Archive - Nov 26, 2013

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ADSI präsentierte sich vor Wiener Life-Science-Community

Im Rahmen eines Kamingesprächs präsentierte sich das Austrian Drug Screening Institute <a href=http://www.adsi.ac.a>(ADSI)</a>, ein Forschungsunternehmen der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck vor Vertretern der Wiener Pharma- und Life-Sciences-Branche. Die von Günther Bonn und Lukas Huber geleitete Einrichtung hat sich auf Arzneimittelsuche mit komplexen Krankheitsmodellen spezialisiert.

 

Günther Bonn, Professor für Analytische Chemie an der Universität Innsbruck und Lukas Huber, Leiter des Biozentrums der Medizinischen Universität Innsbruck, arbeiteten schon seit längerer Zeit zusammen, um die molekularen Mechanismen von Erkrankungen aufzuklären. Was fehlte, war eine Einrichtung, die im Sinne eines Know-how-Transfers in die pharmazeutische Industrie dieses Wissen für die Auffindung neuer Arzneimittelkandidaten nutzen konnte.

Das vor rund einem Jahr eröffnete ADSI will diese Lücke füllen und nutzt dabei zellbasierte Assays, die auf hohe klinische Relevanz hin optimiert werden. Darüber hinaus steht umfangreiches analytisches Equipment zur Durchführung von High-Throughput-Screenings zur Verfügung. Dieses Konzept stellte man im Rahmen eines gemeinsam mit Life Science Karrerieservices veranstalteten Kamingesprächs im Wiener Loos-Haus vor.

 

Kooperation mit der Pharma-Industrie angestrebt

Zunächst will man sich auf drei Gruppen von Indikationen konzentrieren: Krebs, pathogene Immunreaktionen sowie Stoffwechselerkrankungen. Auf letzterem Gebiet besteht eine exklusive Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Bionorica, das auf die Entwicklung von Arzneimitteln aus Pflanzenextrakten spezialisiert ist. Zudem sei man derzeit mit weiteren Pharma-Unternehmen in Verhandlung.

Die aktuelle Ausschreibung des Wirtschaftsministeriums für eine „thematisches Wissenstransferzentrum“ auf dem Gebiet der Arzneimittelentwicklung will man sich zunächst ansehen, so Bonn im Gespräch mit dem Chemiereport, und erst im zweiten Schritt klären, ob ab man seine Kompetenzen da einbringen wolle.

 

 

 

 

 

25 Jahre Agrana

Mit einem Benefizkonzert des Pianisten Rudolf Buchbinder im Theater an der Wien beging die <a href=http://www.agrana.com> Agrana</a> Beteiligungs-AG ihr 25-jähriges Bestehen. Das Unternehmen ist weltweit auf dem Gebiet der Veredelung landwirtschaftlicher Rohstoffe tätig.

 

1988 wurde die Agrana als Dachgesellschaft der österreichischen Zucker- und Stärkefabriken gegründet und hat seither sowohl regional als auch bezüglich ihrer Geschäftsfelder, stark expandiert. Mit 56 Produktionsstandorten auf allen fünf Kontinenten macht man heute einen Konzernumsatz von rund 3,1 Milliarden Euro und beschäftigt etwa 8.500 Mitarbeiter.  Die Agrana-Gruppe ist ein wichtiger Zuckerhersteller in Zentral- und Osteuropa, Produzent von kundenspezifischen Stärkeprodukten und größter Anbieter von Bioethanol in Österreich und Ungarn. Zudem hat man sich zu einem der weltweit führenden Erzeuger von Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentraten entwickelt.

 

Beethoven für einen guten Zweck

Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens lud das Unternehmen vergangenes Wochenende zu einem Benefiz-Konzert mit Rudolf Buchbinder, der drei Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven spielte. Der Kartenerlös wurde vom Unternehmen verdoppelt, ein Gesamtbetrag von 70.000 Euro kommt der „Malteser Care Ring-Kinderhilfe“ und „Hilfe im eigenen Land – Katastrophenhilfe Österreich“ zu Gute. Unter den zahlreichen Gästen des Abends waren Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll und Agrana-Aufsichtsratspräsident Christian Konrad.

Mehr zum Anlass: Lesen Sie ein Interview mit Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender der Agrana Beteiligungs-AG, in der Dezember-Print-Ausgabe von Chemiereport/Austrian Life Science.