Archive - Sep 2009

Datum

September 13th

VDI verleiht in Mannheim den Arnold-Eucken-Preis 2009

Den jährlich von der der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) vergebenen Arnold-Eucken-Preis teilen sich heuer Anja Drews von der University of Oxford und André Bardow von der Delft University of Technology. Verliehen wurde die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung vom Vorsitzenden der GVC, Achim Noack, am 8. September 2009 auf der ProcessNet-Jahrestagung in Mannheim. VDI verleiht in Mannheim den Arnold-Eucken-Preis 2009 <% image name="AnjaDrews" %> <small>Anja Drews beschäftigte sich in ihren Arbeiten mit dem Problem des Membranfouling. © VDI</small> Anja Drews (38) wurde für ihre wegweisenden wissenschaftlichen Beiträge zur technischen Weiterentwicklung von Membranprozessen und deren wirtschaftlichen Einsatz zur Fermentation und Abwasseraufbereitung geehrt. Die Forschungen zielen darauf ab, das Membranfouling, das die Wirtschaftlichkeit dieser sonst sehr effizienten Reaktoren einschränkt, zu reduzieren. Die Ergebnisse sind für Unternehmen der chemischen, biologischen und pharmazeutischen Industrie von großer Wichtigkeit. <% image name="AndreBardow" %> <small>Andre Barlow modellierte nichtlineare tehrmodynamische Prozesse . © VDI</small> Andre Bardow (35) erhielt die Auszeichnung für seine grundlegenden Arbeiten zur Modellierung nichtlinearer irreversibler thermodynamischer Prozesse. Sie sind zukunftsweisend für einen rationalen integrierten Prozess- und Produktentwurf in der Verfahrenstechnik. Dieser Forschungsansatz schlägt Brücken zwischen den Systemwissenschaften und der Verfahrenstechnik sowie zwischen molekularer Theorie und Kontinuumstheorie. Der Arnold-Eucken-Preis wird seit 1956 von der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) zur Erinnerung an den deutschen Physikochemiker und ersten Obmann des VDI-Fachausschusses "Verfahrenstechnik" verliehen. Mit dieser hohen Auszeichnung sollen jüngere, begabte Nachwuchskräfte aus Industrie und Hochschul-Forschungs-Instituten gefördert werden. Die Preisträger sollen unter 40 Jahre alt sein und dürfen weder einen Lehrstuhl innehaben noch eine Forschungs- oder Entwicklungseinrichtung verantwortlich leiten.

VDI verleiht in Mannheim den Arnold-Eucken-Preis 2009

Den jährlich von der der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) vergebenen Arnold-Eucken-Preis teilen sich heuer Anja Drews von der University of Oxford und André Bardow von der Delft University of Technology. Verliehen wurde die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung vom Vorsitzenden der GVC, Achim Noack, am 8. September 2009 auf der ProcessNet-Jahrestagung in Mannheim. <% image name="AnjaDrews" %> <small>Anja Drews beschäftigte sich in ihren Arbeiten mit dem Problem des Membranfouling. © VDI</small> Anja Drews (38) wurde für ihre wegweisenden wissenschaftlichen Beiträge zur technischen Weiterentwicklung von Membranprozessen und deren wirtschaftlichen Einsatz zur Fermentation und Abwasseraufbereitung geehrt. Die Forschungen zielen darauf ab, das Membranfouling, das die Wirtschaftlichkeit dieser sonst sehr effizienten Reaktoren einschränkt, zu reduzieren. Die Ergebnisse sind für Unternehmen der chemischen, biologischen und pharmazeutischen Industrie von großer Wichtigkeit. <% image name="AndreBardow" %> <small>Andre Barlow modellierte nichtlineare thermodynamische Prozesse . © VDI</small> Andre Bardow (35) erhielt die Auszeichnung für seine grundlegenden Arbeiten zur Modellierung nichtlinearer irreversibler thermodynamischer Prozesse. Sie sind zukunftsweisend für einen rationalen integrierten Prozess- und Produktentwurf in der Verfahrenstechnik. Dieser Forschungsansatz schlägt Brücken zwischen den Systemwissenschaften und der Verfahrenstechnik sowie zwischen molekularer Theorie und Kontinuumstheorie. Der Arnold-Eucken-Preis wird seit 1956 von der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) zur Erinnerung an den deutschen Physikochemiker und ersten Obmann des VDI-Fachausschusses "Verfahrenstechnik" verliehen. Mit dieser hohen Auszeichnung sollen jüngere, begabte Nachwuchskräfte aus Industrie und Hochschul-Forschungs-Instituten gefördert werden. Die Preisträger sollen unter 40 Jahre alt sein und dürfen weder einen Lehrstuhl innehaben noch eine Forschungs- oder Entwicklungseinrichtung verantwortlich leiten. VDI verleiht in Mannheim den Arnold-Eucken-Preis 2009

September 9th

Langfristiger Abnehmer für Hybrigenics´ Screening-Service

Das französische Biopharmazie-Unternehmen <a href=http://www.hybrigenics.com>Hybrigenics</a> hat einen dreijährigen Servicevertrag mit einem multinationalen Life Sciences-Unternehmen im Wert von 2,1 Millionen Dollar geschlossen. Gegenstand der Vereinbarung sind Screenings mit der unternehmenseigenen „Yeast-Two Hybrid“-Plattform. Konkret wird Hybrigenics spezifische cDNA-Bibliotheken aufbauen, Screenings mithilfe der unternehmenseigenen High-Throughput-Screening-Plattform „Yeast-Two Hybrid“ durchführen und neu identifizierter Protein-Protein-Interaktionen in Datenbanken ablegen. Die Ergebnisse werden mithilfe von Bioinformatik-Werkzeugen (etwa der Software PIM-Rider) visualisiert und ausgewertet. Als Teil der Vereinbarung wird Hybrigenics eigene Programm-Manager bestimmen, die die Priorität der Screenings im Kundenauftrag sicherstellen sollen. Hybrigenics operiert in zwei organisatorischen Einheiten. Neben dem Service-Geschäft treibt eine eigene Pharma-Einheit die unternehmenseigene Forschung zur Rolle der Ubiquitin-spezifischen Proteasen bei Degradationsprozessen von Onkoproteinen und die Verwendung von deren Inhibitoren zur Bekämpfung bestimmter Krebsarten voran. Langfristiger Abnehmer für Hybrigenics´ Screening-Service

Thermo Fisher Scientific übernimmt deutschen Diagnostika-Anbieter

<a href=http://www.thermofisher.com>Thermo Fisher Scientific</a> wird das deutsche Biotechnologie-Unternehmen <a href=http://www.brahms.de>Brahms AG</a>, einen Anbieter auf dem Gebiet der In-vitro-Diagnostik, etwa für Schilddrüsenerkrankungen, übernehmen. Brahms wird in den Spezialdiagnostikbereich von Thermo Fisher Scientific integriert. <% image name="BrahmsWegener" %> <small>Bernd Wegener, Vorstandsvorsitzender von Brahms (und gleichzeitig auch des deutschen Bundesverbands der pharmazeutischen Industrie) sieht im Zusammengehen mit Thermo Fischer den „nächsten logischen Schritt“ für sein Unternehmen. © BPI</small> Die Spezialdiagnostik-Geschäftssparte von Thermo Fisher Scientific macht einen jährlichen Umsatz von rund 1,3 Mrd. US-Dollar innerhalb des Segments Analytical Technologies. Brahms wird dort den Kern eines künftigen European Center of Excellence für klinische Diagnostik bilden. Die Brahms AG entstand 1994 in einem der ersten Management-Buy-outs der deutschen Pharmabranche aus dem Geschäftsbereich Diagnostika von Henning Berlin/Marion Merrell Dow und hat sich seither mit über 400 Mitarbeitern zu einem der größten deutschen Biotechnologieunternehmen entwickelt. Seit 2005 hat der Private-Equity-Investor HBM Bio Ventures strategische Finanzierungen für Brahms bereitgestellt und in Folge gemeinsam mit dem Vorstand nach einem strategischen Partner mit komplementärem Profil gesucht, den man nun in Thermo Fisher gefunden hat. Die geplante Konzentration der Diagnostik-Aktivitäten am Brahms-Standort Henningsdorf nahe Berlin wird wohl auch die Entwicklung des dort ansässigen Biotechnologie-Clusters beflügeln. Thermo Fisher Scientific übernimmt deutschen Diagnostika-Anbieter

September 7th

Bakterien können sich stark verformen

„Können sich wandeln, wie so wollen: dünn oder dick, kurz oder lang“ – so wie es bei einer bekannten Zeichentrickfamilie heißt, so können sich auch Bakterien verlängern, platt drücken oder zusammenquetschen und so weit verformen, dass sie durch fast jede Öffnung passen, wie Wissenschaftler der Universität Delft nun entdeckten. Bakterien können sich stark verformen <% image name="barbapapa" %> <small>Wie die Mitglieder einer bekannten Zeichentrickfamilie können sich auch Bakterien so weit verformen, dass sie durch fast jede Öffnung passen.</small> Bakterienzellen haben einen Durchmesser von ungefähr einem Tausendstel Millimeter und, wenn genügend Platz vorhanden ist, bewegen sie sich schwimmend fort. Den untersuchten Bakterien der Art Bacillus subtilis und Escherichia coli gelang dies auch dann noch, wenn der Kanal weniger als ein Drittel breiter war als sie selbst. Waren die Kanäle noch kleiner, konnten die Einzeller trotzdem passieren, indem sie sich teilten und durch das Hindernis hindurch wuchsen. Diese Ergebnisse könnten nicht nur klären, wie Mikroorganismen in kleinsten Poren im Boden überleben können, sondern sind auch wichtig für die Herstellung steriler medizinischer Geräte und der Festsetzung von Größenstandards für Wasserfilter. Originalartikel: „Bacterial growth and motility in sub-micron constrictions” in: PNAS published online before print August 17, 2009, doi:10.1073/pnas.0907542106 Quelle: http://www.dialog-gentechnik.at

Lenzing erhöht Anteile an Indonesien-Tochter

Die < a href=http://>Lenzing AG</a> verstärkt ihre Präsenz auf dem asiatischen Cellulosefaser-Markt und erwirbt von der börsennotierten Spinnereigruppe APAC Citra Centertex 40 % der Anteile an der indonesischen Holdinggesellschaft PGL. Lenzing erhöht Anteile an Indonesien-Tochter <% image name="Zellstoff" %> <small>Aus Zellstoff stellt die Unternehmen der Lenzing-Gruppe eine Vielfalt an Fasermaterialien her</small> PGL ist mit rund 12 % am Viskosefaserproduzenten PT. South Pacific Viscose und betreibt den lokalen Verkauf von dessen Produkten. Lenzing erhöht damit indirekt auch die Beteiligung an der Tochtergesellschaft PT. South Pacific Viscose von 86% auf rd. 91%. Die South Pacific Viscose ist der größte Viskosefaserhersteller Indonesiens. Bei einem jährlichen Ausstoß von 165.000 Tonnen werden rund 1.500 Mitarbeiter am Standort Purwakarta, West Java, beschäftigt. <b>Zweites Quartal brachte wieder Gewinne</b> Insgesamt hat sich der Weltmarkt für Cellulosefasern nach einem scharfen Einbruch zum Jahreswechsel wieder etwas erholt. Die Mengennachfrage zog nach Aussage von Vorstandsvorsitzendem Peter Untersperger wieder an, die Preise seien aber noch immer unbefriedigend. Durch Lenzings Spezialitätenstrategie und kontinuierliche Kundenbeziehungen habe man die Faserkapazitäten wieder voll ausfahren können und verzeichnete nach einem Verlust von 5,4 Millionen Euro im ersten Quartal 2009 wieder einen Periodengewinn von 11,3 Mio. Euro im zweiten Quartal.

Lenzing erhöht Anteile an Indonesien-Tochter

Die <a href=http://www.lenzing.com>Lenzing AG</a> verstärkt ihre Präsenz auf dem asiatischen Cellulosefaser-Markt und erwirbt von der börsennotierten Spinnereigruppe APAC Citra Centertex 40 % der Anteile an der indonesischen Holdinggesellschaft PGL. <% image name="Zellstoff" %> <small>Aus Zellstoff stellen die Unternehmen der Lenzing-Gruppe eine Vielfalt an Fasermaterialien her. (c) Lenzing AG</small> PGL ist mit rund 12 % am Viskosefaserproduzenten PT. South Pacific Viscose und betreibt den lokalen Verkauf von dessen Produkten. Lenzing erhöht damit indirekt auch die Beteiligung an der Tochtergesellschaft PT. South Pacific Viscose von 86% auf rd. 91%. Die South Pacific Viscose ist der größte Viskosefaserhersteller Indonesiens. Bei einem jährlichen Ausstoß von 165.000 Tonnen werden rund 1.500 Mitarbeiter am Standort Purwakarta, West Java, beschäftigt. <b>Zweites Quartal brachte wieder Gewinne</b> Insgesamt hat sich der Weltmarkt für Cellulosefasern nach einem scharfen Einbruch zum Jahreswechsel wieder etwas erholt. Die Mengennachfrage zog nach Aussage von Vorstandsvorsitzendem Peter Untersperger wieder an, die Preise seien aber noch immer unbefriedigend. Durch Lenzings Spezialitätenstrategie und kontinuierliche Kundenbeziehungen habe man die Faserkapazitäten wieder voll ausfahren können und verzeichnete nach einem Verlust von 5,4 Millionen Euro im ersten Quartal 2009 wieder einen Periodengewinn von 11,3 Mio. Euro im zweiten Quartal. Lenzing erhöht Anteile an Indonesien-Tochter

September 5th

Innsbrucker Physiker erzeugen stark korrelierten Vielteilchenzustand

Das Verhalten von ultrakalten Quantengasen in einer Raumdimension haben Physiker um Hanns-Christoph Nägerl untersucht. Dabei ist es erstmals gelungen, einen exotischen Zustand zu erzeugen, bei dem die Gesetze der Quantenmechanik dafür sorgen, dass sich Atome entlang der eindimensionalen Struktur aufreihen. Innsbrucker Physiker erzeugen stark korrelierten Vielteilchenzustand <% image name="QuantendraehteWeb" %> <small>Erzeugung eindimensionaler Quantendrähte: Ein rückreflektierter Laserstrahl erzeugt eine stehende Welle und bildet ein Potential, das die Atome auf Kreisscheiben (grau) einschließt. Wenn zwei dieser Laserstrahlen gekreuzt werden, zwingen sie die Atome, sich entlang einer eindimensionalen Struktur anzuordnen (rot). © Institut für Experimentalphysik, Universität Innsbruck</small> Obwohl sich die Atome stark anziehen und das System deshalb eigentlich kollabieren müsste, entsteht ein stabiler Vielteilchenzustand mit neuen quantenmechanischen Eigenschaften. Sie berichten darüber in der Fachzeitschrift Science. Wechselwirkungseffekte äußern sich in niedrigdimensionalen Systemen wesentlich drastischer als im dreidimensionalen Raum. Solche Strukturen sind deshalb für die Physik von besonderem Interesse. Neben nulldimensionalen Quantenpunkten und zweidimensionalen Quantenflächen kennt die Physik auch eindimensionale Quantendrähte. Das sind räumliche Potentialstrukturen, in denen Ladungsträger sich nur in einer Dimension bewegen können. Während Quantenpunkte und Quantenflächen relativ einfach hergestellt und analysiert werden können, lassen sich Quantendrähte an Festkörpern nur sehr schwer untersuchen. Physiker um Hanns-Christoph Nägerl vom Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck gingen deshalb einen ganz anderen Weg: Sie haben in einer Wolke aus ultrakalten Atomen eindimensionale Strukturen erzeugt und deren Eigenschaften genau analysiert. <b>Überraschende Beobachtung</b> In einer Vakuumkammer wurde dazu ein Bose-Einstein-Kondensat aus rund 40.000 ultrakalten Cäsium-Atomen erzeugt. Mit Hilfe von zwei Laserstrahlen erzeugen sie dann ein optisches Gitter, in dem sich die Atome in vertikalen, eindimensionalen Strukturen anordnen. Jeweils bis zu 15 Atome stapeln sich dabei übereinander auf. Durch das Laserlicht werden sie daran gehindert, aus der Reihe zu tanzen oder mit anderen Atomen den Platz zu tauschen. Über ein Magnetfeld können die Forscher die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Atomen justieren: „Vergrößern wir die Anziehungskraft zwischen den Atomen, bewegen sich diese aufeinander zu und der Stapel von Atomen fällt in sich zusammen“, erklärt Nägerl den in der Fachwelt als „Bose Nova“ bezeichneten Effekt. „Lassen wir hingegen die Atome einander abstoßen, reihen sie sich in regelmäßigem Abstand entlang der eindimensionalen Struktur auf und es entsteht ein sehr stabiles System.“ Ein überraschender Effekt zeigt sich allerdings, wenn sich die Wechselwirkung zwischen den Atomen schnell von stark abstoßend nach stark anziehend ändert. „Dann erreichen wir einen exotischen, gasähnlichen Zustand, in dem die Atome angeregt sind, sich anziehen, aber nicht aufeinander zu bewegen können und die ‚Bose Nova’ ausbleibt“, sagt Nägerl. Nachgewiesen wird der Zustand, indem das Quantengas leicht zusammengedrückt und dessen Steifigkeit gemessen wird. Der angeregte Vielteilchenzustand kann allerdings nur dann erreicht werden, wenn der Umweg über die repulsive Wechselwirkung gegangen wird. „Dieser vor vier Jahren vorhergesagte Zustand konnte jetzt erstmals experimentell erzeugt werden“, freut sich Elmar Haller, der Erstautor der nun in dem renommierten Fachmagazin Science veröffentlichten Forschungsarbeit. Die Erforschung niedrigdimensionaler Strukturen erfährt derzeit international große Aufmerksamkeit und könnte etwa dabei helfen, die Funktionsweise von Hochtemperatursupraleitern in Zukunft besser zu verstehen. <b>Kalte Atome als ideales Experimentierfeld</b> „Ultrakalte Quantengase haben den großen Vorteil, dass sie sehr gut gegenüber der Umwelt isoliert werden können“, erklärt Nägerl. „Außerdem können wir in unserem Experiment Defekte, wie sie in Festkörpern häufig vorkommen, praktisch ausschließen.“ Damit steht den Innsbrucker Quantenphysikern eine ideale Versuchanordnung für das Studium der Eigenschaften von Quantendrähten zur Verfügung. Zugute kommt dem Team um Nägerl dabei auch die langjährige, erfolgreiche Arbeit mit ultrakalten Atomen und Molekülen, in der die Innsbrucker Arbeitsgruppe um Wittgenstein-Preisträger Rudolf Grimm international eine führende Rolle einnimmt. Neben den ersten Bose-Einstein-Kondensaten aus Cäsiumatomen und aus Molekülen haben die Forscher auch exotische Effekte wie den Efimov-Zustand und repulsive Quantenpaare weltweit erstmals im Experiment nachgewiesen.

September 3rd

Vinnolit stellt Chlorproduktion auf Membranverfahren um

Der PVC-Hersteller <a href=http://www.vinnolit.de>Vinnolit</a> sichert durch eine 100 Mio. Euro-Investition seine Chlorversorgung ab und stellt die Produktionsstandorte Gendorf und Knapsack gleichzeitig auf das umweltfreundlichere Membranverfahren um. <% image name="VinnolitElektrolyse" %> <small>Mit den neuen Membranelektrolyse-Anlagen von Vinnolit wird Chlor und Natronlauge hergestellt. © Vinnolit</small> Die Vinnolit GmbH & Co KG mit Hauptsitz in Ismaning nahe München ist auf die Herstellung von PVC für höherwertige Anwendungen, etwa in der Bauindustrie oder der Medizintechnik spezialisiert, stellt aber auch Zwischen- und Nebenprodukte wie Natronlauge, Vinylchlorid und Zinntetrachlorid selbst her. Bis vor kurzem bestand aber an den Monomer-Produktionsstandorten Gendorf (im bayrischen Chemie-Dreieck) und Knapsack (nahe Köln) eine Lücke in der Chlorversorgung. <b>Versorgungslücke geschlossen</b> Diese wurde nun mit der Umstellung der Chlor-Alkali-Elektrolysen an beiden Standorten auf das umweltfreundlichere Membranverfahren und die gleichzeitige Erhöhung der Kapazität von 390.000 Tonnen auf 430.000 Tonnen Chlor pro Jahr geschlossen. Zudem wurde mit diesem Schritt die Erweiterung und Verbesserung der Liefersituation für das wichtige Koppelprodukt Natronlauge verbessert. In den Technologiesprung investierte Vinnolit rund 100 Millionen Euro. Geschäftsführer Josef Ertl sprach von einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz, die sowohl den CO2-Ausstoß als auch die Energiekosten senke. Vinnolit stellt Chlorproduktion auf Membranverfahren um

Eine hochsensible Methode zur Herstellung von cDNA-Fragmenten

Christian Grumaz vom <a href=http://www.igb.fraunhofer.de>Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB</a> hat eine Methode entwickelt, mit der cDNA aus sehr geringen Probenmengen RNA synthetisiert werden kann. Damit wird ein wichtiger Schritt der Transkriptom-Analyse verbessert. Eine hochsensible Methode zur Herstellung von cDNA-Fragmenten <% image name="FraunhoferGrumazWeb" %> <small>Christian Grumaz vom Fraunhofer-IGB wurde für seine Arbeit mit dem Hugo-Geiger-Preis ausgezeichnet. ©privat</small> Um zu verstehen, welche Gene in einer bestimmten Zelle oder in einem System von Zellen zu bestimmten Zeitpunkten unter bestimmten äußeren Bedingungen „angeschaltet“ sind, bedient man sich der Methode der Globalen Genexpression. Dabei wird die Gesamtheit der in RNA exprimierten Abschnitte des genetischen Materials (das sogenannte Transkriptom oder – bei einer Vielzahl von Zellen – das Metatranskriptom) bestimmt. Ein entscheidender Schritt bei derartigen Analysen ist die Synthese von DNA, die zur der aus den Zellen isolierten RNA komplementär ist (sogenannte cDNA) und die in nachfolgenden Schritten durch Polymerase-Kettenreaktion vervielfältigt und quantifiziert werden kann. <b>Sensitivität und Automatisierbarkeit erhöht</b> Für diesen Schritt hat Christian Grumaz vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in seiner Diplomarbeit eine Methode entwickelt, die mit geringen Probemengen auskommt und einen hohen Durchsatz ermöglicht. Das Verfahren erlaubt es, aus 10 bis 100 Picogramm Gesamt-RNA globale Transkriptionsprofile zu erstellen, und ist damit um den Faktor 10.000 empfindlicher als die bisherigen Methoden. Die neue Technologie soll vor allem in den Anwendungsbereichen Diagnostik, Medikamentenentwicklung und Grundlagenforschung zur Anwendung kommen. Sie wird von einem Unternehmen bereits mit Erfolg wirtschaftlich verwertet.

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