Archive - Dez 5, 2007

Knochenzellen wachsen auf Plasma-Schicht besser

Forschern des <a href=http://www.inp-greifswald.de>INP Greifswald</a> ist es gelungen, die Titanoberfläche eines Implantats mit einer neuen plasmachemischen Beschichtung zu optimieren. Dazu wird auf das Implantat im Vakuum eine sehr dünne, kunststoffartige Schicht aufgebracht, die aus einfachen organischen Molekülen (Allylamin) erzeugt wird. <% image name="Osteoblasten" %><p> Damit medizinische Implantate optimal in einen Knochen einwachsen, muss die Oberfläche möglichst gut und schnell mit Knochenzellen bewachsen. Diese schnelle Zelladhäsion ist ein kritischer Faktor für die Verbesserung künstlicher Hüft-, Knie- oder Zahnimplantate. Titan hat sich hier wegen seiner natürlichen Oxidschicht bewährt und wird von Knochenzellen (Osteoblasten) gut angenommen. Jetzt haben die Forscher herausgefunden, dass die Osteoblasten auf beschichtetem Titan wesentlich besser als auf purem Metall wachsen. "Wir haben das Implantatmaterial mit Ankergruppen versehen, an denen Zellsignalmoleküle sehr leicht adsorbiert werden", sagt INP-Projektleiter Andreas Ohl, dessen Team das Verfahren entwickelte. Damit kann auch die gezielte Gewebezüchtung - das Tissue Engineering - auf Biomaterialien generell verbessert werden. Der Erfolg beruht auf der Zusammenarbeit mit den Universitäten Rostock und Greifswald, dem Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik in Heiligenstadt, dem GKSS-Forschungszentrum Geesthacht und dem Medizintechnik-Unternehmen DOT Rostock. Knochenzellen wachsen auf Plasma-Schicht besser

Agilent Technologies erwirbt Velocity11

<a href=http://www.agilent.com>Agilent Technologies</a> kauft die auf Laborautomation spezialisierte <a href=http://www.velocity11.com>Velocity11</a> und übernimmt alle 150 Mitarbeiter des 1999 gegründeten kalifornischen Unternehmens. Mit <a href=http://www.BioNanomatrix.com>BioNanomatrix</a> entwickelt Agilent zudem ein neues genetisches Analysensystem mit Ultrahochauflösung. Agilent Technologies erwirbt Velocity11 <% image name="Velocity11_Logo" %><p> Velocity11 entwickelt, produziert und vermarktet Robotik-Lösungen für Einzelgeräte bis hin zu mehrarmigen Robotersystemen. Das Unternehmen entwickelt ebenfalls hochwertige Steuersoftware für Robotics. Velocity11 gilt zudem als eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen im Silicon Valley. <% image name="BioNanomatrix_Logo" %><p> Gemeinsam mit BioNanomatrix entwickelt Agilent ein neues genetisches Analysensystem. BioNanomatrix bringt dazu seine „Nanoscale Single Molecule Imaging Technology“ ein, um Verbrauchsmaterialien wie Chips und Reagenzien zu entwickeln; Agilent entwickelt die Messtechnik für das System. BioNanomatrix entwickelt Technologien, die eine Nanoscale Single Molecule Identifizierung und Analyse des ganzen Genoms ermöglichen und dabei Empfindlichkeit auf Molekülebene in einem hochparallelen Format bieten. Das Analysensystem des Unternehmens kann schnelle, umfassende und günstige ultrahochauflösende DNA-Analysen liefern.

Erstes Schmerzgen für Hitze identifiziert

Nevena Milenkovic, Christina Frahm, Gary Lewin und Alistair Garratt vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (<a href=http://www.mdc-berlin.de/~gfactor>MDC</a>) in Berlin-Buch haben jetzt entdeckt, dass ein seit langem bekanntes Gen (c-Kit) eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung von Hitze und Verbrennungen spielt. Erstes Schmerzgen für Hitze identifiziert <% image name="Haut_Stammzellfaktor" %><p> <small> Querschnitt der Haut: In der obersten Hautschicht befindet sich der Stammzellfaktor (grün), von welchem die Forscher vermuten, dass er bei einer Verletzung das jetzt als Schmerzgen identifizierte c-Kit aktiviert. Rot markiert sind die Zellkerne der Hautzellen. &copy; MDC </small> <table> <td> <b>In der Haut</b> sitzen 1,5 bis 2 Mio Sensoren, die Schmerz, Druck und Temperatur wahrnehmen. Diese Nozizeptoren nehmen jede Verletzung wahr und leiten die Informationen ans Gehirn weiter. Erst dort werden sie als Schmerz bewusst gemacht. Etwa 40 % dieser Sensoren sind für Schmerzen zuständig. </td> <td> Tastsensoren machen dagegen nur 10 % aus. Ohne Schmerzsensoren würden wir wahrscheinlich schon früh an unbemerkten Verletzungen sterben. Schmerzsensoren sind Ausläufer von Nervenzellen, Nervenfasern, die über verschiedene Zelloberflächen-Rezeptoren verfügen. Einer davon ist c-Kit. </td> </table> <b>C-Kit</b> wird vom Stammzellfaktor (SCF), der sich auch in der Haut befindet, aktiviert. Die Wissenschaftler vermuten deshalb, dass bei einer Verletzung der Haut SCF freigesetzt wird und c-Kit stimuliert. Das führt dazu, dass die Schmerzschwelle für Hitze sinkt. Die Empfindlichkeit gegenüber Hitze im betroffenen Bereich ist deshalb erhöht, wie die Forscher beobachten konnten. "Wir kennen das von Sonnenbrand. Schon lauwarmes Wasser ist dann schmerzhaft", beschreibt Lewin die Funktionsweise. Um die Eigenschaften des Rezeptors näher zu untersuchen, züchteten die Forscher Mäuse, denen c-Kit fehlt. Schon in den 1950er Jahren wurde dies versucht, doch starben die Mäuse sehr früh an Anämie. Dank moderner Gentechnik kann dieses Problem umgehen werden: Mit einem zusätzlichen Gen für Erythropoetin (Epo) sind die Mäuse nicht mehr anämisch und haben eine normale Lebenserwartung. Werden die Mäuse, die kein c-Kit mehr haben, aber vermehrt Epo bilden können, Temperaturreizen ausgesetzt, die unter normalen Umständen als äußerst schmerzhaft empfunden werden, so reagieren sie zunächst nicht. Erst ab einer Temperatur, die etwa 6 °C über der normalen Schmerzgrenze von ungefähr 41-50 °C liegt, reagieren sie auf einen punktuellen Hitzereiz. Ähnliche Ergebnisse erzielten die Forscher durch die Gabe von <b>Imatinib (Glivec)</b>, einem Medikament, das vor wenigen Jahren die Behandlung von Brustkrebs, Leukämien und Magen-Darm-Tumoren revolutioniert hat, aber offenbar auch Schmerzen lindern kann. Glivec blockiert eine bestimmte Gruppe von Eiweißen, zu denen auch c-Kit gehört. In den Experimenten zeigten Mäuse mit c-Kit (Wildtyp) bei einer Imatinib-Behandlung das gleiche Verhalten wie Mäuse, die kein c-Kit bildeten. Die Schmerzgrenze für Hitze war bei den mit Imatinib behandelten Wildtypmäusen deutlich höher. Sie konnten mehr Hitze vertragen als die Kontrollmäuse, die kein Imatinib bekommen hatten. Jetzt wollen die Forscher untersuchen, ob Imatinib tatsächlich Schmerzen bei Patienten lindern kann.

ProBioGen lizenziert Vogelzelllinie AGE1.CR

Das Berliner Biotech <a href=http://www.probiogen.de>ProBioGen</a> hat eine exklusive Lizenzvereinbarung zur Nutzung seiner Vogelzelllinie AGE1.CR mit einem US-Impfstoffunternehmen geschlossen. Sie umfasst 4 Indikationsfelder, die verschiedene Grippeformen sowie 3 weitere Krankheitsgebiete beinhalten. <% image name="ProBioGen_Logo" %><p> ProBioGen wird dafür Abschlagszahlungen und mögliche Meilensteinzahlungen von seinem Lizenznehmer erhalten. Darüber hinaus bietet die Vereinbarung erhebliches Wertsteigerungspotenzial für ProBioGen, da das Unternehmen prozentual an möglichen Umsatzerlösen aus künftigen Produkten beteiligt sein wird. ProBioGen-Chef Michael Schlenk kommentiert: "Wir haben bereits gezeigt, dass AGE1.CR bei der Herstellung von Impfstoffen traditionellen Ansätzen wie der Produktion in Hühnereiern und anderen Zelllinien überlegen ist." Die nun getroffene Lizenzvereinbarung bezeichnet er als "einen Meilenstein in ProBioGens Strategie, sich zunehmend auf eigene Technologien zur Produktentwicklung zu konzentrieren, die bei internationalen Entwicklungs-Kooperationen entscheidend sind". <b>AGE1.CR</b> wurde von ProBioGen entwickelt, um bebrütete Eier und embryonale Hühnerfibroblasten in der Impfstoff-Produktion zu ersetzen. <table> <td> <u>Primärzellen von Hühnern haben nämlich Nachteile</u>: Sie müssen für jeden Produktionslauf frisch von speziellen pathogenfreien Scharen isoliert werden. Manchmal dringen dennoch Erreger aus der Umwelt in diese Scharen ein. Diese Erreger im Ausgangsmaterial werden häufig erst dann entdeckt, wenn der Herstellungsprozess bereits abgeschlossen ist. </td> <td> Die Produktion ist aufwändig und benötigt in der Regel fötales Kälberserum. Kälberserum von pharmazeutischem Reinheitsgrad und Hühner aus pathogenfreien Scharen sind teuer und Nachschub des Primärmaterials kann schnell versiegen, wenn eine große Produktionscharge ausfällt und erneut angesetzt werden muss. </td> </table> AGE1.CR ist stattdessen eine stabile Zelllinie, die aus definiertem Gewebe eines einzelnen Entenembryos entwickelt wurde. Sie unterstützt die Produktion eines breiten Spektrums von wichtigen Wild-Typ- und rekombinanten Viren, darunter hoch attenuierte Pockenviren und Viren aus den Familien der Orthomyxoviridae, Rhabdoviridae, Togaviridae, Herpesviridae, Paramyxoviridae, Adenoviridae und Parvoviridae. Im Gegensatz zu Hühnerzellen ist die AGE1.CR Zelllinie aus der Moschusente frei von kontaminierender Retrovirus-Aktivität. <small> <b>Grippe</b> fordert weltweit bis zu 500.000 Todesopfer pro Jahr. Laut Datamonitor wird sich die Nachfrage an Grippeimpfstoffen bis 2010 auf 370 Mio Dosen und einen Marktwert von 3,7 Mrd $ erhöhen. Rund 15 % der künftigen Grippeimpfstoff-Kapazitäten könnten durch neue Zelllinien abgedeckt werden. Seit 1994 hat ProBioGen mehr als 300 Zelllinien bearbeitet und eine Produktionseinheit mit GMP-Zertifizierung auf der Basis von Einwegreaktoren aufgebaut, die alle derzeit verfügbaren Herstellungsprozesse unterstützt. </small> ProBioGen lizenziert Vogelzelllinie AGE1.CR

Lonza erhält Bewilligung für neue LAL-Anlage

<a href=http://www.lonza.com>Lonza</a> erweitert ihre Kapazitäten im Bereich der endotoxinen Nachweissysteme über einen Ausbau ihrer Produktionsanlage für LAL (Limulus-Amoebozyten-Lysat) in Walkersville, Maryland. Lonza erhält Bewilligung für neue LAL-Anlage <% image name="Lonza_Hochhaus" %><p> <small> Das Geschäft von Lonza mit endotoxinen Nachweissystemen weist ein nachhaltiges, lang andauerndes Wachstum auf. &copy; Wikipedia </small> Die Anlage hat von der FDA die Bewilligung erhalten, um kinetisch-chromogenes Lysat in der neuen LAL-Produktionsanlage herzustellen. Dieses mehrere Mio $ umfassende Ausbauprogramm beinhaltete Investitionen in einen neuen Hochleistungs-Lyophilisierer - er gefriertrocknet das Lysat, was eine Haltbarkeit bei 2-8 °C bis zu 3 Jahre ermöglicht -, neue sterile Produktionsanlagen, Effizienzverbesserungen in der Abfüllanlage sowie Verbesserungen in der Infrastruktur und in Hilfssystemen. Weitere Lysat-Verfahren werden in nächster Zeit für die Produktion in der neuen Anlage validiert. Durch die Eröffnung der neuen Anlage verfügt Lonza nun über 2 unabhängige Lysat-Produktionsanlagen, womit eine kontinuierliche Produktion sichergestellt werden kann, selbst wenn eine der Anlagen gewartet wird. Die neue Anlage wird die Beständigkeit der Produktion verbessern, größere Produktionsmengen für Großkunden bieten und die Verfügbarkeit von Lysat-Lieferungen für die nächsten 10-15 Jahre sicherstellen. <small> Kinetisch-chromogenes <b>Lysat</b> ist ein quantitatives Testverfahren für den Nachweis von Endotoxinen in Pharma-Produkten und medizinischen Apparaten. Es ist speziell für das Testen von komplexen Produkten oder Biopharmazeutika geeignet und das am besten verkaufte Testverfahren von Lonza. </small>

Metastatischer Darmkrebs: EU-Zulassung für Vectibix

<a href=http://www.amgen.com>Amgen</a> hat eine Biomarker-bedingte EU-Zulassung für den humanen monoklonalen Antikörper <a href=http://www.vectibix.com>Vectibix</a> (Panitumumab) als Monotherapie gegen Darmkrebs-Metastasen (mCRC) mit Tumoren mit nicht mutierten KRAS-Genen erhalten, nachdem eine standardmäßige Chemotherapie fehlgeschlagen hat. Vectibix ist gegen EGFr (epidermal growth factor receptor) gerichtet. <% image name="Amgen_Logo" %><p> <small> Amgen ist ein weiterer Schritt in Richtung personalisierter Patientenbehandlung gelungen: Ist ein bestimmte Gen mutiert, kann die Therapie mit Vectibix in Darmkrebspatienten nicht wirken - die Wirkstoffbelastung kann daher von vornherein reduziert werden. </small> Die Zulassung basiert auf einem Risiko-Assessment in einer Patientengruppe, die derzeit wenige Behandlungsmöglichkeiten hat. Klinische Daten gaben den Hinweis auf die Möglichkeit, den Status der KRAS-Gene als Biomarker zu verwenden. Die Biomarker-Daten wurden aus einer prospektiv definierten Analyse einer randomisierten Phase-III-Studie gewonnen, welche die Behandlungseffekte des KRAS-Status (nicht mutiert vs. mutiert) in Vectibix-Patienten mit mCRC untersuchte. Die Analyse zeigte, dass Vectibix das progressionsfreie Überleben nur bei jenen rund 60 % der Patienten beeinflussen konnte, deren Tumore nicht mutierte KRAS-Gene aufweisen. <b>KRAS</b> spielt eine wichtige Rolle in der Regulation des Zellwachstums und der Onkogenese. Anti-EGFr Therapien blockieren die Aktivierung von EGFr und verhindern so nachfolgende bösartige Ereignisse. In Patienten mit Tumoren mit mutiertem oder aktiviertem KRAS ist das KRAS-Protein immer auf "on" - egal, ob EGFr aktiviert oder therapeutisch blockiert wurde. In Patienten mit mutierten KRAS-Genen ist daher auch eine anti-EGFr Therapie machtlos. Mutierte KRAS-Gene werden in rund 40 % aller CRC-Tumore nachgewiesen. <small> <b>Vectibix</b> ist der erste vollständig humane IgG2 monoklonale Antikörper-Therapie, die auf EGFr abzielt - ein Protein, das eine wichtige Rolle im Signalweg der Krebszelle hat. Laufende Phase-III-Studien untersuchen Vectibix mit einer Chemotherapie als Erst- und Zweitlinienbehandlung bei mCRC sowie bei Gehirn- und Halstumoren. </small> Metastatischer Darmkrebs: EU-Zulassung für Vectibix

Bristol-Myers Squibb am Weg zur BioPharma Company

Bristol-Myers Squibb (<a href=http://www.bms.com>BMS</a>) will bis 2010 rund 1,5 Mrd $ einsparen und die Belegschaft um rund 10 % verringern - 4.300 Mitarbeiter verlieren also ihren Job. Insgesamt soll aus BMS eine "Next Generation BioPharma Company" werden, welche die Größe und Ressourcen einer mittelgroßen Pharma-Company mit dem Gründer- und Erfindergeist eines Biotech-Startups vereint. <% image name="BMS_Logo" %><p> Die Strategie fokussiert auf Wachstumsfelder, gleichzeitig soll die Produktivität gesteigert werden. Die neue Vision beinhaltet folgende Elemente: &#8226; Ein Portfolio neuer Produkte, die einen bisher ungedeckten medizinische Bedarf decken oder existierende Therapien beträchtlich verbessern. &#8226; Ein integriertes Geschäftsmodell, das interne Ressourcen mit externer Innovationskraft vereint, die Produktion rationalisiert, zielgenau auf Regionen und Kunden abzielt, strategische Partnerschaften eingeht und sich einer innovativen Vermarktung bedient. &#8226; Vereinfachte Prozesse, erhöhte Effizienz und koordinierte Infrastruktur sollen darüber hinaus das künftige Wachstum unterstützen. BMS wird weiterhin in Produkte mit Wachstumspotenzial - insbesondere Spezialitäten und Biologika sowie kardiovaskuläre und metabolische Wirkstoffe - investieren. Gleichzeitig sollen die Produktionskapazitäten in den profitablen Rahmen zurückgefahren werden. Um den Wert der Health Care Group zu erhöhen, soll der Bereich Medical Imaging verkauft werden. Zudem werden Alternativen für ConvaTec und Mead Johnson gesucht. Zur <b>Produktivitätssteigerung</b> soll die Anzahl der Marken im reifen Produktportfolio zwischen 2007 und 2011 um 60 % verringert werden. Die Anzahl an Produktionsstätten soll sich bis Ende 2010 halbieren und die Belegschaft im selben Zeitraum um rund 10 % verringert werden. Dies soll zu einer Kosteneinsparung von rund 1,5 Mrd $ führen. Kosten soll die Restrukturierung zwischen 0,9 und 1,1 Mrd $. Derzeit hat BMS in den Bereichen Onkologie, Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen sowie Organtransplantation Late-Stage-Kandidaten in der Pipeline, darunter: &#8226; Die Diabetes-Wirkstoffe Saxagliptin (ein DPP4-Inhibitor) und Dapagliflozin (ein neuartiger SGLT-2-Inhibitor), die beide mit AstraZeneca entwickelt werden. Saxagliptin soll 2008 bei der FDA eingereicht werden. &#8226; 2 Krebs-Medikamente: Das intern entwickelte und kürzlich zugelassene Zytostatika Ixempra (Ixabepilone), das vorhandene Resistenzen überwinden soll, sowie Ipilimumab (MDX-010), ein möglicherweise neues immuntherapeutisches Wirkstoff-Paradigma. &#8226; Den intern entdeckten biologischen Wirkstoff Belatacept - der neuartige co-stimulierende Blocker soll bei Organtransplantationen zum Einsatz kommen und in der ersten Hälfte 2009 bei der FDA eingereicht werden. &#8226; Den oralen Faktor Xa Inhibitor Apixaban, der gemeinsam mit Pfizer entwickelt wird. Dieser hat das Potenzial, die Antikoagulation in einem breiteren therapeutischen Fenster als gängige Therapien vorauszusagen. Bristol-Myers Squibb am Weg zur BioPharma Company

<small>Behandlung von Thrombosen:</small><br>ACUITY-Studie: Einjahresergebnisse mit Angiox

Die alleinige und damit billigere Blutgerinnungsbehandlung mit <a href=http://www.angiox.com>Angiox</a> (Bivalirudin) führte bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom (ACS) zu ähnlichen langfristigen ischämischen Ergebnissen wie das komplizierte Behandlungsverfahren mit Heparin + Glykoprotein-IIb/IIIa-Hemmern (GP IIb/IIIa). <small>Behandlung von Thrombosen:</small><br>ACUITY-Studie: Einjahresergebnisse mit Angiox <table> <td><% image name="Angiox_Logo" %></td> <td> "Die Einjahresergebnisse unterstreichen mit den 30-Tages-Ergebnissen der HORIZONS-Studie für Herzinfarktpatienten die Eignung von Angiox als Ersatz für die Heparintherapie bei einer breiten Palette von Patienten, die sich einer Angioplastie unterziehen", sagt John Kelley, COO von <a href=http://www.themedicinescompany.com>The Medicines Company</a>, das den Thrombininhibitor vermarktet. </td> </table> Auf Basis der ACUITY-Studie empfahl das CHMP der EMEA kürzlich die Erweiterung der Indikation für Angiox auf erwachsene ACS-Patienten, für die eine Notfallsbehandlung oder eine frühzeitige Intervention geplant ist. Angiox sollte zusammen mit Aspirin und Clopidogrel verabreicht werden. ACUITY war mit 13.819 teilnehmenden Hochrisikopatienten in 450 Einrichtungen <b>eine der größten klinischen ACS-Studien, die jemals durchgeführt wurden</b>, um antithrombotische Therapien zu beurteilen. Für die Open-Label-Studie wurde eine frühinvasive Strategie (Angiografie binnen 72 h) angewandt, die mit der Antigerinnungstherapie in dem Moment begann, in dem die ACS-Patienten in der Notfallversorgung ankamen, und während der sie nach dem Zufallsprinzip einer Standardbehandlung mit Heparin + GP IIb/IIIa, Angiox + GP IIb/IIIa oder einer Angiox-Monotherapie unterzogen wurden. Gestützt auf die Auswertung im Herzkatheterlabor wurden die Patienten danach gegen ACS medikamentös, durch Bypass-Operation oder Angioplastie (auch als perkutane Koronar-Intervention oder PCI bezeichnet) behandelt. Die einjährige Analyse zeigt in den Gruppen für ausschließlich Angiomax, Angiomax + GP IIb/IIIa und Heparin + GP IIb/IIIa jeweils folgende Ergebnisse: &#8226; Todesfälle traten bei 3,8, 3,9 und 3,9 % der Patienten auf. &#8226; Fälle kombinierter Ischämie traten bei 16,2, 16,0 und 15,4 % der Patienten auf. Kombinierte Ischämie wurde definiert als Tod, Herzinfarkt oder ungeplante Revaskularisierung für Ischämie. Zuvor bekannt gegebene ACUITY-Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Angiomax zu deutlich weniger Blutungen nach 30 Tagen führte als Heparin + GP IIb/IIIa: 3,0 vs. 5,7 %. <small> <b>ACS</b> umfasst eine Vielzahl von Beschwerden, die von einer unzureichenden Blutzufuhr zum Herzen aufgrund von Verstopfungen von Kranzgefäßen ausgelöst werden. Patienten mit ACS-Symptomen unterliegen einem signifikanten Risiko für Herzinfarkte oder Todesfälle. Jährlich werden in den USA 5 Mio Menschen mit Brustschmerzen in Notaufnahmen eingeliefert. Davon werden rund 1,4 Mio mit ACS identifiziert. </small>

Pfizer und Adolor entwickeln neue Schmerzwirkstoffe

<a href=http://www.pfizer.com>Pfizer</a> und <a href=http://www.adolor.com>Adolor</a> haben eine exklusive weltweite Partnerschaft vereinbart, um die neuen Schmerzmittel ADL5859 und ADL5747 gemeinsam zu entwickeln und zu vermarkten. <table> <td><% image name="Pfizer_Logo" %></td> <td><% image name="Adolor_Logo" %></td> </table><p> Beide Wirkstoffe sind proprietäre Delta-Opioid-Rezeptor-Agonisten mit dem Potenzial, zahlreichen inflammatorischen, neuropathischen sowie akuten Schmerz-Zuständen entgegenzuwirken. Die beiden Unternehmen werden dazu ein Joint Steering Committee bilden, wobei Pfizer für die Zulassung und Vermarktung zuständig sein wird. Pfizer und Adolor teilen sich die Einnahmen und Ausgaben jeweils im Verhältnis 60:40 % in den USA. Außerhalb der USA wird Pfizer die Entwicklung finanzieren, Adolor würde im Falle der Vermarktung hier entsprechende Lizenzzahlungen erhalten. Adolor erhält eine Upfront-Zahlung von 30 Mio $ sowie 1,9 Mio $ Kostenersatz für die bisherige Phase-II-Entwicklung der Wirkstoffe. Bei Erreichen weiterer Entwicklungs- bzw. Zulassungs-Meilensteine werden bis zu 232,5 Mio $ fällig. Mehr als 50 % dieser Meilensteine werden bereits vor der Zulassung der "Delta-Compounds" erreicht, der erste beim Start der Phase-IIb-Studien. Adolor-CEO Michael R. Dougherty: "Wir wollen eine neue Opioid-Klasse entwicklen, die eine Schmerzunempfindlichkeit ohne die Nebenwirkungen herkömmlicher Schmermittel ermöglchen. Pfizer bringt dazu eine umfangreiche Schmerz-Management-Expertise in die Zusammenarbeit ein." Unter anderem vermarktet Pfizer die Schmermittel Lyrica, Neurontin und Celebrex. Die schmerzmildernde Wirkung von <b>ADL5859</b> wird derzeit in Phase II bei mit rheumatoider Arthritis und Zahnbehandlungen verbundenen Entzündungen untersucht. Weitere Programme sind geplant, um ADL5859 in Patienten mit diabetischer peripherer Neuropathie und Osteoarthritis zu testen. Adolor erwartet den Start der Phase I mit <b>ADL5747<