Archive - Sep 2006

September 21st

Merck KGaA übernimmt Mehrheit an Serono

Nach dem gescheiterten Mitfeilschen um Schering ist <a href=http://www.merck.de>Merck KGaA</a> nun anderwärtig fündig geworden und wird für 10,6 Mrd € von der Familie Bertarelli 64,5 % der <a href=http://www.serono.com>Serono</a>-Aktien bzw. 75,5 % der Stimmrechte an dem Biotech übernehmen. <% image name="Serono_Logo" %><p> „Diese Akquisition entwickelt das ethische Pharmageschäft von Merck deutlich weiter und bringt es in eine führende Position im Biotech-Markt“, kommentiert der Chef der Merck KGaA, Michael Römer. „Beiden Unternehmen bietet sich eine einmalige Möglichkeit, einen Wettbewerbsvorteil durch ein gemeinsames F&E-Budget von 1 Mrd € und ein stärkeres Produkt-Portfolio zu erlangen. Merck KGaA und Serono ergänzen sich mit 28 Substanzen in der Entwicklung. Zusammen wollen wir ein weltweit führendes Biopharma-Unternehmen mit globaler Marktpräsenz, hoch entwickelter Biotech-Produktion und starkem Wachstum schaffen.” Großes Potenzial sieht er speziell in den Bereichen Neurologie und Onkologie. Mit Serono erreicht Merck ein marktführendes Multiple-Sklerose-Franchise, das das Portfolio verbreitert, eine globale Marktpräsenz mit Zugang zu den USA sowie eine weltweit führende Biotech-Produktion. Die Sparte Ethicals wird mit Serono in Genf zu „Merck-Serono Biopharmaceuticals“ zusammengeführt, dessen US-Zentrale wird in Boston sein. Die fusionierte Company kommt auf 35.000 Mitarbeiter und einen Pro-forma-Umsatz von 7,7 Mrd € bzw. 3,6 Mrd € im Geschäft mit Biopharmazeutika. Mercks Geschäftsmodell, in beiden Märkten – Pharma und Chemie – aktiv zu sein, wird durch den Zusammenschluss gestärkt. Die Akquisition wird zunächst durch bestehende Barmittel von Merck finanziert sowie durch eine Zwischenfinanzierung. Die Bar-Transaktion wird durch eine Kombination von einem syndizierten Darlehen, einer Anleihe und einer Kapitalerhöhung in Höhe von 2 bis 2,5 Mrd € refinanziert, an der sich die Merck-Familie mit bis zu 1 Mrd € beteiligen wird. Es wird erwartet, dass die Transaktion Anfang 2007 abgeschlossen wird. Merck KGaA übernimmt Mehrheit an Serono

September 20th

Accenture und SAP basteln an Collaborative Healthcare

Die IT-Investitionen sollen im Gesundheitswesen heuer weltweit um 4,6 % steigen. <a href=http://www.sap.de>SAP</a> und <a href=http://www.accenture.de>Accenture</a> werden daher gemeinsam eine Lösung für Gesundheitsnetzwerke entwickeln. <% image name="eCard" %><p> <small> Praxis- oder Klinikverbünde sollen künftig effizienter auf Patienteninformationen zugreifen, diese einfacher in bestehende Anwendungen integrieren und Patientendaten leichter austauschen können. </small> Die Vision: Eine durchgängige Infrastruktur für den Zugriff auf Patienteninformationen und Verwaltungsdaten. Eine Lösung, mit der Gesundheitseinrichtungen signifikante Verbesserungen in der Pflegequalität und der Kostenkontrolle erzielen sollen. Und zwar durch den Einsatz elektronischer Patientenakte, die von allen Partnern eines Gesundheitsnetzwerkes genutzt werden können. Die gemeinsame Lösung setzt das Konzept einer serviceorientierten Architektur für Geschäftsanwendungen (Enterprise SOA) um. Damit können durchgängige, automatisierte Arbeitsabläufe und Prozesse zwischen den beteiligten Partnern - Arztpraxen, Krankenhäuser, Versicherungen, Krankenkassen, Arzneimittelhersteller oder Apotheken - geschaffen werden. „Wir beobachten vor allem staatliche Initiativen, die auf eine Verbesserung des Patientenmanagements fokussieren. Dabei steht die enge Zusammenarbeit zwischen Anbietern, Versicherungsnehmern, Assekuranzen und Arzneimittelherstellern im Mittelpunkt“, erläutert Tom Shirk, President, SAP Global Public Services. Die Lösung wird voraussichtlich Mitte 2007 verfügbar sein. Entwickelt wird sie im Accenture Innovation Center for SAP NetWeaver, das sich in der SAP-Zentrale in Walldorf befindet. Accenture und SAP basteln an Collaborative Healthcare

Den Linzer Chemiepark ergründen

Der <a href=http://www.chemiepark.at>Chemiepark Linz</a> lädt am 30. September zum Tag der offenen Tür. Ein umfangreiches Programm wurde von den ansässigen Firmen für die Besucher vorbereitet. <% image name="Chemiepark_Linz" %><p> <small> „Wir zeigen damit, dass der Linzer Chemiepark viele dynamische Betriebe beherbergt, die für Innovation, Fortschritt und Entwicklung stehen“, so AMI-Sprecher Gerald Kneidinger. </small> Die größten Unternehmen am Chemiepark Linz präsentieren sich im Zuge der Woche der Chemie der Öffentlichkeit und bieten allen Besuchern ein interessantes Rahmenprogramm. Von 9 bis 17 Uhr stellen sich die größten Unternehmen des Chemieparks wie <a href=http://www.agrolinz.at>AMI</a>, <a href=http://www.borealisgroup.com>Borealis</a>, <a href=http://www.chemserv.at>Chemserv</a>, <a href=http://www.dsm.at>DSM</a>, <a href=http://www.nycomed.at>Nycomed</a>, die Betriebsfeuerwehr und das Arbeitsmedizinische Zentrum WORKLAB der breiten Öffentlichkeit vor. Das Wunder der Chemie wird den Besuchern durch Führungen und Vorträge, Videos und Gesundheitstests näher gebracht. Eine geführte Bustour gibt stündlich einen Überblick über den gesamten Chemiepark der auf einer Fläche von rund 100 ha 40 Unternehmen mit über 4.000 Mitarbeitern beherbergt. Der Linzer Chemiepark ist einer der größten seiner Art und weist eindrucksvolle Dimensionen auf: 22 km Straßennetz, 36 km Schienennetz, 35 Verwaltungs- und 115 Produktionsbauten, 60 km Kanalisation und rund 1.600 Parkplätze sind am gesamten Gelände verteilt. Rund 40 Unternehmen mit mehr als 4.000 Mitarbeitern sind hier beschäftigt. Den Linzer Chemiepark ergründen

Österreich zieht Gen-Reis aus dem Verkehr

Nach den mehrfach in Europa aufgetauchten Gen-Reissorten hat auch Österreich Proben gezogen. Bisher waren mehr als 70 Proben an die AGES übermittelt worden. Die aufwendigen Untersuchungen haben bis jetzt 25 Ergebnisse gebracht, bei 3 wurden solche festgestellt. Österreich zieht Gen-Reis aus dem Verkehr <% image name="Reis" %><p> Die AGES hat auf drei nicht zugelassene Gen-Events (LL601, BT63 und LL62) untersucht. Bei den 3 positiven Tests handelt es sich um 2 Langkornreis-Produkte aus den USA, die Spuren von nicht zugelassenen LL601 Reis enthalten, sowie um Reisnudeln aus China, die mit BT63 verunreinigt sind. "Da nicht eindeutig geklärt ist, inwieweit gentechnisch veränderte Lebensmittel gesundheitsschädigend wirken, habe ich die Marktaufsicht angewiesen, sofort alle betroffenen Produkte aus dem Verkehr zu ziehen", erklärte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat. Die Reisnudeln wurden in einem Fachgeschäft für asiatische Spezialitäten am Wiener Naschmarkt gefunden und an das Gesundheitsministerium übergeben. Der Langkornreis stammt aus der amtlichen Probenziehung einer großen Supermarktkette. Die Umsetzung der Rückrufaktion wird durch die Lebensmittelbehörde im Rahmen der laufenden Schwerpunktaktion durch weitere Probenziehungen überwacht. Die Wiener Lebensmittelaufsicht wurde angewiesen, die positiv getesteten Reisnudeln aus dem Verkehr zu ziehen.

Früherkennung von Gärstörungen beim Wein

Wissenschaftler der Forschungsanstalt <a href=http://www.campus-geisenheim.de>Geisenheim</a> haben ein mikroskopisches Färbeverfahren auf Basis der Fluoreszenztechnik entwickelt, mit dessen Hilfe der Gärverlauf überwacht und das Absterben der Hefe mit der dadurch einsetzenden Hemmung der alkoholischen Gärung sofort und sicher ermittelt werden kann. Früherkennung von Gärstörungen beim Wein <% image name="Hefezellen_Gaerstoerung" %><p> <small> Auf den Fluoreszenz-Aufnahmen (rechte Seite) sind im Gegensatz zu normalen mikroskopischen Aufnahmen die lebenden geschädigten Hefezellen (grün) und die toten Zellen (rot) deutlich erkennbar. </small> Gärstörungen bei der Herstellung von Wein und Sekt verursachen jährlich hohe Verluste. Durch Essigsäure, Hitzeschock und andere Ursachen stirbt die Hefe ab und der Zucker im Most kann nicht vollständig vergoren werden. Qualitätsverluste bei Geruch und Geschmack der Endprodukte sind dann unvermeidbar. Üblicherweise messen Weinerzeuger regelmäßig das Mostgewicht um festzustellen, wie schnell der Zucker durch die Hefe abgebaut wird. Der Vitalzustand der Hefe lässt sich aber nur unter dem Mikroskop eindeutig ermitteln. Verlangsamt sich der Gärverlauf, hat der unaufhaltsame massenhafte Zelltod der Hefe oft schon eingesetzt. Die neue Methode ermöglicht eine Kontrolle der Weinproduktion auf geschädigte Hefezellen noch vor dem Auftauchen einer Gärstörung. Mit Hilfe spezieller Farbstoffe lassen sich Vitalität und Aktivität der gärenden Mikroorganismen mühelos erkennen. Es findet nicht nur eine Unterscheidung zwischen lebenden und toten Zellen statt, sondern auch bereits geschädigte Zellen werden erkannt, die erst 4 bis 6 Tage später absterben. Der Weinerzeuger kann so die Gefahr einer Gärstörung ermitteln, bei Bedarf rechtzeitig die geschädigte Hefe abtrennen und frische Hefe zusetzen.

Frühwarnsystem für die Fruchtsaftproduktion

Werden Milchsäurebakterien in den Keltereien zu spät erkannt, lösen sie Gärungsprozesse aus und machen so mitunter ganze Tankfüllungen an Fruchtsäften unbrauchbar. Deshalb wird im EU-Forschungsprojekt <a href=http://www.qualijuice.com>Quali-Juice</a> untersucht, wie künftig Milchsäurebakterien mit Hilfe von Biosensoren rechtzeitig erkannt werden können. Frühwarnsystem für die Fruchtsaftproduktion <% image name="Fruchtprobe" %><p> <small> Probenahme an einem Lagerkessel. © UFZ </small> Forscher des Umweltforschungszentrums Leipzig-Halle (<a href=http://www.ufz.de>UFZ</a>) testen im Verlauf des 3-jährigen Projektes solche Biosensoren und arbeiten daran mit, ein Überwachungssystem für Fruchtsafthersteller zu entwickeln. Milchsäure - Laktat - spielt sowohl bei Fruchsäften als auch im Blut eine wichtige Rolle. Im Blut entsteht Laktat bei Sauerstoffmangel und macht sich als Muskelkater bemerkbar. Der Laktatwert ist auch ein Frühindikator bei Schockzuständen oder Sepsis und wird deshalb bei Intensivpatienten mit Biosensoren überwacht. Bei Leistungssportlern gibt der Laktat-Stufentest Auskunft über den Fitnesszustand. <% image name="Milchsaeure" %><p> Auch bei der Fruchtsaftproduktion kann Milchsäure entstehen. Laktat (2-Hydroxypropionsäure/C<small>3</small>H<small>6</small>O<small>3</small>) gibt es in L- und D-Form. Im Fruchtsaft wird vor allem die L-Form gebildet. Dort ist sie zwar ungefährlich, aber niemand würde einen Apfel- oder Orangensaft trinken wollen, der nach Sauerkraut schmeckt. Steigt daher der Milchsäureanteil im Saft, ist schnelles Sterilisieren angesagt - nur das verbraucht Energie und zerstört Vitamine. <% image name="Fruchtbehaelter" %><p> Bisher gab es keine Vorwarnung. Deshalb arbeiten nun Wissenschaftler und Fruchtsaftindustrie daran, Messsysteme mit Biosensoren zu entwickeln, die genau wie beim Blut auch im Fruchtsaft den Laktatwert überwachen. Die Biosensoren bestehen aus einer Elektrode und einem Laktat-umsetzenden Enzym (Laktatoxidase), das aus Laktat und Sauerstoff dann Wasserstoffperoxid und Pyruvat bildet. Das Wasserstoffperoxid wird an der Elektrode elektrochemisch gemessen. Je mehr Laktat vorhanden ist, umso mehr Wasserstoffperoxid entsteht und umso größer ist der Messwert. Die Biosensoren sind nicht viel größer als die ähnlich funktionierenden Teststreifen für die Blut-Glucose-Messung der Diabetiker. Sie können entweder in Durchfluss-Messsystemen eingebaut werden, die in Anlagen zur Herstellung und Lagerung des Saftes eingesetzt werden oder in Handmessgeräte, die zur Kontrolle kleiner Probemengen verwendet werden. <small> Am Forschungsprojekt Quali-Juice sind mehrere Fruchtsaftproduzenten, Hersteller von Messgeräten und Universitäten beteiligt. Unterstützung kommt auch von den Verbänden der Safthersteller in Österreich, Slowenien, Polen, Rumänien und Spanien. Die EU fördert mit insgesamt 1 Mio €. Weitere 600.000 € stellen die beteiligten Industrieverbände und Unternehmen zur Verfügung. 2009 wollen die Verbände ihren Mitgliedsfirmen dann Messgeräte empfehlen, damit kein Saft mehr weggeschüttet werden muss, weil Milchsäurebakterien ihn in eine übel riechende Brühe verwandelt haben. <small>

Bayer errichtet weltgrößtes Salzsäure-Recycling

Das für die geplanten MDI- und TDI-Anlagen in Shanghai benötigte Chlor wird <a href=http://www.bayerbms.com>Bayer MaterialScience</a> in der weltweit größten Salzsäure-Recyclinganlage der Welt direkt vor Ort produzieren: Die neue Salzsäure-Elektrolyse mit einer Jahreskapazität von 215.000 t Chlor soll 2008 in Betrieb gehen. <% image name="Bayer_Shanghai2" %><p> In der Anlage wird die von Bayer MaterialScience gemeinsam mit Partnern entwickelte innovative Sauerstoffverzehrkathoden-Technologie (SVK) zum ersten Mal im großindustriellen Maßstab eingesetzt. Die als Nebenprodukt bei der Isocyanat-Herstellung anfallende Salzsäure wird in der Elektrolyse mit Hilfe von Strom und Sauerstoff als zusätzlichem Reaktionspartner in Chlor und Wasser zerlegt. Das gewonnene Chlor wird erneut zur Isocyanat-Herstellung eingesetzt und damit in einem Kreislauf gefahren. Die als Kathode geschaltete, Sauerstoff verbrauchende Elektrode wird dabei als Sauerstoffverzehrkathode bezeichnet. Bayer hat das SVK-Verfahren mit UhdeNora und DeNora Nordamerika bis zur Industriereife entwickelt. Bereits 2003 ging in Brunsbüttel eine mit der SVK-Technologie ausgerüstete Salzsäure-Elektrolyse-Anlage mit einer Jahreskapazität von 20.000 t Chlor in Betrieb. Der Vorteil des SVK-Elektrolyseverfahren liegt in der Energieersparnis. Gegenüber dem bei Bayer seit vielen Jahren etablierten Diaphragmaprozess kommt das SVK-Verfahren mit rund 30 % weniger elektrischer Energie aus. Das technische Prinzip entspricht einem Brennstoffzellenprozess. Durch die Einspeisung von gasförmigem Sauerstoff kann die Elektrolyse mit deutlich verringerter Spannung betrieben werden. Die neue Anlage in Shanghai wird von Bayer MaterialScience zusammen mit Bayer Technology Services und UhdeNora gebaut. Bayer errichtet weltgrößtes Salzsäure-Recycling

Ras-Katalyse: Ansatz für molekulare Krebstherapie

Bei vielen Tumoren ist das onkogene Ras-Protein dauerhaft "angeschaltet", so dass die Zellen unkontrolliert wachsen. Wie die Abschaltung dieses Proteins funktioniert, haben Forscher jetzt mit einem ultra-sensitiven spektroskopischen Ansatz herausgefunden. <% image name="GTPase_Ras_Protein" %><p> <small> Der GAP-katalysierte GTPase-Mechanismus des Ras-Proteins in atomarer Auflösung. Mit einem ultrasensitiven spektroskopischen Ansatz wurde die nur wenige Millisekunden lang besetzte Position des doppelt protonierten Phosphates (H2PO4-) relativ zum GDP im Protein bestimmt. Das Protein kann nicht nur abschalten, sondern auch in den "an"-Zustand zurück. </small> Das Ras-Protein ist der Schalter für das Zellwachstum: Wird es durch bestimmte Mutationen verändert (onkogen), dann steht der Schalter für das Zellwachstum dauerhaft auf "an" und die Zelle wächst unkontrolliert. Onkogenes Ras findet man in 25 % aller menschlichen Tumore. Abgeschaltet wird das Ras-Protein durch die Katalyse des Triphosphats GTP zu Diphosphat GDP. Diesen molekularen Abschaltmechanismus haben die Biophysiker um Carsten Kötting und Klaus Gerwert der Ruhr-Uni Bochum herausgefunden. Ihre spektroskopische Arbeit ergänzte dabei frühere Arbeiten des Dortmunder Max Planck-Instituts für molekulare Physiologie, das bereits die Raumstrukturen des Ras-Proteins und seinem Interaktionspartner, dem GAP, aufgeklärt haben. Mit der trFTIR-Technik (time-resolved Fourier Transform Infrared) der Bochumer Biophysik konnten die Forscher jetzt den enzymatischen Weg der durch das Protein GAP katalysierten GTPase-Reaktion des Ras-Proteins wie in einem Film beobachten. Dabei identifizierten sie ein bisher nicht charakterisiertes, proteingebundenes Phosphat mit nur Millisekunden Lebenszeit, dessen Position im Protein sowie seinen Protonierungszustand. "Bisher war bekannt, dass im 'an'-Zustand das Triphosphat GTP an das Protein gebunden ist und im 'aus'-Zustand das Diphosphat GDP", erklärt Gerwert. "Jetzt konnten wir beobachten, dass der Schalter in dieser neu entdeckten Zwischenstufe leicht wieder in den 'an'-Zustand 'zurückschnappen' kann." Die daran beteiligten Protonen sind entscheidend für den Reaktionsmechanismus. Die Forscher vermuten, dass eine solche Zwischenstufe auch in anderen GTPasen und ATPasen eine wichtige Rolle spielt. Die Entdeckungen über das Ras-Protein könnten für künftige Krebsmedikamente von Bedeutung sein: Mit dem erworbenen Wissen kann man jetzt versuchen, mit maßgeschneiderten Substanzen das onkogene Ras in den "aus"-Zustand zu zwingen, indem man das "Zurückschnappen" verhindert. Im "an"-Zustand interagiert das Ras mit der Raf-Kinase. Kürzlich hat Bayer für eine maßgeschneiderte molekulare Therapie ein Medikament entwickelt, das als Raf-Kinase-Hemmer bei Nierenkrebs erfolgreich eingesetzt wird. Ras-Katalyse: Ansatz für molekulare Krebstherapie

Cisbio führt 3 neue zellbasierte HTRF-Assays ein

Die dritte Produktlinie an HTRF-Assays von <a href=http://www.htrf.com>Cisbio international</a> beziehen sich auf Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten - sie messen die wichtigen Targetes cGMP, PGE2 und Hydrocortison. Cisbio führt 3 neue zellbasierte HTRF-Assays ein <% image name="Cisbio" %><p> Der erste Assay dient der Quantifizierung von <b>cGMP</b> (Guanosin-3’,5’-Monophosphat) und ist damit auf Targets wie Guanylyl-Cyclasen und eine Reihe cGMP-geregelter Phosphodiesterasen (PDEs) ausgerichtet. Der zweite dient der Quantifizierung von <b>PGE2</b> (Prostaglandin E2), einem wichtigen Entzündungsbeschleuniger, entweder in Zellüberständen oder direkt in der Präsenz gesamter Zellen. Der dritte Assay ermöglicht die schnelle und präzise Messung von <b>Hydrocortison</b>. Das gilt sogar für komplexe Proben wie Leber-Mikrosome, ganze Zellen und tierisches Serum. Zur Optimierung der Gesamtleistung überführte Cisbio die Assays in ein d2-basiertes Format. Damit wurde die Fehlerfestigkeit erhöht und das Signal-Hintergrund-Verhältnis in den meisten Fällen verbessert. So lassen sich über mehrere Tage Inkubationszeit einheitliche Ergebnisse erzielen. Die Assays sind hochgradig empfindlich, lassen sich auf ein 1536er-Format miniaturisieren – und bleiben dabei günstig. Mit besonders guter Anpassung an das großvolumige Screening sind die Prozeduren dieser Assays auf eine Platte zugeschnitten und können an das zellbasierte Format adaptiert werden. Zudem ist die Überführung herkömmlicher ELISA-Assays und anderer heterogener Formate in diese HTRF-Assays einfach. <small> <u>Hydrocortison</u> ist ein wichtiger Indikator für die Regulierung des Glukose-Stoffwechsels und tritt in Zusammenhang mit Targets im Bereich Fettleibigkeit, Diabetes und Herzgefäßerkrankungen auf. Die <u>PGE2</u>-Quantifizierung war und ist der Schlüssel für die Untersuchung von COX-1- und COX-2-Bahnen und gewinnt neue Bedeutung bei Downstream-Targets wie Prostaglandin-Synthasen. <u>cGMP</u> vermittelt zahlreiche Zell-Targets wie PDEs, die in einer Vielzahl an Schlüsselprozessen wie die gleichmäßige Muskelentspannung, die Nierenfunktion und entzündliche Reaktionen involviert sind. </small>

September 19th

Neuartige Vitamin-A-Formulierung von BASF

Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln bekommen mit „Dry Vitamin A Acetate 250 DC/GFP“ von <a href=http://www.human-nutrition.basf.com>BASF</a> eine Formulierung, die nicht nur direkt tablettierbar, sondern auch für Vegetarier geeignet und allergenfrei ist. Neuartige Vitamin-A-Formulierung von BASF <% image name="Vtamin_A" %><p> <small> Vitamin A - hier in seiner kristallinen Form. </small> Zusätzlich ist „Dry Vitamin A Acetate 250 DC/GFP“ auch GMO-, BHT-, dioxin- und glutenfrei, nach ethischen Standards produziert und koscher bzw. halal zertifiziert. „Damit können BASF-Kunden die neue, ‚kennzeichnungsfreundliche’ Formulierung weltweit einsetzen und ihre internen Abläufe deutlich vereinfachen. Dies hat eine Kosteneinsparung zur Folge.“ Bei „Dry Vitamin A Acetate 250 DC/GFP“ handelt es sich um ein frei fließendes, staubfreies Pulver mit hoher Dichte und enger Partikelgrößenverteilung. Dadurch ist es für den Kunden sehr leicht zu handhaben und kann direkt tablettiert werden, ohne dass die Stabilität beeinträchtigt wird. Das BASF-Portfolio vegetarischer und allergenfreier Produkte umfasst zudem "Dry Vitamin E Acetate 50 % DC/GFP", "Dry Vitamin D3 100 GFP", "Dry Vitamin K1 1 % GFP" sowie "Beta-Carotene 10 % DC/GFP".

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