Archive - Sep 2015

Datum

September 29th

Axalta stiftet Stipendium an FH Campus Wien

Der Lackhersteller Axalta verstärkt sein Engagement auf dem österreichischen Markt. Auf der neuen Website http://www.axalta.at werden alle verfügbaren Produkte und Dienstleistungen dargestellt. Zusätzlich vergibt das Unternehmen jährlich ein Stipendium für den Bachelorstudiengang „High Tech Manufacturing“ der FH Campus Wien.

 

Axalta entstand 2013 durch Ausgliederung der Coatings-Sparte des Chemiekonzerns DuPont. In Österreich ist das Unternehmen durch ein Werk für Fahrzeug-Lacke in Guntramsdorf vertreten. Die neue Website informiert über Produkte aus den Kategorien Flüssigbeschichtungen und Pulverlacke sowie über die Anwenderbranchen (allen voran Serienherstellung und Reparatur von Kraftfahrzeugen). Darüber hinaus wird auf offene Stellen und Praktika bei der Axalta Coating Systems Austria GmbH hingewiesen.

Um sich für zukünftige Innovationsaufgaben ausreichend Nachwuchs an jungen Fachkräften sicherzustellen, hat Axalta nun auch eine Vereinbarung mit der FH Campus Wien getroffen. Für den dreijährigen Bachelorstudiengang „High Tech Manufacturing“ wird jährlich ein Stipendium vergeben. Im Rahmen der Partnerschaft werden Studenten der Fachhochschule zu speziellen Führungen durch das Werk in Guntramsdorf und das Refinish Training Center in Oeynhausen eingeladen. Auf diese Weise soll früh die notwendige Verbindung zwischen erlerntem Wissen und industrieller Praxis hergestellt werden.

 

 

 

September 25th

Baxalta und IMC FH Krems erweitern ihre Zusammenarbeit

Der Biopharma-Konzern Baxalta und die IMC FH Krems blickten im Rahmen einer Pressekonferenz auf das einjährige Bestehen ihrer Zusammenarbeit im Rahmen des  „Forschungsinstituts für Angewandte Bioanalytik und Wirkstoffentwicklung“ zurück und gaben Erweiterungspläne bekannt.

 

Das von beiden Institutionen gemeinsam betriebene Forschungsinstitut beschäftigt sich mit der Identifizierung und pharmazeutischen Weiterentwicklung von bioaktiven Substanzen sowie der vorklinischen und klinischen Erforschung von therapeutischem Nutzen und Nebenwirkungen derartiger Verbindungen, wie Andreas Eger (IMC FH Krems) und Birgit Reipert (Baxalta) erläuterten. Insbesondere gehe es bei den gegenwärtig vorangetriebenen Projekten um Nachweismethoden, mit deren Hilfe ungewollte Immunreaktionen von Patienten gegen ein neues Medikament ausgeschlossen werden sollen.

Das Forschungsinstitut ist im RIZ Gründerzentrum Nord angesiedelt, das von der Gründeragentur RIZ, einer Tochtergesellschaft der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur, betrieben wird. Das Land hat die Räumlichen um rund 250.000 Euro den Anforderungen der Forschungsarbeit entsprechend ausgestattet. Nach dem Erfolg der bisherigen Kooperation zwischen Baxalta und der Fachhochschule  werden diese Räumlichkeiten nun erweitert.

 

 

 

 

September 24th

Erfolgreicher IPO von Nabriva

Anteile des Wiener Biotech-Unternehmen Nabriva werden seit vergangenem Freitag (18. September) an der elektronischen US-Börse NASDAQ gehandelt. Im Zuge des Public Offering wurden neun Millionen „American Depositary Shares“ (ADS) zu einem Ausgabepreis von 10,25 US-Dollar pro ADS verkauft, was dem Unternehmen 92 Millionen Dollar einbrachte.

 

Am ersten Handelstag kletterte der Preis je ADS auf 13,24 Dollar, pendelte sich aber bis zum 23. September wieder auf 10,79 Dollar ein. Ein ADS (ein von einer amerikanischen Depotbank ausgegebenes Aktienzertifikat) entspricht im Wert einem Zehntel einer Nabriva-Stammaktie. Ursprünglich plante das Unternehmen, rund 96 Millionen Dollar durch Ausgabe von sechs Millionen Zertifikaten um einen Preis zwischen  15 und 17 Dollar zu lukrieren. Kurz vor dem IPO reduzierte man den Ausgabepreis auf 10,25 Dollar, gab dafür aber neun Millionen Depositary Shares aus.

 

Hoffnungsträger gegen Krankenhauskeime

Nabriva beschäftigt sich mit neuen antibiotischen Wirkstoffen aus der Klasse der Pleuromutiline. Der Leitkandidat Lefamulin ist das erste systemisch verabreichbare Pleuromutilin, das in klinischen Studien am Menschen getestet wird. Das mit dem IPO lukrierte Geld soll zur Finanzierung einer Phase-III-Studie an Patienten mit durch Lüftungsanlagen und in Krankenhäusern übertragenen Pneumonien verwendet werden. Erst im April wurde zu diesem Zweck eine Finanzierungsrund über 120 Millionen US-Dollar abgeschlossen.

 

 

 

September 22nd

Šefčovič gegen neue Pipelines

Noch im September will der Vizepräsident der EU-Kommission, Maroš Šefčovič, eine Vereinbarung über die Erdgasversorgung der Ukraine im kommenden Winter abschließen. Bei seinem Besuch in Wien am 21. September erläuterte Šefčovič vor Journalisten, die EU arbeite an einem umfassenden Finanzierungspaket, bestehend aus Krediten der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), der Europäischen Investitionsbank (EIB) und anderer Finanzinstitute. Dieses soll sicherstellen, dass die Ukraine genug Gas einlagern kann, um selbst einen strengen Winter durchzustehen. Zurzeit soll sich der Speicherstand auf etwa 15,3 Milliarden Kubikmeter belaufen. Benötigt werden nach Schätzungen von Experten rund 17 bis 19 Milliarden Kubikmeter.

 

Ablehnend äußerte sich Šefčovič auf Anfrage des Chemiereport zu den geplanten russländischen Pipelines Nord Stream 2 und Turk Stream. Diese würden nicht benötigt, weil zurzeit „nur rund 50 bis 57 Prozent der Kapazität auf den bestehenden Leitungen genutzt wird.“ Mit Nord Stream 2 und Turk Stream würde sich die Leistung der Transitleitungen nahezu verdoppeln: „Das heißt, es würde künftig nur ein Viertel der verfügbaren Kapazität genutzt. Wirtschaftlich ergibt das keinen Sinn.“ Außerdem hätten Vertreter der russländischen Regierung sowie des Gaskonzerns Gasprom mehrfach mitgeteilt, mit den Pipelines die Ukraine umgehen zu wollen. Laut Šefčovič ist dies aus mehreren Gründen „besorgniserregend“. Erstens würde die Ukraine die Transitgebühren verlieren, die sich auf etwa zwei Milliarden Euro pro Jahr belaufen. Zweitens entfielen die Möglichkeiten, Gas gegen die übliche Fließrichtung („reverse-flow“) in die Ukraine zu liefern. Drittens wären von einer Stilllegung des Pipelinesystems durch die Ukraine auch Staaten in Zentraleuropa sowie auf dem Westbalkan betroffen. „Daher sage ich: Wir müssen mit den EU-Mitgliedsstaaten sowie den wichtigsten Gaslieferanten, darunter auch den Russen, Szenarien erarbeiten, um die Versorgung aller europäischen Staaten, nicht nur unserer Mitglieder, zu verbessern“, betonte Šefčovič.

 

Sorgfältig prüfen

Der Kommissions-Vizepräsident fügte hinzu, er kenne noch keine Details der geplanten Pipelineprojekte. Und „natürlich muss jedes derartige Infrastrukturprojekt sehr genau untersucht werden, um sicherzugehen, dass das EU-Recht eingehalten wird. Wir würden die neuen Vorhaben daher mit derselben Sorgfalt prüfen, wie wir die South-Stream-Pipeline geprüft haben.“ Dieses Projekt wurde von russländischer Seite im Dezember 2014 nach jahrelangen ergebnislosen Debatten mit der EU-Kommission aufgegeben. Als Ersatz soll die Turk Stream auf einer weitgehend identischen Route gebaut werden. Als Endpunkt ist ein neu zu errichtender Gasnetzknoten nahe des türkischen Dorfs Kiyiköy 150 Kilometer nordwestlich von Istanbul geplant.

 

Vom Chemiereport gefragt, ob er versuchen werde, Pipelinevorhaben auch dann zu verhindern, wenn diese dem EU-Recht entsprechen, wich Šefčovič aus: „Ich habe dafür zu sorgen, dass das EU-Recht eingehalten wird. Das betrifft sowohl das 3. Binnenmarktpaket als auch die Rechtsakte zur Versorgungssicherheit.“ Weiters stelle sich die Frage der Wirtschaftlichkeit, „aber diese müssen die beteiligten Unternehmen beantworten.“

 

Hinsichtlich des Projekts Nord Stream 2 sind laut Šefčovič in näherer Zukunft keine Gespräche zwischen der EU-Kommission und den Vertretern des Konsortiums aus der Gasprom, dem deutschen Chemieriesen BASF, dem deutschen Energiekonzern E.On, dem französischen Energiekonzern Engie (vormals GDF Suez), der Shell und der OMV geplant. „Diesbezüglich müsste das Konsortium auf uns zukommen. Zurzeit laufen aber meines Wissens nach noch interne Abstimmungen“, sage Šefčovič.

 

 

Wichtige Rolle Österreichs

Zufrieden äußerte sich Šefčovič hinsichtlich seiner Gespräche mit Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, der als Wirtschaftsminister für Energiepolitik zuständig ist. Österreich mache insbesondere beim Ausbau der erneuerbaren Energien „sehr gute Fortschritte“. Das Ziel, ab 2020 mindestens 34 Prozent des Brutto-Endenergiebedarfs mit den „Erneuerbaren“ zu decken, werde offenbar übererfüllt. Auch als Drehscheibe für Energietransporte spiele Österreich im Zentrum der EU eine wichtige Rolle.

 

 

September 18th

AMAG: Baustart für Kaltwalzwerk

Den Bau seines neuen Kaltwalzwerks startete gestern der Aluminiumkonzern AMAG an seinem Hauptsitz Ranshofen. Im Rahmen des Projekts „AMAG 2020“ wird dort die Walzkapazität für Aluminiumbleche und -bänder mit über 2.000 Millimetern Breite auf mehr als 300.000 Tonnen pro Jahr verdoppelt. Überdies erweitert der Konzern auch seine Wärmebehandlungskapazitäten und sonstigen Veredelungsanlagen. Mit der 300-Millionen-Euro-Investition schafft die AMAG rund 250 neue Arbeitsplätze. In Betrieb gehen sollen die neuen Maschinen im Jahr 2017.

 

Laut AMAG-Chef Helmut Wieser wird der Alu-Bedarf „in den nächsten Jahren massiv steigen. Wir nutzen diese Chance und bauen unseren Hauptsitz Ranshofen zu einem der modernsten Standorte der europäischen Aluminiumindustrie aus.“ Die AMAG habe ihre Absatzmenge in den vergangenen 20 Jahren etwa verdreifacht: „Mit dem Projekt AMAG 2020 setzen wir den eingeschlagenen Weg in einem expandierenden Markt konsequent fort.“ Erst vor einem Jahr hatte der Alu-Konzern in Ranshofen ein neues Warmwalzwerk eröffnet und damit seine Gesamtkapazität im Bereich Walzen auf rund 225.000 Jahrestonnen erhöht.

 

 

 

September 17th

Sandoz eröffnet neue Produktionsstätte in Schaftenau

<a href=http://www.sandoz.com target="blank">Sandoz</a>, die Generika-Tochter des Novartis-Konzerns, hat in Schaftenau (Tirol) eine neue Produktionsstätte für injizierbare Biopharmazeutika eröffnet. Das Unternehmen hat rund 150 Millionen Euro in den Standort investiert, etwa 100 neue Arbeitsplätze sind entstanden.

 

Die neue Produktionsanlage, in der biopharmazeutische Wirkstoffe zu Injektionslösungen verarbeitet, in Spritzen abgefüllt und anschließend verpackt werden, wurde am 17. September im Beisein von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Landeshauptmann Günther Platter feierlich eröffnet.  Derzeit werden sechs Wirkstoffe zu Fertigspritzen verarbeitet, darunter ein Original-Biologikum für den Mutterkonzern Novartis und fünf Biosimilars.

 

Von Biochemie zu Sandoz

Die Geschichte der österreichischen Sandoz Gmbh kann bis zur Gründung der Biochemie Kundl im Jahr 1946 zurückverfolgt werden. 1951 gelang hier die Entwicklung von oral verabreichbarem Penicillin. 1963 wurde die Biochemie GmbH durch den Schweizer Pharma-Konzern Sandoz gekauft. Nach der Fusion von Sandoz und Ciba zu Novartis ließ der Konzern die Marke Sandoz für seine Gerika- und Biosimilar-Produkte wieder aufleben.

Die beiden Tiroler Forschnungs- und Produtionsstätten Kundl und Schaftenau stellen heute den weltweit größten Sandoz-Standort dar. Neben der Produktion von Antibiotika hat man sich hier auf die Entwicklung und biotechnologische Erzeugung von komplexen biologischen Wirkstoffen spezialisert.

September 16th

Brenntag akquiriert türkischen Spezialchemie-Händler

Der Chemiedistributeur <a href=http://www.brenntag.at/de/pages/1_AboutBrenntag/index.html target=“_blank“> Brenntag</a> hat das türkische Unternehmen Parkoteks Kimya San übernommen. Die Akquisition soll das Produktportfolio für die Personal-Care-Industrie auf dem türkischen Markt ergänzen.

 

Parkoteks wurde 1989 gegründet und hat eine Reihe exklusiver Partnerschaften mit international tätigen Spezialchemieproduzenten aufgebaut. 2014 wurde ein Umsatz von rund 14,3 Millionen Euro erzielt. Für Matthias Compes, President Brenntag CEE Central stellt die Türkei einen „ausgesprochen attraktiven Markt für Chemiedistribution“ dar. Zahlreiche Industrie-Branchen in der Türkei würden eine zunehmend steigende Nachfrage nach Mehrwertprodukten verzeichnen.

 

 

 

September 14th

Atmosphärischer Sauerstoff kein Beweis für Leben auf anderen Planeten

Japanischen Wissenschaftlern zufolge ist Sauerstoff in der Atmosphäre kein sicheres Indiz für das Vorhandensein von Leben auf einem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Das Gas könnte auch durch eine Titanoxid-katalysierte photochemische Reaktion gebildet worden sein.

 

Bisher galt ein hoher Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre, so man ihn denn finden würde, als untrügliches Zeichen dafür, dass auf einem Planeten Leben existiert. Denn in der Geschichte der Erdatmosphäre wurde dieser von Organsimen durch Photosynthese freigesetzt. Nachdem alles oxidierbare Material in den Meeren verbraucht war,  mit dem Sauerstoff zunächst reagiert hatte, stieg die Sauerstoffkonzentration vor etwa 2,4 Milliarden Jahren sprunghaft an.

Norio Narita und Shigeyuki Masaoka von den japanischen National Institutes of Natural Sciences haben auf eine weitere Möglichkeit zur Anreicherung atmosphärischen Sauerstoffs hingewiesen. Den beiden Wissenschaftlern zufolge könnte Titanoxid als Katalysator einer Photolyse von Wasser fungieren, bei der dieses mithilfe von Licht in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten wird. Auf einem erdähnlichen Planeten würde es nach den Berechnung von Narita und Masaoka ausreichen, wenn diese Reaktion auf 0,05 Prozent der Oberfläche kontinuierlich abläuft, um einen Saustoffgehalt ähnlich dem der Erdatmosphäre (21 Prozent) zu erreichen. Sauerstoff in der Atmosphäre eines Planeten zu finden, würde somit nicht ausreichen, um darauf zu schließen, dass dieser von Lebewesen bewohnt ist.

 

 

 

 

 

September 10th

Strategische Partnerschaft von GSK und Siemens

Glaxo Smith Kline (GSK) ist mit Siemens eine weltweite Partnerschaft im Bereich Anlagenautomatisierung eingegangen. Siemens wird bevorzugter Lieferant von Automatisierungskomponenten für alle Produktions- und Forschungsstandort des Pharmakonzerns.

 

Nach Aussage von Dave Tudor, Vice President Primary Supply und Leiter des Global Automation Steering Team bei GSK, will das Unternehmen Automatisierungsstrukturen vereinfachen, standardisieren und sich auf eine kleinere Anzahl von Lieferanten und Systemen konzentrieren. Die strategische Partnerschaft mit Siemens sei ein Schritt im Rahmen dieser global ausgerollten Strategie.

Nach Angaben von Siemens arbeiten beide Unternehmen schon viele Jahre zusammen. Man könne  GSK durch ein „integriertes Portfolio aus Hardware, Software und Service über den ganzen Anlagenlebenszyklus“ unterstützen, wie Eckard Eberle, CEO der Siemens Business Unit Process Automation erklärte.

 

Schwerpunkte der Kooperation

Schwerpunkte der Zusammenarbeit, die vom Top-Management beider Konzerne unterstützt wird, sollen Prozesskontrolle, Anlagensteuerung sowie Gebäudemanagementsysteme sein. Insbesondere will man sich auf modulare Produktion sowie Blueprints für sterile Chargenproduktion und die Produktion von verschiedenen Darreichungsformen konzentrieren.

 

 

 

 

 

September 9th

Deutschland: Gute Halbjahreszahlen

Zufrieden mit dem ersten Halbjahr 2015 zeigt sich der deutsche Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die Produktion wuchs im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 um 3,4 Prozent, Die Auslastung der Erzeugungskapazitäten wird mit 83,5 Prozent beziffert und als gut beschrieben. Auch der Branchenumsatz erhöhte sich um 3,4 Prozent. Allerdings lagen die durchschnittlichen Erzeugerpreise immer noch um rund 2,6 Prozent unter denen des ersten Halbjahres 2014. 


 Die Chemie stimmt wieder - zumindest auf den ersten Blick“, heißt es dazu im Quartalsbericht. Warnend wird jedoch hinzugefügt, dass die guten Halbjahreszahlen „vor allem dem Pharmageschäft zu verdanken“ seien. Dort wuchs die Produktionsmenge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 um 10,5 Prozent, der Umsatz ging um 9,1 Prozent in die Höhe. Dies war sowohl durch den um 11,5 Prozent gestiegenen Auslandsabsatz als auch durch den um 4,4 Prozent gestiegenen Inlandsabsatz bedingt. Für die übrigen Sparten spricht der VCI jedoch weiterhin von einer „Wellblechkonjunktur“. VCI-Präsident Marijn Dekkers konstatierte zur aktuellen Lage, „der Aufwärtstrend wird aktuell vom Pharmageschäft getragen. Der schwache Euro begünstigt das Auslandsgeschäft. Rückenwind erhält das Chemiegeschäft auch durch die niedrigen Ölpreise. Gleichzeitig lässt jedoch die Wirtschaftsdynamik im weltgrößten Chemiemarkt China nach."

 

Für das Gesamtjahr beurteilt der VCI die Aussichten als grundsätzlich positiv, wenn auch das Wachstum insgesamt „niedrig“ bleibe. Erwartet werden ein Wachstum der Produktion um 1,5 Prozent und ein Anstieg der Preise um 2,5 Prozent. Der Branchenumsatz dürfte sich auf etwa 192,7 Milliarden Euro belaufen. Im Vergleich zu 2014 wäre das ein Plus von 1,0 Prozent.

 

 

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