Archive - Sep 6, 2005

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Studie empfiehlt neue Behandlung von Bluthochdruck

Die meisten Schlaganfälle und Herzinfarkte bei Bluthochdruck können vermieden werden, wenn neue Blutdruck-senkende Mittel mit einer Behandlung zur Senkung des Cholesterins kombiniert werden. Studie empfiehlt neue Behandlung von Bluthochdruck <% image name="ECG" %><p><p> Der Erfolg dieser Behandlungsmethode wurde bei der größten Studie über die Behandlung von Bluthochdruck gezeigt, die je in Europa durchgeführt wurde - dem Anglo-Scandinavian Cardiac Outcomes Trial (<a href=http://www.ascotstudy.org>ASCOT</a>). Dabei wurden 19.000 Männer und Frauen mit Bluthochdruck behandelt, die ein gemäßigtes Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko aufwiesen. Zur Kontrolle des Blutdrucks erhielten sie entweder die neueren Medikamente - den Calzium-Antagonisten <b>Amlodipine</b> und den ACE-Inhibitor <b>Perindopril</b> - oder die herkömmliche Kombination eines Beta-Blockers und eines Diuretikums. 10.000 Patienten wurden zusätzlich mit dem cholesterinsenkenden Medikament <b>Atorvastatin</b> oder einem Placebo behandelt. Die Studie bewies, dass die Kombination von Amlodipine und Perindopril das Schlaganfall-Risiko um etwa 25 %, von Herzinfarkten um 15 %, kardiovaskulären Tod um 25 % und neue Fälle von Diabetes um 30 % senkten - im Vergleich zur Standardbehandlung. Die zusätzliche Verabreichung des cholesterinsenkenden Mittels Atorvastatin reduzierte das verbleibende Risiko noch weiter, und zwar ungeachtet des ursprünglichen Cholesterinspiegels des Patienten. <u>Die Kombination von Amlodipine, Perindopril sowie Atorvastatin setzte das Risiko eines Schlaganfalles oder Herzinfarktes insgesamt also um rund die Hälfte herab.</u> Die Versuchsleiter sind der Meinung, dass nun die internationale Empfehlungen zur Behandlung von Bluthochdruck einer Überprüfung bedürfe. Sie schlagen vor, dass bei den meisten Patienten mit Bluthochdruck auch eine Behandlung mit einem cholesterinsenkenden Medikament in Betracht gezogen werden sollte. Perindopril ist Bestandteil von Coversyl, das von <a href=http://www.servier.com>Servier</a> entwickelt wurde. <small> Mehr als 330 Mio Erwachsene in Europa und Nordamerika leiden unter Bluthochdruck. Laut WHO sind unterliegen 80 % aller Menschen mit Bluthochdruck zusätzlichen unkontrollierten kardiovaskulären Risiken. </small>

Erste ISO-Akkreditierung für Mikroarray-Test

<a href=http://www.agendia.com>Agendia</a> wurde die Akkreditierung nach ISO 17025 für sein "MammaPrint" erteilt, das im Labor des Unternehmens in Amsterdam durchgeführt wird. MammaPrint evaluiert das Risiko von Metastasen (Krebsausbreitung) bei Brustkrebspatientinnen. <% image name="Biochip" %><p> Agendia ist damit das erste Unternehmen weltweit, dem die ISO-Akkreditierung für einen diagnostischen Test auf Mikroarray-Basis erteilt wurde. ISO 17025 ist eine internationale Norm für die Kompetenz von Präflaboratorien und bis dato eine der strengsten Normen. Die Akkreditierung wurde dem Unternehmen für vier Jahre erteilt. Der Niederländische Akkreditierungsrat wird jedoch jährliche Überprüfungen der Agendia-Laboreinrichtungen vornehmen. MammaPrint arbeitet mit einem aus 70 Genen bestehenden Profil, um das Metastasenrisiko bei Brustkrebspatientinnen innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren als gering oder hoch einzustufen. Es bietet Onkologen und Patientinnen daher Informationen für den Folgebehandlungsplan, der bei Metastasenrisiko eventuell die Chemotherapie vorsieht. Studien haben gezeigt, dass MammaPrint herkömmliche Klassifizierungsverfahren bei Weitem übertrifft. MammaPrint liefert eine präzise Identifikation von Patientinnen, die bei einer Beurteilung durch herkömmliche Verfahren nicht behandelt würden und erspart gleichzeitig Patientinnen mit geringem Risiko die Auswirkungen einer Chemotherapie. Erste ISO-Akkreditierung für Mikroarray-Test

EU gibt Stents von Medtronic und Boston Scientific frei

Das medikamentenbeschichtete Stentsystem "Endeavor" von Medtronic wurde in Europa zur Behandlung von Koronararterien-Erkrankungen bei perkutanen interventionellen Koronareingriffen zugelassen. Ebenso erhielt das "Taxus Liberté"-System von Boston Scientific das CE-Zeichen. <% image name="XIENCE_V" %><p> Der Endeavor-Stent vereint das patentierte Arzneimittel Zotarolismus von Abbott, die "Driver"-Koronarstentplattform von Medtronic sowie ein Polymer von Biocompatibles zu einem Drug Eluting Stent-System (DES). Das Herstellungsverfahren für Zotarolismus wurde von Abbott und der taiwanesischen <a href=http://www.scinopharm.com>ScinoPharm</a> gemeinsam entwickelt. Medikamentenbeschichtete Stents haben sich gegenüber unbeschichteten Metallstents als überlegen erwiesen und können die Rate an Wiederholungseingriffen aufgrund einer erneuten Arterienverstopfung bei Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefäße reduzieren. Neben Medtronic drängt auch <a href=http://www.bostonscientific.com>Boston Scientific</a> auf den Europamarkt - das Unternehmen hat für das Paclitaxel-abgebende Taxus Liberté Stentsystem das CE-Zeichen erhalten. Das weltweit erste medikamentenabgebende Stentsystem der nächsten Generation. Das Stentsystem wurde in diesem Jahr bereits auf ausgewählten internationalen Märkten eingeführt, die Produkteinführung in den USA ist 2006 zu erwarten. Taxus Liberté ist das erste medikamentenabgebende Koronarstentsystem, das eine Stentplattform der nächsten Generation beinhaltet. Sein Design zeichnet sich durch eine äußerst flexible Zellengeometrie mit dünnen Struts und gleichmäßiger Strutverteilung aus. Er wurde für verbesserte Platzierbarkeit und Anpassungsfähigkeit in schwierigen Gefäßanatomien entwickelt. <small> Der weltweite Absatzmarkt für DES liegt bei etwa 5,5 Mrd $, ein rasch voranschreitendes Wachstum wird erwartet. Die Marktgröße außerhalb der USA und ohne Japan liegt zwischen 1 und 1,5 Mrd $. </small> EU gibt Stents von Medtronic und Boston Scientific frei