Boehringer Ingelheim: Umsatz stagniert
Boehringer Ingelheim erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2016 einen Umsatz von rund 7,3 Milliarden Euro, was einem Minus von einem Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 entspricht. Andere wichtige Kennzahlen wie EBIDTA und EBIT oder die Cashflowentwicklung gab der deutsche Pharmakonzern nicht bekannt. Für sein größtes Geschäftsfeld, die verschreibungspflichtigen Medikamente, meldet er ein Umsatzplus von einem Prozent. Allerdings brach der Umsatz mit dem Atemwegsmedikament Spiriva um 17 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro ein. Laut Boehringer Ingelheim war das zu erwarten: Der Patentschutz des Präparats läuft in den kommenden Monaten aus. Außerdem sei der Einbruch durch die besseren Umsätze mit „neueren Medikamenten“ ausgeglichen worden, etwa mit dem Diabetesmittel Jardiance.
Im Geschäftsbereich Tiergesundheit wurde ein Plus von vier Prozent auf 688 Millionen Euro erzielt. Diesen Bereich will Boehringer Ingelheim durch die Übernahme des Tiergesundheitsbereichs von Sanofi verstärken, die um die Jahreswende abgeschlossen werden soll. Der Umsatz mit Biopharmazeutika, die Boehringer Ingelheim ausschließlich für Dritte fertigt, ist laut Konzernangaben um ein Prozent auf 216 Millionen Euro gewachsen.
Der Umsatz mit frei verkäuflichen Arzneimitteln schließlich verringerte sich um vier Prozent auf 750 Millionen Euro.
Hubertus von Baumbach, Nachfolger von Andreas Barner als Vorsitzender der Unternehmensleitung, gab sich mit den Halbjahreszahlen zufrieden: „Wir haben im ersten Halbjahr 2016 wichtige langfristige strategische Meilensteine erreichen können, die die künftige Entwicklung des Unternehmens entscheidend prägen werden“. Wie sich das „Kerngeschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten“ entwickelt, werde davon abhängen, „wie erfolgreich wir uns als gesuchter Partner etablieren können – und zwar von der präklinischen Forschung bis hin zum Weg zu den Patienten“.
