Archive - Okt 2009

Datum

October 30th

BOKU-Erweiterungsbau in der Muthgasse eröffnet

In Anwesenheit von Wissenschaftsminister Johannes Hahn und Ex-Vizebürgermeister Sepp Rieder wurde am 29. Oktober die dritte Ausbaustufe des Vienna Institute of Biotechnology in der Wiener Muthgasse eröffnet. Bereits bezogen hat den Neubau das Institut für Angewandte Mikrobiologie der Universität für Bodenkultur. <% image name="MuthgasseWeb" %> <small>Thomas Jakoubek (BAI Immobilien), Wissenschaftsminister Johannes Hahn, Hermann Katinger (Vorstand des Instituts für Angewandte Mikrobiologie) und BOKU-Rektor Martin Gerzabek bei der Eröffnung des neuen Gebäudes. ©Universität für Bodenkultur</small> Das Gebäude („Muthgasse III“)wurde nach rund zweijähriger Bauzeit von der Glamas Beteiligungsverwaltungs GmbH & Co „Alpha“ KEG – einem Konsortium aus BAI, Porr Solutions, Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft und MAP Bürodienstleistung GesmbH. – fertig gestellt. Die BOKU wird im neuen, mit einer Holzfachwerkbrücke über die Muthgasse direkt mit dem Hauptgebäude verbundenen Haus rund 14.000 Quadratmeter selbst nutzen. Den Rest der Fläche belegen Betriebe aus den Bereichen Biotechnologie und Pharmazie. „Hausherr“ Hermann Katinger meinte zur Entwicklung des Standorts: „Der Biotechnologiestandort Muthgasse hat sich mit seinen Partnerschaften aus der Industrie zunehmend zum wichtigen Know-How-Zentrum für die biotechnologische Verfahrenstechnik in Lehre und Forschung entwickelt. Hier sind fachverwandte Disziplinen aus Angewandter Mikrobiologie, Nanobiotechnologie, Lebensmittelwissenschaften, Angewandter Genetik, Chemie und Wasserwirtschaft zusammengeführt. Das VIBT der BOKU ist als Think Tank konzipiert und verbindet naturwissenschaftliche Grundlagenforschung mit ingenieurwissenschaftlichen Kompetenzen." BOKU-Erweiterungsbau in der Muthgasse eröffnet

Entscheidung für Kompetenzzentren ist gefallen

Die zweite Ausschreibungsrunde für Kompetenzzentren nach dem Comet-Programm ist abgeschlossen. Die Jury entschied sich für zwei K2-Zentren (Biotechnologie, Tribologie) und vier K1-Zentren. Entscheidung für Kompetenzzentren ist gefallen Das Austrian Center of Industrial Biotechnology (ACIB) und das Excellence Center of Tribology, (XTribology) werden K2-Zentren, also solche, die sich durch ein besonders ambitioniertes Forschungsprogramm ein hohes Ausmaß an internationaler Sichtbarkeit auszeichnen. Die Laufzeit für K2-Zentren beträgt 10 Jahre. <% image name="ACIBWeb" %> <small>Die Koordinatoren des AVIB: v.l. Kurt Faber, Georg Gübitz, Alois Jungbauer, Helmut Schwab, Anton Glieder und Diethard Mattanovich. ©ACIB </small> <b>ACIB: industrielle Biotechnologie als länderübergreifender Forschungsschwerpunkt</b> Zur Entstehung des ACIB haben die beiden bestehenden Kompetenzzentren „Austrian Center of Biopharmaceutical Technology“ (Wien) und „Kompetenzzentrum für angewandte Biokatalyse“ (Graz) ihre Kräfte gebündelt. Wissenschaftlich federführend werden dabei die TU Graz und die Universität für Bodenkultur sein, wissenschaftlicher Koordinator des neuen K2-Zentrums ist Anton Glieder. Insgesamt sind in dem – auch weiterhin offenen Konsortium – 30 Industriepartner aus dem In- und Ausland sowie mehr als 30 Forschungsgruppen vertreten. Inhaltlich zielt das ACIB auf die Etablierung einer wissensbasierten industriellen Biotechnologie ab, die vorhersagbare und ökonomisch optimierte Produktionsprozesse benützt. Das dafür notwendige Rüstzeug liefert die Erforschung der verwendeten zellulären Systeme, ihrer Enzyme und molekularen Mechanismen, um daraus fundamentale Parameter für die Implementierung und Optimierung von Bioprozessen abzuleiten. <% image name="ACCTWeb" %> <small>Die Mannschaft des AC²T freut sich gemeinsam mit den Landespolitikern Petra Bohuslav und Klaus Schneeberger über den Zuschlag. © Thule Jug</small> <b>XTribology: Wiener Neustadt als Hochburg der Reibungsforschung</b> Unter dem Namen „XTribology“ geht auch das Tribologie-Kompetenzzentrum AC²T in Wiener Neustadt, in die nächste Erweiterungsrunde. Als K2-Zentrum wird man unter der Leitung von Friedrich Franek und Andreas Pauschitz auf bis zu 180 Mitarbeiter kommen und so im internationalen Spitzenfeld mitmischen können. Ziel ist die Realisierung von neuartigen Werk- und Schmierstoffen zur Optimierung des Reibungsniveaus und der Reduktion von Verschleiß, Materialeinsatz und Energiebedarf. Zusätzlich zu den K2-Zentren werden vier K1-Zentren entstehen: das Austrian Center for Medical Innovation and Technology (ACMIT), ebenfalls in Wiener Neustadt, das Competence Center in Polymer Engineering and Science (PCCL-K1) in Leoben sowie Secure Business Austria 2 und das Visualization, Rendering and Visual Analysis Research Center (beide in Wien). Das Konsortium "alpS" aus Tirol konnte die Kriterien für ein K2-Zentrum nicht erfüllen, wird aber von der Jury eingeladen, bis 10.12.2009 einen Vollantrag für ein K1-Zentrum zu stellen.

October 28th

eBioscience übernimmt Bender Med Systems

Die <a href=http://www.eBioscience.com>eBioscience Corporation</a> hat das österreichische Immunoassay-Pionierunternehmen <a href=http://www.bendermedsystems.com>Bender Med Systems GmbH</a> im Rahmen einer Bartransaktion übernommen. Durch die Übernahme kommt eBioscience in den Besitz von über 1000 Produkten für Immunologie und Onkologie. eBioscience übernimmt Bender Med Systems <% image name="BenderMed" %> <small>Mit der Übernahme von Bender Med Systems erhält eBioscience auch die Marken Instant Elisa und Flow Cytomix. ©Bender Med Systems</small> Todd R. Nelson, CEO von eBioscience verspricht sich von der Kombination der Technologieplattform von Bender Med Systems mit den eBioscience-Produkten im Bereich der Zellanalyse die Entwicklung und Kommerzialisierung weiterer Innovationen. „Bender Med Systems´ firmeneigene Instant-Elisa-Technologie und die entsprechenden Produktreihen bieten zahlreiche Wettbewerbsvorteile gegenüber herkömmlichen Verfahren, u. a. eine höhere Empfindlichkeit, eine wesentlich einfachere Handhabung und kürzere Analysezeiten", meint wiederum Michael Schaude, CEO von Bender Med Systems. <b>Neuartige Multiplexing-Technologien</b> Bender Med Systems' neuartige, auf Beads beruhende Multiplexing-Technologien und -Produkte, die unter der Markenbezeichnung Flow Cytomix vertrieben werden, bieten dem Forscher die Möglichkeit, bis zu 20 Proteine in einer einzigen Reaktion parallel zu analysieren. Diese in hohem Masse anpassbare Technologieplattform kann mit zahlreichen bestehenden Verfahren kombiniert werden, die eBioscience zur Entwicklung einer beträchtlichen Zahl weiterer Produktreihen zur Zellanalyse nutzen wird. Die Flow Cytomix-Reagenzien sind für den Einsatz in herkömmlichen Durchflusszytometriegeräten gedacht und ermöglichen es eBioscience, die bestehenden Vertriebskanäle zu nutzen, ohne in eine Geräteplattform investieren zu müssen. eBioscience sieht in dieser Technologie daher die Gelegenheit, seine Präsenz im Multiplexing-Segment des Immunoassay-Marktes auszuweiten. <b>Teil der Europa-Expansion von eBioscience</b> Die Übernahme von Bender Med Systems erfolgt im Rahmen der kürzlich begonnenen Expansion von eBioscience in Europa und stellt eine Ergänzung des Natutec-Betriebs des Unternehmens in Deutschland dar. Abgesehen von dem Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Immunoassays in Europa, das eBioscience auf diese Weise erhält, wird das Unternehmen auch über Fertigungsmöglichkeiten, einen erweiterten Kundendienst, technischen Support und über zusätzliche Vertriebsmöglichkeiten in der Region verfügen. Bender Med Systems wird als Europazentrale von eBioscience dienen. <small> <b>Über eBioscience</b> Das im Jahre 1999 gegründete, in privater Hand befindliche Unternehmen eBioscience ist in San Diego, Kalifornien, ansässig und in über 70 Ländern weltweit geschäftlich präsent. eBioscience versorgt akademische und staatliche Forschungseinrichtungen sowie Pharma- und Biotechnologieunternehmen mit Reagenzien für die Zellanalyse <b>Über Bender Med Systems</b> Das im 1998 gegründete und in privater Hand befindliche Unternehmen Bender Med Systems ist in Wien ansässig. Es beliefert den weltweiten biomedizinischen Markt mit über 1000 immunologischen Forschungsreagenzien und -diagnostika, u. a. mit monoklonalen Antikörpern, Enzym-Immunoassays (Elisa), Fluoreszenz-Immunoassays, Flow Cytomix und der hauseigenen Technologie Instant Elisa sowie mit rekombinanten Proteinen für Anwendungen in der akademischen, industriellen und klinischen Forschung und in den Bereichen Adhäsionsmoleküle, Zytokine und Rezeptoren, Tumorbiologie und Apoptose. </small>

October 27th

Innovationspreis für DSM

Royal DSM N.V., das global agierende Life & Material Sciences-Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden, ist mit dem internationalen AVK-Innovationspreis in der Kategorie Umwelt ausgezeichnet worden. Der Preis wurde für eine neue, Gewicht sparende Ausführung von Luftfrachtcontainern verliehen. Innovationspreis für DSM <% image name="DSM" %> <small> Die prämierten Container sind bereits bei mehreren Luftfahrtgesellschaften im Einsatz, so auch bei der Lufthansa. ©DSM</small> Der Innovationspreis würdigt die Entwicklung neuer, ultrafester Panels für Luftfrachtcontainer. Die Platten mit der Bezeichnung RP10 werden unter Einsatz fortschrittlicher DSM-Verbundwerkstofftechnologie aus dem DSM-Kunststoff „Aeronite“ und dem Fasermaterial „Dyneema“, hergestellt. DSM hat die Technologie an die Dokasch GmbH lizensiert, einen führenden Luftfrachtausrüster, der die Container auf dem Markt anbietet. Nach zwei Jahren erfolgreicher Flugerprobungen sind bereits mehr als 400 dieser Container bei mehreren Luftfahrtgesellschaften im Einsatz, so auch bei der Lufthansa. Die Containerpanels sind für maximale Festigkeit bei geringstmöglichem Gewicht ausgelegt. Die RP10-Platten sind drei Mal so schlagzäh wie die für Luftfrachtcontainer sonst eingesetzten normalen Aluminiumplatten – wiegen jedoch nur halb so viel. <b>Reduzierung des Treibstoffverbrauchs</b> Die entsprechende Gewichtsersparnis der Container kann den jährlichen Treibstoffverbrauch einer typischen Luftfrachtflotte signifikant reduzieren. Eine mittelgroße Cargoflotte befördert im Lauf eines Jahres rund 5.000 Behälter. Mit den innovativen Verbundwerkstoffplatten aus den DSM-Materialien ließen sich dabei 333.000 Liter Treibstoff einsparen, was einen Minderausstoß von 28.000 Tonnen CO2 bedeutet. Erst kürzlich haben sich mehr als 200 Fluggesellschaften und die International Air Transport Association (IATA) verpflichtet, ihre Emissionen auf dem Stand von 2005 bis zum Jahr 2050 zu halbieren. Die AVK-Innovationspreise sind eine angesehene internationale Auszeichnung für technologisch modernste Problemlösungen unter Einsatz von Composites und Duroplasten. Sie unterstreichen die Fortschritte mit verstärkten Kunststoffen im Umweltschutz. Die Preise wurden auf der internationalen Jahreskonferenz der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. in Stuttgart verliehen.

October 25th

Roche präsentiert Umsatzsteigerungen und neue Konzernleitung

Das Wachstum des Pharma- und Medizintechnik-Riesen <a href=http://www.roche.com>Roche</a> hält unvermindert an. Der Umsatz ist in den ersten neun Monaten 2009 um 3,1 Milliarden auf 36,4 Milliarden Franken gestiegen, was einen Anstieg von 11 % in lokalen Währungen bedeutet. Roche präsentiert Umsatzsteigerungen und neue Konzernleitung <% image name="RocheAvastin" %> <small> Das Tumorpräparat Avastin, das den Antikörper Bevacizumab enthält, ist Roche´ umsatzstärkstes Arzneimittel. © Roche</small> Wachstumstreiber der Pharma Division war dabei vor allem das Grippemittel Tamiflu, das das Wachstum der Division von marktüblichen 6 % auf 12 % in lokalen Währungen anschwellen ließ. Die umsatzstärksten Arzneimittel aus dem Hause Roche sind Avastin (4,684 Mio. Schweizer Franken zwischen Jänner und September 2009), Mab Thera/Rituxan und Herceptin. Mit 30. September umfasste die Forschungs- und Entwicklungspipeline der Division Pharma (Phase I bis III/Registrierung) 63 neue pharmazeutische Wirkstoffe und 61 zusätzliche Indikationen. Vier Projekte wurden im dritten Quartal 2009 in die Phase II der Entwicklung überführt. Die Verkäufe der Division Diagnostics sind wachsen um 8% in lokalen Währungen gewachsen und damit nach Einschätzung des Unternehmens mehr als doppelt so schnell wie der weltweite In-vitro-Diagnostika-Markt. <b>Personalkarussell in der Konzernleitung</b> Bis Ende des Jahres soll die Integration von Genentech in den Roche-Konzern umgesetzt sein, mit deren Fortschritten sich CEO Severin Schwan zufrieden zeigt. In diesem Zusammenhang kommt auch eine Neustrukturierung der Konzernleitung zum Tragen, wenn mit Ende 2009 William M. Burns (62), CEO Pharma Division, Juergen Schwiezer (65), CEO Diagnostics Division, and Jonathan Knowles (62), der Leiter der Konzernforschung, ihre Funktionen zurücklegen. Pascal Soriot (50), der als CEO von Genentech bereits der Konzernleitung angehört, wird mit Jahreswechsel Chief Operating Officer der Pharma Division, Jean-Jacques Garaud (54), derzeit Leiter der Pharma-Entwicklung zieht in das erweiterte Executive Committee ein, wo er die Verantwortung für Forschung und frühe Entwicklung im Pharma-Bereich übernimmt. Auch Dan Zabrowski (50), der das Pharma-Partnering leitet, zieht in die erweiterte Konzernleitung ein. Daniel O’Day (45), wird Chief Operating Officer der Diagnostics Division, Ian Clark (49), folgt Pascal Soriot als CEO von Genentech und wird an letzteren berichten.

Verleihung des ALSA 2009 am 24. November

Bereits zum vierten Mal hat Chemiereport.at in diesem Jahr den "Austrian Life Science Award" (kurz ALSA) ausgeschrieben. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, neu ist, dass zwei weitere Preisträger eine Anerkennung in Höhe von 1.000 Euro erhalten. Verleihung des ALSA 2009 am 24. November Der ALSA ist ein Preis für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Biowissenschaften und Biotechnologien einschließlich Medizin und Medizintechnik und wird jährlich vergeben. Das Preisgeld wird vom österreichischen Glücksspielunternehmen Novomatic AG zur Verfügung gestellt. Preisverleihung und anschließende Feier finden diesmal im Festsaal der Wiener Börse statt. Nähere Informationen zu Fest und Anmeldung siehe unter: <% file name="1512_ALSA_WEB" %>

Gusskernherstellung mit anorganischem Bindemittel

Die <a href=http://www.sud-chemie.com>Südchemie</a> hat für BMW eine neue Serienfertigung für Gusskerne aufgebaut. Dabei kommt ein neu entwickeltes Verfahren zum Einsatz, dass den verwendeten Quarzsand mit einem emissionsfreien Bindemittel auf Silikat-Basis bindet. <% image name="SuedChemieGiesserei" %> <small>Die nach dem neuen Verfahren hergestellten Gusskern dienen der Produktion von Motorenkomponenten. © Süd-Chemie AG</small> Soll bei der Gießereitechnik ein Hohlraum in einem Gussteil erzeugt werden, bedient man sich sogenannter Gusskerne aus gebundenem Quarzsand. Dieser Kern stellt das Hohlraummodell des zu fertigenden Gussteils dar, in das das glutflüssige Metallgemisch (in der Regel auf Basis von Aluminium oder Eisen) eingefüllt wird. Nach dem Erkalten und Aushärten der Schmelze bröckelt der nun nicht mehr benötigte Gießereikern ab und gibt das fertige Gussteil frei. Zur Fertigung von Gusskernen wird ein Bindemittelsystem benötigt, das die Aufgabe hat, den verwendeten Sand so stabil zu binden, dass er den extremen Temperaturen von bis zu 900 Grad beim Aluminiumguss standhält. Damit wird das präzise und fehlerfreie Gießen von komplexen Formteilen wie Zylinderköpfen oder Wassermänteln ermöglicht. Die Ashland-Südchemie-Kernfest GmbH, ein Joint-Venture der Süd-Chemie mit Ashland Inc., hat nun unter dem Markennamen „Inotec“ ein Verfahren entwickelt, den Sand mit einem anorganischen Bindemittel auf Silikat-Basis und daher weitgehend emissionsfreien zu binden. Auf diese Weise kann in der Kernfertigung auf aufwändige Verfahren wie die Luftabsaugung und die Aminwäsche verzichtet werden. <b>Verfahren in Serienfertigung umgesetzt</b> Dieses Verfahren wurde in enger Zusammenarbeit mit der Leichtmetallgießerei der BMW Group in Landshut für den automobilen Serienguss optimiert und ist nun Grundlage einer neu aufgebauten Serienfertigung, die die Süd-Chemie-Tochter WD-Gießerei-Technik in Moosburg im Dreischichtbetrieb für die BMW Group betreibt. Mithilfe der nach dem Inotec-Verfahren arbeitenden Anlage wird ein Kernpaket bestehend aus mehreren Kernen zum Gießen des Zylinderblocks für den neuen Sechs-Zylinder-Dieselmotor der BMW Group hergestellt. Insgesamt sollen in den nächsten zwei Jahren in dieser Kernfertigung, in die die Süd-Chemie einen einstelligen Millionen-Euro-Betrag investiert hat, neue Arbeitsplätze „im deutlich zweistelligen Bereich, am Süd-Chemie Standort in Moosburg entstehen, wie es in einer Aussendung hieß. Gusskernherstellung mit anorganischem Bindemittel

October 23rd

Biokunststoff-Konferenz in Berlin

Zum vierten Mal präsentiert der Verband European Bioplastics am 10. und 11. November im Ritz Carlton Hotel Berlin die neuesten Trends und Innovationen der Biokunststoffindustrie einem internationalen Publikum. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stehen biologisch abbaubare Materialien für Verpackungen, Elektronik- und Textilartikel. <% image name="Bioplastics" %> <small>Kunststoffe aus nachwachsnednen Rohstoffen halten immer stärker in Massenmärkte Einzug. ©Huhtamaki</small> Biokunststoffe sind nach Einschätzung des Verbands nicht mehr nur Nischenprodukte, sondern halten zunehmend Einzug in Massenmärkte der Fahrzeug-, Elektronik-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie. Markenhersteller wie Coca Cola, Tetrapak, Toyota, Nokia, Samsung und Aldi zählten zu den Kunden. <b>McKinsey, Mitsubishi, BMFJ</b> Mit über 250 Teilnehmern gehört die European Bioplastics Konferenz zu den größten ihrer Art. Neben einem abwechslungsreichen Programm zeigen die Veranstalter in einer umfangreichen Ausstellung die neuesten Produkt- und Materialentwicklungen, die die Branche zu bieten hat. Keynote-Sprecher sind in diesem Jahr Ulrich Weihe aus dem Beratungsunternehmen McKinsey und Mori Tomoyuki vom Chemiekonzern (und Sponsor der Veranstaltung) Mitsubishi Chemicals. Unter den Referenten ist auch Peter Schintlmeister vom Österreichischen Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend. Nähere Informationen zum Kongress: http://www.conference.european-bioplastics.org Biokunststoff-Konferenz in Berlin

Wacker eröffnet neues Technical Center in den USA

Die <a href=http://www.wacker.com>Wacker Chemie AG</a> hat in Allentown (Pennsylvania, USA) ein neues Technical Center in Betrieb genommen. Die Einrichtung dient als Entwicklungs- und Testlabor für die Anwendung von Polymerprodukten, die vor allem in die Bau- und Klebstoffindustrie sowie in technische Textilien und Gebäudefarben gehen. Der Münchner Chemiekonzern unterstützt auf diese Weise den Know-how-Transfer mit Kunden und Partnern vor Ort und fördert international anerkannte Qualitätsstandards. <b>Neue Amerika-Zentrale</b> Sitz des Technical Centers ist die neue Amerika-Zentrale des Geschäftsbereichs Wacker Polymers, die ebenfalls ihrer Bestimmung übergeben wurde. In dem 6.200 Quadratmeter großen Gebäude sind neben den Labors für Forschung und Anwendungsentwicklung auch Vertrieb, Marketing, Kundenservice und Verwaltung untergebracht. Der Bezug der neuen Zentrale ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Integration der früheren Gemeinschaftsunternehmen Air Products Polymers und Wacker Polymer Systems in den Wacker-Konzern. Wacker hatte die beiden Joint Ventures Anfang vergangenen Jahres vollständig übernommen. <b>Auch Schulungszentrum für Bauanwendungen entsteht</b> Darüber hinaus ist laut Arno von der Eltz, Leiter des Geschäftsbereichs Wacker Polymers, geplant, in Allentown demnächst ein Schulungszentrum mit Kundenseminaren für Bauanwendungen einzurichten. Der Münchner Chemiekonzern betreibt Standorte der Wacker Academy bereits in Deutschland, Russland, China und ab November auch in Indien. Das Spektrum der angebotenen Schulungen reicht von grundlegenden Informationen zur Polymerchemie über Formulierungs-Know-how bei Trockenmörtelmischungen bis hin zu innovativen Anwendungen wie Wärmedämmverbundsystemen oder Selbstverlaufsmassen. Die Seminare werden von unternehmenseigenen Experten, Spezialisten aus der örtlichen Bauindustrie sowie Fachdozenten von Universitäten durchgeführt. Wacker eröffnet neues Technical Center in den USA

October 21st

Soja düngt sich selbst

Erstmals wird die Fähigkeit von Sojapflanzen, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen, in Trockengebieten Ostösterreichs exakt bestimmt. Hauptziel des vom Wissenschaftsfonds FWF unterstützten Projektes ist es, Methoden zur Bestimmung der Stickstofffixierleistung und deren Anwendbarkeit bei Trockenstress zu vergleichen. <% image name="Sojaprojekt" %> <small> Tag des offenen Feldes: Die Fähigkeit von Sojapflanzen, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen, stößt bei Österreichs Biolandlandwirten auf großes Interesse. ©Bernhard Kromp</small> Besonders interessant sind diese Methoden für den biologischen Landbau, in dem Soja eine zunehmend wichtigere Rolle spielt. Im Rahmen eines "Tags des offenen Feldes" wurden vor Kurzem erste Ergebnisse präsentiert und diskutiert. Die Sojapflanze ist nicht auf Kunstdünger angewiesen - im Gegenteil. Sie düngt sich sozusagen selbst. Denn Soja kann aufgrund einer Lebensgemeinschaft mit speziellen Bodenbakterien den Stickstoff in der Luft nutzen, wo er - im Gegensatz zum Boden - reichlich vorhanden ist. Tatsächlich kann diese Bindung von Stickstoff aus der Luft auch zur Verbesserung der Bodenqualität beitragen - sogar ohne Zufuhr von Dünger. Damit ist Soja insbesondere für den biologischen Landbau interessant. Der Anbau von Soja in Österreich würde zudem mithelfen, die Abhängigkeit von Eiweißfuttermittelimporten zu reduzieren. Gründe genug also, um die Stickstofffixierung von Soja genauer zu erforschen. Doch die zur Verfügung stehenden Methoden zur Messung dieser Stickstofffixierung unterliegen gewissen Beschränkungen. <b>Feldforschung bei Wassermangel</b> Im ostösterreichischen Trockengebiet testen Wissenschaftler der Bio Forschung Austria nun verschiedene Methoden zur Bestimmung der Stickstofffixierung. Dabei wird vor allem die Zuverlässigkeit der verschiedenen Methoden bei unterschiedlicher Verfügbarkeit von Wasser untersucht. Denn in den Sojaanbaugebieten Ostösterreichs ist Wasser ein knappes Gut. Dieser Wassermangel führt bei so mancher Messmethode zu Problemen. Daher wird jede der Messmethoden unter zwei verschiedenen Bedingungen geprüft: bei ausreichender Wasserzufuhr und bei Wassermangel. Dazu Bernhard Kromp, Institutsleiter der Bio Forschung Austria: „Bisher rätselte man darüber, ob es bei Wassermangel zu einer Verfälschung der Messwerte kommt oder nicht. Unser Methodenvergleich wird Stärken und Schwächen der einzelnen Methoden aufzeigen. Wir hoffen dann geeignete Methoden in der Hand zu haben, um die Stickstofffixierleistung von Soja im ostösterreichischen Klimabereich exakt bestimmen zu können." Im Detail arbeiten die Wissenschaftler einerseits mit Methoden, die auf der sogenannten Isotopentechnik basieren. Eine andere Methode, mit der sich das Forscherteam beschäftigt, misst die Konzentration bestimmter Stoffe im Pflanzensaft; nämlich die besonders stickstoffreichen Ureide. Diese werden bei der Stickstofffixierung gebildet und erlauben damit einen unmittelbaren Rückschluss auf die Menge an fixiertem Stickstoff. „Wir wollen nun die Frage klären, ob diese Methode auch bei Wassermangel anwendbar ist, wenn der Pflanzensaft sozusagen eingedickt ist.“ Die durch den Methodenvergleich gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Klärung weiterer grundlegender Fragen. Soja düngt sich selbst

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