Archive - Aug 31, 2009

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Phase-III-Studie zur Rivaroxaban-Behandlung bei Vorhofflimmern

Die von <a href=http://www.bayerscheringpharma.de>Bayer Schering Pharma</a> durchgeführte Studie „Rocket-AF“ vergleicht Rivaroxaban und Warfarin in der Prävention von Schlaganfällen und weiteren arteriellen Embolien bei Patienten mit Vorhofflimmern. In diesem Zusammenhang unterstützt das Unternehmen auch das Thrombosis Research Institute beim Start des globalen epidemiologischen Garfield-Registers. Phase-III-Studie zur Rivaroxaban-Behandlung bei Vorhofflimmern <% image name="BayerWuppertalWeb" %> <small> Rivaroxaban wurde in den Bayer-Laboratorien in Wuppertal erfunden. ©Bayer Health Care</small> Rocket-AF steht für „Rivaroxaban Once daily oral direct Factor Xa inhibition Compared with vitamin K antagonism for prevention of stroke and Embolism Trial in Atrial Fibrillation“, für die Studie der Phase III wurde nun die Patientenrekrutierung abgeschlossen. Das unter dem Namen „Xarelto“ vermarktete Rivaroxaban ist ein Faktor-Xa-Hemmer, der in der Studie mit Warfarin, einem Vitamin-K-Antagonisten, verglichen wird. In die prospektive, randomisierte, doppelblinde Studie wurden 14.269 Patienten aus mehr als 1.100 Studienzentren in 45 Ländern eingeschlossen. Das Studiendesign wird dieser Tage beim Jahreskongress der Europäischen Kardiologen (ESC) in Barcelona vorgestellt. <b>Bayer unterstützt Garfield-Register</b> Auf demselben Kongress wurde auch der Start des Garfield-Registers (steht für „Global Anticoagulant Registry in the FIELD) vom Thrombosis Research Institute, einer unabhängigen, gemeinnützigen Forschungsorganisation, die sich der Verbesserung der Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen verplichtet hat, bekannt gegeben. In das Garfield-Register sollen prospektiv 50.000 Patienten mit neu diagnostiziertem Vorhofflimmern eingeschlossen und über einen Zeitraum von sechs Jahren beobachtet werden. Ziel dabei ist, die klinischen Folgen und die globalen Auswirkungen dieser Erkrankung zu untersuchen. Der Start der Studie wird durch einen Forschungszuschuss von Bayer Schering Pharma unterstützt. Dazu Ajay Kakkar, Leiter des Thrombosis Research Institute und Professor der Chirurgie an der Queen Mary University of London: "Das Garfield-Register ist aufgrund der Einbeziehung von unselektierten Patienten aus zufällig ausgewählten Zentren in bis zu 50 Ländern derzeit weltweit einzigartig. Wir erfassen unter realen Bedingungen die Auswirkungen der derzeitigen Behandlungsmethoden zur Vermeidung von Schlaganfällen sowie ihre Limitationen. Dabei untersuchen wir, wie die neuen Möglichkeiten des VHF-Managements und die Therapie mit neuartigen Gerinnungshemmern zur Verbesserung von klinischen Ereignissen führen. Außerdem wollen wir erfahren, inwieweit sie die Belastungen durch Schlaganfälle für den einzelnen Patienten, für die Gesundheitssysteme und die Gesellschaft im Allgemeinen reduzieren können". <small> <b>Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern</b> In Europa leiden mehr als sechs Millionen Menschen an Vorhofflimmern. Bei dieser Erkrankung schlagen die beiden oberen Herzkammern (der Vorhof) unkontrolliert statt regelmäßig, und das Blut wird nicht mehr vollständig gepumpt. Dies kann eine Ansammlung von Blut im Vorhof und dessen Gerinnung auslösen. Sollte ein so entstandenes Blutgerinnsel aus dem Vorhof in eine Arterie im Gehirn gelangen, kann es einen ischämischen Schlaganfall verursachen. Rund ein Fünftel aller ischämischen Schlaganfälle sind die Folge von Vorhofflimmern. Die Prävention von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern ist von besonderer Bedeutung, weil diese häufig schwerwiegender sind, zu schwereren Körperbehinderungen führen und sich schlechter prognostizieren lassen als Schlaganfälle, die nicht durch Vorhofflimmern verursacht werden. Der medizinische Bedarf an neuen Medikamenten ist nach Ansicht von Experten hoch, da die derzeitigen Therapien mit Antikoagulanzien ein enges therapeutisches Fenster haben und eine optimale Dosierung schwierig ist. Somit müssen die Patienten regelmäßig überwacht werden, um eine korrekte Dosierung sicherstellen zu können. <b>Über Rivaroxaban</b> Rivaroxaban wurde in den Bayer-Laboratorien in Wuppertal erfunden und wird gemeinsam von Bayer Health Care und Johnson & Johnson Pharmaceutical Research & Development, L.L.C. entwickelt. Rivaroxaban ist in der Europäischen Union zur Prophylaxe von venösen Thromboembolien bei erwachsenen Patienten nach elektiven Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen zugelassen. Weitere Zulassungen für das unter dem Markennamen „Xarelto“ vertriebene Arzneimittel wurden in einer Vielzahl anderer Länder erteilt, darunter Australien, China, Kanada, Mexiko und Singapur. Derzeit wird Xarelto in mehr als 40 Ländern weltweit vermarktet. </small>

Erweiterung des Industrieparks Werk Gendorf

Die Betreiber des Industrieparks <a href=http://www.gendorf.de>Werk Gendorf </a> – eines Teils des bayrischen Chemiedreiecks – glauben schon an einen kommenden Wirtschaftsaufschwung und tätigen Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro zur Geländeerweiterung und zum Ausbau der Infrastruktur des Standorts. <% image name="IndustrieparkGendorf" %> <small> Das Erweiterungsgebiet im Norden des Industrieparkgeländes – hier sichtbar an der braunen Rodungsfläche links unten im Bild – schafft Platz für Neuansiedlungen und Produktionserweiterungen in Gendorf. (c) Heine</small> Für die Erweiterung des Geländes des Industrieparks Werk Gendorf nach Norden wurden bereits im Frühjahr 2009 rund 1,8 Hektar Waldfläche gerodet. Das noch laufende Verfahren für den Bebauungsplan umfasst insgesamt rund sieben Hektar, die für die Ansiedlung der Schaltwarte des neuen 30-kV-Stromnetzes sowie Firmenansiedlungen vorgesehen ist. Die Schaltwarte ist Bestandteil des derzeit laufenden Ausbaus der Strominfrastruktur des Industrieparks. Die Errichtung des 30-kV-Netzes für die Stromversorgung ist laut Infraserv-Geschäftsleiter und Werksleiter Bernhard Langhammermit mit 13 Millionen Euro die bisher größte Einzelinvestition in der Geschichte der Betreibergesellschaft und soll einen Meilenstein zur langfristigen Standortsicherung des Industrieparks darstellen. Die Arbeiten für das gesamte 30-kV-Projekt werden voraussichtlich bis Ende 2010 andauern. <b>Investoren-Infos auf der Website</b> Aktualisiert und ergänzt um das Thema "Ansiedlungen und Freiflächen" präsentiert sich auch die Website des Industrieparks Werk Gendorf, http://www.gendorf.de - zahlreiche Informationen für Investoren und Unternehmen, die eine Ansiedlung in einem Industriepark mit Chemieschwerpunkt in Betracht ziehen, sind auf diese Weise „online“ in deutscher und englischer Sprache verfügbar. "Um auf die Interessen und Anforderungen potentieller Investoren variabel reagieren zu können und über das immer stärker an Bedeutung gewinnende Medium Internet die wichtigsten Infos zum Thema Ansiedlungen bereit zu stellen, wurde die Homepage des Industrieparks inhaltlich ergänzt", so Markus Koch, Leiter Industrieparkkommunikation. Erweiterung des Industrieparks Werk Gendorf

Hohe Prominentendichte bei den Alpbacher Technologiegespräche

Samstag mittags gingen die diesjährigen <a href=http://www.alpbach.org>Alpbacher Technologiegespräche</a> zu Ende. Unter dem Titel „Vertrauen in der Krise – Zukunft gestalten“ diskutierten Vertreter von Wissenschaft, Industrie, Politik, Verwaltung und Medien Perspektiven und Rahmenbedingungen der gegenwärtigen technischen Entwicklung. Hohe Prominentendichte bei den Alpbacher Technologiegespräche <% image name="CCA_Sommer_Dorfansicht_jpeg_555308" %> <small>Wissenschaftler, Industrievorstände, Beamte und Politiker sind auf - und neben - dem Forum Alpbach zu finden. © Congress Centrum Alpbach</small> Im Tiroler Bergdorf Alpbach kommen alljährlich im Spätsommer Personen aus den unterschiedlichsten Disziplinen und Institutionen zusammen, um Gedankenaustausch auf höchstem Niveau zu pflegen. Eines der Kernstücke sind dabei die Alpbacher Technologiegespräche, die heuer von 27. bis 29 August stattfanden. <b>Ist Innovation planbar?</b> Gleich das Eröffnungs-Plenum heizte mit Chemie-Nobelpreisträger und Unternehmensgründer Robert Huber, Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, Infineon-Vorstand Reinhard Ploss und Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl die Diskussion um die Voraussetzungen, unter denen technologischer Fortschritt stattfindet, an. Einhellig war dabei das Bekenntnis zur Bedeutung der Grundlagenforschung, auch bei den Industrievertretern. Die Einsicht dahinter: Wirtschaftlich relevante Innovation sei in vielen Fällen nicht planbar. Das stand etwas im Kontrast zu den Aussagen mancher anwesender Politiker, aus denen immer wieder von der Anwendungsbezogenheit als Kriterium der Forschungsförderung herauszuhören war. Die Bundesregierung war mit den Ministern Doris Bures, Johanes Hahn und Claudia Schmied bei den Technologiegesprächen vertreten, auch mancher Landesrat ließ sich sehen, wenn auch – wie Claus Raidl bemerkte – häufiger neben als auf dem Forum. Auch bei den anderen Plenumsveranstaltungen war die Dichte hochkarätiger Referenten hoch. So kamen etwa Medizin-Nobelpreisträger Martin Evans (der über die Zukunft der Stammzellenforschung sprach), Klon-Pionier Alan Colman und Bruno Leibundgut, Direktor der europäischen Südsternwarte nach Alpbach.