufe mehr als 100 Mio Vor-Formlinge pro Jahr hergestellt werden. PET-Recycling für Wien

Schadstoffbelastung des Getreides rückläufig

Laut der deutschen Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BfEL) ist die Belastung von Weizen und Roggen durch Blei und Cadmium in den letzten 30 Jahren erkennbar zurückgegangen. Auch Pflanzenschutzmittel-Rückstände sind trotz hoch entwickelter Analytik nur noch selten zu finden. Schadstoffbelastung des Getreides rückläufig <% image name="Aehre" %><p> Seit mehr als 30 Jahren überprüft das BfEL die Beschaffenheit des frisch geernteten Brotgetreides. Alljährlich werden dafür rund 3.000 Proben aus ganz Deutschland ausgewertet. Vor allem aufgrund des Benzin-Blei-Gesetzes, das ab 1972 zu einer Reduzierung des Bleigehalts in Kraftstoffen geführt hat, ist der Bleigehalt im Roggen von rund 0,1 mg/kg Mitte der 1970er auf heute 0,02 mg/kg gesunken; bei Winterweizen sank er von 0,05 auf 0,02 mg/kg und damit auf ein vernachlässigbares Niveau. Auch die Situation beim Schwermetall Cadmium hat sich positiv entwickelt. Eine interessante Entwicklung zeigt sich bei den Rückstandsuntersuchungen von Pflanzenschutzmitteln. Anfang der 1990er ließen sich in 80 % der Proben noch Insektizid-Rückstände nachweisen. Diese gingen ab Mitte der 1990er deutlich zurück, dafür wurden etwas häufiger Rückstände von Unkraut- und Pilzbekämpfungsmitteln festgestellt. Trotz Verbesserungen in der Analytik ließen sich in den letzten Jahren in 2/3 aller Proben überhaupt keine Rückstände von den mehr als 250 erfassten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen nachweisen.

Protein SPARC bildet Herzmuskel aus Stammzellen

Die Entwicklung des Herzmuskels im Embryo wird entscheidend vom Protein SPARC mitbestimmt. Diese bisher unbekannte Bedeutung wurde im Rahmen eines FWF-Projekts entdeckt. Protein SPARC bildet Herzmuskel aus Stammzellen Das Protein wirkt maßgeblich auf die Aktivität von jenen Genen, die für die Entstehung von Herzzellen aus ­zunächst undifferenzierten ­Zellen eines Embryos verantwortlich sind. Die Ergebnisse des an der Medizinischen Universität Wien durchgeführten Projekts können künftig dazu beitragen, Herzzellen für den Einsatz in der Zelltherapie für Herzinfarktpatienten zu züchten. Einen wichtigen Beitrag für die dazu notwendige Herstellung von Herzmuskelzellen hat jetzt ein Team um Georg Weitzer von den Max Perutz Laboratories am Department für Medizinische Biochemie der Medizinischen Universität Wien geleistet. Dem Team gelang es, zu zeigen, dass SPARC eine Schlüsselfunktion bei der Entwicklung von Herzzellen zukommt. Dazu Weitzer: "Das Herz ist nach der Befruchtung der Eizelle das erste Organ, das sich bildet. Die zur Bildung notwendige Spezialisierung der zunächst wenig entwickelten Zellen erfolgt durch Botenstoffe, die zum richtigen Zeitpunkt ein Entwicklungsprogramm für Herzmuskelzellen aktivieren. Mein Team konnte jetzt zeigen, dass SPARC ganz am Anfang dieser Abfolge von Botenstoffen steht und quasi die Initialzündung für die Entstehung des Herzens schafft." <% image name="Sparc" %><p> <small> Strukturen einer ausdifferenzierten Herzzelle unter dem Fluoreszenz-Mikroskop. Grün: Bestandteile der Muskelfasern. Blau: DNA im Kern. Rot: ein im Zytoplasma und im Zellkern verteiltes Protein. Quelle: Georg Weitzer </small> SPARC wirkt dabei auf die Aktivität der als bmp2 und nkx2.5 bezeichneten Gene, die entscheidend die Herzentwicklung steuern. Ganz am Anfang dieses komplexen Prozesses steht eben SPARC. Die klare Analyse der komplexen Regulationsmechanismen bei der Differenzierung von Stammzellen zu Herzzellen konnte Weitzer aufgrund eines praktischen Labormodells ausführen - den "embryoid bodies". Diese Aggregate aus embryonalen Stammzellen lassen sich aus bestehenden Kulturen herstellen und bieten ein einfach zu handhabendes Modell für die sehr frühe Entwicklung eines Embryos. Tatsächlich entwickeln sich in diesen Aggregaten aus zunächst undifferenzierten Zellen unter anderem Herzzellen, die unter dem Mikroskop klar an ihrem rhythmischen Schlagen erkennbar sind. "Das verhältnismäßig einfache Beobachten der schlagenden Herzmuskelzellen erlaubt es uns, jene Prozesse zu analysieren, die einen Einfluss auf deren Entstehung haben. So stellten wir fest, dass embryoid bodies, die mit SPARC behandelt wurden, sich wesentlich rascher zu schlagenden Herzmuskelzellen entwickelten als jene, die kein zusätzliches SPARC erhielten." Und auch ein wichtiges Kontrollexperiment konnte das Team mit den embryoid bodies durchführen. Dazu wurden diese mit SPARC, aber gleichzeitig auch mit Antikörpern gegen SPARC behandelt. Diese Proteine inaktivierten das Protein SPARC durch ihre sehr spezifische Bindung und blockierten damit großteils die Herzmuskelzellenentwicklung. Das elegante Versuchssystem der embryoid bodies hat es ermöglicht, bereits ein weiteres Protein zu identifizieren, das ebenfalls große Bedeutung bei der Entwicklung der Herzmuskelzellen hat. Diese Ergebnisse werden 2006 veröffentlicht werden.

Neue Geldstrafen für Gefahrguttransporte

Mit der Novelle zum Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBG) wurde neben einer Mängelklassifikation erstmals ein dreistufiger Strafrahmen eingeführt. Neben Organstrafverfügungen bis 70 &#8364; sind Mindeststrafen von 100 und 750 &#8364; - je nach Mangel - vorgesehen. Die Exekutive kann bei Bagatelleverstößen auch nur eine Abmahnung aussprechen. <% image name="Gefahrgut" %><p> Basis für die Strafbemessung ist ein Mängelkatalog, der drei Kategorien nach der Gefährlichkeit eines Verstoßes unterscheidet. Das Gesetz definiert in Umsetzung einer EU-Richtlinie weiters, was ein Verstoß (Fehler in der Dokumentation, bei der Beladung, der Fahrzeugkennzeichnung etc) und welches Strafmaß anzuwenden ist. Neue Geldstrafen für Gefahrguttransporte

Kogenate als Hämophilie A-Prophylaxe erfolgreich

Kinder mit der Bluterkrankheit Hämophilie A profitieren von einer prophylaktischen Therapie mit Kogenate, dem gentechnisch hergestellten Blutgerinnungsfaktor-VIII-Produkt von <a href=http://www.bayerhealthcare.com>Bayer HealthCare</a>. Kogenate als Hämophilie A-Prophylaxe erfolgreich <% image name="Bayer_Kogenate" %><p> Sie haben eine bessere Gelenkfunktion und weniger Knochen- und Knorpelschäden als solche, die nur bei akuten Blutungen mit dem Faktor-VIII-Präparat behandelt werden, so die "Joint Outcome Study". Die Studie mit 65 Kindern zwischen 6 und 30 Monaten begann im August 1996 an 15 Hämophilie-Zentren in den USA. Die Kinder wurden bis zu ihrem 6. Lebensjahr nachbeobachtet und dann mit der Magnetresonanztomographie auf Gelenkschäden an den Ellbogen, Knien und Sprunggelenken untersucht. Die Untersuchung im Alter von 6 Jahren ergab, dass 93 % der Kinder in der prophylaktischen Gruppe normale Gelenke im Vergleich zu 58 % in der Bedarfsgruppe hatten. Daraus errechnete sich eine 84-prozentige Verringerung des Risikos für einen Gelenkschaden. <small> Rund 400.000 Menschen leiden an einer Hämophilie. Die vererbbare Bluterkrankheit ist durch verlängerte und spontane Blutungen charakterisiert, besonders in Muskeln, Gelenke oder in innere Organe. Sie wird durch fehlende oder defekte Blutgerinnungsproteine verursacht. </small>

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