Archive - Sep 25, 2007

Erbitux in zahlreichen Kombitherapien bestätigt

Zum EGFR-Antikörper Erbitux (Cetuximab) wurde eine Fülle vielversprechender Daten präsentiert. Die zu verschiedenen Krebsarten vorgelegten Studien liefern neue Beweise für die Wirksamkeit von Erbitux in Kombinationstherapien. <% image name="Erbitux" %><p> Weiterhin wurden die konstanten Wirkerfolge von Erbitux bei der Erstlinienbehandlung und Folgetherapie bei metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) zusammengefasst und eine Aktualisierung zur Wirksamkeit von Erbitux bei Plattenepithelkarzinom des Kopfes und des Halses (SCCHN) vorgelegt. <b>Erstlinienbehandlung beim metastasiertem Darmkrebs (mCRC):</b> Die <u>CAIRO</u>-Studie, eine randomisierte Phase-III-Studie an mehr als 700 Patienten, bestätigte die Sicherheit von Erbitux als Zusatz zu einer Kombitherapie aus Capecitabin, Oxaliplatin und Bevacizumab bei mCRC-Patienten, die keine vorherige Therapie erhalten hatten. Diese Ergebnisse sind ermutigend angesichts einer kürzlich durchgeführten, ähnlich ausgerichteten Studie zu einem weiteren monoklonalen EGFR-Antikörper zur Erstlinientherapie von mCRC-Patienten. Die Studie war vorzeitig aufgrund erhöhter Toxizität ohne Verbesserung der Wirksamkeit abgebrochen worden. Die <u>CRYSTAL</u>-Studie (die Studie für den Antrag auf Zulassungserweiterung in der Erstlinienbehandlung des metastasierten Kolorektalkarzinoms bei der EMEA), eine weltweite Phase-III-Studie an mehr als 1.000 Patienten, ergab eine signifikante Erhöhung der progressionsfreien Überlebenszeit bei der Patientengruppe mit der Erbitux/FOLFIRI-Kombination im Vergleich zur Gruppe, die nur FOLFIRI erhalten hatte. Darüber hinaus reduzierte sich das Wachstums- und Metastasierungsrisiko um 15 %. Bei der Studie ergab sich auch, dass die Verabreichung von Erbitux die Ansprechrate (Tumorschrumpfung um mindestens 50 %) signifikant erhöhte (47 vs 39 %). <b>Vorbehandeltes metastasiertes Kolorektalkarzinom (mCRC):</b> Zusätzliche Daten über Patienten mit einer vorherigen Behandlung bestätigten die konstante Wirksamkeit von Erbitux bei der Therapie von CRC. Daten aus der Phase-III-<u>EPIC</u>-Studie, in der die Kombitherapie aus Erbitux + Irinotecan mit einer reinen Irinotecan-Therapie bei Patienten verglichen wurde, die auf eine Erstlinien-Chemotherapie mit Oxaliplatin nicht mehr ansprachen, belegten eine signifikant höhere Ansprechrate und eine erhebliche Reduzierung des Tumorprogressionrisikos unter der Zugabe von Erbitux. Mit einer verbesserten Tumorkontrolle konnte die gesundheitsbezogene Lebensqualität in der Erbitux-Gruppe deutlich gesteigert werden. Mittels eines anerkannten QoL-Fragebogens (Quality of Life) wurde ein signifikanter Unterschied zugunsten der Erbitux-Gruppe in 10 von 15 Symptomskalen festgestellt, unter anderem bei Schmerzen, Übelkeit und allgemeinem Gesundheitszustand. Daten der europäischen <u>MABEL</u>-Studie deuten darauf hin, dass die Art der Prämedikation, die mCRC-Patienten erhalten, das Auftreten von Infusions-bezogenen Reaktionen (IRRs) beeinflusst, welche in Zusammenhang mit eine Kombinationstherapie von Erbitux und Irinotecan gebracht werden. Die Daten zeigen, dass durch die Zugabe von Kortikosteroiden zu Antihistaminika diese Reaktionen auf bis zu 1 % reduziert werden können und dabei, was ebenfalls wichtig ist, die Anti-Tumorwirkung nicht eingeschränkt wird. Die lateinamerikanische <u>LABEL</u>-Studie bestätigte das therapeutische Potenzial von Erbitux in einer Patientengruppe mit umfangreicher vorheriger Therapie. 24 % der Patienten dieser Gruppe hatte zuvor 3 oder mehr Therapien gegen mCRC erhalten. In dieser speziellen Gruppe erzielte die Kombitherapie aus Erbitux + Irinotecan eine Gesamtansprechrate von 27 %, ein medianes progressionsfreies Überleben von mehr als 4 Monaten und ein medianes Gesamtüberleben von 9,7 Monaten. Damit bestätigte sich die konstante Wirksamkeit, die in vorangegangenen Studien bei Erbitux festgestellt werden konnte. Die Ergebnisse der MABEL- und LABEL-Studien bestätigen die Ergebnisse der BOND-Zulassungsstudie, auf der die aktuelle Lizenz von Erbitux basiert. <b>Studien zu alternativen Dosierungen bei mCRC:</b> Die vorgestellte <u>045</u>-Studie bewertete die Sicherheit und Wirksamkeit von Erbitux in einem zweiwöchigen Einnahmerhythmus. Es zeigte sich, dass die Gabe von Erbitux in zweiwöchigem Abstand und in einer Dosierung von 500 mg/m2 sicher ist. Daten der <u>EVEREST</u>-Studie indizieren, dass mit einer individuellen, an der Schwere der Hautreaktion orientierten Dosiseinstellung eine höhere Ansprechrate erzielt werden kann. Die EVEREST-Studie untersuchte die Wirkung einer Dosiserhöhung von Erbitux bei mCRC-Patienten, die keine oder leichte Hautreaktionen bei der Standarddosierung von 250 mg/m2 Erbitux über einen Zeitraum von 3 Wochen zeigten. Die Studie zeigte, dass durch die schrittweise Erhöhung der Erbitux-Dosierung auf 500 mg/m2 pro Woche eine Tumoransprechrate bei Patienten erzielt werden kann, die auf die Standarddosierung nicht ansprachen. <b>Erstlinientherapie bei Plattenepithelkarzinom des Kopfes und des Halses (SCCHN):</b> Erbitux in Kombination mit einer Platin-basierten Chemotherapie als Erstlinienbehandlung erwies sich auch als wirksam in der Verbesserung des Gesamtüberlebens von Patienten mit rezidivierendem und/oder metastasiertem Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (SCCHN), dessen Behandlung sehr schwer ist. In der randomisierten kontrollierten europäischen <u>EXTREME</u>-Studie der Phase III wurden mehr als 400 Patienten, die eine Kombitherapie aus Erbitux + Cisplatin- bzw. Carboplatin-basierte Chemotherapie erhielten, mit einer Patientengruppe verglichen, die eine reine Platin-basierte Chemotherapie erhielt. Bei der Erbitux-Patientengruppe ergab sich eine signifikant höhere Ansprechrate, eine annähernde Verdopplung des Zeitraumes bis zum Wiedereinsetzen der Tumorprogression und eine deutlich erhöhte Überlebenszeit. Die Studie stellt einen signifikanten Durchbruch dar und erbrachte zum ersten Mal seit 25 Jahren einen Überlebensvorteil für eine Patientengruppe in einer randomisierten Phase-III-Studie. Erbitux in zahlreichen Kombitherapien bestätigt

MS: Phase-III-Programm mit Alemtuzumab gestartet

Im Rahmen eines Phase-III-Programms mit dem von <a href=http://www.genzyme.com>Genzyme</a> und <a href=http://www.bayerscheringpharma.de>Bayer Schering Pharma</a> entwickelten monoklonalen Antikörpers Alemtuzumab bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) ist der erste Patient behandelt worden. Unter der Studienbezeichnung CARE-MS1 wird Alemtuzumab mit Interferon-beta-1a (Rebif) verglichen. <table> <td><% image name="Schering_Bayer" %></td> <td><% image name="Genzyme_Logo" %></td> </table> Einbezogen werden Patienten, die bisher noch keine medikamentöse Therapie erhalten haben. Während der zweijährigen Behandlungsphase erhalten sie Alemtuzumab in einem einjährigen Abstand, während Rebif dreimal wöchentlich verabreicht wird. In die CARE-MS1-Studie sollen bis zu 525 Patienten an 60 Prüfzentren in Nordamerika, Australien, Lateinamerika und Europa eingeschlossen werden. Der Vergleich von Alemtuzumab mit Rebif wird anhand von 2 primären Studienendpunkten erfolgen: Der Zeit bis zum Fortschreiten einer klinisch relevanten Behinderung und der Häufigkeit von eintretenden Schüben pro Jahr. Die Behandlung mit Alemtuzumab erfolgt intravenös an 5 Tagen mit jeweils 12 mg/Tag, gefolgt von Infusionen an 3 Tagen mit ebenfalls 12 mg/Tag nach 12 Monaten. Nach Zuweisung des letzten Teilnehmers zu einer der beiden Behandlungsgruppen werden alle Patienten für 2 Jahre hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit des Produkts beobachtet. Die Behandlungsgruppe mit Alemtuzumab wird für mindestens 3 weitere Jahre nach Ihrer Behandlung hinsichtlich der Sicherheitsaspekte untersucht. Eine weitere Phase-III-Studie mit Patienten, bei denen unter den derzeit verfügbaren Therapien weiterhin Schübe aufgetreten sind, soll in Kürze beginnen. Das Phase-III-Programm folgt dem erfolgreichen Abschluss der Behandlungsphase einer Phase-II-Studie. Deren Interimsanalyse nach 2 Jahren ergab für Patienten unter Alemtuzumab im Vergleich zu Rebif ein signifikant verringertes Risiko für weitere Krankheitsschübe und für das Fortschreiten einer klinisch relevanten Behinderung. Genzyme und Bayer Schering Pharma erwarten derzeit, die Erstzulassung von Alemtuzumab zur MS-Behandlung 2011 beantragen zu können. <small> Alemtuzumab ist derzeit in den USA für die Behandlung der chronisch-lymphatischen B-Zell-Leukämie (B-CLL) zugelassen. Außerhalb der USA hat Alemtuzumab die Zulassung für die Behandlung von Patienten mit B-CLL, die bereits mit alkylierenden Substanzen behandelt wurden und bei denen eine Fludarabin-Therapie nicht angeschlagen hat. Das Produkt wird in den USA als Campath und außerhalb der USA als MabCampath vertrieben. </small> MS: Phase-III-Programm mit Alemtuzumab gestartet

CELLine: Einweg-Bioreaktor für die Zellkultur im Labor

<a href=http://www.sartorius-stedim.com>Sartorius Stedim Biotech</a> bietet jetzt den Einweg-Membran-Bioreaktor CELLine für die Produktion von Proteinen (z. B. monoklonalen Antikörpern) im Labormaßstab an. Die Kultivierungseinheit ist in eine Medien- und eine Zellkammer eingeteilt und gewährleistet dadurch auch als statisches System optimale Kultivierungsbedingungen. <% image name="Sartorius_CELLine" %><p> <small> Der Einweg-Membran-Bioreaktor CELLine von Sartorius Stedim Biotech mit einer Zell- und einer Medienkammer. </small> Eine semipermeable Membran ermöglicht die Diffusion kleiner Moleküle zwischen den Kammern. So wird einerseits eine kontinuierliche Nährstoffversorgung der Zellen in der Zellkammer garantiert, andererseits können toxisch wirksame Metabolite aus der Zellkammer in die Medienkammer diffundieren. Hochmolekulare extrazelluläre Proteine werden in der Zellkammer zurückgehalten und konzentriert. Da beide Kammern separat zugänglich sind, können typische Arbeitschritte wie Medienversorgung und Zellernte getrennt voneinander durchgeführt werden. Unterhalb der Zellkammer befindet sich darüber hinaus eine gasdurchlässige Membran, die einen optimalen Gasaustausch gewährleistet. Die Bauweise des Membran-Bioreaktors gewährleistet die optimale Erhaltung der Zellen unter „in vivo“ ähnlichen Kultivierungsbedingungen. Nährstoff- und Sauerstofflimitierungen lassen sich so ausschließen. Im Vergleich zu anderen konventionellen statischen Kultivierungseinheiten können bis zu 100-fach höhere Zelldichten erreicht werden. Bedingt durch diese Zelldichten liegen die Produktkonzentrationen der gewünschten Proteine im Konzentrationsbereich von 1-5 mg/ml, die dem 50- bis 100-fachen derer aus üblichen statischen Systemen entsprechen. CELLine eignet sich für verschiedenste Applikationen, besonders attraktiv ist es für die Antikörperproduktion in Hybridoma-Zellkulturen sowie die Produktion weiterer rekombinanter Proteine in anderen transfizierten Zelllinien. Darüber hinaus ist CELLine für die Kultivierung von Hybridoma, CHO-, NS-0- und SF-Zellen optimiert. <small> Der Einweg-Membran-Bioreaktor ist in 2 Größen erhältlich: CELLine CL 350 bietet ein Medienkammervolumen von bis zu 350 ml und ein Zellkammervolumen von bis zu 5 ml. Die Medienkammer der CELLine CL 1000 ist für ein Volumen von bis zu 1000 ml geeignet. Das Arbeitsvolumen der Zellkammer beträgt hier bis zu 15 ml. </small> CELLine: Einweg-Bioreaktor für die Zellkultur im Labor

EU stellt Flächenstilllegung auf null

Im Eilverfahren einigten sich die EU-Agrarminister auf einen Stilllegungssatz von null für die kommende Ernte 2008. Fast gleichzeitig stimmten das Europäische Parlament und der EU-Agrarministerrat dem Vorschlag der Kommission zu. EU stellt Flächenstilllegung auf null <% image name="Getreidefeld" %><p> Damit hat das Gesetzgebungsverfahren gerade einmal 2 Wochen gedauert und ist für Brüsseler Verhältnisse rekordverdächtig. Einstimmig fiel die Entscheidung im Rat. Der Vorschlag der Kommission erfüllt auch für Österreich eine wesentliche Forderung, die zur Entspannung der Marktsituation im nächsten Erntejahr beiträgt. Zudem will die EU-Kommission die EU-Importzölle für Getreide provisorisch aussetzen. Spanien beklagte sich im Rat, es müsse zu hohe Preise für Futtermittelimporte zahlen. 10 weitere EU-Mitgliedstaaten äußerten ebenfalls ihre Sorge über die angespannte Versorgungslage. Bisher mussten die EU-Bauern 10 % ihrer förderbaren Ackerfläche stilllegen. Als Folge der global engen Versorgung des Getreidemarktes und daraus resultierender rasanter Preissteigerungen und auf Druck vieler Mitgliedstaaten wie Österreich schlug die EU-Kommission vor, den Satz der obligatorischen Stilllegung für die Aussaat im Herbst 2007 und Frühjahr 2008 auf 0 % zu setzen. Dies soll die Getreideproduktion der EU aus der kommenden Ernte um 10-17 Mio t stimulieren, nachdem die Ernte der EU-27 heuer mit rund 250 Mio t zum zweiten Mal in Folge mager ausgefallen ist und die Preise auf einem historischen Hoch stehen. Die Aufhebung der Flächenstilllegung könnte in Österreich etwa 35.000 ha der bisherigen rund 90.000 ha Bracheflächen nun wieder für die Produktion mobilisieren. EU-weit könnten von derzeit 3,8 Mio ha stillgelegten Flächen 1,6-2,9 Mio ha wieder in die Erzeugung genommen werden.

Einzelmolekül-Detektionsmaschine von FluIT

Wissenschaftler der Gruppe für Biomolekulare Optische Systeme (BioMOS) am Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT haben unter der Leitung von Harald Mathis im Auftrag von <a href=http://www.fluit-biosystems.de>FluIT Biosystems</a> die Einzelmolekül-Detektionsmaschine ConSense entwickelt. ConSense basiert auf laser-induzierter Fluoreszenz und nutzt dazu eine besonders leistungsfähige konfokale Optik. <% image name="FluIT" %><p> <small> Das angewandte ASFS-Verfahren (Accurate Stochastic Fluorescence Spectroscopy) kann die benötigte Information über das Molekül schneller und mit höherer Qualität gewinnen und ist aktuellen Verfahren überlegen. </small> Die Biomoleküle sind dabei mit Fluoreszenzmarkern versehen und können so durch einen Laser zum Leuchten angeregt werden. Diese Art des Nachweises ist nicht nur sehr empfindlich, sondern liefert auch eine Vielzahl an Informationen über das Verhalten des Biomoleküls, über seine biologische Aktivität und seine Umgebung. Diese Informationen über die Moleküle können allerdings nicht ohne Weiteres aus den aufgenommenen Signalen extrahiert werden. In langer Forschungsarbeit hat das Fraunhofer FIT eine eigene Einzelmolekültheorie entwickelt und in Algorithmen überführt. Die resultierende ASFS (Accurate Stochastic Fluorescence Spectroscopy) ist von FluIT Biosystems zum Patent angemeldet worden und kann die benötigte Information über das Molekül schneller und mit höherer Qualität gewinnen als konkurrierende Verfahren. Einzelmolekül-Detektionsmaschine von FluIT

Komptech eröffnet neues Werk in Slowenien

<a href=http://www.komptech.com>Komptech</a> hat das neue Komponentenwerk - die Komptech okoljska tehnika d.o.o. in Ljutomer - hochgefahren. Bis Ende 2007 entstehen hier etwa 50 hochqualifizierte Arbeitsplätze. Mehr als 5 Mio € wurden in das neue Werk investiert. <% image name="Komptech_Ljutomer" %><p> <small> Bereits Anfang Juli konnte in Ljutomer mit dem Probebetrieb begonnen werden, nun wurde offiziell eröffnet. </small> Der neue Produktionsstandort dient als Lieferant für das Fertigungszentrum in Frohnleiten, die Komptech Umwelttechnik GmbH, an die Rohkonstruktionen für das abschließende Assembling geliefert werden. "Damit sind die wesentlich höheren Produktionszahlen für 2008 nun tatsächlich zu schaffen", sagt Thomas Pusch, technischer Geschäftsführer der neuen Niederlassung. "In einem zweiten Schritt werden in Ljutomer bestimmte Serienprodukte zur Gänze gefertigt werden", ergänzt Pusch. Das Kompetenzzentrum in Frohnleiten spezialisiert sich dann auf die Knowhow-intensive Stationärtechnik. Das zweite Komptech- Werk in Ljutomer, die Farmtech d.o.o., bis zum Neubau für die Komponentenlieferung zuständig, wird sich in Zukunft auf die ebenfalls sehr stark wachsende Landtechnik konzentrieren. <small> <b>Komptech</b> mit Hauptsitz in Frohnleiten hat 2006 das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte erzielt. Eine Umsatzprognose von etwa 85 Mio € für 2007 bedeutet wiederum eine Steigerung von mehr als 20 % gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen beschäftigt an 9 Standorten in 6 Ländern 440 Mitarbeiter. </small> Komptech eröffnet neues Werk in Slowenien

Neuer Ausrüster in der Kältetechnik gegründet

Die chinesische Sichuan Air Separation Plant Group (SASPG) und die britische Severn Flowtech haben das Joint-venture <a href=http://www.saspg.net>SASPG International</a> gegründet. Gemeinsam wollen sie die nächste Generation an Luftseparatoren der internationalen Gaseindustrie schmackhaft machen. Neuer Ausrüster in der Kältetechnik gegründet <% image name="smpg_luftzerleger" %><p> SASPG ist seit mehr als 40 Jahren auf die Entwicklung von Kältetechnik spezialisiert und beschäftigt knapp 3.000 Mitarbeiter. Severn Flowtech - die Engineering-Tochter der Severn Glocon Group - wird dem Joint-venture entsprechende Planungs-Skills beisteuern. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit 2003 zusammen, jetzt wollen sie auch gemeinsam entwickelte Produkte vermarkten. Sie versprechen mehr Optionen für den Energiesektor, speziell im Bereich der industriellen Gasverflüssigung, dem Gastransport sowie der Gaslagerung. Aktuell wickelt SASPG International bereits mehrere Industriegase- und LNG-Projekte in Europa, den USA, dem Mittleren Osten sowie Asien ab. Im Sortiment von SASPG befinden sich schlüsselfertige Luftzerleger (bis 60.000 NM³/h), Verflüssiger und Trenner von Natural gas, Druckadsorptionssysteme, Acetylen-Anlagen sowie Tanks, Verdampfer, Wärmetauscher, Pumpen und Kompressoren.

Siemens erweitert Abwasserreinigung bei Mondi

<a href=http://www.siemens.de/paper>Siemens I&S</a> hat von <a href=http://www.mondigroup.com>Mondi Packaging</a> den Auftrag erhalten, bis April 2008 die <a href=http://www.siemens.de/water>Abwasserreinigungsanlage</a> in Frohnleiten zu optimieren. Dazu werden für rund 2 Mio € eine Entstoffung und eine Anaerobe Vorstufe aus der „Sipaper Water”-Familie in die bestehende Reinigung integriert. <% image name="Mondi_Frohnleiten" %><p> <small> Mondi Packaging erzeugt am Standort Frohnleiten jährlich 160.000 t Wellpappenrohpapiere. Das anfallende Abwasser wird mithilfe einer mechanisch-biologischen Abwasserreinigungsanlage aufbereitet. </small> Damit können rund 3.600 m³/d Abwasser mit einer CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf)-Fracht von 20 t behandelt werden. Darüber hinaus ermöglicht die Anlage die Produktion von bis zu 6.400 m³/d Biogas zur Energieerzeugung im Werk. Die neue Anaerobstufe von Siemens stellt einen stabilen und optimalen CSB- und BSB-Abbau (Biologischer Sauerstoffbedarf) zwischen mechanischer Reinigung und Belebung sicher. Die Anlagenerweiterung wurde so konzipiert, dass möglichst viele Komponenten der bestehenden Abwasserreinigung beibehalten werden können. Die Sediflotation wird für die neuen Anforderungen modifiziert und ein vorhandener Eindicker zur Vorversäuerung umgebaut. Zur Entstoffung von gesammeltem Kanalabwasser wird eine Anlage für einen Volumenstrom von 150 m³/h integriert. Diese Maßnahme reduziert die Feststoffkonzentration in der Abwasserreinigungsanlage erheblich. Gleichzeitig können wertvolle Fasern dem Produktionsprozess wieder zugeführt werden. Im Lieferumfang enthalten sind ein Entwässerungstisch mit Polymer-Station inklusive Dosiereinrichtung sowie die komplette Integration in den Prozess. Siemens ist auch für die elektrotechnische und leittechnische Einbindung der neuen Anlagenteile verantwortlich. Dabei kommen die Produkte Sipaper Drives, Sipaper Power und Sipaper DCS zum Einsatz. Sämtliche verwendeten Produkte, Systeme und Komponenten sind Bestandteil des Lösungskonzepts „Sipaper Water”, das speziell für die Abwasseraufbereitung in der Papier- und Zellstoffindustrie entwickelt wurde. Siemens erweitert Abwasserreinigung bei Mondi

Neue Erkenntnisse zur Oxidation von Vitamin E

Oxidationen des als "Radikal-Fänger" bekannten Vitamin E laufen anders ab als bisher angenommen. Zwischenprodukte, die laut gängiger Lehrmeinung dabei entstehen, sind mit modernsten Analysemethoden gar nicht nachweisbar. Dieses Ergebnis wurde im Rahmen eines FWF geförderten Projekts aufwändig belegt und publiziert. <% image name="Vitamin_E" %><p> <small> Vitamin E: Das Interesse für die grundlegende Chemie eines bekannten Moleküls blüht wieder auf. © Thomas Rosenau </small> Vitamin E ist eines der wichtigsten natürlichen Antioxidantien. Berühmtheit hat es als "Radikal-Fänger" oder "Anti-Aging"-Produkt erlangt. Es ist vielleicht auch diese Berühmtheit, die das wissenschaftliche Interesse an Vitamin E auf die Optimierung der Anwendung hin fokussierte - und der grundlegenden Chemie weniger Beachtung zukommen ließ. Im Zuge der Entwicklung neuer Anwendungsmöglichkeiten wenden sich Chemiker diesen Grundlagen aber erneut zu - und räumen mit so mancher Lehrmeinung radikal auf. Einer der daran beteiligten Chemiker ist Thomas Rosenau vom Department für Chemie der Wiener BOKU. Im Zuge seiner Arbeit analysierte er die genauen chemischen Abläufe bei der Ein-Elektronen-Oxidation des alpha-Tocopherols (dem Hauptbestandteil des Vitamin E), die nach Lehrbuchmeinung über bestimmte Zwischenprodukte, so genannte C-zentrierte Radikale mit ortho-Chinonmethid-Struktur (oQM), abläuft. Genau das tut sie aber laut den Ergebnissen des Teams um Rosenau nicht. "Prinzipiell haben oQMs und die strukturell verwandten C-zentrierten Radikale eine geringe Stabilität und kurze Lebensdauer. Das schränkt die Möglichkeiten für ihren Nachweis und ihre Untersuchung stark ein. Uns ist es aber gelungen, die Stabilität von oQMs deutlich zu erhöhen und Lebensdauern von bis zu 20 min zu erzielen. Damit ist es uns möglich, oQMs in Reaktionsabläufen direkt analytisch nachzuweisen", so Rosenau. Zahlreiche unabhängige Analysemethoden wurden genutzt, um das Ergebnis zu bestätigen. Dazu zählten neben der kernmagnetischen Resonanzspektroskopie in flüssiger und fester Phase, der Elektronenspinresonanzspektroskopie und Massenspektrometrie auch das Markieren spezieller Derivate mit Isotopen sowie die Untersuchung der Reaktionskinetiken und die Entwicklung von Computermodellen. Zur Bedeutung seiner Ergebnisse meint Rosenau: "Die Frage, ob bei der Oxidation von alpha-Tocopherol C-zentrierte Radikale mit oQM-Struktur als kurzlebiges Zwischenprodukt entstehen oder nicht, mag zunächst als rein akademisch interessant erscheinen. Ist sie aber keineswegs. Denn diese Radikale besitzen eine extrem hohe Reaktivität und könnten somit in der Zelle großen Schaden anrichten. Da alpha-Tocopherol vielfältige physiologische Funktionen als fettlösliches Antioxidans erfüllt und in einer großen Vielzahl von Medikamenten, Pflegeprodukten, Lebensmitteln und Kosmetika eingesetzt wird, ist das Verständnis über mögliche schädliche Nebenwirkungen seiner Abbauprodukte für die Gesundheit der Patienten und Konsumenten essenziell." Für das Team um Rosenau ist das Wissen um die Reaktivität von alpha-Tocopherol-Produkten aber auch aus einem anderen Grund wichtig: Ein zweites FWF-Projekt verfolgt die Herstellung von Polytocopherolen nach einer neuartigen, als Spiropolymerisation bezeichneten Reaktion, die auf dem Verständnis der Oxidationsreaktionen beruht. Polytocopherole sind Moleküle, bei denen zahlreiche Tocopherol-Einheiten ketten- oder ringartig miteinander verbunden sind. Die oQMs werden zur Bildung dieser Verbindungen genutzt, während die hochreaktiven Radikale zu Quervernetzungen oder zu Brüchen der einzelnen Polymerstränge führen und so die Herstellung von Polytocopherolen erschweren würden. So demonstriert die wissenschaftliche Arbeit von Prof. Rosenau, dass der Fortschritt bei aktuellen wissenschaftlichen Problemen manchmal auch das Revidieren gängiger Lehrmeinungen bedingt. Neue Erkenntnisse zur Oxidation von Vitamin E

OMV schickt dem MOL-Vorstand weitere Briefe

Der <a href=http://www.omv.at>OMV</a> ist es nach wie vor sehr ernst mit der Übernahme der ungarischen MOL. Nach der Aufstockung ihrer MOL-Anteile auf nunmehr 20,2 % sollen die letzten „technischen Hindernisse“ am Weg zur Stimmrechtsmehrheit beseitigt werden. Vor allem die unabhängigen MOL-Aktionäre und die EU-Kommission sollen für den Deal gewonnen werden. <% image name="MOL_Logo" %><p> <small> Besonders störend für die OMV sind die 10 %-Beschränkung der Stimmrechte in der MOL-Satzung sowie die faktische Kontrolle über rund 40 % der Aktien durch das MOL-Management unter Ausnutzung verschiedener rechtlicher Strukturen. </small> In einem weiteren Brief an den MOL-Vorstand – bereits am 25. Juni erhielt dieser von OMV-Boss Wolfgang Ruttenstorfer ein Bar-Übernahmeangebot samt saftiger Prämie – betonte der OMV-Vorstand die Vorteile einer gemeinsamen Unternehmensgruppe, Zusicherungen an die ungarischen Regierung sowie die wichtigsten Konditionen des unterbreiteten Angebots. Zu den letzteren gehören 32.000 Forint je MOL-Aktie in bar (umgerechnet mehr als 11 Mrd €), sobald die Hindernisse zur Erlangung der Kontrolle über die MOL-Stimmrechte beseitigt sind – eine Prämie von 43,6 % gegenüber dem Aktienpreis vom 21. Mai, dem Tag bevor spekulative Investitionen in MOL begonnen haben. Darüber hinaus ist OMV bereit, bis zu 25 % der Vergütung in Form von OMV-Aktien anzubieten. Ruttenstorfer kommentiert den Traum vom „führenden europäischen, integrierten Öl- und Gasunternehmen“ so: „Mit dem Beitritt der mittel- und osteuropäischen Staaten zur EU ist die Zeit gekommen, über nationale Interessen hinaus zu denken und regionale Lösungen zu den Problemfeldern in der von starker Konkurrenz geprägten Öl- und Gasindustrie zu suchen. Der Zusammenschluss von OMV und MOL würde einen zentral- und osteuropäischen Champion schaffen. Der neue Konzern würde es ermöglichen, intensiver am globalen Wettbewerb im Upstream-Bereich teilzunehmen." <b>Synergien.</b> Bisher hat die OMV Synergien vor Steuern von rund 400 Mio € pro Jahr „identifiziert“. Eine breitere Diversifikation in der Rohölbeschaffung soll zudem die Energieversorgungssicherheit in der gesamten Donau-Region deutlich verbessern. Auch die Nabucco-Pipeline soll leichter realisiert werden. OMV hat bereits ein wettbewerbsrechtliches Voranmeldeverfahren bei der EU-Kommission eingeleitet. Im Falle einer erfolgreichen Fusion wird die OMV womöglich die Raffinerie in Wien-Schwechat veräußern müssen. Für die Finanzierung des Deals steht bereits ein Bankensyndikat Gewehr bei Fuß. OMV schickt dem MOL-Vorstand weitere Briefe

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