Archive - Jan 2009

Datum

January 21st

BASF führt Kurzarbeit ein

Aufgrund der enttäuschenden Geschäftsentwicklung in den Monaten Dezember und Jänner setzt <a href=http://www.basf.com>BASF</a> konkrete Maßnahmen: An mehreren europäischen Standorten wird Kurzarbeit eingeführt. Darüber hinaus kommt es zu Anlagenschließungen in Nordamerika und Asien. <% image name="JuergenHambrechtWeb" %> <small>BASF-Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht sieht die Lage als weiterhin angespannt an</small> Das weltweite Geschäft der BASF ist im Dezember 2008 deutlich eingebrochen. Die Nachfrage nach chemischen Produkten hat sich in allen Regionen auch in der ersten Januarhälfte nicht belebt, der Lagerabbau bei den Kunden setzt sich fort. BASF-Vorstands­vorsitzender Jürgen Hambrecht sieht zurzeit keine Trendwende zum Positiven: „Die Lage ist weiterhin angespannt und schwer einzuschätzen. Wir rechnen in den kommenden Monaten nicht mit einer konjunkturellen Besserung.“ Der Geschäftseinbruch ist stärker als noch im November erwartet und belastet das Ergebnis. Weltweit wurde seit Mitte November 2008 an den sechs Verbundstandorten der BASF die Auslastung chemischer Großanlagen zurückgenommen. Durchschnittlich sind zurzeit weniger als 75 % der Produktionskapazität der BASF-Gruppe ausgelastet. Einzig die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln und Produkten für die Nahrungsmittelindustrie ist weiterhin hoch. <b>Vorteile der Verbundproduktion</b> Seit Beginn der Produktionsdrosselungen setzt die BASF so weit wie möglich flexible Arbeitszeitinstrumente ein. Dabei schöpft das Unternehmen die Vorteile der Verbundproduktion aus. Diese erlauben zum Beispiel den Wechsel von Mitarbeitern zwischen unterschiedlich ausgelasteten Betrieben. Hambrecht: „Das BASF-Team zeigt weltweit große Flexibilität und Solidarität bei der Umsetzung dieser notwendigen Maßnahmen. Dafür bedanke ich mich und setze weiter auf die Unterstützung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Um die Auswirkungen der Produktionskürzungen aufzufangen, reichen flexible Arbeitszeitinstrumente nicht überall aus. Betroffen sind vorwiegend Standorte, die für die Automobilindustrie produzieren. So werden im Februar am BASF-Coatings-Standort Münster rund 1.500 Mitarbeiter und am Standort Schwarzheide 180 Mitarbeiter mit Kurzarbeit beginnen. Rund 150 Mitarbeiter an zwei kleineren Coatings-Standorten in Italien haben bereits ihre Arbeitszeit reduziert. BASF schließt auch für weitere Standorte Kurzarbeit nicht aus. In Ludwigshafen und Antwerpen kann darauf durch flexiblen Personaleinsatz vorerst verzichtet werden. Um im Bedarfsfall auch in Ludwigshafen ohne Verzögerung reagieren zu können, hat die Unternehmensleitung mit der Arbeitnehmervertretung jetzt vorbereitende Verabredungen getroffen. <b>Schließungen in USA und Korea</b> Hambrecht: „Wir werden strikte Kosten- und Ausgabendisziplin wahren. Unsere weltweiten Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogramme setzen wir konsequent und beschleunigt um.“ So hat das Unternehmen bereits die Schließung von Anlagen in Nordamerika und Asien angekündigt, wie etwa die eines BASF-Coatings-Standorts in New Jersey/USA und einer Anlage zur Herstellung von Kunststoffvorprodukten in Korea. Das wird zu einem Abbau von rund 200 Arbeitsplätzen führen. Abhängig von der konjunkturellen Entwicklung kann auch ein weiterer Arbeitsplatzabbau notwendig werden. Dabei palnt das Unternehmen mit Augenmaß und Blick auf langfristige Perspektiven vorzugehen. BASF führt Kurzarbeit ein

January 19th

Quantenkohärenter Energietransport könnte organische Solarzellen verbessern

Forscher an der <a href=http://www.utoronto.ca>University of Toronto</a> haben aufgezeigt, wie effiziente Solarzellen auf Basis von organischen Polymeren umgesetzt werden könnten. Man entwickelte einen Ansatz, den Energietransport bei konjugierten Polymeren in effiziente Bahnen zu lenken. Das verspricht eine höhere Energieausbeute bei organischen Solarzellen. Quantenkohärenter Energietransport könnte organische Solarzellen verbessern <% image name="Sonnenenergie" %> <small>Sollten sich die Ergebnisse der Forscher aus Toronto in die Praxis umsetzen lassen, würde das große Chancen für organische Solarzellen bedeuten. Foto: pixelio.de, Erich Keppler</small> "Eines der größten Hindernisse bei organischen Solarzellen ist, dass man kaum kontrollieren kann, was nach der Lichtabsorption passiert", sagt Elisabetta Collini, Chemikerin in Toronto. Sie hat sich gemeinsam mit ihrem Kollegen Greg Scholes mit dem Energietransport in konjugierten Polymeren beschäftigt, die schon bislang als gute Kandidaten für die Verwirklichung effizienter organischer Solarzellen galten. Ein Problem ist, dass die Absorption von Licht an der Oberfläche einer Solarzelle nur ein erster Schritt auf dem Weg zur Stromerzeugung ist. "Die Lichtanregung muss erst zu einer Trennschicht wandern, wo sie in nutzbare positive und negative Ladung umgewandelt wird", beschreibt Wichard J. D. Beenken, Physiker an der <a href=http://www.tu-ilmenau.de>TU Illmenau</a>, auf Anfrage von Pressetext. Wenn dieser Transport entlang der Polymerketten durch wiederholte Absorption und Reemission sprunghaft geschieht, ist das nicht ausreichend effizient. Denn die Sprünge bedeuten einen Energieabfall und so sinkt die erzielbare Spannung, während die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Wiederabstrahlung steigt und sich negativ auf die Stromstärke auswirkt. <b>Quantenmachanischer Transportmechanismus</b> Die Wissenschaftler in Toronto haben bei ihrem Experiment einen anderen Transportmechanismus gezeigt. Ein sehr schneller Energietransport erfolgt "durch einen quantenmechanischen Mechanismus statt durch zufällige Sprünge", beschreibt Scholes. Das funktioniere auch bei Raumtemperatur. "Das ist außergewöhnlich und wird zukünftige Forschungen wesentlich beeinflussen. Denn alle dachten, dass diese Art von Quanteneffekten nur in komplexen Systemen bei sehr geringen Temperaturen funktionieren", meint der Wissenschaftler. Die Ausbreitung erfolgt dabei nur entlang einzelner Molekülketten, deren chemische Struktur Scholes als wesentlichen Faktor für den quantenkohärenten Energietransport sieht. Sollten sich die Ergebnisse der Forscher aus Toronto für die Praxis umsetzen lassen, würde das nach Beenkens Ansicht große Vorteile gerade für Solarzellen bedeuten. "Das wäre ein kontinuierlicher Energiefluss entlang der Polymere", kommentiert Beenken. Diese Variante ist schneller und verlustfreier als die sprunghafte Ausbreitung. Die Leistungseffizienz liegt insgesamt höher, da nicht energieverbrauchend absorbiert und reemittiert wird, und der schnellere Transport außerdem die Gefahr des zufälligen Wiederabstrahlens des einmal eingefangenen Lichts minimiert. "Dadurch fallen gleichzeitig Spannung und Strom höher aus", sagt Beenken. Ob die technologische Umsetzung des kanadischen Ansatzes gelingt, bleibt aber vorerst abzuwarten. Dieser erfordert um wirksam zu sein ein völlig neues Design der organischen Solarzelle bezüglich der Anordnung der Polymerketten und der Trennschicht, so Beenken. <small>Pressetext Deutschland, 19.1.2009</small>

January 18th

Neue Niederlassung von Lanxess in Österreich

Der deutsche Spezialchemie-Konzern <a href=http://www.lanxess.com>Lanxess</a>, der 2004 aus einem Spin-Off der Bayer AG entstanden ist, hat mit Beginn des Jahres eine Geschäftsstelle in Wien eröffnet. Das Büro ist eine Niederlassung der 2008 gegründeten Lanxess Cenral Eastern Europe s.r.o. mit Sitz in Bratislava, die auch den Vertrieb für Polen, Tschechien, die Slowakie und Ungarn verantwortet. <% image name="LanxessStiedl" %> <small>Manfred Stiedl ist Country Coordinator der österreichischen Zweigniederlassung von Lanxess Central Eastern Europe</small> Nach Aussage von Flemming B. Bjoernslev, CEO der Lanxess Central Eastern Europe s.r.o., möchte das Unternehmen damit das Potenzial des österreichischen Markts noch besser nutzen und seine Position in Mittel- und Osteuropa weiter stärken. Lanxess erzielte in Österreich 2007 einen Gesamtumsatz von 65 Millionen Euro. Den größten Anteil daran hatten die Geschäfte mit Hochleistungs-Kunststoffen sowie Leder- und Basischemikalien. <table> <td width="110"></td><td><small> <b>Über Lanxess</b> Lanxess ist Deutschlands größter börsennotierter Spezialchemie-Konzern und erzielte 2007 einen Umsatz von 6,61 Milliarden Euro. Das Kerngeschäft bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Spezialchemikalien und Zwischenprodukten. Lanxess, das weltweit 44 Produktionsstandorte unterhält, beschäftigt rund 15.100 Mitarbeiter in 21 Ländern. Der Unternehmensname ist ein Kunstwort, das sich aus dem französischen „lancer“ (in Gang bringen) und dem englischen „success“ (Erfolg) zusammensetzt. Die Adresse der Zweigniederlassung Österreich lautet: Herbststraße 6-10, 1160 Wien Tel. 01/71146-2273 www.lanxess.at </small></td> </table> Neue Niederlassung von Lanxess in Österreich

January 15th

Studie beleuchtet den noch jungen Markt für Inhouse Consulting

Eine von <a href=http://www.bayerbbs.de>Bayer Business Services</a> und der European Business School präsentierte Studie beschäftigt sich mit der Bedeutung von Inhouse-Consulting in den großen deutschen Unternehmen. Damit sollten zum ersten Mal verlässliche Daten für diesen Markt ermittelt werden. Studie beleuchtet den noch jungen Markt für Inhouse Consulting <% image name="BayerBusinessServiceWeb" %> <small>Bayer Business Services ist interner Dienstleister für IT, Einkauf, Logistik, Personaldienste und Rechnungswesen im Bayer-Konzern. Bild: Bayer Business Services</small> Das Unternehmen Bayer Business Services hat seine Wurzeln in der Konzern-eigenen IT. Mit der Neustrukturierung des Konzerns im Jahr 2003 gewannen die nunmehr gebildeten Teilkonzerne die Freiheit, für bestimmte Dienstleistungen auch die Angebote externer Unternehmen einzuholen. Bayer Business Services hatte sich von da an im Wettbewerb zu bewähren. Die angebotenen Leistungsstufen reichen heute von der Beratung über die Entwicklung und den Betrieb von Systemlösungen bis hin zum Business Process Outsourcing, also der Übernahme vollständiger Geschäftsprozesse. Das Geschäftsfeld „Business Consulting“ wird von Alexander Moscho geleitet. Die Gruppe ist dabei kein Sonderfall, denn bereits 21 der 30 im DAX vertretenen Unternehmen unterhalten eine derartige „Inhouse Consulting“-Einheit, wie die nun präsentierte Studie zeigt. Insgesamt erwirtschaften die bis zu 2.600 in Deutschland tätigen internen Unternehmensberater demnach einen Honorarumsatz von schätzungsweise 650 Millionen Euro im Jahr. <b>Erstmals Marktzahlen ermittelt</b> Unter Leitung von Ansgar Richter, Professor am Lehrstuhl für Strategie und Organisation an der European Business School, analysierte ein Forscherteam den Gesamtmarkt und befragte 20 Inhouse-Beratungen sowie ihre Auftraggeber. Richter: "Die Untersuchung zeigt, welche Bedeutung die Einheiten innerhalb der Unternehmen erlangt haben und über welches Wachstumspotenzial sie verfügen. Vor allem bei größeren Unternehmen sind interne Berater zugleich Alternative und Ergänzung zu den etablierten Unternehmensberatungen." Daraus ergeben sich nach Ansicht der Studienautoren interessante Perspektiven für qualifizierte Nachwuchskräfte. Zum einen wird das zu erwartende beträchtliche Wachstum des noch jungen Betätigungsfelds einen hohen Bedarf an Bewerbern nach sich ziehen. Zum anderen bietet Inhouse Consulting ein gutes Sprungbrett für die weitere Konzernkarriere: 66 Prozent der Consultants wechseln nach den Ergebnissen der Studie nach drei bis vier Jahren in Management-Funktionen des Mutterkonzerns. Bayer Business Consulting selbst rekrutiert seine Berater dabei aus einem breiten Spektrum an Qualifikationen, von Wirtschaftswissenschaftlern und Informatikern bis hin zu Chemikern, Physikern und Mathematikern.

January 14th

Borealis gründet neuen Geschäftsbereich Mobility

Um die Erfahrungen aus dem Kerngeschäft automobiler Anwendungen in zukünftigen Wachstumsmärkten zu nutzen, hat der Kunststoffhersteller <a href=http://www.borealisgroup.com> Borealis</a> zum Jahreswechsel den Geschäftsbereich „Mobility“ gegründet. Geleitet wird die neue Einheit von Harald Hammer, der zuletzt CEO des Borealis-Joint Ventures Borouge gewesen ist. <% image name="mobility-shanghai-compound" %> <small>Eine derzeit in Bau befindliche Compound-Anlage in Shanghai wird die Produktionskapazitäten für Polyolefin-Compounds ausweiten. Bild: Borealis</small> Die neue Business Unit soll, der Aussage Hammers zufolge, „langfristige Möglichkeiten in dynamischen und rasch wachsenden Märkten“ untersuchen und Borealis in die Lage versetzen, über sein derzeitiges Geschäft im Automotive-Sektor hinaus, durch ein „umfassenderes Bild des Marktes Wachstumschancen“ ausfindig zu machen. Auch Lorenzo Delorenzi, als Borealis-Vorstandsmitglied für das Polyolefin-Geschäft verantwortlich, bemerkt: „Die Automobilindustrie ist eine der wichtigsten strategischen Absatzmärkte für Borealis und wir sind davon überzeugt, dass wir unser Wissen auf verwandte Märkte übertragen können.“ Der neue Geschäftsbereich kann auf ein entsprechendes Produktionsvolumen zur Versorgung der Automobilindustrie bauen. Zurzeit wird von Borouge eine neue Compound Manufacturing Unit in Shanghai erreichtet, die die bestehenden Anlagen in Brasilien und Europa ergänzen soll. In den neuen Geschäftsbereich wird darüber hinaus das Produktsegment Batterieladegeräte einfließen, was eine engere Zusammenarbeit der Entwickler für Batterieanwendungen mit jenen im Automobilbereich gewährleisten soll. Borealis gründet neuen Geschäftsbereich Mobility

January 12th

Hilft Wasserenthärtung gegen Ekzeme bei Kindern?

Britische Wissenschaftler erforschen derzeit, ob der Einsatz von Wasserenthärtern gegen Ekzem-Symptome bei Kindern helfen kann. Die vom dortigen Gesundheitsministerium unterstützte Studie wird zusätzlich untersuchen, welche Auswirkungen hartes und weiches Wasser auf die trockene und juckende Haut haben. <% image name="BabyekzemAusschnitt" %> <small>In einer britischen Studie wird der Zusammenhang zwischen Wasserhärte und dem Auftreten von Ekzemen untersucht. Bild: University of Portsmouth</small> Es wurde immer wieder berichtet, dass Ekzeme bei hartem Wasser häufiger auftreten. Bisher ist allerdings nicht bekannt, was die Ursache dafür sein könnte. Allein in Großbritannien leiden laut BBC bis zu 20 Prozent der Kinder an Ekzemen. Am häufigsten sind Gesicht, Nacken, die Innenseiten der Ellbogen, Knie und Fußknöchel betroffen. Bei Kindern sind vor allem Stirn, Wangen, Unterarme, Beine, Kopfhaut und Nacken gefährdet. Die im Jahr 2007 gestartete Studie läuft noch bis zum kommenden Sommer. Kinder zwischen sechs Monaten und 16 Jahren mit leichten bis schweren Ekzemen wurden dazu eingeladen. Acht Forschungszentren in <a href=http://www.port.ac.uk >Portsmouth</a>, Boston, Lincoln, Nottingham, Leicester, Cambridge, Newport on the Isle of Wight und London sind an diesem Projekt beteiligt. Bisher haben mehr als 230 Kinder teilgenommen. Die Forscher suchen derzeit noch nach weiteren 80. Die Kinder oder ihre Eltern werden gebeten, täglich ein Tagebuch der Symptome zu führen. Sie erhalten zusätzlich ein kleines computerunterstütztes Armband, das das Ausmaß des Kratzens während des Schlafes überwacht. Die Familien erhalten zwölf Wochen lang einen Wasserenthärter, danach wird er für vier Wochen entfernt um etwaige Veränderungen festzustellen. Die Kinder setzen während der ganzen Zeit ihre normale Ekzem-Behandlung fort. Hilft Wasserenthärtung gegen Ekzeme bei Kindern?

Trockentoleranter Mais tritt in Phase 4 ein

<a href=http://www.basf.de/plantscience> BASF Plant Science </a> und <a href=www.monsanto.com> Monsanto Company </a> haben bekannt gegeben, dass sie der Markteinführung des weltweit ersten trockentoleranten Mais einen bedeutenden Schritt näher gekommen sind. Den Unternehmen zufolge ist das Produkt in die letzte Phase vor der voraussichtlichen Markteinführung gerückt, die früh im nächsten Jahrzehnt erwartet wird. <% image name="TrockentoleranterMaisWeb" %> <small> Trockentoleranter Mais ist das erste Ergebnis einer reich gefüllten gemeinsamen Produkt-Pipeline von BASF und Monsanto. Bild: © BASF</small> Monsanto wird das neue Produkt bei der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) zur Genehmigung eingereichen. Es ist damit das erste Ergebnis der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen auf dem Gebiet der Pflanzenbiotechnologie. Der Aussendung zufolge enthält die gemeinsame Produkt-Pipeline zahlreiche leistungsfähige Gene für Trockentoleranz, weshalb man sich die Entwicklung weiterer Generationen von trockentoleranten Pflanzen verspricht. In der Zusammenarbeit, die im März 2007 gestartet wurde, investieren die Unternehmen gemeinsam einen Betrag von 1.5 Milliarden US-Dollar mit dem Ziel, Nutzpflanzen zu entwickeln, die höhere Erträge liefern und besser vor Umweltfaktoren wie Trockenheit geschützt sind. <b>Letzter Meilenstein vor der Markteinführung</b> „In meinen knapp 25 Jahren bei Monsanto ist das Vorrücken unseres trockentoleranten Maisproduktes in die Phase 4 einer der bedeutendsten Meilensteine in Forschung und Entwicklung. Dies ist eines der wichtigsten Ereignisse und eine spannende Zeit für unsere F&E-Pipeline”, sagte Steve Padgette, Leiter Biotechnologie bei Monsanto. Phase 4 ist die letzte Phase vor der Markteinführung. „Wir arbeiten jetzt intensiv daran, die besten Kombinationen von genetischer Eigenschaft und Saatgut auszuwählen, um unseren Kunden mit der Markteinführung die leistungsfähigste Trockentoleranz und damit den höchsten Wert zu liefern. Dieses Produkt und andere Ertragsverbesserungen, die wir gemeinsam mit BASF entwickeln, werden für die Landwirtschaft einen neuen Produktivitätsstandard setzen.” Trockentoleranter Mais liefert Landwirten in Perioden mit Wassermangel Ertragsstabilität, indem der Effekt, den Trockenheitsstress in der Pflanze auslöst, verringert wird. In den sogenannten Western Great Plains in den USA lieferte oder übertraf der trockentolerante Mais in Feldversuchen vergangenes Jahr die angestrebte Ertragssteigerung von sechs bis zehn Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Ertrag von 70 bis 130 bushels per acre (das entspricht 4,4 bis 8,1 Tonnen pro Hektar) in einigen der von Trockenheit am stärksten betroffenen Regionen in den USA. Trockentoleranter Mais tritt in Phase 4 ein

January 8th

Neues Medikament zur Langzeit-Behandlung der Endometriose zur Zulassung eingereicht

Ein neues Medikament zur Behandlung von Endometriose, das den Namen Visanne trägt, hat <a href=http://www.bayerscheringpharma.de>Bayer Schering Pharma </a> zur Zulassung bei allen EU-Mitgliedsstaaten eingereicht. Visanne enthält 2 mg Dienogest pro Tablette und ist im Gegensatz zum derzeitigen Behandlungsstandard eine endometriose-spezifische Therapie, die zur Langzeit-Anwendung geeignet ist. <% image name="BayerHC-7Web" %> <small>Bayer Schering Pharma konnte Wirksamkeit und Verträglichkeit von Visanne in verschiedenen klinischen Studien belegen. Bild: © Bayer Health Care</small> Endometriose ist eine chronische gynäkologische Erkrankung, die bei den betroffenen Frauen immer wieder kehrende Schmerzen verursacht. Daraus ergibt sich der Bedarf an einer wirksamen und gut verträglichen Langzeittherapie. Visanne wurde speziell auf diese Anforderungsprofil hin entwickelt und hat nach Aussage des Herstellers bei gleicher Wirksamkeit wie der derzeit verfügbare therapeutische Standard signifikant weniger Nebenwirkungen. „Wir streben auf gynäkologischen Märkten mit signifikantem Wachstumspotenzial die weltweite Marktführerschaft an. Mit der Einreichung von Visanne haben wir einen weiteren wichtigen strategischen Meilenstein bei der Entwicklung von innovativen gynäkologischen Präparaten erreicht. Wir hoffen, die Gesundheit von Frauen damit deutlich verbessern zu können", erklärt dazu Dr. Phil Smits, Leiter des Geschäftsbereiches Women’s Healthcare bei Bayer Schering Pharma. <b>Probleme des derzeitigen Standards</b> Die derzeitige Standardtherapie mit GnRH-Analoga (Arzneimittel zur künstlichen Absenkung des Östrogen-Spiegels) ist auf Grund des Nebenwirkungsprofils - z.B. Verringerung der Knochendichte und Hitzewallungen - nur zur Kurzzeitbehandlung geeignet. Sowohl die medikamentöse als auch die operative Behandlung der Endometriose sind oft nur zeitlich begrenzt wirksam. Danach können die Symptome wieder aufflammen. Daher werden oft verschiedene Kombinationen verfügbarer Behandlungsoptionen eingesetzt und in einigen Fällen müssen Operationen sogar wiederholt werden. Wirksamkeit und Verträglichkeit von Visanne in der Behandlung von Endometriose wurden in verschiedenen klinischen Studien belegt. Bisher wurden mehr als 700 Frauen bis zu 15 Monate mit Visanne behandelt. Die ersten Ergebnisse zur Therapie mit Visanne wurden auf dem Jahrestreffen der American Society for Reproductive Medicine (ASRM) im November 2008 vorgestellt. Weitere Publikationen sind in Vorbereitung. <table> <td width="110"></td><td><small> <b>Über Endometriose</b> Die Endometriose ist eine chronische gynäkologische Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut gleicht, auch außerhalb der Gebärmutter vorkommt. Dies führt zu chronischen entzündlichen Reaktionen. Die Gebärmutterschleimhaut - das Endometrium - kleidet die Gebärmutter von innen aus. Im Laufe des Menstruationszyklus verändert sich diese Schleimhaut. Endometriose ist bei Frauen im sogenannten gebärfähigen Alter eine häufige Erkrankung, die etwa bei 5 bis 10 Prozent aller Frauen in dieser Altersgruppe auftritt. Zu den typischen Symptomen der Endometriose gehören Unterleibsschmerzen, schwere krampfartige Regelschmerzen (Dysmenorrhoe), Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) und Unfruchtbarkeit. Weiterführende Information: http://www.endometriose-wien.at/ </small></td> </table> Neues Medikament zur Langzeit-Behandlung der Endometriose zur Zulassung eingereicht

Brain verschafft Genencor Zugang zu Metagenom-Ressourcen

<a href=http://www.genencor.com>Genencor</a>, ein Unternehmensbereich von Danisco A/S, und die <a href=http://www.brain-biotech.de>Brain AG</a>, ein in Europa führendes industrielles Biotechnologie-Unternehmen aus Zwingenberg, kooperieren im Bereich der bio-basierten fermentativen Produktion von industriell relevanten Biochemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen. Brain verschafft Genencor Zugang zu Metagenom-Ressourcen <% image name="BRAINBuildingWeb" %> <small>Die Brain AG mit Sitz in Zwingenberg bringt Expertise in Metagenomik und Screening in die Kooperation mit Genencor ein. Bild: © Brain AG</small> Genencor wird seine umfangreichen Möglichkeiten im Bereich des Optimierens von Stoffwechselwegen und der Herstellung von industriellen Bioprodukten einbringen und Brain steuert seine Expertise in den Technologiefeldern Metagenomik und Screening bei, um gemeinsam Produktziele für die chemische Industrie zu verfolgen. Brain kann Genencor im speziellen Zugang zu den riesigen Metagenom-Ressourcen von mehr als 150 Millionen Genen aus unkultivierbaren Mikroorganismen ermöglichen. Interessante Enzymkandidaten und biosynthetische Stoffwechselwege werden im Anschluss in mikrobielle Produktionsstämme überführt, um damit wichtige Biochemikalien zu produzieren. Die nun bekannt gegebene neue Kooperation weitet die 2004 etablierte, erfolgreich verlaufene Zusammenarbeit aus, die in der gemeinschaftlichen Entwicklung einer neuen Enzym-Produktplattform bestanden hat. <b> Das sagen die Kooperationspartner </b> Für Brain ist einer Aussendung des Unternehmens zur Folge diese Kooperation ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, die strategischen Partnerschaften mit weltweit erfolgreichen Partnern aus der Industrie mit dem Ziel weiter auszubauen, um verstärkte Unterstützung in zukünftigen Projekten zu erhalten. Für Genencor, „offeriert das Feld der innovativen Biochemikalien eine neue, signifikante Opportunität für Unternehmenswachstum und die strategische Anwendung unserer Kernkompetenz im Bereich des Designs und des Arbeitens mit Zellfabriken”, wie Karl Sanford, Vice President Technology Development es beschreibt: “Die Möglichkeiten und die Erfahrung der Brain im Bereich der Enzym Auffindung im Metagenom passen sehr gut in unser Modell des Öffnens des Innovationsprozesses, in welchem wir daran arbeiten, den Übergang von der Laborbank zum Markt noch effektiver und effizienter zu gestalten.“ „Im weißen Biotechnologiesegment ist es für unser Unternehmen entscheidend, sich als ein integrierter Lösungsanbieter zur Entwicklung von vermarktbaren Produkten zu positionieren”, führt Dr. Jürgen Eck, Forschungsvorstand der Brain AG, aus: „Wir sind stolz, dass sich Genencor, als eines der weltweit führenden Enzym-Unternehmen, erneut dazu entschieden hat, mit Brain zu kooperieren und dabei auf unsere umfangreiche Erfahrung im Bereich der Prozessentwicklung von industriell relevanten Biochemikalien zu bauen.“

January 7th

Genetische Ursachen für Immundefekt-Erkrankung entdeckt

Ein internationales Team von Ärzten und Wissenschaftlern unter der Leitung von Professor Dr. Christoph Klein von der Medizinischen Hochschule Hannover (<a href=http://www.mh-hannover.de>MHH</a>) hat ein neues klinisches Immundefekt-Syndrom entdeckt, welches durch Mutationen im Gen G6PC3 hervorgerufen wird. Die Befunde wurden im „New England Journal of Medicine“ publiziert. <% image name="MedizinischeHochschuleHannoverKlein" %> <small> Die Veröffentlichung der Forschergruppe um Christpoh Klein könnte für die ärztliche Betreuung von Patienten mit schwerer kongenitaler Neutropenie von Bedeutung sein. Bild: medizinische Hochschule Hannover</small> „Mit unserer Entdeckung verstehen wir nun sehr viel besser, wie die neutrophilen Granulozyten, die Fresszellen des Blutes, funktionieren. Außerdem wird es möglich, bei Patienten mit schwerer kongenitaler Neutropenie eine exakte genetische Diagnose zu stellen“, sagt Professor Klein, Direktor der MHH-Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie. „Das Wissen um die genetischen Grundlagen ist auch der erste Schritt für eine zielgerichtete Therapie im Sinne einer Gentherapie." Die Forschungsergebnisse weisen auch auf einen neuen Signalweg des Glucose-Stoffwechsels in den Blutzellen hin, der für das Überleben der Immunzellen wichtig ist. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass es eine Verbindung zwischen der Verfügbarkeit von Glukose in den Zellen und der zellulären Stress-Antwort gibt. Dies könnte auch für eine Reihe weiterer Stoffwechselerkrankungen von Bedeutung sein. „Es könnte neue Möglichkeiten für therapeutische Manipulationen eröffnen, die nicht nur für Patienten mit einer kongenitalen Neutropenie, sondern auch für Patienten mit anderen Bluterkrankungen, wie zum Beispiel Leukämien, von Bedeutung sind“, sagt Dr. Kaan Boztug, der Erstautor der Studie und Mitarbeiter von Professor Klein. <b> Babies ohne Fresszellen </b> Die schwere kongenitale Neutropenie ist eine seltene Erkrankung, sie betrifft weniger als einen von 100.000 Neugeborenen. Die Erkrankung ist durch ein Fehlen der neutrophilen Granulozyten gekennzeichnet, die betroffenen Patienten entwickeln daher schwere bakterielle Infektionen. Außerdem haben die Patienten ein deutlich erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens eine Leukämie zu entwickeln. In den vergangenen Jahren hat das Team um Professor Klein mehrere neue Gendefekte identifiziert, die zu schweren kongenitalen Neutropenien führen. Der G6PC3-Defekt wurde zunächst in einer Familie aramäischer Herkunft identifiziert, die im Internationalen Register für chronische Neutropenien registriert war. Darüber hinaus fanden sich weitere Patienten aus verschiedenen ethnischen Gruppen. Elf der zwölf Patienten zeigten zusätzlich Fehlbildungen des Herzens oder des Urogenitalsystems, zehn waren durch eine ungewöhnliche Venenzeichnung charakterisiert. Diese Symptome wurden in der Vergangenheit nicht mit der kongenitalen Neutropenie in Verbindung gebracht und definieren daher nun ein neues klinisches Syndrom, welches durch G6PC3-Mutationen hervorgerufen wird. „Diese Veröffentlichung ist sehr wichtig für die ärztliche Betreuung von Patienten mit schwerer kongenitaler Neutropenie“, führt Professor Dr. David Dale von der „University of Washington“ aus, der einen begleitenden Kommentar im „New England Journal of Medicine“ geschrieben hat. „Wir wissen noch nicht, ob die Patienten mit G6PC3-Defekt ein erhöhtes Risiko für Leukämien haben. Das Wissen um die G6PC3-Mutationen erhöht nun auch die Aufmerksamkeit für weitere Krankheitszeichen des Herzens oder der Nieren, was für die Patienten von großer Bedeutung ist.“ Genetische Ursachen für Immundefekt-Erkrankung entdeckt

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