Archive - Sep 8, 2005

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Wyeth eröffnet Biotech-Fertigung in Irland

<a href=http://www.wyeth.com>Wyeth</a> hat "Grange Castle" in South County Dublin fertig gestellt. Der neue Campus mit einer Fläche von über 100.000 Quadratmetern ist eine der weltweit größten integrierten Biotech-Fertigungseinrichtungen. <% image name="Wyeth_Grange_Castle" %><p> <small> Die Irland-Niederlassung soll als Zentrum der wachsenden Investitionen von Wyeth in Biotech-Verfahren und -Produkte dienen und die US-Präsenz in Andover, Massachusetts, komplementieren. © Wyeth </small> Wyeth investierte nahezu 2 Mrd $ in die Grange Castle-Einrichtung, deren Bauarbeiten im Oktober 2002 begannen. Der Bau des Campus erforderte 7 Mio Arbeitsstunden für Technik und Konstruktion und 15.000 t Baustahl. Der Grange Castle Campus, an dem über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, wird 3 separate Einrichtungen umfassen: Eine Entwicklungseinheit, eine Substanzeinheit sowie die Produktion. Diese Einrichtungen werden ihre Produktion phasenweise während der nächsten 4 Jahre aufnehmen. Mit Grange Castle wurde Wyeth in Irland zum größten Arbeitgeber im Pharmabereich. <% image name="Wyeth_Gefriertrockner" %><p> <small> Be- und Entladen eines Lyophylisators. </small> Zu den in Grange Castle produzierten Biotech-Produkten wird das Arthritis-Mittel <b>Enbrel</b> gehören, für das Wyeth im Besitz der Rechte außerhalb der USA ist. Weiters sollen in Grange Castle <b>Prevenar</b> sowie das kürzlich von der FDA genehmigte intravenöse antibiotische <b>Tygacil</b>, das zur Behandlung von schweren Hautinfektionen und im Krankenhaus zugezogenen Infektionen eingesetzt wird, hergestellt werden. Durch anhaltende Investitionen während des letzten Jahrzehnts ist Wyeth zu einem der weltweit größten Biotech-Unternehmen und zum Pharmazeutik-Unternehmen mit dem größten Wachstum in Europa geworden. Wyeth eröffnet Biotech-Fertigung in Irland

Sanochemia investiert im Burgenland

<a href=http://www.sanochemia.at>Sanochemia</a> baut für 7 Mio € den burgenländischen Standort Neufeld zum F&E-Zentrum aus. Anton Dallos, der Sanochemia-Vorstand für Produktion und Technik, will damit "die Marktposition als Komplettanbieter bei gleichzeitiger Aufwertung des F&E-Bereiches verbessern". Sanochemia investiert im Burgenland <table> <td><% image name="Dallos" %></td> <td align="right"> Nach bereits getätigten Investitionen in Synthese- und Produktionsanlagen ermöglicht diese Investition nun die Integration einer zentralen F&E-Einheit am 42.000 m² großen Produktionsstandort. Derzeit ermöglicht eine <b>IT auf hohem Niveau</b> bereits eine intensive Vernetzung in der Produktion, sodass in einer Schicht neben Hormonen und Vitaminen für den Veterinärbereich auch ein Kontrastmittel (dessen Konfektionierung für 24 Länder eine Herausforderung sei) auch etwa 15.000 Fläschchen Antibiotika erzeugt werden können. Herzstück dabei sind ein <b>Dampf-Ortograph</b> sowie eine Anlage für 650 l destilliertes Wasser/h.</td> </table> In der <b>Syntheseherstellung</b> werden in einem 3000 l-Edelstahlreaktor und in einem 4000 l-Emailbehälter in Stickstoff-Atmosphären die Lösemittel wie Wasser oder Alkohol angesetzt und sodann mit den entsprechenden Chemikalien angeheizt. So entsteht in einem zehnstufigen Syntheseprozess etwa das Kernprodukt der Sanochemia - der Wirkstoff Galantamin. Das mühselige Herauslösen der entstehenden Kristalle aus der Flüssigkeit sowie das anschließende Trocknen und Weiterverarbeiten erfordert für den Wirkstoff insgesamt rund ein Jahr an Herstellungszeit. <b>Galantamin</b> war die Wachstums-Story der 1990 gegründeten Sanochemia. Ursprünglich wurde der Wirkstoff aus einer Vielzahl an Schneeglöckchen gewonnen - aus einer Tonne konnten etwa acht Gramm Galantamin generiert werden. An der künstlichen Herstellung dieses Mittels hat die Sanochemia insgesamt elf Jahre lang geforscht, fünf Jahre lang alleine im Gramm-Bereich - erst dann war an die vollautomatische Produktion mit einem Leitsystem im Tonnen-Maßstab denkbar. Die rund 7 t Galantamin aus Neufeld an der Leitha wandern exklusiv zu Johnson & Johnson, die aus dem Wirkstoff Tabletten endfertigt und sodann weltweit vertreibt. Bis 2016 hält die Sanochemia das Patent auf das Syntheseverfahren. In den ersten Monaten 2005 konnte Sanochemia durch die hohe Nachfrage im Synthese-Bereich sowie der Vertriebsausweitung in der Radiologie den Umsatz um 12 % auf 22,3 Mio € erhöhen. Das Ergebnis vor Steuern erreichte mit 6,5 Mio € einen neuen Höchststand. Ebenso konnte das Ergebnis nach Steuern auf 5 Mio € verbessert werden. Der Turnaround sei damit nachhaltig geschafft, so Dallos, der auch auf eine Cashposition des Unternehmens von 25 Mio € verweisen kann. Seit dem Börsegang 1999 konnte die Sanochemia ihren Umsatz somit verzehnfachen und den Mitarbeiterstand fast verdreifachen. Seit 2004 ist die Pharma-Produktion der Sanochemia in den Vollbetrieb übergegangen. Hergestellt werden dabei sowohl eigene Medikamente als auch im Namen von Hexal/Novartis. Tätig ist die Sanochemia bei der Neurodegeneration, bei Rückenschmerzen und neuropathischem Schmerz, bei Herz/Kreislauf-Beschwerden, in der Radiologie und neuerdings auch in der Onkologie. Insgesamt investierte Sanochemia rund 16 Mio € in die Produktionsausweitung im Burgenland. Mit dem im 3. Quartal neu in die Pipeline aufgenommen Projekt <b>PVP-Hypericin</b> dehnt Sanochemia die Produktentwicklung von Kontrastmitteln auf die Diagnose von Harnblasenkarzinomen aus. Die Phase II-Studie konnte bereits gestartet werden. Der Eintritt in die Phase III soll in der ersten Hälfte 2006 erfolgen. Am weitesten vorangeschritten ist das Schlüsselprojekt <b>Tolperison</b> für die Indikation Rückenschmerz. So konnte in der Schweiz der Zulassungsantrag für Tolperison wie geplant im 3. Quartal gestellt werden. Damit sind – nach der Antragstellung in Deutschland – die Voraussetzungen für den baldigen Markteintritt in einem weiteren Land gegeben. Mit der Zulassung wird in 12 Monaten gerechnet. 2006 will Sanochemia in den US-Pharmamarkt einsteigen.