Archive - Aug 4, 2009

Datum

LaborForum 2009

<a href=http://www.spectaris.de>Spectaris</a>, der Branchenverband für die Analysen-, Bio- und Labortechnik, lädt am 11. November 2009 zum Labor Forum 2009 nach Frankfurt am Main ein. Hersteller, Laborfachhändler sowie interessierte Anwender der Analysen-, Bio- und Labortechnik können sich hier mit führenden Vertretern der Branche über aktuelle Trends und Entwicklungen austauschen. Im ersten Teil der <a href=http://www.spectaris.de/verband/veranstaltungen/foren/artikel/seite/laborforum/veranstaltungen-2.html>Veranstaltung</a> hält der Medienphilosoph Prof. Dr. Norbert Bolz mit seinem "Training der Hoffnung" ein Plädoyer auf den gelernten Optimismus. Ob Optimismus angesichts der wirtschaftlichen Situation angemessen ist, beantworten zwei Referenten mit einem Ausblick auf das Jahr 2010 aus gesamtwirtschaftlicher und aus branchenspezifischer Sicht. Unter der Überschrift „Hören was die Branche bewegt“ folgen Vorträge zu Themen, die die Zukunft der Branche entscheidend beeinflussen: „Wachstumsstrategien für Nischenanbieter“ und „Prozessanalytik 2009 - Stand & Tendenzen“, außerdem wird ein Blick auf das „Labor der Zukunft“ geworfen. Am Nachmittag sind die Teilnehmer eingelaen, sich in drei parallel stattfindenden Podiumsdiskussionen mit Industrievertretern zu diesen Zukunftsthemen mit einzubringen. Mit der Verleihung des LaborBären, einem Anerkennungspreis der Industrie, endet das Labor Forum. LaborForum 2009

Mikrochip ersetzt Chemielabor

Ein computergesteuerter Mikrochip wird - wie Chemiker, Biologen und Ingenieure der <a href=http://www.crump.ucla.edu> University of California</a> in Los Angeles in der Zeitschrift "Lab on a Chip" berichten - die medizinisch-chemische Forschung erheblich verändern, indem er Kolben, Heizelemente oder Reagenzgläser unnötig macht. <% image name="Microchip_Chemielabor" %> <small>Ein Mikrochip kann künftig ein ganzes Chemielabor ersetzen. (c) UCLA/Tseng</small> Sie entwickelten einen Mikrochip in Briefmarkengröße, der mehrere tausend chemische Reaktionen parallel zulässt. Laut den Wissenschaftlern können durch diese Entwicklung viele biologische und medizinische Forschungsaufgaben effizienter und schneller durchgeführt werden. Das erste Einsatzgebiet soll die beschleunigte Erforschung von Krankheiten sein, will man durch die Vorrichtung mögliche medizinische Wirkstoffe etwa für Krebskrankheiten identifizieren. <b>Schnellere Ergebnisse als bisher möglich</b> Gab es schon bisher ähnliche Mikrochips mit geringer Kapazität, so verfügt die neue US-Entwicklung über eine ganze Sammlung winziger Mengen von Chemikalienproben, die nach Bedarf in tausenden Zyklen komplexer Prozesse miteinander reagieren können. Statt hintereinander können 1.024 Prozesse gleichzeitig erfolgen, was wesentlich schnellere Ergebnisse bringt als bisher. Bei einem Test gelang dem Chip die Identifizierung eines Hemmers eines Enzyms namens Alpha-Carboanhydrasen binnen weniger Stunden. Eine Form scheint damit gefunden, um durch mehrfache gleichzeitige Reaktionen möglichst schnell zu zeigen, welches Arzneistoffmolekül am besten auf ein Zielproteinenzym wirkt. Mikrochip ersetzt Chemielabor

REACH und Kunststoffrecycling

Mit Inkrafttreten der europäischen Chemikalienverordnung <a href=http://www.reach-info.de>REACH</a> sieht sich die Wirtschaft mit umfassenden Pflichten im Zusammenhang mit der Herstellung, dem Import und der Verarbeitung von Chemikalien konfrontiert. REACH und Kunststoffrecycling Angesichts der teilweise herrschenden Verunsicherung über die Auswirkungen von REACH auf das Kunststoffrecycling haben sich mehrere Verbände der Kunststoffindustrie und Unternehmen zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) im Rahmen des Umweltforschungsplans auf ein Projekt „REACH und Kunststoffrecycling“ verständigt. Ziel des Projektes ist, eine Handreichung für die Marktakteure des Kunststoffrecyclings zu erstellen. Diese soll wesentliche REACH-Anforderungen darstellen und Hilfestellung bei der Umsetzung der neuen Chemikalienverordnung geben. Die Fertigstellung wird für Herbst 2009 erwartet. Bereits jetzt zeichnen sich folgende Schwerpunktsetzungen ab: • Registrierungspflichten: Die bestehenden Registrierungspflichten sind durch das Recyclingprivileg nach REACH Artikel 2.7.d und eine pragmatische Interpretation der Stoffidentifizierung hinsichtlich der Berücksichtigung von Verunreinigungen für Recyclingunternehmen weitgehend unproblematisch. • Informationspflichten: Nach REACH müssen Recycler das Gefährlichkeitsprofil ihrer Rezyklate bestimmen und Informationen an ihre Kunden weitergeben.

BASF verkauft Styrolanlage in Korea

<a href=http://www.basf.com>BASF</a> wird ihre Styrolanlage in Ulsan (Korea) an die SK Energy, ein südkoreanisches Raffinerieunternehmen, verkaufen. Der Vertrag umfasst die 320.000-t-Anlage sowie das dazu gehörige Grundstück von 50.000 m2, das sich innerhalb eines Produktionskomplexes von SK Energy befindet. <% image name="BASF_styrolanlage_Ludwigshafen_web" %> <small>Im Bild die BASF Styrolanlage in Ludwigshafen, die bereits Ende Juni im Zuge von Produktionskapazitätsreduktionen stillgelegt wurde. (c) BASF SE</small> Die Styrolanlage in Ulsan ist seit Oktober 2008 wegen Überkapazitäten in den regionalen Märkten nicht mehr in Betrieb. „Wir beziehen Styrol aus anderen Quellen und versorgen unsere asiatischen Styrolkunststoffkunden weiterhin mit Polystyrol (PS), Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS) und expandierbarem Polystyrol (EPS) aus einer Produktionsanlage an einem anderen BASF-Standort in Ulsan“, erklärt Hyung Tae Chang, Leiter der Einheit Styrenics Asia. Joachim Streu, Leiter des Bereichs Styrenics der BASF, ergänzt: “Wir arbeiten mit Nachdruck an der Restrukturierung der Styrolwertschöpfungskette, um das Geschäft deutlich profitabler zu machen. Dabei prüfen wir alle Optionen, darunter auch Kapazitätsabbau, wie die Stilllegung einer Polystyrolanlage mit 80.000 t Jahreskapazität im Juni 2009 in Ludwigshafen.“ Über die finanziellen Einzelheiten haben beide Firmen Stillschweigen vereinbart. Der Großteil der vom Verkauf der Styrolanlage in Ulsan betroffenen 34 Mitarbeiter scheidet über ein angebotenes Frühpensionierungsprogramm aus. BASF verkauft Styrolanlage in Korea

GlaxoSmithKline übernimmt Stiefel

Mit der Akquisition von <a href=http://www.stiefel.com> Stiefel Laboratories </a>, Inc. durch <a href=http://www.gsk.com>GlaxoSmithKline</a> (GSK) wurde ein neues Dermatologie-Unternehmens geschaffen, welches auch künftig unter dem Namen Stiefel agiert. GlaxoSmithKline übernimmt Stiefel <% image name="Deidre-Connelly_GSK" %> <small>Deidre Connelly, Präsident von GSK Pharma Nordamerika sieht im gemeinsamen Marktauftritt neue Wachstumschancen. (c) GSK</small> GSK hat das gesamte Aktienkapital von Stiefel im Wert von 2,9 Mrd. US-Dollar übernommen, ebenso wie 0,4 Mrd. US-Dollar Nettoverbindlichkeiten. Teil der Vereinbarung sind weitere Barzahlungen in der Höhe von bis zu 0,3 Mrd. US-Dollar, je nach künftiger Geschäftsentwicklung. Der neue GSK-Geschäftsbereich "Dermatologie" wird weiterhin unter dem Namen Stiefel geführt werden. Dazu Deidre Connelly, Präsident von GSK Pharma Nordamerika: "Die Stiefel Übernahme zeigt, wie wir unsere Strategie des Wachstums und der Diversifikation durch gezielte Akquisitionen umsetzen. Wir haben damit ein neues, weltweit führendes Dermatologiegeschäft geschaffen, das unmittelbar neue Einnahmen für GSK generieren wird." Stiefel, weltweit das viertgrößte Dermatologieunternehmen, entwickelt laufend neue und verbesserte Behandlungen. Unternehmensangaben zufolge befinden sich derzeit mehr als 15 Projekte im Spätstadium der Forschung quer über den Dermatologiebereich, wie Akne, Dermatose und Mykose (Pilzkrankheit). Im Jahr 2008 hat Stiefel rund 900 Mio. US-Dollar umgesetzt, GSK mit verschreibungspflichtigen Dermatologie-Produkten in etwa 550 Mio. US-Dollar. In Summe repräsentieren sie damit 8 % Marktanteil im Dermatologiesektor.