Archive - Nov 14, 2013

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Gewinnrückgang bei Lenzing

Die <a href=http://www.lenzing.com>Lenzing AG</a>, Weltmarktführer auf dem Gebiet der Cellulose-Fasern mit Sitz in Österreich, ist stark vom weltweit schärfer gewordenen Preiswettbewerb betroffen. Um gegenzusteuern hat der Konzern sein laufendes „Kostenoptimierungsprogramm“ erweitert, das auch den Abbau von weltweit etwa 600 Mitarbeitern beinhaltet.

In seinem aktuellen Quartalsbericht weist Lenzing für die ersten drei Quartale des laufenden Jahres einen Umsatzrückgang von 7,7 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs auf und hält nun bei einem Wert von 1,447 Milliarden Euro. Das Neun-Monats-EBITDA sank um 20,5 Prozent von 281,5 auf 223,8 Millionen Euro, die Gewinnspanne liegt nun bei 15,5 Prozent (im Vergleich zu 18,0 im Vorjahr). Angesichts schwach bleibender Prognosen für das vierte Quartal revidiert das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr 2013, in der nun nur mehr mit einem EBITDA zwischen 220 und 230 Millionen Euro gerechnet wird.

Als Gegenmaßnahmen gegen den steigenden Kostendruck sollen nun zum einen die vertrieblichen Aktivitäten auf den wichtigen Fasermärkten China und Türkei verstärkt werden. Zum anderen erweitert Lenzing sein laufendes Kostenoptimierungsprogramm, um die Ertragslage langfristig abzusichern und Spielraum für zukünftige Investitionen zu schaffen. Neben Einsparungen bei Materialkosten, Reduktionen des Sachaufwandes und im Overheadbereich sowie operativen Effizienzsteigerungen sind damit auch sowie Personaleinsparungen an allen Produktionsstandorten weltweit verbunden. Am Hauptsitz im oberösterreichischen Lenzing ist – einschließlich  anstehender Pensionierungen und nicht nachbesetzter Stellen – die Streichung von „bis zu 15 Prozent“ des Belegschaftsstands geplant, wie es von Seiten des Unternehmens hieß.