Archive - Feb 2009

Datum

February 25th

Pflanzengenetik soll Ölgehalt von Raps erhöhen

<a href=http://www.bayercropscience.com>Bayer Crop Science</a> und das <a href=http://www.ipk-gatersleben.de>Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK)</a> haben eine Forschungsvereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung von gentechnisch modifiziertem, ertragreichem Hybridraps geschlossen. Ziel von Bayer ist es, die in Gatersleben bei Magdeburg entwickelten Innovationen in seinem Raps-Saatgut „In Vigor“ in Nordamerika einzusetzen und weltweit Produkte für Märkte zu entwickeln, in denen eine große Nachfrage nach hochwertigen Ölen besteht. <% image name="Raps7Web" %> <small>Bayer Crop Science wird Ergebnisse der Grundlagenforschung für die Entwicklung von ertragreichen Hybridrapssorten nutzen. © Bayer Crop Science</small> "Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit einem starken Partner wie dem IPK innovative Lösungen zu entwickeln, um der steigenden Nachfrage der Industrie nach Pflanzenölen begegnen zu können. Dadurch werden unseren Kunden neue Marktchancen eröffnet", sagt Dr. Michiel van Lookeren Campagne, Leiter der Bio-Science-Forschung bei Bayer Crop Science. Das Unternehmen hat mit „In Vigor“ bereits neue Ertragsstandards gesetzt und will seine Rolle im Innovationswettbewerb bei Raps weiter auszubauen. <b>Kooperation interessant für beide Partner</b> Für Professor Dr. Andreas Graner, Geschäftsführender Direktor des IPK Gatersleben „beweist die Zusammenarbeit mit einem weltweit agierenden Unternehmen wie Bayer, dass unsere Forschung im internationalen Vergleich auch außerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft Beachtung findet. Die Umsetzung der am IPK erarbeiteten Ergebnisse aus der Grundlagenforschung zur züchterischen Verbesserung landwirtschaftlicher Kulturpflanzen stellt einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Ernährung und der Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen dar." Kanadischer Raps (Canola) gehört zu den wichtigsten Kulturpflanzen für die Gewinnung von Pflanzenölen. Diese werden in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt und bilden auch den Ausgangsstoff für Biodiesel. Bei herkömmlichem Raps liegt der Ölgehalt bei rund 45 Prozent. Die Kooperationspartner sehen jedoch Potenzial für eine Erhöhung des Ölgehalts durch den Einsatz der Pflanzenbiotechnologie. Mit seinen ertragsstarken Raps-Hybridsorten „In Vigor“ ist Bayer Crop Science Marktführer in Nordamerika. Das Unternehmen will sein weltweites Geschäft mit Rapssaatgut und verbesserten Pflanzeneigenschaften weiter ausbauen -beispielsweise durch die Erschließung neuer geographischer Märkte und durch höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung, um zukünftige Wachstumschancen nutzen zu können. Pflanzengenetik soll Ölgehalt von Raps erhöhen

Joint-Venture zur Erzeugung von Cellulose-Ethanol

BP und die Verenium Corporation haben die Gründung eines 50:50-Joint-Ventures angekündigt, das Cellulose-Ethanol entwickeln und auf den Markt bringen soll. Dabei will man auf pflanzliche Rohstoffe zurückgreifen, die auf dem Ernährungssektor keine Rolle spielen. <% image name="biofuels" %> <small> BP und Verenium bauen das erste amerikanische Werk zur Herstellung von Cellulose-Ethanol für den US-Treibstoffmarkt auf ©BP</small> Die Joint-Venture-Gesellschaft stellt den ersten Schritt einer Partnerschaft dar, die von den beiden Unternehmen im August 2008 vereinbart wurde. Gemeinsam werden BP und Verenium eine Summe von 45 Millionen US-Dollar in das Joint-Venture einbringen. Die Zusammenarbeit soll zum Aufbau eines der ersten amerikanischen Werke (angesiedelt in Highlands County, Florida) führen, das Cellulose-Ethanol in wirtschaftlichem Maßstab herstellen wird. Auf diese Weise möchte man der Technologie zum Durchbruch verhelfen. Carlos A. Riva, der Präsident und CEO von Verenium, sieht in der Entwicklung eine echte Konvergenz von Biotechnologie und Energieerzeugung kommen, die „sauberere, nachhaltigere Treibstoffe“ verspricht. Auch Sue Ellerbusch, Präsidentin von BP Biofuels North America, sieht in dem Schritt der beiden Unternehmen ein Bekenntnis dazu, dass Cellulose-Ethanol auf dem US-Treibstoffmarkt eine gewichtige Rolle spielen wird. Joint-Venture zur Erzeugung von Cellulose-Ethanol

February 23rd

Mehr Geld für österreichisches Forschungsprojekt zu nanostrukturierten Grenzflächen

Ein österreichweites Verbundprojekt unter der Federführung der Johannes-Kepler-Universität Linz forscht auf dem Gebiet der Nanotechnologie. Für die nächsten drei Jahre stehen 3,6 Millionen Euro zur Verfügung. Mehr Geld für österreichisches Forschungsprojekt zu nanostrukturierten Grenzflächen <% image name="NanotechnologieWeb" %> <small>NSI besteht aus acht vernetzten Einzelprojekten, an denen Universitäten, Forschungseinrichtungen österreichische Firmen beteiligt sind © www.nalogo.at</small> Friedrich Schäffler vom Institut für Halbleiter- und Festkörperphysik an der JKU koordiniert seit 2005 das Verbundprojekt NSI (Nanostructured Surfaces and Interfaces), in dem Forschung auf dem Gebiet der Nanotechnologie betrieben wird. NSI besteht aus acht vernetzten Einzelprojekten, an denen Universitäten, Forschungseinrichtungen (JKU, UAR (Upper Austrian Research GmbH), TU Graz, TU Wien, Universität Graz) und sechs österreichische Firmen (darunter die Profactor GmbH, die TCKT GmbH und die Tiger Coatings GesmbH & Co KG) beteiligt sind. Für die nächsten drei Forschungsjahre auf internationalem Niveau stehen jetzt weitere 3,6 Millionen Euro zur Verfügung. Unterstützt wird das Verbundprojekt von der bei der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft mbH) angesiedelten österreichischen Nanoinitiative. Die FFG ist die nationale Förderstelle für anwendungsorientierte und wirtschaftsnahe Forschung in Österreich. Seit 2005 unterstützt die FFG dieses Projekt. Ein internationales Gutachtergremium und eine FFG-Jury genehmigte weitere 3,1 Millionen Euro für die Forschungsarbeiten rund um Verbundkoordinator Schäffler. Die restliche Fördersumme in der Höhe von 0,5 Millionen Euro kommt von den beteiligten Firmen. Mit dieser dritten Förderperiode kann bis 2012 weiter anwendungsorientierte Forschung betrieben und die Nanotechnologie in OÖ ausgebaut werden. „Über dieses Verbundprojekt sind verschiedene Kompetenzfelder vernetzt und dadurch entstehen neue Synergien. Die Unternehmen können auf einen umfangreichen Wissens- und Technologie-Pool zurückgreifen und die Universitäten sind in den Firmen bei der Umsetzung neuer Produkte dabei und können zu deren Optimierung beitragen“, sagt Schäffler. Darüber hinaus schafft das NSI Verbundprojekt Stellen für Doktoranden und Diplomanden und trägt in OÖ nachhaltig zum Studiengang NanoScience/Technologie der JKU bei, der ab dem Wintersemester 2009 als eigener Master-Kurs angeboten wird. Zur Stärkung der eingesetzten Analysetechniken und Forcierung der Nanoanalytik gibt es zudem in der neuen Förderperiode ein eigenes wissenschaftliches Projekt, in das das kürzlich gegründete Zentrum für Oberflächen- und Nanoanalytik (ZONA) der JKU und das Zentrum für Elektronenmikroskopie und Nanoanalytik der TU Graz eingebunden sind.

Simulation analysiert UV-Stabilität von DNA

Vorgänge, die zur Stabilität von DNA im UV-Licht beitragen, konnten erstmals mittels komplexer Computersimulationen im Detail untersucht werden. Die Gruppe um Hans Lischka und Mario Barbatti publizierte die Ergebnisse des vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekts im Journal of the American Chemical Society. Demnach ist ein ultraschneller, zweistufiger Prozess ein Grund für die Fotostabilität der DNA. Simulation analysiert UV-Stabilität von DNA <% image name="DNAUVStabilWeb" %> <small>Ultraschnelle Veränderungen der Energieniveaus von Elektronen des 9H-Adenins schützen die DNA vor Schäden durch UV-Licht © Hans Lischka</small> UV-Strahlen bräunen nicht nur die Haut, sie können auch Atome ihrer Elektronen "berauben" und so organische Verbindungen zerstören. Um diesen schädlichen Wirkungen zu entgehen, setzt der DNA-Bestandteil Adenin auf einen ultraschnellen Prozess, der in weniger als einer billionstel Sekunde abläuft. Durch UV-Licht kommt es zu einer Anregung von Elektronen des Adenins. Somit erlangen diese zunächst ein höheres Energieniveau. Von diesem kehren sie wieder auf das ursprüngliche Grundniveau zurück. So wird potenziell schädliche Anregungsenergie in harmlose Vibrationsenergie des Molekülgerüstes umgewandelt. Die DNA wird dadurch vor Schäden geschützt. Während der Vorgang selbst bereits bekannt war, konnten die Details aufgrund der hohen Komplexität des Vorganges noch nicht simuliert und damit im Detail analysiert werden - bis jetzt. <b>Simulation eines Übergangs</b> Durch den innovativen Einsatz einer Berechnungsmethode zur Simulation dynamischer Quantenzustände gelang es dem Wiener Team um Hans Lischka und Mario Barbatti vom Institut für Theoretische Chemie der Universität Wien, genaue Aussagen über Mechanismen zu treffen, die der Fotostabilität von Adenin zugrunde liegen. "Durch die Größe des Moleküls, die notwendigen, langen Simulationszeiten und die Komplexität der Elektronen-Spektren war dieses Projekt eine formidable Herausforderung. Und es hat sich gelohnt, sie anzunehmen", erklärt Lischka. Das Team um Lischka berechnete, wie der Übergang zwischen den einzelnen Energieniveaus der Elektronen in Kopplung an die Bewegung der Atomkerne im Detail abläuft. Zunächst zeigen die Daten, dass dieser Übergang kein kontinuierlicher, sondern ein aus zwei Schritten bestehender Prozess ist. Ersterer ist "ultrakurz" und nimmt lediglich 22 Femto-Sekunden in Anspruch. Dabei fallen die Elektronen von einem höheren Energieniveau (S3) in ein niedrigeres (S1). Der zweite Schritt dauert etwa 20-mal so lange wie der erste, nämlich eine halbe billionstel Sekunde. Danach sind die Elektronen des Adenins wieder in den energiearmen Ausgangszustand (S0) zurückgefallen, und das in unvorstellbarer Geschwindigkeit. <b>Bewegung der Elektronen und Atomkerne</b> Die renommierte American Chemical Society hebt in ihrem Kommentar unter anderem die Anzahl der von Lischka und seinem Team berechneten Kernbewegungsbahnen hervor. In dieser Arbeit wurden nicht nur ein oder zwei, sondern gleich 60 dieser, auch als Traktorien bezeichneten, Bahnen simuliert. Diese Anzahl ermöglichte die Erstellung einer Statistik über jene Vorgänge, die für die Fotostabilität von Adenin verantwortlich sind. Lischka und Barbatti dazu: "Durch Verwendung vieler Traktorien konnten wir statistische Aussagen treffen. So sahen wir beispielsweise, dass bei 98 %, also bei praktisch allen berechneten Traktorien, 60 Femto-Sekunden nach einer UV-Bestrahlung das S1- Niveau erreicht wurde." Die von Lischka und Barbatti in diesem speziellen Zusammenhang erstmals angewandte Computersimulationsmethode birgt großes Potenzial für die weitere Erforschung ultraschneller fotochemischer Prozesse in polyatomaren Molekülen. Dieses Potenzial der äußerst zeitintensiven Methode konnte durch die Förderung von Lischkas Arbeit durch den Wissenschaftsfonds FWF voll ausgeschöpft werden. Die erlangten Einsichten und die Aufnahme der Publikation von Lischka und Barbatti in die Website-Rubrik "JACS Select" für innovative Entwicklungen zeigen deutlich, dass Lischka seine "formidable Herausforderung" bestens bewältigt hat. <small> Originalpublikation: "Nonadiabatic Deactivationof 9H-Adenine: A Comprehensive Picture Based on Mixed Quantum-Classical Dynamics" M. Barbatti & H. Lischka. J. Am. Chem. So., 2008, 130 (21), 6831-6839, DOI:10.1021/ja800589p JACS Select: http://pubs.acs.org/JACSbeta/jvi/issue3.html </small>

February 19th

Orangepigment von BASF in den Colour Index aufgenommen

Forscher und Anwendungstechniker von <a href=http://www.basf.com>BASF</a> haben ein neues brillantes Orangepigment entwickelt, das als Pigment Orange 82 in den international anerkannten Colour Index (C.I.) aufgenommen wurde. BASF wird das Orangepigment unter den Markennamen „Sicopal Orange L 2430“ für Lackanwendungen und „Sicopal Orange K 2430“ für Kunststoffanwendungen vermarkten. <% image name="BASFPigmentWeb" %> <small>Das neue Orangepigment wird in Anwendungen der Lack- und Kunststoffindustrie zum Einsatz kommen. © BASF</small> Das neu entwickelte Pigment ist farbstark und erweitert mit seiner Koloristik den Farbraum für anorganische Pigmente. Es weist darüber hinaus hohes Deckvermögen, Chemikalien- und Wetterbeständigkeit sowie Temperaturstabilität auf. Mit diesem Eigenschaftsprofil soll Sicopal einem breiten Anwendungsspektrum in der Lack- und Kunststoffindustrie dienen, das von alkalischen Silikat- und Silikonputzen und Farbmischsystemen über Pulverlacke und Coil Coating bis hin zu Kunststoffen wie Polyolefinen für Folienverpackungen und Polyamid für Faser- und Spritzgussanwendungen. <b>Wie ein Eintrag im Colour Index funktioniert</b> Der Colour Index wird von der British Society of Dyers and Colourists und der American Association of Textile Chemists and Colorists herausgegeben und gilt als Standardwerk auf dem Gebiet der Pigment- und Farbstoffchemie. Voraussetzung für die Aufnahme in den Colour Index ist die Anmeldung eines Farbmittels mit einer neuen chemischen Struktur. Ein Eintrag im Colour Index setzt sich zusammen aus einer Kategoriebezeichnung, dem Farbraum, dem das Farbmittel aufgrund seiner Koloristik zugeordnet wird und einer fortlaufenden Nummer (zum Beispiel Pigment Orange 82). Die Produktpalette der BASF-Geschäftseinheit Lack- & Kunststoff¬chemikalien umfasst Pigmente, Pigmentpräparationen und Farbstoffe, Harze, Lichtschutzmittel und Prozesschemikalien sowie in Europa spezielle Masterbatches. Orangepigment von BASF in den Colour Index aufgenommen

February 18th

Abbott Medical Circle beleuchtet Entwicklungen auf dem Labormarkt

Die „Irrwege“ auf dem deutschen Labormarkt standen beim 14. Abbott Medical Circle auf dem Prüfstand und im Mittelpunkt einer regen Diskussion. Heike Lohmeyer, Labormanagement bei Lab Partners in Augsburg, analysierte den Preisdruck im Laborbereich und forderte wirtschaftlich fundierte Analysen. <% image name="HeikeLohmeyer" %> <small>Heike Lohmaier, Vortragende auf dem von Abott Diagnostics Österreich veranstalteten Medical Circle, gilt als Kritikerin der deutschen Laborkonsolidierungswelle</small> <b>Laborärzte schneiden im Verteilungskampf schlechter ab</b> In den letzten 15 Jahren sank in Deutschland der Laboranteil an den gesamten Gesundheitsausgaben stetig ab. Während die Gesundheitsausgaben seit 1993 kontinuierlich stiegen, verzeichnete der prozentuale Laborkostenanteil an den Gesamtausgaben seit der Jahrtausendwende eine Stagnation. Laborärzte gelten auch als die großen Verlierer im Verteilungskampf. Insgesamt setzten Kliniken, Ärzte und Laborunternehmen in Deutschland 6,3 Mrd. Euro mit Labordiensten um und vom GKV-Budget für Labordiagnostik entfällt nur etwa ein Viertel davon auf Laborfachärzte. <b>Preise für Laborleistungen im freien Fall</b> Die Preise für Laborleistungen sind in Deutschland durch die (GOÄ) Gebührenordnung für Ärzte bei Privatpatienten und die (EBM) Einheitlicher Bewertungsmaßstab bei Kassenpatienten festgelegt und unveränderbar. Für identische Laborleistungen gibt es unterschiedliche Preise. In einigen Fällen sei eine zugesagte kostendeckende Vergütung nicht erfüllt, die GOÄ Analysen subventionieren die EBM Analysen und eine Einkommenssteigerung ist lediglich über eine Mengenausweitung möglich. Lohmeyer: „Laborbetreiber, die sich in medizinischer Verantwortung für hochwertige Reagenzien und qualifiziertes Personal entschieden haben, werden von der Politik mit der Forderung nach weiterer Absenkung im GOÄ und EBM Bereich zusätzlich abgestraft.“ Lohmeyer kritisierte, dass die Legislative nicht den Ursprung bekämpfe. Das Resultat ist ein Kampf um Marktanteile, der zur Schrumpfung der Dividenden führe mit eingehendem Qualitätsverlust, Einsparung bei qualifizierten Personal und schließlich Gewinneinbußen. Die Folge sei eine Strukturbereinigung durch Verkauf. <b>Konsolidierungswelle der Laboratorien auf Kosten des Patienten</b> In den vergangenen drei Jahren kam es auf dem deutschen Labormarkt zu einer ganzen Reihe von Übernahmen und die Konsolidierungswelle setzt sich fort. Der Labormarkt zählt zu den umkämpftesten Segmenten der Gesundheitswirtschaft. Internationale Finanzinvestoren und Konzerne übernahmen ganze Ketten, eines der jüngsten Beispiele lieferte Sonic-Healthcare (Australien) mit dem Kauf der Branchenriesen Bioscientia und Schottdorf. In Deutschland halten nur sechs Labore 50% des gesamten Marktes. Heike Lohmeyer sieht in diesem Zusammenhang bereits die Abnahme eines gesunden Wettbewerbs, da nur noch Niedrigstpreise zu zählen scheinen: „Offenbar hat kaum jemand den Mut, ein adäquates Honorar für hochwertige Diagnostik zu fordern.“ Die Folgen seien laut Lohmeyer ein globaler Ausverkauf und die Aufgabe des berufrechtlich selbständigen Arztes. Die Zeitdauer bis ein Befund vorliegt werde immer größer, die ärztliche Entscheidung sei nicht mehr gegeben und das Ergebnis seien große anonyme Einrichtungen ohne Ansprechpartner. <b>Chancen der neuen Reform</b> Umso wichtiger seien die Chancen, die die neue Laborreform 2008 verspreche, wonach eine Direktabrechnung mit der LG (Laborgemeinschaft) erfolge. Allgemeinmediziner sollen nicht mehr mit der Kasse abrechnen. Einsparungen in der Höhe von 42 bis 120 Millionen Euro durch Mengenreduktionen werden erwartet. Lohmeyer sieht mit der Reform Chancen für kleine Laboreinheiten. Abbott Medical Circle beleuchtet Entwicklungen auf dem Labormarkt

Pörner übergab Anlage zur Färbung von Polyethylen an Borealis

Die <a href=http://www.poerner.at>Pörner Ingenieurgesellschaft</a> übergab eine neue Anlage zur Schwarzeinfärbung von Polyethylen an ihren Kunden <a href=http://www.borealisgroup.com>Borealis Polyolefine</a>. Mit dieser Erweiterung der PE-Anlage in Schwechat reagierte der Auftraggeber auf die Marktnachfrage nach lichtbeständigem schwarzem Kunststoff für eine Weiterverarbeitung z.B. zu Rohrleitungen. <% image name="PoernerBorealis" %> <small>Die neue Anlage erweitert die bestehende Polyethylen-Erzeugung von Borealis in Schwechat. © Pörner Gruppe</small> Das Vorprodukt, naturfarbiges PE-Granulat, stammt aus der PE-Anlage, welche die Pörner Gruppe bereits im Jahr 2005 für Borealis mit geplant und gebaut hat. Im Mai 2007 erging der Auftrag an die Pörner Gruppe als Generalplaner, sowohl für das Behörden-Engineering, Basic und Detail-Engineering über alle Gewerke wie Bau, Stahlbau, Maschinen & Apparate, EMSR und Piping, als auch für die Baustellenaufsicht und die Inbetriebnahmeunterstützung zu agieren. Der Investitionsumfang betrug ca. 28 Mio. Euro. Im Dezember 2008 konnte die Anlage termin- und budgetgerecht übergeben werden. Nach einem Borealis-Verfahren wird durch Zusetzen von Rußpigmentgranulat unter Wärmeeinwirkung im Extruder 50 Tonnen schwarzes PE-Granulat pro Stunde hergestellt. Die Erweiterung der Anlage fand bei laufendem Betrieb statt und erforderte dementsprechende Flexibilität und Präzision. Pörner übergab Anlage zur Färbung von Polyethylen an Borealis

February 16th

Professur in Gugging besetzt

Der Populationsgenetiker Nick Barton hat als erster Professor am <a href=http://www.ist-austria.ac.at> „Institute of Science and Technology“</a> in Gugging – im Volksmund unter dem Namen „Elite-Uni“ bekannt – seine Arbeit aufgenommen. <% image name="BartonSmall" %> <small>Nick Barton, der von Edinburgh nach Gugging wechselt, beschäftigt sich mit der mathematischen Formulierung der Evolutionsbiologie.© Insitute of Science and Technology Austria</small> Das Institute of Science and Technology (kurz IST) ist eine postgraduale Forschungseinrichtung, die sich derzeit im Aufbau befindet. Die eigenen Zielsetzungen sind anspruchsvoll: man will Grundlagenforschung mit höchster Qualität betreiben und sich nur auf solchen Gebieten engagieren, auf denen man eine weltweit führende Rolle erreichen kann. Fachlich besteht aus diesem Grund wenig Vorgabe: die Ausrichtung richtet sich danach, welche Wissenschaftler von Rang man in Gugging an Land ziehen kann. Der eingerichtete wissenschaftliche Rat, der aus zehn international anerkannten Wissenschaftlern besteht, sucht derzeit nach herausragenden Persönlichkeiten, die man für das IST gewinnen will. Nach dem designierten Präsidenten Thomas Henzinger (einem Computerwissenschaftler, der derzeit an der Bundesuniversität Lausanne tätig ist), hat man mit Nick Barton nun eine Forscher gefunden, der dem Selbstverständnis der „Elite-Uni“ entsprechen dürfte. Barton beschäftigt sich damit, die Darwinsche Evolutionsbiologie auf eine solide mathematische Grundlage zu stellen. Der derzeit an der Universität Edinburgh tätige Wissenschaftler gilt auf diesem Gebiet als einer der führenden Köpfe. Professur in Gugging besetzt

Bayer Schering Pharma baut F&E-Zentrum in China

<a href=http://www.bayerscheringpharma.de>Bayer Schering Pharma</a> wird seine weltweiten Forschungs- und Entwicklungskapazitäten durch die Gründung eines neuen F&E-Zentrums in Peking verstärken. Das Unternehmen wird in den kommenden fünf Jahren rund 100 Millionen Euro in die Errichtung investieren. Hiervon sollen insbesondere asiatische Patienten profitieren, deren klinisches Profil und medizinische Erfordernisse bereits in der frühen Entwicklungsphase einbezogen werden können. Bayer Schering Pharma baut F&E-Zentrum in China <% image name="BayerScheringZentraleWeb" %> <small>Bayer Schering Pharma (im Bild die Unternehmenszentrale in Berlin) baut zukünftig auch auf die Talente chinesischer Wissenschaftler ©Bayer Schering Pharma</small> Die Investition steht nach Aussage von Andreas Fibig, Vorstandsvorsitzender der Bayer Schering Pharma AG, in Zusammenhang mit einem Ausbau der Präsenz in der Region Asien/Pazifik und dem starken Umsatzwachstum, dass man in China erzielt. Fibig: „Peking wird ein wichtiger Standort im Rahmen unserer weltweiten Entwicklung innovativer Arzneimittel werden.“ <b>China drittgrößter Markt für Bayer</b> Nach Analyse des Marktbeobachtungsinstituts IMS Health ist Bayer das größte Healthcare-Unternehmen in China. Der Umsatz des Unternehmens stieg hier im Jahr 2007 um 43 Prozent. China ist für den Bayer-Konzern der drittgrößte Markt weltweit und wird neben Deutschland und den USA das dritte Land sein, in dem Bayer Schering Pharma ein internationales F&E-Zentrum betreibt. Das Engagement im Bereich Forschung und Entwicklung zielt aber nicht nur auf China alleine, sondern auch auf die Arzneimittelentwicklung für andere asiatische Länder ab. Ziel ist nach Aussage von Kemal Malik, Leiter Global Development und Chief Medical Officer bei Bayer Schering, asiatische Patienten systematisch früher in die weltweite Arzneimittelentwicklung aufzunehmen statt Studien zunächst in den USA oder Europa zu beginnen. Bayer sieht in China ein hohes Innovationspotenzial in der Arzneimittelentwicklung. Aus diesem Grund baut man in Peking auch das Global Drug Discovery Innovation Center auf, von dem aus die Wissenschaftler die Erforschung neuer innovativer Ansätze mit chinesischen Partnern vorantreiben sollen. In diesem Zusammenhang ist Bayer Schering Pharma zurzeit in fortgeschrittenen Gesprächen mit der Universität Tsinghua über eine strategische Partnerschaft zur Erforschung neuer krankheitsrelevanter Zielstrukturen in den Kernbereichen seiner Pharmaforschung.

February 13th

Sartorius-Bilanz: Sparten unterschiedlich von Konjunktur abhängig

Der Prozess- und Labortechnologieanbieter <a href=http://www.sartorius.com>Sartorius</a> präsentierte seine vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2008: demnach hat sich der Umsatz der Sparte Mechatronik im vergangenen Jahr besser entwickelt als jener der Sparte Biotechnologie. Für das laufende Jahr wird aufgrund der Konjunkturprognose genau die umgekehrte Entwicklung erwartet. <% image name="SartoriusKreuzburgWeb" %> <small>Satrorius-Vorstandsvorsitzender erwartet für 2009 Rückgang im Mechatronik- und Wachstum im Biotech-Bereich.</small> Den Grund für das verhaltene Wachstum im Biotech-Sektor sieht man bei dem Göttinger Unternehmen in der Tatsache, dass große US-Biopharmaunternehmen ihre Produktion 2008 einschränkten und in erheblichem Umfang Lagerbestände abbauten. Der Umsatz der Sparte lag bei 366 Mio. Euro und wuchs damit wechselkursbereinigt nur um 0,2 %, während er in der Berichtswährung Euro sogar um 2,6 % zurückging. In Europa war das Wachstum der Biotechnologie-Sparte dagegen vom Geschäft mit Einwegprodukten für biopharmazeutische Anwendungen (z.B. Einwegfermenter) geprägt. Im Bereich Mechatronik (dazu zählt bei Sartorius das Geschäft mit Laborinstrumenten sowie mit industrieller Wäge- und Kontrolltechnik) konnten in den ersten drei Quartalen dagegen erfreuliche Zuwächse von mehr als 5 % erzielt werden. Erst ab November 2008 wurde aufgrund des weltweiten Konjunktureinbruchs ein signifikanter Rückgang an Aufträgen verzeichnet. Das Servicegeschäft lief auch in diesem Zeitraum gut. <b>Die Erwartungen für 2009</b> Die Erwartungen der Sartorius-Unternehmensleitung an die Geschäftsentwicklung 2009 sind davon geprägt, wie sehr ein Geschäft vom konjunkturellen Umfeld beeinflusst ist. In der Sparte Mechatronik, in der es überwiegend um Investitionsgüter geht, wird aus diesem Grund mit einem Umsatzrückgang gerechnet, während in der Biotechnologie-Sparte, die als Zulieferer der pharmazeutischen Industrie von den allgemeinen Konjunkturentwicklungen relativ unabhängig ist, Wachstum geplant ist. <small> <b>Über Sartorius</b> Der Sartorius Konzern ist ein international führender Labor- und Prozesstechnologie-Anbieter mit den Segmenten Biotechnologie und Mechatronik. Der Technologiekonzern erzielte im Jahr 2008 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 611,6 Mio. Euro. Das 1870 gegründete Göttinger Unternehmen beschäftigt zur Zeit rund 4.600 Mitarbeiter. Das Segment Biotechnologie umfasst die Arbeitsschwerpunkte Filtration, Fluid Management, Fermentation, Purification und Labor. Im Segment Mechatronik werden insbesondere Geräte und Systeme der Wäge-, Mess- und Automationstechnik für Labor- und Industrieanwendungen hergestellt. Die wichtigsten Kunden von Sartorius stammen aus der pharmazeutischen, chemischen sowie der Nahrungsmittelund Getränkeindustrie und aus zahlreichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen des öffentlichen Sektors. Sartorius verfügt in Europa, Asien und Amerika über eigene Produktionsstätten sowie über Vertriebsniederlassungen und örtliche Handelsvertretungen in mehr als 110 Ländern. </small> Sartorius-Bilanz: Sparten unterschiedlich von Konjunktur abhängig

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