Archive - Sep 3, 2009

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Vinnolit stellt Chlorproduktion auf Membranverfahren um

Der PVC-Hersteller <a href=http://www.vinnolit.de>Vinnolit</a> sichert durch eine 100 Mio. Euro-Investition seine Chlorversorgung ab und stellt die Produktionsstandorte Gendorf und Knapsack gleichzeitig auf das umweltfreundlichere Membranverfahren um. <% image name="VinnolitElektrolyse" %> <small>Mit den neuen Membranelektrolyse-Anlagen von Vinnolit wird Chlor und Natronlauge hergestellt. © Vinnolit</small> Die Vinnolit GmbH & Co KG mit Hauptsitz in Ismaning nahe München ist auf die Herstellung von PVC für höherwertige Anwendungen, etwa in der Bauindustrie oder der Medizintechnik spezialisiert, stellt aber auch Zwischen- und Nebenprodukte wie Natronlauge, Vinylchlorid und Zinntetrachlorid selbst her. Bis vor kurzem bestand aber an den Monomer-Produktionsstandorten Gendorf (im bayrischen Chemie-Dreieck) und Knapsack (nahe Köln) eine Lücke in der Chlorversorgung. <b>Versorgungslücke geschlossen</b> Diese wurde nun mit der Umstellung der Chlor-Alkali-Elektrolysen an beiden Standorten auf das umweltfreundlichere Membranverfahren und die gleichzeitige Erhöhung der Kapazität von 390.000 Tonnen auf 430.000 Tonnen Chlor pro Jahr geschlossen. Zudem wurde mit diesem Schritt die Erweiterung und Verbesserung der Liefersituation für das wichtige Koppelprodukt Natronlauge verbessert. In den Technologiesprung investierte Vinnolit rund 100 Millionen Euro. Geschäftsführer Josef Ertl sprach von einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz, die sowohl den CO2-Ausstoß als auch die Energiekosten senke. Vinnolit stellt Chlorproduktion auf Membranverfahren um

Eine hochsensible Methode zur Herstellung von cDNA-Fragmenten

Christian Grumaz vom <a href=http://www.igb.fraunhofer.de>Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB</a> hat eine Methode entwickelt, mit der cDNA aus sehr geringen Probenmengen RNA synthetisiert werden kann. Damit wird ein wichtiger Schritt der Transkriptom-Analyse verbessert. Eine hochsensible Methode zur Herstellung von cDNA-Fragmenten <% image name="FraunhoferGrumazWeb" %> <small>Christian Grumaz vom Fraunhofer-IGB wurde für seine Arbeit mit dem Hugo-Geiger-Preis ausgezeichnet. ©privat</small> Um zu verstehen, welche Gene in einer bestimmten Zelle oder in einem System von Zellen zu bestimmten Zeitpunkten unter bestimmten äußeren Bedingungen „angeschaltet“ sind, bedient man sich der Methode der Globalen Genexpression. Dabei wird die Gesamtheit der in RNA exprimierten Abschnitte des genetischen Materials (das sogenannte Transkriptom oder – bei einer Vielzahl von Zellen – das Metatranskriptom) bestimmt. Ein entscheidender Schritt bei derartigen Analysen ist die Synthese von DNA, die zur der aus den Zellen isolierten RNA komplementär ist (sogenannte cDNA) und die in nachfolgenden Schritten durch Polymerase-Kettenreaktion vervielfältigt und quantifiziert werden kann. <b>Sensitivität und Automatisierbarkeit erhöht</b> Für diesen Schritt hat Christian Grumaz vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in seiner Diplomarbeit eine Methode entwickelt, die mit geringen Probemengen auskommt und einen hohen Durchsatz ermöglicht. Das Verfahren erlaubt es, aus 10 bis 100 Picogramm Gesamt-RNA globale Transkriptionsprofile zu erstellen, und ist damit um den Faktor 10.000 empfindlicher als die bisherigen Methoden. Die neue Technologie soll vor allem in den Anwendungsbereichen Diagnostik, Medikamentenentwicklung und Grundlagenforschung zur Anwendung kommen. Sie wird von einem Unternehmen bereits mit Erfolg wirtschaftlich verwertet.