Archive - Jan 3, 2013

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Umweltbundesamt: Feinstaubbelastung 2012 zurückgegangen

Laut Angaben des Umweltbundesamts war die Feinstaubbelastung in Österreich 2012 niedriger als in den Jahren zuvor. Vor allem die Wetterlage hat dazu beigetragen, dass die Grenzwerte nur selten überschritten wurden.

 

Die höchsten Werte für Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer (PM10)  wurden 2012 während einer starken Kälteperiode in der ersten Februarhälfte gemessen. Der ungewöhnlich warme Jänner sowie die über dem Durchschnitt liegenden Temperaturen der Herbstmonate haben laut Umweltbundesamt aber zu insgesamt wenigen Überschreitungen geführt. Die Feinstaub-Belastung war 2012 damit niedriger als in den Jahren davor und erreichte Werte, die zuletzt 2007 oder 2009 aufgezeichnet wurden.

Die Anreicherung von Feinstaub im Winter tritt vor allem bei länger anhaltenden Hochdruckwetterlagen auf, die zu ungünstigen Ausbreitungsbedingungen sowie zur Akkumulation von Partikeln über mehrere Tage führen. Kommt es bei Hochdrucklagen zu Wind aus Nordost bis Südost, so werde Feinstaub oft mit dem atmosphärischen Ferntransport aus dem Osten mittransportiert, wie das Umweltbundesamt in einer Aussendung mitteilte.

In den vergangenen Jahren wurde eine Reihe an Maßnahmen ergriffen, um die Konzentrationen an kleinen Staubpartikeln zu reduzieren. Beispiele sind die Förderung von Partikelfiltern für Diesel-Kraftfahrzeuge, Tempolimits, die Umrüstung kommunaler Flotten oder zeitlich begrenzte lokale Fahrverbote. In Österreich sind die zu ergreifenden Schritte durch das Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-Luft) geregelt, auf dessen Grundlage die Landeshauptleute nach Statuserhebungen entsprechende Verordnungen erlassen können.